East India Companies

Solides Handelsspiel mit nicht mehr zeitgemäßem Setting.
Wir begeben uns in die Zeit der Kolonialisierung, wo aufstrebende und herrschsüchtige Konzerne fast mächtiger wurden, als die monarchischen Regierungen Europas. East India Companies ist ein Handels- und Marktspiel, bei dem es darum geht durch geschicktes Ein- und Verkaufen von Waren aus dem Kolonialgebiet im fernen Osten zur mächtigsten Aktiengesellschaft zu werden. Das Prinzip ist dabei relativ simpel. In wenigen Phasen werden zunächst Arbeiter begrenzt eingesetzt, um Aktionen, wie Schiffskauf, gute Marktpositionierung oder -manipulation und Hafenausbau durchzuführen. Nun können Aktien von anderen oder der eigenen Gesellschaft gekauft werden. Im Anschluss werden die vorhandenen Schiffe nach Fernost losgeschickt, um dort Waren einzukaufen. Wichtig ist hierbei wie schnell die einzelnen Schiffe sind und wie sich der Markt der 4 Waren (Tee, Gewürze, Kaffee und Seide) bis zur Ankunft verändert. Schnelle Schiffe dürfen zuerst einkaufen, erhalten die besten Preise und verändern dadurch die Marktsituation für alle nachfolgenden Kapitalgesellschaften. Doch Vorsicht, nicht in allen Gebieten können alle Handelswaren erworben werden. So ist z.B. die wertvolle Seide nur in China zu erwerben, allerdings ist es hier auch am schwierigsten hinzukommen. Nach dieser Phase geht es zurück in die europäische Heimat, um die exotischen Güter zu verkaufen. Auch hier gilt, wer zuerst kommt, malt zuerst. Doch wer etwas nicht verkaufen kann, darf die Waren einlagern und in den nächsten Runden verkaufen, was auch gleichbedeutend mit einer Zukunftswette ist, da der Preis der Ware steigen oder fallen kann. Nun wird je nach Umsatz die Spielreihenfolge und der Aktienwert für die nächste Runde angepasst.

Das Spiel ist ein eigentlich simples Handelsspiel, bei dem man nur Ein- und Verkauft. Jedoch sorgen einzelne kleine verteilte Mechanismen für das gewisse Extra. Es muss also nicht nur geschickt der Markt beobachtet werden und aufgepasst werden, was die verfeindeten Konzerne unternehmen, sondern auch stark darauf geachtet werden, wie man seine Worker platziert, welche Schiffe man wann und wo hinsendet, um die besten Preise zu erlangen. Außerdem ist die Spielreihenfolge enorm wichtig, um die Schiffe früh losschicken zu können. Es muss ebenfalls abgewogen werden, ob man schnelle Schiffe mit wenig Kapazität bevorzugt, oder doch langsamere mit reichlich Ladefläche. Ständig muss überlegt werden welche Züge wann und wie gut sind, unter Berücksichtigung, dass alle Pläne wieder von der Konkurrenz zerstört werden können. Dadurch ist das Spiel interaktiver, aber auch komplexer, als man glaubt, ohne dabei überladen zu sein.

Wer sich also gerne an Handelsspiele herantasten möchte, sollte hier durchaus einen Blick riskieren. Das Kolonialisierungsthema kommentiert East India Companies in den angehängten Credits, die niemand mehr liest wiefolgt: „Disclaimer: East India Companies ist in erster Linie ein Spiel ohne politischen Hintergedanken. Die historische Kulisse ist lediglich dazu da, die Spielmechanik zu verstärken, die perfekt zu dem Thema passt, das sie umgibt. Es geht in diesem Spiel um eine andere Zeit mit anderen Bezugspunkten als den unseren. East India Companies ist ein Spiel, sogar eine Fiktion, aber keinesfalls eine Dokumentation. Und es muss als solches betrachtet werden.“ Dieser Disclaimer ist für mich nicht nur unlogisch, sondern istabsolut nicht mehr zeitgemäß und wirkt eher wie ein Herauswinden aus einer problematischen Fragestellung. Wenn das Thema fiktion sein soll, warum wird kein abstraktes Setting gewählt, sondern ein geschichtliches? Eine Infoseite zur geschichtlichen Einordnung oder mindestens ein Verweis auf Literatur oder das menschen- und naturverachtende Verhalten der Kolonialstaaten sollte heutzutage obligatorisch sein und ist eigentlich auch kein großer Aufwand. Letzteres sorgt dann auch für Punktabzug beim Spielkonzept.

Plus

  • Gute Mechaniken
  • Ausgewogene Schwierigkeit

Minus

  • Keine geschichtliche Einordnung

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Tee oder IPA Bier

Band: Bloodywood

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Huch!

2-4

60-120 Minuten

ab 14

Koole Klötze

Kooles Partygame für kreative Klötzchenbauer
Auf dem Podest in der Spielmitte steht ein aufrechter Zylinder, auf dem eine Art Eisstiel und ein Spielwürfel liegt.
Soll das die seilspringende Giraffe sein, oder das Lama mit dem Geburtstagskuchen darstellen. Koolio, der Schöpfer dieses Kunstwerks legt noch einen Klotz daneben und steckt einen kleinen Stift in das Loch darin. Das muss die Kerze auf der Torte sein! Schnell die Karte mit der passenden Zahl ablegen und hoffen, dass der Tipp richtig ist!

In „Koole Klötze“ schlüpfen die Mitspielenden abwechselnd in die Rolle des „Koolios“ und müssen mit Hilfe von 6 zufällig erhaltenen Holzteilen eine der ausliegenden Baukarten innerhalb von 30 Sekunden nachbilden. Alle anderen müssen so schnell wie möglich erraten, welches der sechs Bilder wohl dargestellt wird. Je schneller, desto besser! Aber Achtung, nur wer richtig liegt, bekommt Punkte!

„Koole Klötze“ ist schnell gelernt und als Partygame für kleine Gruppen super geeignet. Ist doch mal ´ne koole Alternative zu den gängigen Klassikern, die sonst auf den Tischen landen…

Plus

  • Für Jung & Alt gleichermaßen geeignet

Minus

  • Die Farbe mancher Klötze ist nicht gut lackiert

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kalte Blaubeerlimonade

Kool & The Gang

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Schmidt Spiele

3-6

30 Minuten

ab 8

Rolling Dice

Ein eiskaltes Geschicklichkeitsspiel, bei dem man nicht nur Würfelglück benötigt…
In „Rolling Dice“ müsst ihr eure vier Würfel so geschickt wie möglich auf das Eis (Spielbrett) werfen, um so möglichst viele Punkte zu erzielen.

In der ersten Runde werfen alle Mitspielenden alle vier Würfel auf das Spielfeld und lassen einen davon auf dem Spielfeld liegen. Wer am weitesten geworfen hat, erhält die Summe aller Augen der Würfel hinter sich als Punkte.
Ab der zweiten Runde muss man mit einem der verbleibenden drei Würfel entweder weiter als der vorherige Würfel werfen – oder die Augenzahl muss höher ausfallen. Danach wird erneut gewertet. Doch aufgepasst! Schnell fällt ein übereifrig geworfener Würfel von der Eisscholle oder im Wasserloch und bring gar keine Punkte. Besser, man trifft eines der Fischnetze und bekommt dafür Bonuspunkte…
Wer zuerst 100 Punkte hat, gewinnt.

„Rolling Dice“ ist ein unterhaltsames Geschicklichkeitsspiel, das (wenn dessen eigentlich einfaches Regelwerk in der etwas wirr geschriebenen Anleitung einmal durchschaut ist), für kleine Runden zwischendurch durchaus Spaß machen kann. Vorausgesetzt man mag diese Art von Fingerfertigkeits- und Glücksspielen.

Die riesige Spieleschachtel wird dabei ganz clever auch als Spielbrett eingesetzt. Dafür ist bei Artwork & Gestaltung jedoch noch Luft nach oben.

Plus

  • Für Jung & Alt gleichermaßen geeignet

Minus

  • Artwork & Gestaltung sind sehr schlicht
  • Spielanleitung ist teils etwas schwer verständlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Eiskalter Eistee mit vielen Eiswürfeln

Limp Bizkit – „Rollin´“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 3 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 4.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacus Spiele

2-6

30 Minuten

ab 8

Toko Island

Ein kooperatives Memo-Spiel für kleine und große Entdecker
In „Toko Island“ geht es im Auftrag eines berühmten Forschers (u.A. Charles Darwin) auf Entdeckungsreise. Das Ziel: Eine mysteriöse Insel, auf der es wertvolle Schätze geben soll.
Auf dem Schiffsdeck liegen Rechen, Schaufel und Spitzhacke bereit, um gemeinsam als Team die Ausgrabungen zu leiten.
Das ist jedoch gar nicht so einfach, denn nicht alle Werkzeuge sind für jedes Terrain geeignet – und die Menge ist begrenzt. Es muss also wohl überlegt sein, an welchem Ort der Insel gegraben werden soll, um die erhofften Schätze zu finden…

Im Zentrum von „Toko Island“ liegt die Insel, auf der mehrere Ausgrabungsorte zu finden sind. Nacheinander darf je ein Mitspielender eines der Werkzeuge vom Schiff wählen, um auf entsprechendem Terrain (ein-, zwei- oder dreimal) zu graben – in der Hoffnung dort den an Bord ausliegenden, gesuchten Schatz zu finden. Wird er entdeckt, geht es mit dem nächsten Schatz weiter. Bleibt die Ausgrabung erfolglos, sollte man sich trotzdem merken, welche Schätze dort vergraben sind. Vielleicht werden diese als nächstes gesucht…
Sind alle Schätze gefunden, geht es zurück in den Heimathafen, in dem man für das erfolgreiche Erfüllen des Auftrags eine Trophäenkarte bekommt, die einem in den nächsten Partien wertvolle Vorteile verschaffen kann.

Was zuerst wie ein banaler Memory-Abklatsch klingt, offenbart beim zweiten Blick eine relativ große Spieltiefe.
Durch das zufällige Auslegen der Schätze und Werkzeuge ist die Ausgangslage jedes Mal anders. Die Expeditionen der vier Forscher haben zudem jeweils drei Schwierigkeitsstufen, an deren Ende eine Gold glänzende Trophäenkarte lockt.
Klar, das Spielprinzip bleibt immer gleich – doch so schnell sollte bei „Toko Island“ keine Langeweile aufkommen.
Hervorzuheben ist auch noch das wertige Spielmaterial und die ungewöhnliche Farbgebung, die dem Spiel einen ganz besonderen Stempel aufdrückt.
Als Familienspiel ist „Toko Island“ auf jeden Fall mal eine schöne Abwechslung zum ordinären Memory – auch weil man durch den Naturwissenschaftlichen Hintergrund nebenbei noch eine Menge lernen kann…

Plus

  • Toller naturwissenschaftlicher Hintergrund
  • Mutiger und ungewöhnlicher Look
  • Vier Spielvarianten in drei Schwierigkeitsgraden und sammelbare Trophäen sorgen für einen hohen Wiederspielwert

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

Islnds – „Islnds“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Helvetiq / HUCH!

1-4

15 Minuten

ab 6

Die Wölfe

AAAAOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOWWWW!

Unser Rudel liebt es sich in der trockenen Region aufzuhalten, aber die anderen Wölfe drängen schon in unsere Gebiete mit den Seen, denn die Wasserstellen sind gerade in den neuen Mondphasen wichtig, weshalb wir dort einen Unterschlupf für die jungen Wölfe gegraben haben. Auch die Beutetiere machen sie uns schon strittig. Es scheint als würden sie gerne so viele verschiedene Tierarten wie möglich reißen wollen. Also heißt es für mich neue einsame Wölfe in mein Rudel zu holen, denn vielleicht ist unter ihnen auch ein neuer Alphawolf, der dann die neue Baue errichten kann, um die Stärken des Rudels noch mehr auszuweiten.
Um nicht völlig gegen die anderen Rudel unterzugehen, müssen auch wir in neue Gebiete vordringen, auch wenn das durchaus gefährlich sein kann, da gerade unsere jungen Wölfe Angst in unbekannten Landschaften bekommen können und dann zu den einheimischen überlaufen können.
Doch am Ende geht es ums Überleben und darum Reviere mit genügend Unterschlüpfen an den Wasserstellen zu sichern und darum die jungen Wölfe zu schützen.

Die Wölfe ist ein wunderschönes Area Control Spiel, in dem man die Wolfs-Aktionen mit 1-3 Aktionsplättchen macht, die immer eine Landschaftsart auf einer Seite haben. Beim Aktivieren dieser Plättchen, werden sie umgedreht, wodurch sich eine andere Landschaft offenbart. Da man für die meisten Aktionen, wie einen Bau errichten oder einen einsamen Wolf bekehren, zwei gleiche Landschaftsplättchen braucht, muss man sich genau überlegen wie man wann welche Aktionen durchführt, um die passenden Plättchen zu haben.
Im Laufe des Spiels erweitert man so seine Territorien, erwirbt neue oder dominiert gegnerische Wölfe und versucht in den Wertungsphasen die passenden Gebiete zu beherrschen, um Siegpunkte zu erlangen. Nach 3 Wertungsphasen ist das Spiel beendet, wer die meisten davon hat, gewinnt.
Wer nicht zu harte Eurogames/Strategie/Area-Control-Spiele bevorzugt, sollte auf jeden Fall in Die Wölfe hineinschauen. Die grundliegenden Strategien sind nicht zu variabel, aber durch die verschiedenen Umstände, die entstehen können, muss man sich doch immer wieder anpassen und umdenken. Gerade die Mechanik mit den Landschaftsplättchen ist dabei ein kleiner, aber feiner Clou.

Plus

  • Schönes Design
  • Simpel, aber variabel
  • Unverbrauchtes Thema
  • Relativ kurz

Minus

  • Kaum Asymmetrie
  • Evtl. Dauerspaß begrenzt

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Strawberry Wolf Cocktail

Powerwolf (Band)

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Skellig Games / Pandasaurus

2-5

75 Minuten

ab 14

Caper Europe

Zwei Diebesbanden im Duell um die beste Beute
Im Pariser Louvre wird ein neues, wertvolles Gemälde ausgestellt. Gleich zwei fiese Diebesbanden haben es auf das begehrte Kunstobjekt abgesehen.
Der „Schmuggler“ hat sich mit dem „Starlet“ zusammengeschlossen, um mit Hilfe eines „Plasma-Schneiders“ in das berühmte Gebäude einzusteigen, doch der Coup wird vom „Gentleman“ vereitelt. Der gewitzte Anführer der Bande hat seinen Einfluss geltend gemacht und konnte deshalb unbemerkt ins Museum einsteigen, um sich das Gemälde unter seine Nägel zu reißen…

In Caper Europe koordinieren zwei Mitspielende ihre Diebesbanden in europäischen Städten, heuern Diebe an und statten sie mit der richtigen Ausrüstung aus, um möglichst geschickt an wertvolle Beute zu gelangen.

In 6 Runden wird abwechselnd eine Karte von der Hand an einen der drei Orte ausgespielt. Anschließend wechseln die restlichen Handkarten zum Gegenüber – man muss also nicht nur darauf achten, ein schlagkräftiges und effektives Team zusammenzustellen, sondern auch bedenken, welche Karten man seiner Konkurrenz zuspielt.
Jede Karte hat dabei andere Auswirkungen. Manche vergrößern den Einfluss an Orten (was am Ende wichtige Siegpunkte bringen kann), mit anderen gelangt man direkt in den Besitz von Kunstgegenständen. Einige Karten bringen erst am Ende des Spiels wertvolle Siegpunkte ein oder lösen Effekte ein weiteres Mal aus.
Am Ende der 6. Runde wird abgerechnet. Wer am meisten Siegpunkte hat, gewinnt.

Was sich in der Anleitung noch etwas sperrig und kompliziert liest, entpuppt sich schnell als cooles, gut von der Hand gehendes Zwei-Spieler-Spiel mit großer Spannung. Unsere gespielten Partien waren allesamt bis zum Ende offen und gingen fast immer sehr knapp aus.
Durch die unterschiedlichen Kartensets (es gibt mehrere Städte mit zusätzlichen Karten und jeweils eigenen Sonderregeln) hat „Caper Europe“ einen hohen Wiederspielwert.
Außerdem sind Verpackung, Spielmaterial und Inlay ganz Feuerland-typisch super-hochwertig und mit viel Liebe zum Detail in coolem Comic-Look und mit feinem Humor gestaltet.

„Caper Europe“ ist ein exzellentes Zwei-Personen-Spiel und eine klare Empfehlung für feine Brettspiel-Duelle!

Plus

  • Tolles, hochwertiges Spielmaterial und klasse Inlay!
  • Cooles Design
  • Kurze Spieldauer

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee

High On Fire – „Surrounded By Thieves“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Feuerland

2

ca. 30 Minuten

ab 10

Monster Slaughter

Ein Must-Have für Fans von klassischen Horrorfilmen
Wer kennt das Szenario nicht? Eine Gruppe Teenager hat sich für ein bierseliges Wochenende in einer einsamen Hütte im Wald einquartiert.
Dort hat es  eine Gruppe furchtbarer Monster auf die Gruppe abgesehen und lässt die Jugendlichen um ihr Leben fürchten…

„Monster Slaughter“ spielt mit sämtlichen Klischees, die man aus diesem klassischen Horrorfilm-Motiv kennt. Doch wo die Horrorfilme immerzu die Blickrichtung der Opfer thematisieren, dreht „Monster Slaughter“ den Spieß um und lässt die Mitspielenden in die Rolle der Monster schlüpfen.

Hierzu wählt jeder Mitspielende eine Monsterfamilie aus (Vampire, Zombies, Werwölfe, Psychopathen oder Außerirdische), legt fest, in welcher Reihenfolge die Teenies gelyncht werden soll – und schon geht es auf die Jagd!

Makaber? Durchaus! Die Altersempfehlung ab 14+ Jahren ist allein deshalb schon sinnvoll. Die vielen blutigen Abbildungen tragen (trotz Comic-Stil) ihr Übriges dazu bei. Wer „Monster Slaughter“ spielt, muss erkennen können, dass es sich um eine überzeichnete Hommage an das Horrorfilm-Genre handelt und die dahinter liegende Ironie, den Sarkasmus und das Augenzwinkern verstehen.

„Monster Slaughter“ ist ein Gruppenspiel. Je mehr Monsterfamilien sich bei der Teenie-Jagd auf dem coolen 3D-Spielplan gegenseitig im Weg stehen, desto besser! Das Regelwerk ist so schlicht und einfach gehalten, dass auch Wenig-Spieler schnell ins Geschehen eintauchen können.
Da natürlich jeder eine andere Todes-Reihenfolge anvisiert, ist das Gerangel um die verängstigten und um ihr Leben fliehenden Teenies groß. Und da auch die nicht-aktiven Spieler ins Geschehen eingreifen können (sie verteidigen die Teens mit allerlei Alltagsgegenständen der Hütte gegen die anderen Monster), bleibt die Spannung permanent hoch.

Es jaulen nicht nur die Vampire, wenn der kräftige Football-Spieler Bob ausgerechnet den Werwolf-Vater mit dem in der Küche gefundenen Silberbesteck böse zusetzt, nur um anschließend von der Alienmutter aufs böseste niedergestreckt zu werden…
Oder sich das schüchterne Nerd-Girl Laika nach dem zweiten Mordversuch der Mumien gerade noch so ins Badezimmer rettet und damit die anvisierte Todesfolge der ägyptischen Monsterfamilie reichlich durcheinander bringt…

In der Neuauflage sind neben der Garten-Erweiterung auch noch fünf Überraschungsgäste mit besonderen Fähigkeiten und passenden Szenarien enthalten. Die 89,- € sind also für die über 30 coolen Miniaturen, über 250 Marker, Münzen und Karten gut angelegt.

Im Shop der Board Game Box ist außerdem die Erweiterung „Underground“ verfügbar, in der es dann in den Keller der Hütte geht…

Plus

  • Tolle Atmosphäre
  • Tolles Spielmaterial
  • Durch Kampagnen und Zusatzfiguren ist für Dauerspielspaß gesorgt

Minus

  • Anleitung vereinzelt mißverständlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Monster Energydrink

Monster Magnet – „Powertrip“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

2 – 5

ca. 60 Minuten

ab 14 Jahren

Leo muss zum Friseur

Ein moderner Kinderspiel-Klassiker
Oha! Was für eine Mähne! Leo der Löwe muss unbedingt zum Friseur, sonst wächst ihm seine Mähne noch vollends über den Kopf!
Früh morgens macht sich Leo auf den Weg zu Bobos Salon. Doch auf dem Weg dorthin trifft er viele Bekannte, mit denen er sich über den neuesten Tratsch aus der Tierwelt unterhält. Ob er es noch vor Sonnenuntergang zu Bobo schafft?

Als „Leo muss zum Friseur“ 2016 erschien, wurde es als „Bestes Kinderspiel“ vom deutschen Spielepreis und „Spiele Hit für Kinder“ von der Wiener Spieleakademie ausgezeichnet sowie zum „Kinderspiel des Jahres“ nominiert.

Auch Anno 2023 ist die kooperative Mischung aus Karten-, Bewegungs- und Memory-Spiel kein bisschen eingestaubt und macht noch eine ganze Menge Spaß!

Wer das Kinderspiel also bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, der darf bei der Neuauflage gerne zugreifen!

Für Vielspieler lohnt sich auch die tolle Spielmatte: https://abacusspiele.de/produkt/leo-spielmatte/

Plus

  • Abwechslungsreich und immer anders

Minus

  • Kann manchmal frustrierend sein

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Keine Zeit! Leo muss zum Friseur

Die Ärzte – „Le Frisur“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacus Spiele

2-5

30 Minuten

ab 6

Hitster

Ein cooles Musik-Party-Game für kleinere bis große Gruppen
Schon auf der „Spiel ´23“ in Essen zeichnete sich ab, dass „Hitster“ auf dem besten Weg zu einem kleinen, nun ja, Hit wird!

Öffnet man den Spielekarton das erste Mal, wird man von 300 quadratischen Kärtchen und einer Reihe Kartonchips angelacht. Anleitung? Nee, gibt’s nicht. Die wurde einfach in die zum Spielen nötige App integriert – kann man so machen.
Nach einer kurzen Einweisung wird die App wird mit Spotify verknüpft. Wer bereits einen Account hat dies direkt tun, andernfalls muss zuvor ein (kostenloser) Account beim Musik-Streaming-Giganten angelegt werden. Ist das alles erledigt, kann es auch schon losgehen!

Das Spielprinzip ist supereinfach: Jedes Team (oder Einzelspieler:In) erhält eine Karte, die offen ausgelegt wird. Darauf steht ein Songtitel, dessen Interpret und das Erscheinungsjahr das Titels.
Abwechselnd wird eine neue Karte gezogen, der Song per App abgespielt und das Ratespiel geht los! Der Titel muss nun in eine chronologische Reihenfolge zu den ausgelegten Karten gebracht werden. Bei höherem Schwierigkeitsgrad muss auch Titel, Interpret oder das genaue Erscheinungsjahr genannt werden.

Die Hitster-Chips können zum Titel-Skippen, Titel „kaufen“ oder „hitstern“ verwendet werden. Hierbei kann man eine Karte der Gegenspieler gewinnen, wenn deren Einordung falsch – und die eigene richtig ist.

Es gewinnt das Team, das zuerst 10 Songs in die richtige Reihenfolge bringt.

Wir haben das Musik-Party-Game bei uns inzwischen mehrfach und in verschiedenen Gruppengrößen auf den Tisch gebracht. Spaß hatten wir immer – wobei die Devise gilt: Je mehr, desto besser!
Die gemeinsamen Diskussionen über die stilistisch sehr breit gefächerten Songs machen wirklich Laune. Und bei 100 Jahren Musikgeschichte hat jeder Mitspieler eine Zeit, in der er sich auskennt – aber auch genug Lücken, in denen man völlig blind durch die Gegend tappt, egal welcher Generation man angehört… 
Es ist wirklich cool, wie sehr man in den Erinnerungen der eigenen Vergangenheit wühlt, Querverbindungen in Abitur-Zeiten, erste Konzerterlebnisse, Hochzeiten und anderen Ereignissen herstellt, und dadurch versucht, einen Song zeitlich einzuordnen.

Die 300 enthaltenen Titel reichen zwar für eine Weile – sind (auch wenn man sich die Jahreszahlen sicher nicht alle einprägen kann) bei Vielspielern aber auch schnell durch.
Außerdem wäre eine Zeitbegrenzung der abgespielten Titel auf 30 bis 40 Sekunden cool, um die Spielzeit etwas knackiger zu gestalten.

Wir haben Spaß an „Hitster“ und freuen uns schon auf Nachschub (der in Zukunft hoffentlich kommt!).
Es sind ja Ergänzungen für alle möglichen Subgenres (eine „Schlagerparty“ steht bereits in den Startlöchern; wir helfen gern bei einer Auswahl von Heavy-Metal-Songs!) denkbar.

Plus

  • Generationsübergreifender Spaß
  • Für alle Gruppengrößen geeignet

Minus

  • Für Vielspieler zu wenig Karten
  • Gute Internetverbindung nötig!

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Softdrinks und Bier

Läuft ja im Spiel…

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Jumbo

2-X

ca. 30 Minuten

ab ca. 16 gut spielbar

Infernal Wagon

Ein hektisches, kooperatives Mini-Spiel, in dem... Booooooooooom! Bang! Booooooooooom!
Booooooooooom! Mit einem ohrenbetäubenden Knall explodiert der Minenschacht vor den eigenen Augen. Jetzt gilt es, dem  Einsturz so schnell wie möglich zu entkommen bevor wir von den Felsen im Bergwerk begraben werden.

Durch gute Zusammenarbeit müssen alle Mitspielenden einen Weg nach draußen finden. Dafür bleiben jedoch nur sieben Minuten Zeit!

Möglichst schnell versuchen alle Mitspielenden ihre Handkarten an die Schienentrasse anzulegen. Stimmt das angelegte Symbol mit dem Schienenende überein, passiert nichts. Sind die Symbole unterschiedlich, dann stürzt ein Teil des Schachts ein. In gefährlichen Passagen passiert sogar schlimmeres!
Das Besondere: Alle spielen Gleichzeitig und jeder legt seine Karte an wann er will – nur nicht zweimal hintereinander. Um mit der Draisine möglichst schnell vorwärts zu kommen, ist Absprache und Zusammenarbeit wichtig. Doch der Zeitdruck ist immens und es bleibt nicht aus, dass alle Beteiligten hier und da Risiken eingehen, um überhaupt ins Ziel zu gelangen.
Das führt reihenweise zu panischen Momenten und hektischen Kartenschleudereien, in denen der Überlebenskampf auf der Draisine sehr lebhaft wird. Die sieben Minuten sind wirklich sehr knapp und zerren so krass an den Nerven, dass ihr euch je nach Vorlieben eurer Spielegruppe vorher überlegen solltet, den Timer eventuell abzuschalten.

Wem das Grundspiel zu leicht ist (Haha! *manisches Gelächter*), dem seien die bereits enthaltenen Erweiterungskarten (Stille, Flüche, Kehrtwenden) ans Herz gelegt.
Mit den „Lässig“-Karten kann man jedoch auch etwas Erleichterung ins Spiel bringen (*puh!*).
Zusätzlichen Anreiz bringen die Erfolge, die man nach Erreichen des Ziels ankreuzen darf.

Infernal Wagon ist ein hektisches Mini-Kartenspiel, in dem die Nerven der Beteiligten stark beansprucht werden. Durch die kooperative Spielweise bietet das kleine Game jedoch mal einen ganz anderen Ansatz für das typische „Spiel für Zwischendurch“.

Plus

  • Schwierigkeitsgrad in verschiedenen Stufen anpassbar!
  • Passender Timer (auf YouTube) verfügbar
  • Superschneller Spielspaß!

Minus

  • Nix für ruhige SpielerInnen

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Nix – dafür ist keine Zeit!

Infernal – „1922“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Iello / HUCH!

2-5

7 Minuten

ab 8

Bloggen auf WordPress.com.

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