Tribes of the Wind

Das bessere Living Forest?
Ein roter, alles vernichtender Nebel liegt über dem Land, weshalb sich die neuen Völker in die Lüfte erhoben haben. Sie versuchen sich neuen Lebensraum zu erschließen, den roten Nebel zu verbrennen und Siedlungen in angepflanzten Wäldern, hoch in den Baumwipfeln zu errichten. Dabei nutzen sie die Magie, die die Menschheit vor ihnen nie hatte.

In Tribes of the Wind versuchen alle ihr Tableau zu bewalden und zu bevölkern und nutzen dafür je 5 Karten, die sie vor sich aufstellen. Diese sind in in 4 Elemente aufgeteilt, die jeweils verschiedene Aktionen auslösen. z.B. kann Wasser gesammelt, Wälder gepflanzt, roter Nebel entfernt oder Windläufer bewegt werden. Der Clou ist, dass die Stärke der Aktionen von den Elementen der benachbarten Mitspielenden abhängt. Dieser Mechanismus ist so simpel wie genial, da man immer mit einplanen muss welche Elemente zur Verfügung stehen. Wird die rechte Mitspielerin vermutlich einen Wald anpflanzen oder doch eher die Windläufer bewegen, sodass ich entweder ein Natur- oder ein Windelement weniger zur Verfügung haben werde? Zusätzlich können jeweils bis zu zwei Spezialfähigkeiten freigeschaltet werden, die diese Aktionen verstärken.
Weiterhin können Tempel gebaut , die Einmalboni geben, sowie Dörfer gebaut werden, die entweder Boni geben oder Siegpunktbedingungen freischalten. Wenn eine Person 5 Dörfer gebaut hat, endet das Spiel und die Punkte werden ausgewertet.
Das Spielgefühl ähnelt auf eine gewisse Art und Weise Living Forest, obwohl die Mechanismen doch anders sind, da in Tribes of the Wind beispielsweise kein "push your luck" vorkommt. Es ist taktischer und vielfältiger, sowie wenig glückslastig. Allerdings kann es durchaus vorkommen, dass man genau in den richtigen Momenten starke Siegpunktbedingungen zieht und damit das Spiel dominiert.

Tribes of the Wind ist ein leicht zu lernendes und flüssig laufendes Spiel mit einer kreativen und gut funktionierenden Mechanik. Die Thematik sowie das Design sind spannend und auch nach sehr vielen Partien wird das Spiel nicht langweilig. 

Plus

  • Tolles Design
  • Kreative Mechanik

Minus

  • Glück kann spielentscheidend sein

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Eistee Blutorange

Kansas – Dust in the Wind

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Huch! (Hutter Trade GmbH)

2-5

45-90 Minuten

ab 12

Surfosaurus Max

Ist das etwa einfach Poker mit Uno gemischt? Das klingt irgendwie zu simpel für Spielspaß. Oder?
Das war unser erster Gedanke, als wir die kurze und bündige Anleitung zu Surfosaurus Max gelesen haben. Denn im Prinzip spielen alle nacheinander erst eine Karte, dann eine zweite im Wert von 1-12 offen aus. Haben alle 2 Karten vor sich liegen, wird ähnlich wie bei Pokerregeln geschaut was die höchste Kombination aus 4-5 Karten ergibt. Beispielsweise 5 gleiche Karten oder eine Straße. Diese werden dann gewertet. Hohe Karten geben wenig, niedrige Karten viele Punke. Fertig. Nach 2-3 Runden werden die Punkte gezählt. Der Dino mit den meisten gewinnt.

Das ist alles? Ja! Aber es steckt so viel Mind- und Metagame in diesem Spiel, was einem erst beim Spielen bewusst wird. Spielt man zunächst hohe Karten an, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass sie gewertet werden? Spielt man auf Pärchen oder doch lieber riskant auf 5 gleiche Karten? Spielt man eine niedrige Karte mit der Gefahr, dass sie gegen Ende der Runde aus der Wertung fliegt? Spielt man eine hohe Karte, um eine niedrige vom Gegner oder der Gegnerin rauszuwerfen?

Alles in Allem ist Surfosaurus Max nicht nur ein phantastisch skurril designtes (Hallo! Surfende Dinos!), sondern auch ein sehr kurzweiliges und überraschend simples, aber taktisches Spiel, das man überall mit hin nehmen kann. Nicht umsonst war es für uns ein suchterregender Dauerbrenner während der Wartezeiten auf der Spiel 23!

Plus

  • Skurriles Design
  • Simpel, aber taktisch
  • Kurzweilig

Minus

  • Einige Karten sind unübersichtlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Hawaii Surfer

Beach Boys

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Loosey Goosey Games

2-6

20 Minuten

ab 10

Carla Caramel

Ein kooperatives Würfelspiel für Vorschulkinder und junge Kids
Gemeinsam versuchen wir, allen Kindern in der Warteschlange ein leckeres Eis zu servieren (je mehr Kugeln, desto besser!) bevor die Sonne die Kugeln schmilzt.

Nacheinander wird der Würfel geworfen und die gewürfelte Aktion ausgeführt.
Zeigt der Würfel eine Eissorte, dann wird die entsprechende Sorte auf eine beliebige Eiswaffel gelegt (keine Waffel darf jedoch zwei gleiche Sorten oder mehr als drei Kugeln haben!).
Würfelt man ein Kind, so darf eine der bereits gefüllten Eiswaffeln serviert werden.
Wird die Sonne gewürfelt, zieht man den Sonnenmarker ein Feld weiter. Steht an dieser Stelle des Markers eine Waffel mit drei Kugeln, so schmilzt die Sonne diese und die Waffel darf nicht mehr verwendet werden.
Kann keine Kugel platziert werden, wird eine Münze geworfen, die entweder eine Sonne oder ein Kind zeigt.

Wenn am Ende alle Kinder eine Eiswaffel erhalten haben, ist das Spiel zu Ende. Oder aber, wenn kein Eis mehr serviert werden kann.

Die Regeln von „Carla Caramel“ sind so einfach gehalten, dass das Spiel bereits ab vier Jahren problemlos verstanden und gespielt werden kann. Der Wettlauf mit der Sonne erzielt hier auch eine gehörige Portion Spannung, die bei genauerem Betrachten (und vor allem für ältere Kids) aber gar nicht so dramatisch ausfällt.
Die Chancen, dass ein volles Eis wirklich schmilzt sind nämlich sehr gering und nur vorhanden, wenn man auf volles Risiko spielt (=alle Waffeln mit drei Kugeln zu servieren).

So bleibt „Carla Caramel“ vor allem für Vorschulkinder und jüngere Kids interessant – diese haben aber wirklich viel Spaß mit dem Servieren der coolen Eiskugeln – insbesondere, weil der Spielaufbau mit dem supertollen 3D-Eiswagen den Spieltrieb wirklich animiert. Da ist auch die Nominierung zum Kinderspiel des Jahres 2023 gerechtfertigt.

Plus

  • Sehr kurze Spielzeit
  • Toller Spielaufbau

Minus

  • sehr einfach

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kein Getränk, lieber ein Eis

Vanilla Ice – „Ice Ice Baby“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Huch! / Loki

1-6

10 Minuten

ab 4

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