Gloomies

Ein blumiges Strategie-Spiel mit Puzzle- und Deckbuilding-Elementen.
Lasst euch vom „kindlichen“ Artwork nicht täuschen!
Die Gloomies sind kleine Wesen aus einer anderen Galaxie, die bunte Blumen lieben.
Alle Mitspielenden schlüpfen in die Rolle solcher Gloomies, bauen schicken Blumen an und ernten diese dann.
Was sich wie ein gemächliches Kinderspiel anhört (und auch so aussieht), entpuppt sich als Puzzle- und Deckbuilding-Spiel mit ordentlich taktischem Tiefgang.
Es geht um Farben, Reihen, clevere Kombinationen und vor allem: gute Planung. Wer am Ende die meisten Punkte aus Sternenstaub, Aufträgen und Blumenernte holt, gewinnt.

Die erste Spielhälfte ist ein Farbenpuzzle: Wer wo welche Farbe legt, will gut überlegt sein. Die letzte Karte in einer Spalte bringt einen Bonus – und hier wird’s spannend. Kriege ich noch rechtzeitig den gelben Farbtropfen? Oder nehme ich lieber das Helferplättchen mit der Spezialfähigkeit?
Nach dem Anbauen folgt das Ernten – und plötzlich wird aus deinem bisher ausgespielten Kartendeck dein neues Deck. Was für ein cooler Twist! Damit sammelst du die Blumen ein und erfüllst Aufträge. Klingt simpel, ist aber ganz schön verkopft – im besten Sinne. Denn: Dein eigenes Deck „baust“ du dir in der ersten Hälfte selbst zusammen, und wie stark es ist, zeigt sich erst in Phase 2.

Gloomies sieht wirklich hübsch aus! Das doppellagige Spielfeld mit eingelassenen Blumenslots, dazu liebevoll gestaltete Karten und Holzteile – haptisch top.
Der Einstieg ist jedoch... naja. Die Anleitung ist nicht besonders elegant aufgebaut und nötigt Geduld ab – beim Aufbau wie beim Regelverständnis. Außerdem: Wer viel direkte Interaktion sucht, wird hier nicht glücklich. Es ist eher ein Nebeneinander als ein Miteinander – dafür mit ordentlich Grübelei.
Das „kindliche“ Artwork täuscht also wirklich! Bei Gloomies kommen eher Fans von cleveren Kombospielen, Puzzler mit Hang zu Strategie oder Familien mit Taktik-Vorliebe auf ihre Kosten.
Ein kleiner Bienenwolf im Hummelpelz!

Plus

  • Tolles Spuielmaterial
  • Taktisch vielschichtig

Minus

  • Holpriger Spieleinstieg

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Hibiskus-Schorle

Tribulation – „Where The Gloom Becomes Sound“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Ravensburger

2-4

45 Minuten

ab 12

Context

Ein anspruchsvolles Wort-Assoziationsspiel
Was einst mit „Codenames“, „Just One“ und „So Kleever“ begann, hat inzwischen eine Vielzahl von „Nachahmern“ gefunden. Wort-Assoziationsspiele in Hülle und Fülle.
Sei es „Perfect Words“, „Crazy Wordz“, „Landmarks“, „ito“ oder „One Round“ - jedes davon versucht sich mit einem eigenen Kniff und Dreh vom Rest abzusetzen – was mal mehr und mal weniger gelingt.

Bei „Context“ von der Edition Spielwiese / Hutter Trade fällt natürlich zuerst das vergleichsweise große Spielfeld auf, das ein 7x7 Felder großes Koordiantengitter in einer Meereslandschaft zeigt.
Vor Spielbeginn werden vier Ankerpunkte (Begriffe) von den Mitspielenden frei festgelegt. Anschließend zieht jeder eine Inselkarte. Diese zeigt eine Koordinate, die irgendwo zwischen den Ankerpunkten liegt. Nun gilt es, einen Begriff auf die Karte zu schreiben, den alle anderen Mitspielenden möglichst genau der Koordinate auf dem Spielfeld zuordnen können. Je genauer, desto mehr Punkte gibt es. Einzige Orientierung ist dabei der Kontext zwischen den ausliegenden Begriffe.

Klingt kompliziert? Nun, „Context“ ist kein Schnellstarter - es braucht definitiv eine Partie zum eingrooven bis man den Dreh heraus hat – dann aber läuft das Spielprinzip überraschend gut.
Der Schwierigkeitsgrad liegt aber konstant über einem partytauglichen „Just One“ oder spaßorientiertem „Crazy Wordz“.
Das abstrakte Koordinatensystem ist nicht für jeden Intuitiv nachvollziehbar und sorgt gerade bei jüngeren Mitspielenden für viele Fragezeichen in den Augen.

Wer aber auf der Suche nach einem „erwachsenerem“ Wort-Assoziationsspiel ist, der sollte „Context“ auf jeden Fall mal antesten!

Plus

  • Offene Spielwelt – ohne vorgegebene Begriffe
  • Gutes Spielmaterial
  • Wählbarer Schwierigkeitsgrad

Minus

  • Abstraktes Koordinatensystem nicht für jeden Intuitiv

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Rum

Islnds – „History Of Robots“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Edition Spielwiese / Hutter Trade

3-8

45 Minuten

ab 10

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