New York Zoo

Ein familientaugliches Zoo-Puzzle-Spiel.
In „New York Zoo“ errichtet man einen Tierpark und versucht diesen möglichst schnell und effektiv mit verschiedenen Tierarten, Tierbabys, Snack-Ständen und coolen Attraktionen zu füllen.

Jeder Mitspielende erhält hierfür ein eigenes Zoo-Tableau. Wer an der Reihe ist, entscheidet, ob er die Figur auf dem zentralen Spielplan so bewegt, dass man dafür bestimmte Tiere für bestehende Gehege/Tierhäuser oder ein neues Gehege erhält, in das dann direkt neue Tiere einziehen müssen…
Der Zug kann dabei eine Tiervermehrung auslösen, die man natürlich nicht verpassen möchte. Denn süße neue Tierbabys mögen doch alle, oder?
Sobald ein Gehege komplett mit Tieren der gleichen Art gefüllt ist, darf man sich dafür ein Sonderplättchen nehmen (z.B. Getränkestände, Souvenirläden oder sogar ein Karussell oder eine Achterbahn), welches man ebenfalls auf seinem Tableau platziert. Der erste Zoo, der vollständig gefüllt ist, gewinnt das Spiel!

„New York Zoo“ ist ein solides Familienspiel, das als „kleiner Bruder“ des großen „Arche Nova“ auch für ungeübtere Gelegenheitsspieler und jüngere Brettspiel-Fans geeignet ist. Die Stars des Spiels von Uwe Rosenberg (Autor von u.A. auch Bohnanza, Agricola, Atiwa oder Nova Luna) sind natürlich die 127 süßen Holztiere, die sich einfach prächtig machen!
Das gemeinsame um-die-Wette-puzzeln und Zoo-befüllen macht Spaß, auch wenn der Spielaufbau mit den vielen zu füllenden Bereichen und sehr ähnlichen Gehege-Puzzle-Teilen des zentralen Spielplans etwas nervig ist.
Der Wettlauf um den ersten fertigen Zoo ist aber wirklich spannend und geht häufig nur sehr knapp aus!

Plus

  • Kurze Spielzeit
  • Schön abwechslungreich

Minus

  • Der Spielaufbau kann mit seinen vielen Plättchen, die verteilt werden müssen, etwas nervig sein.
  • Zudem sind die grünen Farbabstufungen schwierig auseinanderzuhalten…

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Capri Zoo-nne

Scorpions – „The Zoo“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Feuerland

1-5

40 Minuten

ab 10

Arkeis

Steampunk meets Archäologie. Ein kooperatives Legacy-Abenteuerspiel in der ägyptischen Wüste.
Bei Ausgrabungen in Ägypten wurden mysteriöse Artefakte gefunden. Eine Gruppe Abenteurer geht den Spuren in der Wüste nach und macht dabei spektakuläre Entdeckungen…

Als Teil dieser Gruppe übernimmt jeder Mitspielende die Rolle einer der fünf Charaktere (mit Erweiterung sogar sechs), die sich in ihren individuellen Eigenschaften sehr deutlich voneinander unterscheiden. Die Episode 0 – ein Tutorial, in dem alle nötigen Regeln anschaulich erklärt werden - lässt sofort in die Geschichte eintauchen.
Schnell ist klar: „Arkeis“ baut auf sehr einfachen Grundregeln auf! Jeder Mitspielende kann pro Runde zwei von vier möglichen Aktionen durchführen.
Gegenstände, Türen, Truhen (oder auch Leichen!) sind mit Symbolen versehen. Möchte man mit diesen interagieren, zieht man einfach die entsprechende Karte und liest den beschreibenden Text. So geht es reihum weiter.
Das schlanke Regelwerk ist sehr intuitiv und dadurch maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich „Arkeis“ schnell und dynamisch spielt. Ein großer Pluspunkt!
Durch das hohe Spieltempo kommt nie Langeweile auf. Ständig passiert etwas – Fallen werden ausgelöst, mysteriöse Artefakte entdeckt oder die Gruppe trifft auf übel gesinnte Feinde.

Mit jeder Episode schreitet nicht nur die spannende Story weiter voran, sondern auch die Charktere entwickeln sich immer weiter. Sie erhalten neue Fähigkeiten, neue Waffen und Gegenstände oder lassen sich auf ein Spiel mit dem Schicksal ein. Selbst das Camp/Lager (das zwischen den Episoden eine wichtige Rolle spielt), wird zunehmend größer. Immer stark davon abhängig, wie gut (oder schlecht) eine Episode für das Team läuft.

Bei insgesamt locker 50 Spielstunden ist es unmöglich ins Detail zu gehen - aber: Die große Stärke von "Arkeis" liegt im hervorragenden Storytelling! Ich habe selten ein Spiel gespielt, in dem die Geschichte so einnehmend ist, das Geschehen so greifbar und immersiv und Bedrohungen so wirklich und realistisch erscheinen.

Natürlich gibt es auch einige Stolpersteine im Wüstensand.
So haben uns vor allem einige Kartentexte immer wieder in die Irre geführt. Nicht immer ist uns 100%ig klar gewesen, wie Texte auf Karten zu interpretieren sind (z.B. wenn eine Türe geöffnet wird und auf der dazugehörigen Karte Dinge im Raum beschrieben werden, der jedoch noch nicht betreten wurde).
Auch in Verbindung mit Schicksalsmarken war nicht immer alles klar. Oder heißt „lege den Gegenstand ab“, ablegen in den Rucksack oder ablegen für immer?
Über die meisten dieser Schwierigkeiten kann man jedoch hinweg sehen, wenn man sich vor Augen führt, dass "Arkeis" eben ein narratives Spiel und kein bis ins Detail technisch ausgeklügeltes Eurogame ist. Lösungen haben wir immer gefunden. Als Pen & Paper-Routiniers haben wir uns oft einfach für den Spielfluss - und gegen großes Regel-wühlen - entschieden. Funktioniert auch!

Zwei Sachen halten wir jedoch für sehr wichtig:
Erstens: Die Auswahl der Charaktere ist sehr einflussreichenauf den Spielverlauf.
Unserer Meinung nach ist ein Erfolg ohne die Kern-Figuren Rhiat und Franck kaum möglich. Oder wie seht ihr das?
Zweitens: Wer „Arkeis“ mit den Erweiterungen ("Das Juwel des Kults", "Die Falle der Sphinx" und "Die Gefahr unter den Dünen") spielen möchte, muss diese vorher kaufen, denn diese sind in die Kampagne eingebunden und können nicht nachträglich gespielt werden!

Zum Fazit: „Arkeis“ ist ein Abenteuer von epischen Ausmaßen, bietet dutzende grandiose Illustrationen, sensationelle und aufwändige Miniaturen, ein schlankes Regelwerk und ein cooles modulares Spielfeld.
Kurzum: In seiner Klasse ist Arkeis eine Macht!

Plus

  • Geniales Spielmaterial
  • Coole Erweiterungen
  • Viele Spielstunden Spielspaß
  • Auch Solo spielbar

Minus

  • Stolpersteine in den Texten

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

Karl Sanders – „Saurian Apocalypse“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

1-5

Je nach Episode zwischen 45 und 120 Minuten

ab 8 Jahren

Kuhfstein

Ein kuhles Plättchen-Lege-Familienspiel mit ländlichem Thema
In „Kuhfstein“ von Erfolgsautorin Rita Modl legt jeder Mitspielende eine Landschaft, bestehend aus Feldern, Wäldern, Bauernhöfen oder Seen vor sich aus, um darauf seine Kuhherde grasen zu lassen.

In der Tischmitte liegen hierzu immer verschiedene Landschaftsplättchen aus, auf die nacheinander zugegriffen werden kann. Ebenfalls liegen dort Auftragskarten, die eine bestimmte Anordnung der Landschaften darstellen. Gelingt es einem Mitspielenden, diese Anordnung vor sich nachzubauen, werden auf den angezeigten Plättchen Kühe platziert und dafür wertvolle Punkte kassiert.
Da die Größe der Kuhherde jedoch begrenzt ist, ist es wichtig, seine Tiere immer wieder zurück in den Stall zu holen. Das gelingt am besten, wenn die Herde nicht allzu verstreut ist.
Wer zuerst die magische Schwelle von 65 Punkten erreicht (oder überbietet), gewinnt das Spiel.

„Kuhfstein“ ist auf den ersten Blick ein schnell erlerntes Plättchen-Legespiel mit gefälligem Thema, das sich ohne großes Nachdenken mit der gesamten Familie spielen lässt.
Bei genauerem Hinsehen stellt man aber schnell fest, dass sich hinter der idyllischen Fassade auch ein fieses Strategiespielchen verbirgt – wenn man mit der richtigen (oder falschen?) Spielern am Tisch sitzt.
Da man die Missionskarten auch drehen darf, um Punkte zu erhalten, kann man bei der Auswahl der ausliegenden Karten bereits ziemlich ins Grübeln kommen, denn ein überlegtes Platzieren der Kühe mit passender Herdenbildung verschafft klare Vorteile.
In Verbindung mit dem vor Spielbeginn gezogenen Endwertungsplättchen und den Bonus-Feldern des Punkte-Spielplans (mit austauschbaren Bonus-Feldern!) ergeben sich eine ganze Menge taktischer Möglichkeiten, die gewiefte SpielerInnen zu laaaangem Nachdenken animieren können...
Aber auch schnell und aus dem Bauch heraus gespielt, macht „Kuhfstein“ Spaß! Man Muuuuhss ja nicht alles zerdenken.

Ein Manko: Die Plättchen sind relativ dunkel gehalten. Hellere, frische Farben hätten dem Spiel ein deutlich fröhlicheres Gesamtbild verliehen. In der gewählten Farbpalette sieht alles etwas nach Gewitterstimmung aus. Schade. (Nachtrag vom 10.03.24: Wie uns Autorin Rita verraten hat, wird die zweite Auflage eine neue, hellere Farbpalette bekommen. Toll!)

Plus

  • Kurze Spielzeit
  • Schön abwechslungreich

Minus

  • Keine schöne Farbpalette

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Ein schöner Schluck Veggie-Milch

Farmer Boys – „Till The Cows Come Home“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Schmidt Spiele

2-4

40 Minuten

ab 8

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