Hellton Palace

Ein hochwertiges, EinsteigerInnen-freundliches Escape-Spiel mit abwechslungsreichen Rätseln..
Das Hotel „Hellton Palace“ ist die letzte Absteige kurz vor der Unterwelt. Wirklich die Allerletzte! Niemand wohnt hier geren, denn die ungehaurig furchtbaren Gäste machen den Aufenthalt zur Hölle und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das gesamte Hotel dem Untergang geweiht ist...


Als Mitspielender in diesem Duell steht von Anfang an fest, dass man keine Chance hat, zu gewinnen. Es gewinnt, wer zuerst nicht verliert!

Jede Runde zieht abwechselnd ein neuer Gast in eines der leerstehenden Zimmer, bevor die völlig überforderten Hotelpagen ihre Runde durchs Hotel drehen.
Sind die Gäste unzufrieden, verwüsten sie Ihre Zimmer, andernfalls verwüsten Sie das Hotel. Die Hilfe der Angestellten ist dabei auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, um das Unvermeidliche hinauszuzögern...
Hofft einfach, dass euer Gegner verliert, bevor ihr es selbst tut!

„Hellton Palace“ ist wirklich fies. Die Hilflosigkeit im immer größer werdenden Chaos kommt sehr gut rüber, man hat überaus schnell das Gefühl, dass einem die Kontrolle immer mehr entgleitet. Wenn dann auch noch das konkurrierende Hotel ins ohnehin fragile Gleichgewicht aus Überforderung und Überlastung pfuscht…
Was soll man auch tun, wenn der Zerberus mit seinem Gejaule den ganzen Flur in den Wahnsinn treibt, Wutmilla unaufhörlich gegen die Zimmerwände hämmert und Qualle Kalle die gesamte Einrichtung vollschlabbert?

Sobald man durch die Symboliken gestiegen ist und verstanden hat, welcher Gast welchen Schaden verursacht, beginnt „Hellton Palace“ seinen Spaß und Reiz zu entwickeln. Was anfänglich noch recht gemütlich beginnt, nimmt spätestens ab dem vierten Gast seinen unheilvollen Lauf und driftet ins unkontrollierbare Chaos ab. Ein wirklich komisches Spielgefühl, wenn einem die zuerst so wohl überlegte Zimmerbelegung aus den Händen gleitet – aber eine durchaus gelungene Abwechslung!

Die größte Hürde von „Hellton Palace“ sind die verschiedenen Eigenschaften der Gäste. Die Symbole sind sich sehr ähnlich und dadurch leicht zu verwechseln. Vor allem, wenn diese auch noch Bezug aufeinander nehmen. Zerstört mein Gast jetzt eine Hotelglocke, wenn im Nebenraum verärgerte Gäste sind oder zerstört er eine Hotelglocke und verärgert Gäste im Nebenraum? Gerade in den ersten Partien muss hier viel nachgeschlagen werden.
Die beiliegende Spielhilfe hilft zwar, doch die speziellen Eigenschaften mancher Gäste sind wiederum nur in der Anleitung niedergeschrieben. Haltet also den Daumen feucht: Ohne nachschlagen geht es anfangs nicht.

Wer die nötige Geduld aufbringt und sich auf das Abenteuer als Hotelmanager in der Unterwelt einlässt, der bekommt ein Zwei-SpielerInnen-Spiel mit ungewöhnlichem Setting und Spielgefühl.

Plus

  • Witzige Spielidee

Minus

  • Die Symboliken der Gäste-Eigenschaften sind sehr verwechselbar
  • Die Säulen sind etwas zu klein für größere Hände

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Helles

Hellsongs – Pieces of Heaven, a Glimpse of Hell

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Iello / Hutter Trade

2

30 Minuten

ab 10

Flucht aus dem Starline-Express

Ein hochwertiges, EinsteigerInnen-freundliches Escape-Spiel mit abwechslungsreichen Rätseln..
Nach dem "Grand Hotel"  und „Das Geheimnis von Holborn Hall“  vollenden wir mit „Flucht aus dem Starline-Express“ dieses Escape-Trio aus dem Hause moses.

„Flucht aus dem Starline-Express“ ist dabei dem „Geheimnis von Holborn Hall“ qualitativ gleichzusetzen und reiht sich gemeinsam mit diesem hinter dem "Grand Hotel" ein – welches unser klarer Favorit der Reihe ist.

Wie gehabt, ist das Spielmaterial (teils doppelt für gleichzeitiges Rätseln!) in einer herausragenden Qualität und die mittelschweren Rätsel vielseitig, abwechslungsreich und für einsteigertauglich.
Was „Flucht aus dem Starline-Express“ – wie auch die anderen beiden Teile – am meisten auszeichnet, ist die toll eingeflochtene Story. Nachvollziehbar erzählt, spannend aufgebaut und hervorragend mit den Rätseln verwoben.

Warum sich dieser Teil ebenfalls hinter dem herausragenden "Grand Hotel" einreiht, liegt zum einen an kleinen Rätsel-Details, die sehr unklar gestaltet wurden (ACHTUNG SPOILER: Die Grafiken der Schlüssel sind alles andere als eindeutig) und dass die Rätsel zum Ende hin sehr Mathe-lastig werden, hat uns ebenfalls weniger gut gefallen. Denn eigentlich wollen wir keinen Taschenrechner für abendliche Unterhaltung auspacken (ACHTUNG SPOILER: Was im Falles des Uhren-Rätsels aber gar nicht anders geht).

In der Summe gehört „Flucht aus dem Starline-Express“ aber ganz klar zu den besseren Escape-Spielen und ist für Anfänger wie leicht erfahrene Escape-Fans durchaus eine Empfehlung.

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Starkes Storytelling
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Mathe-Rätsel sind Geschmackssache.

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee aus dem Bordrestaurant

Starlight Express

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Moses Verlag

1-X

100 Minuten

ab 12

Sea Salt & Paper

Ein Karten-Sammel-Spiel mit coolem Zocker-Twist
Nur wenige Kartenspiele haben in den letzten Monaten so viel Aufsehen erregt wie "Sea Salt & Paper". So hat es das kleine Spiel aus dem Hause MM Spiele (HUCH!) bis auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres 2023 geschafft.

Was ist also dran am "Hype" um das Spiel mit den coolen Origami-Illustrationen?

Die Anleitung liest sich zunächst komplizierter als das Spiel am Ende ist. Hat man einmal die verschiedenen Funktionen der Karten verinnerlicht, spielt sich "Sea Salt & Paper" sehr flüssig und entpuppt als wirklich cooles Kartenspiel mit Zock-Effekt.

Reihum ziehen wir Karten (teils offen, teils verdeckt) und versuchen auf diese Weise Serien gleicher Motive oder passende Kombinationen zu sammeln, die wertvolle Punkte geben oder oder Paare zu bilden, die ausgespielt Vorteile verschaffen.
Wer zuerst sieben Punkte gesammelt hat, kann die Runde beenden. Kann!
Denn wer das Risiko liebt, kann auch eine "letzte Chance" ausrufen. Dann erhalten alle Mitspielenden einen weiteren Zug. Hat man trotzdem die Nase vorn, erhält man einen wertvollen Bonus - wenn nicht, verzockt man seine Punkte.
Genau dieses Spiel mit dem Risiko hebt "Sea Salt & Paper" aus der Masse und erklärt, warum es so gut in diversen Spielerunden ankommt.
Wir schließen uns also guten Gewissens der Mehrheit an und sagen: "Sea Salt & Paper" ist ein wirklich gutes Kartenspiel!

Inzwischen ist für ein paar Euro auch die Mini-Erweiterung "Extra Salt" erhältlich, die acht neue Karten ins Grundspiel integriert.

Nachtrag 25.05.2025 - "Sea Salt & Paper" hat sich seit Monaten zum absoluten Dauerbrenner entwickelt. Die perfekte Mischung aus Spieltiefe, Glück, Strategie und Spannung endet (bei uns) in einer nimmerendenden Wiederspiellust, wie sie nur ganz selten bei Spielen vorkommt. Wir korrigieren demnach unsere ursprüngliche Bewertung von 7,5/10 Sternen auf lässige 10/10

Plus

  • Tolles Design
  • Cooler Zocker-Twist

Minus

  • Anleitung unübersichtlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

Gojira – Of Salt And Blood

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

MM Spiele / Huch! (Hutter Trade GmbH)

2-4

30 Minuten

ab 8

Dragon Parks

Etabliert euren eigenen Drachen-Park - aber lasst euch nicht fressen!
Als Eigentümer eines Drachenparks hat man es nicht so einfach. Die Besucher wollen möglichst tolle und seltene Exemplare sehen – oder ganz süße Drachenbabys. Den Drachen wiederum geht es hauptsächlich um leckeres Futter. Ist davon nicht genug vorhanden, dienen die Besucher als Mahlzeit…

„Dragon Parks“ verläuft in drei Runden (Saisons). Jeder Mitspielende erhält drei Inseln (die Drachenparks), auf die er (sehr coole!) transparenten Karten auslegen kann.
Dies geschieht per klassischem Draft-Mechanismus: Jeder Mitspielende erhält in hierfür vier Handkarten, von denen er eine ausspielt und den Rest weitergibt. Nach drei gelegten Karten wird die Vierte abgeworfen und die Runde gewertet.
Auf jeder Ecke (und der Mitte) sind verschiedene Drachen, Eier oder Futter abgebildet, die sich dann übereinandergelegt ergänzen oder überdecken lassen. Je nachdem wie sie ausgelegt werden, treten dann bestimmt Effekte ein. Besonderes Augenmerk muss dabei auf schlecht gelaunte oder je nach Saison beliebte Drachen geachtet werden, die die Wertung stark beeinflussen!
Nach drei Runden gewinnt der Mitspielende, der am meisten Besucher in seinen Park gelockt hat.


"Dragon Parks" kommt (bis auf die sehr coolen, transparenten Karten!) zwar ohne spielerischen Wow-Effekt oder innovativen Kniff aus, überquert die Ziellinie aber dennoch als schönes und empfehlenswertes Spiel für alle Drachen-Fans!

Plus

  • Kurze Spielzeit
  • Coole Karten!
  • Drachen!!

Minus

  • Oben und Unten der Karten teils schlecht zu erkennen

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Drachenfrucht-Smoothie

Dragonforce – „Inhuman Rampage“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

2-5

ca. 20 Minuten

ab 8 Jahren

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