Flucht aus dem Starline-Express

Ein hochwertiges, EinsteigerInnen-freundliches Escape-Spiel mit abwechslungsreichen Rätseln..
Nach dem "Grand Hotel"  und „Das Geheimnis von Holborn Hall“  vollenden wir mit „Flucht aus dem Starline-Express“ dieses Escape-Trio aus dem Hause moses.

„Flucht aus dem Starline-Express“ ist dabei dem „Geheimnis von Holborn Hall“ qualitativ gleichzusetzen und reiht sich gemeinsam mit diesem hinter dem "Grand Hotel" ein – welches unser klarer Favorit der Reihe ist.

Wie gehabt, ist das Spielmaterial (teils doppelt für gleichzeitiges Rätseln!) in einer herausragenden Qualität und die mittelschweren Rätsel vielseitig, abwechslungsreich und für einsteigertauglich.
Was „Flucht aus dem Starline-Express“ – wie auch die anderen beiden Teile – am meisten auszeichnet, ist die toll eingeflochtene Story. Nachvollziehbar erzählt, spannend aufgebaut und hervorragend mit den Rätseln verwoben.

Warum sich dieser Teil ebenfalls hinter dem herausragenden "Grand Hotel" einreiht, liegt zum einen an kleinen Rätsel-Details, die sehr unklar gestaltet wurden (ACHTUNG SPOILER: Die Grafiken der Schlüssel sind alles andere als eindeutig) und dass die Rätsel zum Ende hin sehr Mathe-lastig werden, hat uns ebenfalls weniger gut gefallen. Denn eigentlich wollen wir keinen Taschenrechner für abendliche Unterhaltung auspacken (ACHTUNG SPOILER: Was im Falles des Uhren-Rätsels aber gar nicht anders geht).

In der Summe gehört „Flucht aus dem Starline-Express“ aber ganz klar zu den besseren Escape-Spielen und ist für Anfänger wie leicht erfahrene Escape-Fans durchaus eine Empfehlung.

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Starkes Storytelling
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Mathe-Rätsel sind Geschmackssache.

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee aus dem Bordrestaurant

Starlight Express

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Moses Verlag

1-X

100 Minuten

ab 12

Sea Salt & Paper

Ein Karten-Sammel-Spiel mit coolem Zocker-Twist
Nur wenige Kartenspiele haben in den letzten Monaten so viel Aufsehen erregt wie "Sea Salt & Paper". So hat es das kleine Spiel aus dem Hause MM Spiele (HUCH!) bis auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres 2023 geschafft.

Was ist also dran am "Hype" um das Spiel mit den coolen Origami-Illustrationen?

Die Anleitung liest sich zunächst komplizierter als das Spiel am Ende ist. Hat man einmal die verschiedenen Funktionen der Karten verinnerlicht, spielt sich "Sea Salt & Paper" sehr flüssig und entpuppt als wirklich cooles Kartenspiel mit Zock-Effekt.

Reihum ziehen wir Karten (teils offen, teils verdeckt) und versuchen auf diese Weise Serien gleicher Motive oder passende Kombinationen zu sammeln, die wertvolle Punkte geben oder oder Paare zu bilden, die ausgespielt Vorteile verschaffen.
Wer zuerst sieben Punkte gesammelt hat, kann die Runde beenden. Kann!
Denn wer das Risiko liebt, kann auch eine "letzte Chance" ausrufen. Dann erhalten alle Mitspielenden einen weiteren Zug. Hat man trotzdem die Nase vorn, erhält man einen wertvollen Bonus - wenn nicht, verzockt man seine Punkte.
Genau dieses Spiel mit dem Risiko hebt "Sea Salt & Paper" aus der Masse und erklärt, warum es so gut in diversen Spielerunden ankommt.
Wir schließen uns also guten Gewissens der Mehrheit an und sagen: "Sea Salt & Paper" ist ein wirklich gutes Kartenspiel!

Inzwischen ist für ein paar Euro auch die Mini-Erweiterung "Extra Salt" erhältlich, die acht neue Karten ins Grundspiel integriert.

Nachtrag 25.05.2025 - "Sea Salt & Paper" hat sich seit Monaten zum absoluten Dauerbrenner entwickelt. Die perfekte Mischung aus Spieltiefe, Glück, Strategie und Spannung endet (bei uns) in einer nimmerendenden Wiederspiellust, wie sie nur ganz selten bei Spielen vorkommt. Wir korrigieren demnach unsere ursprüngliche Bewertung von 7,5/10 Sternen auf lässige 10/10

Plus

  • Tolles Design
  • Cooler Zocker-Twist

Minus

  • Anleitung unübersichtlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

Gojira – Of Salt And Blood

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

MM Spiele / Huch! (Hutter Trade GmbH)

2-4

30 Minuten

ab 8

Dragon Parks

Etabliert euren eigenen Drachen-Park - aber lasst euch nicht fressen!
Als Eigentümer eines Drachenparks hat man es nicht so einfach. Die Besucher wollen möglichst tolle und seltene Exemplare sehen – oder ganz süße Drachenbabys. Den Drachen wiederum geht es hauptsächlich um leckeres Futter. Ist davon nicht genug vorhanden, dienen die Besucher als Mahlzeit…

„Dragon Parks“ verläuft in drei Runden (Saisons). Jeder Mitspielende erhält drei Inseln (die Drachenparks), auf die er (sehr coole!) transparenten Karten auslegen kann.
Dies geschieht per klassischem Draft-Mechanismus: Jeder Mitspielende erhält in hierfür vier Handkarten, von denen er eine ausspielt und den Rest weitergibt. Nach drei gelegten Karten wird die Vierte abgeworfen und die Runde gewertet.
Auf jeder Ecke (und der Mitte) sind verschiedene Drachen, Eier oder Futter abgebildet, die sich dann übereinandergelegt ergänzen oder überdecken lassen. Je nachdem wie sie ausgelegt werden, treten dann bestimmt Effekte ein. Besonderes Augenmerk muss dabei auf schlecht gelaunte oder je nach Saison beliebte Drachen geachtet werden, die die Wertung stark beeinflussen!
Nach drei Runden gewinnt der Mitspielende, der am meisten Besucher in seinen Park gelockt hat.


"Dragon Parks" kommt (bis auf die sehr coolen, transparenten Karten!) zwar ohne spielerischen Wow-Effekt oder innovativen Kniff aus, überquert die Ziellinie aber dennoch als schönes und empfehlenswertes Spiel für alle Drachen-Fans!

Plus

  • Kurze Spielzeit
  • Coole Karten!
  • Drachen!!

Minus

  • Oben und Unten der Karten teils schlecht zu erkennen

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Drachenfrucht-Smoothie

Dragonforce – „Inhuman Rampage“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

2-5

ca. 20 Minuten

ab 8 Jahren

Der Perfekte Plan – wie gut könnt ihr einbrechen?

Ein kooperatives Krimi-Spiel für Hobby-Ganoven!
Im Berliner Kunstmuseum hängt das Objekt der Begierde: Der „Lotusblütenteich“, ein wertvolles Gemälde von Claude Monet.
Als Teil einer Diebesbande werden die Mitspielenden von ihrem Boss beauftragt, dieses Gemälde zu stehlen. Zur Verfügung steht dem Team ein Summe von 2000,- € in bar und jede Menge kriminelle Energie. Aber Vosicht! Die Polizei ist wachsam!

Anfangs sind viele Fragen offen: Wie kommt man unbemerkt ins Museum? Was ist der sicherste Fluchtweg?
Gemeinsam schmieden die Mitspielenden den perfekten Plan, um das Bild zu stehlen. Dabei arbeiten sie sich Stück für Stück von Karte zu Karte und entscheiden sich für verschiedene Optionen, die sie mit dem vorhandenen Geld finanzieren.
Die dadurch gewonnenen Informationen helfen dabei, den Plan zu perfektionieren.
Das Spiel ist zuende, sobald entweder der finale Plan steht, das Geld vollständig ausgegeben ist oder das Team von der Polizei gefasst wurde.
Man muss sich also wirklich in die Rolle der Ganoven versetzen und darauf achten, dass die gewählten Aktionen im Vorfeld nicht allzu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

"Der Perfekte Plan – wie gut könnt ihr einbrechen?" erinnert von seinem Spielprinzip ein bisschen an die "Crime Stories" und ist ein wirklich cooles, kooperatives Krimi-Spiel, das durch gutes Storytelling und (wie bei Moses.-Spielen üblich) klasse Spielmaterial schnell in die Geschichte eintauchen lässt.
Die Idee mit dem Bargeld als "Timer" ist hervorragend und gestaltet die Spielidee noch realistischer.
Perfekt, um seiner kriminellen Energie mal freien Lauf zu gewähren!

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Wiederspielbar

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee

Jag Panzer – „Shadow Thief“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Moses.

1-X

ca. 60-90 Minuten

ab 12 Jahren

MitspielerInnen: Cron


Es wird mal wieder Zeit für eines unserer beliebten MitspielerInnen-Interviews! Und passend zur Weihnachtszeit ist hier auch ein kleiner Wunsch in Erfüllung gegangen! Denn niemand geringeres als Cron hat sich diesmal die Zeit genommen, unsere Fragen zu beantworten! Wir fühlen uns sehr geehrt.

Da Cron genau wie ich (Tim) nicht nur gerne Brettspiele spielt, sondern genauso gern Achterbahn fährt, muss ich natürlich die Gelegenheit ergreifen, zwischendurch ein paar Fragen zum Thema Rollercoaster zu stellen.


Hey Cron, welche Spielfarbe wählst du?

Wenn es geht „blau“, ich spiele aber auch gern „schwarz“ oder „rot“, ich bin da nicht so fanatisch. Manche können da ja regelrechte Kämpfe ausfechten, oder damit drohen beleidigt wieder abzurauschen, wenn sie nicht ihre Hausfarbe spielen dürfen.

Wie gut kannst du verlieren?

Da ich fast immer verliere, habe ich mich mittlerweile daran gewöhnt 😉

Du bist auf deinen Reisen schon so ikonische Coaster wie Shambala, Hyperion oder Wildfire (wie hat dir Wildfire gefallen?) gefahren.
Welche Brettspiele sind für dich echte "Ikonen" und welches Spiel hat dich im deinem Leben am meisten geprägt?


Hui, das sind ja mehrere Fragen auf einmal. Also der Reihe nach: Wildfire ist tatsächlich eine der besten Achterbahnen, die ich in meinem ganzen Leben gefahren bin. Definitiv meine bislang beste Holzachterbahn. Wirklich unglaublich, dass die sich so ein Ding von Rocky Mountain Construction in ihren Zoo haben bauen lassen!

Bei den Brettspiel-Ikonen wird es schon schwieriger. Ganz sicher bin ich mir bei »Catan«, das ich immer als das »Harry Potter der Brettspiele« bezeichne. Damit meine ich: So wie »Harry Potter« eine ganze Generation wieder zum Lesen gebracht hat, hat »Catan« unzähligen Menschen gezeigt, dass Brettspiele mehr als Scrabble und Monopoly sein können.

Das Spiel, das mich in meinem Leben am meisten geprägt hat, ist »Hero Quest«, weil mich das damals als Zwölfjähriger völlig weggeblasen hat. Vermutlich bin ich nur deswegen Fantasy- und Brettspielfan geworden 😉 Ich könnte sogar noch weiter übertreiben und behaupten, dass die Abenteuer, die ich damals für »Hero Quest« geschrieben habe, meine ersten eigenen Geschichten waren, die ich zu Papier gebracht habe. Und heute bin ich hauptberuflich Drehbuchautor …

Du hast zuletzt einige Bilder aus Port Aventura gepostet. Ein sehr schöner Park mit einigen echten Highlights für Achterbahnfans!
Aber ich bin da ganz bei dir: Furius Baco oder Stampida sind inzwischen echt fast nicht mehr fahrbar.
Welche Spiele sind für dich heute kaum noch spielbar?


Das gerade genannte »Hero Quest« funktioniert leider nur noch mit Retro-Flair. Da sind die Regeln wirklich wahnsinnig schlecht gealtert …

Falls du nicht ohnehin schon mal dort warst, kann ich dir Alton Towers in England sehr empfehlen! Ein unfassbar schöner und ungewöhnlicher Freizeitpark mit genialen Achterbahnen! Auch Liseberg in Göteborg ist richtig klasse!

Die Parks in England fehlen mir leider noch. Wir hatten vor ein paar Jahren schon die Reise gebucht … und dann kam uns leider die Pandemie dazwischen. Dafür waren wir dieses Jahr das erste Mal in Liseberg und da kann ich dir voll zustimmen. Ein richtig toller Park!

Welches Spiel zum Thema Freizeitparks ist denn deiner Meinung nach das Beste?

Ich warte ja immer noch auf das große Experten-Freizeitparkspiel, bei dem man, wie damals in »Theme Park« am PC den Salzgehalt der Pommes erhöhen kann, damit die Leute mehr trinken müssen. Also so eine Art »Arche Nova« mit Freizeitpark-Thema. Das würde mich glücklich machen. Denn leider sind viele Freizeitpark-Spiele oft seichter Familienkram, die uns (wenn überhaupt) nur kurzfristig Spaß machen. Ganz gut gefallen mir z.B. »Unfair« oder »Grand Carnival«.

Arche Nova mit Freizeitpark-Thema! Da wär ich auch sofort dabei! Wir bei https://bretthart.blog/ sind begeisterte Metal-Fans, die auch das regionale Webzine www.Metal-Aschaffenburg.de betreiben. Welche Musik begeistert dich?

Ich höre auch gern Metal, aber auch viel Punk, SKA usw. Wir fahren in der Sommerzeit jedenfalls auch wahnsinnig gern mit unserem Camper auf Festivals, mal groß, mal klein, mal kommerziell, mal independent. Im nächsten Jahr ist mal wieder ein Trip nach Nürnberg zu »Rock im Park« geplant. Vielleicht treffen wir uns ja mal irgendwo?

Das wäre cool! Welche Band oder welche(r) Musiker(in) muss unbedingt ein eigenes Spiel veröffentlichen?

Ein »Deichkind«-Brettpiel würde mich interessieren, das stelle ich mir witzig vor 😉 Aber spannender als eine bestimmte Band oder Musiker(in) finde ich ja generell das Thema »Konzert«- oder »Festivalbrettspiele«. Zuletzt habe ich mir »Trollfest« gekauft, wo wir in einem Fantasy-Setting eine Band managen und auf Tour schicken. So was gefällt mir 🙂

Da muss ich mir „Trollfest“ direkt mal für unsere „Heavy Metal Spiele“-Liste vormerken!
Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?


»Galaxy Trucker« + »Legacy«. Und natürlich »Arche Nova« meets »Unfair«

Lieber eine gute Achterbahn, die schlecht thematisiert ist oder eine schlechte Bahn mit herausragender Thematisierung?

Oh, schwierige Frage. Ich glaube lieber eine gute Achterbahn, die schlecht thematisiert ist. Aber eine schlechte Bahn mit herausragender Thematisierung würde ich zumindest fahren, was von einer schlechten Bahn, die schlecht thematisiert ist, niemals gilt. In eine Topliste kommen beide Kandidaten eher nicht 😉

Zum Schluss natürlich der Klassiker: Was sind deine All-Time-Top-5 Spiele? Und welches deine Top 5 Achterbahnen?

All-Time-Top-5-Spiele

1. Arche Nova
2. Terra Mystica (inzwischen in der aktuellen »Age of Innovation«-Edition)
3. Galaxy Trucker
4. Dominion
5. Skull King

All-Time-Top-5-Achterbahnen

1. Zadra
2. Ride to Happiness
3. Wildfire
4. Shambhala
5. Taron

Vielen Dank für deine Zeit! Wir sehen uns irgendwann im Freizeitpark, beim Spielen oder auf einem Festival!

Lecker Lava

Ein Lava-heißes Kinderspiel!
Achtung! Der Vulkan bricht aus! Wo wir Menschen zu flüchten beginnen, freuen sich die kleinen Feuerdrachen!
Für diese gibt es nämlich nichts leckereres zu futtern als frische Lava. Schnell sucht sich jeder den besten Platz, um möglichst frische Lava zu bekommen. Denn wer will schon kalte Lavabrocken essen?

Zu Beginn des Spiel, sucht sich jeder Mitspielende einen der fünf süßen Drachen aus, den es anschließend zu füttern gilt.
Wer an der Reihe ist, platziert seinen Drachen am vielversprechendsten Lavastrom. Reihum folgen die Mitspielenden. Dann wird gewürfelt, wie viele Lava-Chips aus dem Beutel genommen und beliebig in die noch freien Lavaströme geschoben werden. Dadurch fallen an anderen Stellen Lavabrocken unterschiedlicher Qualität heraus (gelb ist frisch und am besten, grau ist alt und schlecht) – im besten Fall direkt ins Maul des eigenen Drachen! Lecker!
Danach werden alle Drachen wieder zurückgenommen und es geht nach gleichem Prinzip weiter, bis am Ende nicht mehr genug Chips im Beutel sind. Wer dann in der Summe die leckersten Lava-Chips gefuttert hat, gewinnt das Spiel.

Wie bei den drei Magiern üblich, ist das Spiel rund um ein tolles Grundelement aufgebaut. In diesem Fall ist das der Vulkan mit seinen acht unberechenbaren Lavaströmen.

Die Spannung und der Spaß am Tisch ist groß, wenn der eigene Drache zwar einen tollen Platz ergattert hat, am Ende aber doch leer ausgeht, weil die Chips einfach an anderen Stellen herauspurzeln – oder gar in anderen Drachenmäulern landen.

Plus

  • Kreatives Spielprinzip
  • Überraschender Mechanismus

Minus

  • Manchmal etwas „hakelig“

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Drachenfrucht-Smoothie

Dragonforce – „Inhuman Rampage“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Schmidt Spiele / Drei Magier

2-4

ca. 20 Minuten

ab 5 Jahren

Carla Caramel

Ein kooperatives Würfelspiel für Vorschulkinder und junge Kids
Gemeinsam versuchen wir, allen Kindern in der Warteschlange ein leckeres Eis zu servieren (je mehr Kugeln, desto besser!) bevor die Sonne die Kugeln schmilzt.

Nacheinander wird der Würfel geworfen und die gewürfelte Aktion ausgeführt.
Zeigt der Würfel eine Eissorte, dann wird die entsprechende Sorte auf eine beliebige Eiswaffel gelegt (keine Waffel darf jedoch zwei gleiche Sorten oder mehr als drei Kugeln haben!).
Würfelt man ein Kind, so darf eine der bereits gefüllten Eiswaffeln serviert werden.
Wird die Sonne gewürfelt, zieht man den Sonnenmarker ein Feld weiter. Steht an dieser Stelle des Markers eine Waffel mit drei Kugeln, so schmilzt die Sonne diese und die Waffel darf nicht mehr verwendet werden.
Kann keine Kugel platziert werden, wird eine Münze geworfen, die entweder eine Sonne oder ein Kind zeigt.

Wenn am Ende alle Kinder eine Eiswaffel erhalten haben, ist das Spiel zu Ende. Oder aber, wenn kein Eis mehr serviert werden kann.

Die Regeln von „Carla Caramel“ sind so einfach gehalten, dass das Spiel bereits ab vier Jahren problemlos verstanden und gespielt werden kann. Der Wettlauf mit der Sonne erzielt hier auch eine gehörige Portion Spannung, die bei genauerem Betrachten (und vor allem für ältere Kids) aber gar nicht so dramatisch ausfällt.
Die Chancen, dass ein volles Eis wirklich schmilzt sind nämlich sehr gering und nur vorhanden, wenn man auf volles Risiko spielt (=alle Waffeln mit drei Kugeln zu servieren).

So bleibt „Carla Caramel“ vor allem für Vorschulkinder und jüngere Kids interessant – diese haben aber wirklich viel Spaß mit dem Servieren der coolen Eiskugeln – insbesondere, weil der Spielaufbau mit dem supertollen 3D-Eiswagen den Spieltrieb wirklich animiert. Da ist auch die Nominierung zum Kinderspiel des Jahres 2023 gerechtfertigt.

Plus

  • Sehr kurze Spielzeit
  • Toller Spielaufbau

Minus

  • sehr einfach

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kein Getränk, lieber ein Eis

Vanilla Ice – „Ice Ice Baby“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Huch! / Loki

1-6

10 Minuten

ab 4

Captain Nature

Ein Geschicklichkeitsspiel für kleine Naturschützer
In der schönen Meeresbucht schwimmt eine ganze Menge Müll. Dosen und Flaschen verschmutzen bereits den ganzen Strand. Das kann und darf so nicht bleiben!
Deshalb geht es zusammen mit Captain Nature aufs Boot, um den ganzen Unrat einzusammeln, damit die Meeresbewohner wieder in die Bucht zurückkommen können.

Bevor es mit dem Boot auf Tour geht, wird auf einem Tisch (bzw. auf einer glatten Oberfläche, die alle gut erreichen können) mit Hilfe von Bojen ein Feld abgesteckt, in dem verschiedene Meeresbewohner und Müll verteilt werden.
Anschließend erhält jeder Mitspielende eine Karte, auf der angegeben ist, welcher Müll bei der nächsten Fahrt gesammelt werden muss.
Abwechselnd muss das Boot nun so durch die Bucht manövriert werden, dass dabei nur Müll (und keine Meerestiere!) eingesammelt wird. Der Clou: Es wird blind gefahren!
Sich dabei zuvor einen Weg einzuprägen, den man dann mit dem Boot abfahren will, klingt leichter als es letztendlich ist. Deshalb dürfen einmal im Spiel auch die Mitspielenden durch Zurufe helfen.
Für jede erfüllte Karte kommt dann ein Meeresbewohner zurück in die Bucht und der Müll in den Container. Wenn die Bucht sauber ist, gewinnen alle gemeinsam.

„Captain Nature“ ist ein einfaches Geschicklichkeitsspiel, das das Thema Umweltschutz für die junge Zielgruppe auf spielerische Weise näherbringt. Das unberechenbare Sammeln erzeugt bei den Kids eine ganze Menge Spannung und bleibt in Erinnerung.

Ein kleines Manko: Das Boot ist etwas wackelig zusammenzustecken und fällt in Kinderhänden schnell auseinander. Wir haben es daher mit etwas Klebstoff fixieren müssen.
Wer auf der Suche nach einem kooperativen, gemeinschaftlichen Kinderspiel ist, der liegt mit „Captain Nature“ richtig.

Plus

  • Kurze Spielzeit
  • Gut aufbereitetes und wichtiges Thema

Minus

  • Etwas wackelig zusammenzustecken

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Klares, sauberes Wasser aus dem Glas

Meeresrauschen

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Schmidt Spiele

2-4

20 Minuten

ab 6

Mycelia

Ein niedliches, familientaugliches Deckbuilding-Spiel - nicht nur für Pilzsammler!
In „Mycelia – Im Tal der tausend Tautropfen“ müssen mit Hilfe der süßen Pilz-Waldbewohner sämtliche Tautropfen zum Schrein der Waldgöttin gebracht werden. Wem dies zuerst gelingt, gewinnt nicht nur den Segen der Göttin, sondern auch das Spiel.

Alle Mitspielenden beginnen mit dem gleichen Kartenset. Drei Karten werden auf die Hand gezogen. Nacheinander spielt jeder seine drei Karten aus, führt deren Fähigkeit aus und zieht drei neue Karten nach.
Die Fähigkeiten der Pilz-Helden helfen dabei, die Tautropfen auf dem eigenen Spielfeld in Richtung des Schreins zu bewegen (oder vom Feld zu entfernen). Mit ebenfalls durch Handkarten erworbenen Blättern (der Währung in „Mycelia“) können zusätzliche Karten für das Deck gekauft werden. Deren bessere Fähigkeiten helfen dabei, die eigenen Tautropfen möglichst schnell loszuwerden. Das ist wichtig, denn sobald der Schrein der Göttin voll ist, setzt der Regen ein und verteilt neue Tropfen im Wald.

Obwohl (ganz typisch für Deckbuilding-Spiele) alle Mitspielenden unter gleichen Voraussetzungen starten, entwickelt sich schnell ein spannender, sehr variabler Wettlauf im Wald. Sobald die Symbole und Fähigkeiten der Karten einmal verinnerlicht sind, spielt sich „Mycelia“ so flüssig, dass Wartezeiten so gut wie gar nicht mehr vorhanden sind.
In seiner Grundform, mit schlankem Regelwerk ist das Spiel schnell gelernt und für Jung und Alt gleichermaßen gut geeignet. Wer es etwas kniffliger haben möchte, der kann mit doppelseitigen Spielplänen und Ergänzungs-Karten den Schwierigkeitsgrad und die Komplexität erhöhen.

Obwohl das Spielmaterial durchweg hochwertig ist, sind die 40,- € Verkaufspreis, die Ravensburger für „Mycelia“ abruft nicht gerade wenig. Zumal der große, zusammengesteckte Altar für die Spielmitte eigentlich gar nicht nötig wäre. Er erfüllt keinen spielentscheidenden Zweck, außer einen Würfel zu werfen. Aber gut – er sieht zumindest recht imposant aus.
Doch genug genörgelt: „Mycelia“ ist ein klasse Deckbuilding-Spiel, das mit unverbrauchtem Thema und mega-süßen Artworks die ganze Familie begeistert!

Plus

  • Durch die zusätzlichen Karten und doppelseitigen Spielpläne ist Dauerspielspaß garantiert
  • Wissenschaftliche Bezeichungen der Pilze für Zusatzwissen
  • Wertiges Spielmaterial

Minus

  • Tempelaufbau eigentlich unnötig

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Saft für die Kids, Pils für die Erwachsenen

Mushroomhead – „A Wonderful Life“ oder Mantar – „Ode To The Flame“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Ravensburger

2-4

ca. 45 Minuten

ab 8 Jahren

Café del Gatto

Ein taktisches Kaffee-Legespiel – nicht nur für Fans von koffeinhaltigen Heißgetränken…
In „Café del Gatto“ schlüpft ihr in die Rolle von Baristas, die ihren KundInnen die cremigsten und schmackhaftesten Kaffeespezialitäten servieren möchten.

Jeder Mitspielende hat fünf verschiedene Kaffee-Spezialitäten vor sich liegen (Cappuccino, Espresso, Latte Macchiato…), die es mit Kaffee- und Milchsteinen zu befüllen und zu servieren gilt.
Jeweils fünf Steine mit unterschiedlichen Werten (Baristapunkte) und Eigenschaften (heiß, kalt, cremig) liegen hierfür in der Espressomaschine für alle Baristas aus.
Wer an der Reihe ist, kann sich einen dieser Steine kaufen, in dem er den aktuell gegenüberliegen Betrag bezahlt. Durch das Herausnehmen und Nachrutschen der Steine ändert sich dieser Wert immer wieder – wobei die frisch nachgelegten Steine ganz oben in der Maschine immer etwas kostspieliger sind.
Wer seinen Kaffee fertig befüllt hat, darf ihn servieren und erhält dafür neben den spielentscheidenden Baristapunkten auch zusätzliches Geld, wenn das Getränk möglichst gleiche Eigenschaften hat. Hier gilt es schnell zu sein, denn die hohen Baristapunkte sind limitiert. Wer zu spät kommt, muss auf niedrigere Werte zurückgreifen (oder seinen Kaffee mit Zuckerwürfeln aufpeppen).

Das Spiel endet, sobald es einem der Spielenden gelungen ist, alle fünf Sorten zu servieren.

Der Wettlauf um die besten Kaffeemischungen ist schnell gelernt, spielt sich flott und entwickelt eine coole Dynamik. Denn jeder einzelne gekaufte Kaffee- und Milchstein beeinflusst durch das Nachrutschen in der Espressomaschine den Preis für die Mitspielenden im Anschluss. Und jede servierte Tasse bedeutet weniger Baristapunkte für den Rest. Es muss ständig überlegt werden, ob man seine Spezialität lieber schnell serviert, und dafür weniger Punkte und Geld erhält, oder langsam ein Meisterwerk brüht, das zwar viele Punkte einbringt, aber am Ende sehr kostspielig wird.

Rund 40,- € klingen auf den ersten Blick viel für das taktische Familienspiel, doch das hochwertige Spielmaterial (tolle zweifarbige Acrylsteine!) stimmt milde.

Was allerdings die Katzen mit dem Spiel zu tun haben, erschließt sich uns nicht so richtig. Außer auf dem Coverartwork und in kleinen Details tauchen die Tiere im Spiel gar nicht auf. Hier wäre vielleicht an anderes Thema passender gewesen…

„Café del Gatto“ hat 2023 den österreichischen Preis: "SPIEL der Spiele 2023" gewonnen.

Plus

  • Tolles Spielmaterial

Minus

  • Katzen-Thema nicht greifbar

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee, Cappuccino, Espresso oder ein Latte Macchiato auf Eis

Ziltoid the Omniscient

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Schmidt Spiele

2-5

ca. 30 Minuten

ab 8 Jahren

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