Hinweis: Teile der Redaktion haben den Verlag Montu Games gegründet und/oder das Spiel entwickelt. Die Werbung für "Turbo Tiere" an dieser Stelle ist also Werbung. Wir erhalten aber kein Geld dafür, sondern finden das Spiel einfach sensationell gut!
Das Spielprinzip von „Skizz It“ ist denkbar einfach: Ein Mitspielender rät einen Begriff, den alle anderen auf Ihre Tafel malen. Der Clou: Er bekommt nur das zuerst fertiggestellte Bild zu sehen. Denn wer zuerst glaubt, fertig gezeichnet zu haben, hält die Uhr an und alle müssen aufhören zu zeichnen. Wird der Begriff auf Anhieb erraten, gibt es am meisten Punkte für ZeichnerIn und RaterIn. Gelingt dies nicht, geht es mit der zweiten Tafel (und weniger Punkten) weiter... Es gilt also schnell zu zeichnen – aber dennoch erkennbare Bilder zu produzieren. Und genau darin liegt der Spaß des Spiels. Durch den Zeitdruck lässt man schnell alle unnötigen Details weg, nur um erster zu sein und damit Chancen auf Punkte zu erhalten. Doch waren die Details wirklich unnötig? Oder hätten ein paar Striche mehr vielleicht doch geholfen? Wer nicht glaubt, wie knifflig es sein kann, der versucht bitte mal einen Salat so schnell wie möglich zu zeichnen...
„Skizz It“ ist ein überaus feines Partyspiel für kleinere Gruppen (bis zu sechs SpielerInnen) mit sehr einfachen Regeln, sofortigem Spieleinstieg und einer ganzen Menge Spaß! Viele Lacher garantiert!
Kleiner Geheimtipp: Wem die 200 Begriffe zum zeichnen zu schnell ausgehen (das geht schneller als gedacht) – die Karten von „Just One“ eignen sich als perfekte Ergänzung...
Ein interaktives Kennerspiel mit Cyberpunk-Thematik
Als alteingesessener Fan von Shadowrun, übt alles was mit Cyberpunk zu tun hat einen gewissen Reiz auf mich aus. So hat mich „Virtual Revolution“ bereits letztes Jahr zur Veröffentlichung sehr angesprochen und neugierig gemacht! Jetzt habe ich endlich mal Gelegenheit gehabt, mich mit dem Kennerspiel gebührend auseinanderzusetzen.
Schon das auspacken des tollen Spielmaterials macht Spaß! Das Gamedesign ist stimmig und strahlt bereits optisch feinstes Cyberpunk-Flair aus. Und nach den ersten Partien ist klar: „Virtual Revolution“ ist teilweise (und insbesondere zu Beginn) etwas sperrig, gewinnt aber ganz im Stile eines „Growers“ immer mehr an Reiz, je stärker man die Spielmechaniken verinnerlicht hat.
Worum geht es?
Neo Paris im Jahr 2047. Die technologische Revolution hat dafür gesorgt, dass die Bewohner der Metropole mehr Zeit in virtuellen Realitäten (sogenannten Verses) verbringen als in der echten Welt – geschweige denn, diese realistischen Abbilder noch von der Wirklichkeit unterscheiden können...
Jeder Mitspielende übernimmt die Leitung eines multinationalen Konzerns, der virtuelle Realitäten kreiert und muss sich gegen seine Konkurrenz durchsetzen, um den Verse-Markt in Neo Paris zu dominieren. Dabei sind alle Mittel recht – zumindest so lange, bis euch Interpol auf den Fersen ist oder Cyberterroristen (Necromancer) in die Quere kommen.
Über 5 Runden verzahnt „Virtual Revolution“ Worker-Placement, Area Control und Set-Collection mit Engine- und Aktionsbuildings-Elementen – nicht unbedingt auf revolutionäre Art und Weise, aber dennoch gut funktionierend und sehr interaktiv. Man kommt eigentlich mit jedem Spielzug einem seiner Konkurrenten in die Quere. Nett gibt’s hier nicht. Nur ein schonungsloses gegeneinander. Und dann ist da ja auch noch Interpol jedweder Korruption auf der Spur und die Cyberterroristen, die den erfolgreichsten Konzern am stärksten ins Visier nehmen und reichlich Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen können. Jede Aktion sollte also gut durchdacht sein!
„Virtual Revolution“ basiert auf dem gleichnamigen Independent-Cyberpunk-Film von 2016. Zudem gibt es eine Graphic Novel und einen Roman mit denen man tiefer in die Spielwelt eintauchen kann – aber nicht muss! Man kann das Spiel auch ohne Vorwissen problemlos spielen.
Wie viele andere Kennerspiele teilt auch „Virtual Revolution“ das Schicksal, dass es nicht direkt nach der ersten Partie voll zündet. Wer vor der bis ins kleinste Detail reichenden Cyberpunk-Thematik und einem sperrigen Start nicht zurückschreckt, der findet hier ein ausgefeiltes, gut verzahntes Spiel mit immersiver Atmosphäre vor!
Plus
Geniales Spielmaterial
Thema klasse eingebunden!
Minus
Holpriger Start
Getränkevorschlag
Musikvorschlag
Wasser oder Champgner – Je nach Erfolg des Konzerns…
Man könnte meinen, dass Wort-Assoziationsspiele im Trend liegen, denn nachdem wir erst vor kurzem „Perfect Words“ unter die Lupe nehmen durften, liegt uns nun „One Round?“ von Schmidt Spiele vor.
Das Spielprinzip ist einfach und partytauglich. Es geht darum, gemeinsam einen Kreis aus Wörtern in die richtige Reihenfolge zu bringen. Drei der Wörter liegen zu Spielbeginn aus und sind durch die Zahlen 33, 66 und 100 gekennzeichnet. Wer an der Reihe ist, zieht eine der 12 in der Mitte ausliegenden Karten, sieht sich die Zahl an und schreibt ein Wort darauf, der die beiden Begriffe der Lücke, in die die Karte gehört passt. Dann hat der Rest der Spielrunde 20 Sekunden Zeit, die entsprechende Lücke zu finden. Gelingt dies nicht, dann geht eines der drei Leben verloren. Sind alle Karten richtig einsortiert bevor das dritte Leben versiegt, ist das Spiel gewonnen!
Was Anfangs noch einfach ist, wird im Spielverlauf immer schwieriger, denn die notierten Begriffe rücken immer näher zusammen. So kann man z.B. zwischen „Wein“ und „Wald“ noch etwas wie „Rebe“ unterbekommen. Doch zwischen „Rebe“ und „Wald“ wird es dann schon knifflig...
Damit die Ideen nicht ausgehen, stehen in der Anleitung verschiedene Missionen (mit vorgegebenen Anfangswörtern) bereit, an denen die Zähne ausgebissen werden können.
Da in „One Round?“ alle Mitspielenden gemeinsam raten, eignet sich das Wort-Assoziations-Spiel vor allem für größere Gruppen.
Plus
Zusätzlicher Schwierigkeitsgrad enthalten
Super für große Gruppen
Minus
So cool die Karten aussehen, so unpraktisch sind diese zu mischen.
Ein kooperatives Kartenspiel für eure nächste Party
Das Thema ist „Dieser Beruf ist wichtig“. Du hast auf der Skala von 0 (unwichtig) bis 100 (wichtig) die Zahl 76 gezogen. Die Mitspielenden haben „Feuerwehrfrau“, „Hebamme“ und „Krakenpfleger“ genannt. Welchen Beruf wählst du, den anschließend alle gemeinsam in die richtige Reihenfolge bringen müssen?
„ito“ (japanisch für Faden) ist ein kooperatives Kartenspiel, in dem alle Mitspielenden Hinweise zu einem bestimmten Thema geben, die zu einer Zahl zwischen 1 und 100 passt, die man gezogen hat. Man kennt nur die eigene Zahl, versucht aber anhand der Hinweise gemeinsam einzuschätzen, in welche Reihenfolge alle Karten gehören.
Wem die Spielidee bekannt vorkommt, der denkt wahrscheinlich an „Fun Facts“ (erschien drei Jahre nach „ito“!) oder „Top 10“ (erschien ein Jahr danach) – und liegt damit ziemlich richtig. „ito“ ist jedoch der Ursprung aus dem Jahr 2019. Doch kann der „Vater“ mit den Kindern mithalten? Ja, „ito“ muss sich hinter den populäreren Alternativen nicht verstecken, hat aber ein paar Ecken und Kanten. Da – im Gegensatz zu z.B. „Fun Facts“ - nichts aufgeschrieben wird, ist es gerade in größeren Gruppen oft schwer, sich alle genannten Begriffe zu merken. In kleinen Gruppen ist jedoch die Einordnung zu leicht (man weiß ja, welche Zahl man selbst hat) und zu zweit funktioniert „ito“ unserer Erfahrung nach gar nicht.
Für 2 bis 5 Personen sind die ca. 18 € aber wirklich gut investiert, zumal die 120 Kategorie-Vorschläge für eine ganze Weile Spielspaß garantieren.
Plus
Einfache Regeln, schneller Einstieg
Minus
Für kleine (2-3) oder zu großen Grupen (7-8) nicht empfehlenswert
Die Kategorie lautet „Länder, in denen es sehr kalt wird“ - du hast eine Karte mit „M“, ein „F“ und ein „U“ auf der Hand und 20 Sekunden, um eine Antwort mit dem passenden Anfangsbuchstaben zu nennen... Was fällt dir ein?
Genau darum geht es in „Crack List“. Jeder Mitspielende erhält 8 Handkarten, auf denen Buchstaben stehen. Dann wird eine Kategorie ausgewählt. Reihum hat nun jeder 20 Sekunden Zeit, eine Karte auszuspielen und ein Wort zu nennen, das mit dem entsprechenden Buchstaben beginnt und zum Thema passt... Wer zuerst seine Karten los wird, gewinnt das Spiel.
Was so einfach klingt, entwickelt durch alleine durch den Zeitdruck schon einen hektischen Reiz, den man auch von der Vorlage in Papierform kennt. Verschiedene Aktionskarten bringen zusätzliche Abwechslung ins Spiel. So werden Karten getauscht, die Spielreihenfolge verändert, Ausgesetzt oder es müssen Karten gezogen werden. UNO & Co lassen grüßen...
Der Clou sind jedoch die „Crack List“ Karten, bei deren Ausspielen die Kategorie gewechselt wird. So wird aus „Länder, in denen es sehr kalt wird“ in sekundenschnelle ein „Verkehrsmittel“. Und Hey, da passt doch das „U“ zum Glück ziemlich gut!
„Crack List“ macht im Grunde nichts neu – verknüpft aber auf feine Art und Weise mehrere Spielprinzipe zu einem flotten und unterhaltsamen Kartenspiel.
Wem die Kategorie-Karten ausgehen sollten, der findet in der dazugehörigen „Crack List Party“ App weitere Spielmodi (Achtung! z.T. aber mit monatlichen Gebühren!) sowie Nachfülllisten mit neuen Kategorien (auch hier z.T. kostenpflichtig!)
Als es in der Corona-Zeit nicht mehr möglich war, sich für Spieleabende zu treffen, musste man erfinderisch werden. Schnell wurde nach online-Alternativen gesucht. Geoguesser, Montagsmaler oder Codenames wurden zu beliebten Zeitbegleitern. Zum Favoriten avancierte aber schnell das das Wort- und Zeichenspiel Gartic Phone.
Dort wird nach dem Prinzip von „Stille Post“ abwechselnd ein Satz in eine Zeichnung verwandelt, dieser dann wieder in einen Satz, der wiederum in eine Zeichnung und anschließend wieder in einen Satz… Ihr versteht schon! Dass das Ende dann nicht mehr viel mit dem Ursprung zu tun hat, dürfte klar sein. Entsprechend viele Lacher sind zum Schluss garantiert!
„Mutabo“ hat genau diese Spielidee ins Brettspielformat umgesetzt.
Größter Kritikpunkt ist die spannende Frage, ob man das Spiel überhaupt braucht – denn prinzipiell kann man auch jedem beliebigen Stift, Block und etwas Kreativität einfach los spielen. Andererseits können mit den 110 beiliegenden Karten mit Anfangs-Satz-Ideen auch „unkreative“ Spielegruppen sofort loslegen und so manche der abertausenden Optionen, die sich dort kombinieren lassen sind einfach unfassbare Spaßgaranten!
Was also online schon funktioniert, klappt auch offline ziemlich gut – wobei auch hier gilt: Je mehr Mitspielende, desto spaßiger! Zu dritt ist „Mutabo“ eigentlich nicht empfehlenswert. 6-7 Mitspielende sind deutlich besser! Wer das Spiel noch etwas aufpeppen will, der kann auch eine Stoppuhr mitlaufen lassen und die Schreib- und Zeichenrunden zeitlich begrenzen.
Atemlos durch die Hitster-Nacht mit der Schlager Party
Gerade eben haben wir noch den „Movies & TV-Soundtracks Expansion Pack“ (zu recht) abgefeiert – schon berichten wir auch über die „Schlager Party“ - und das mit Wurzeln bei einem Heavy-Metal-Webzine... Wie soll das denn zusammenpassen?
Nun – gar nicht. Aber für das beliebte Partygame ist die Schlager-Erweiterung mehr als logisch. Denn eine ganze Menge der über 300 enthaltenen Songs dürfte so ziemlich jeder kennen – ob er will oder nicht. Schlager-Fans kommen hier natürlich extrem auf ihre Kosten und dürften beim spielen ein echtes „Herzbeben“ erleben – doch selbst wer mit dem populären Genre sonst wenig Berührungspunkte hat, muss sich nicht „Atemlos durch die Nacht“ kämpfen, sondern wird garantiert einige Treffer landen. Zur Not hilft etwas „Griechischer Wein“ um gegen „Joana“ oder „Anita“ zu gewinnen.
Ob wir als Metal-Fans eine Chance gegen echte Kenner haben werden wir noch herausfinden (Wir fordern hiermit 2/3 des Team Camino Akustik heraus!) - aber als Ergänzung für die Hitster-Reihe macht die „Schlager Party“ hundertprozentig Sinn!
Ein kooperatives Wort-Assoziationsspiel für Fans von „So Kleever“, „Just One“ oder „Codenames“
Wort-Assoziationsspiele gibt es inzwischen eine ganze Menge. Nicht alle davon konnten uns bisher vollends überzeugen und in die Spitzenriege von „So Kleever“, „Landmarks“, „Just One“, „Codenames“ oder „Crazy Wordz“ aufschließen.
Mit „Perfect Words“ schickt Piatnik nun ebenfalls ein Pferd ins Rennen. Wie wird sich das Spiel schlagen?
Das kooperative Spiel ist in drei Phasen gegliedert. In der ersten Phase wird eine Art Kreuzworträtsel gebildet, indem reihum Wortkarten aneinander gelegt werden, die dann (idealerweise) auf einen gemeinsamen „Überbegriff“ hindeuten. Pfeilkarten nummerieren zehn dieser Wortreihen.
Liegen zehn davon aus, beginnt Phase Zwei, in der alle Mitspielenden ihre zehn assoziierten Begriffe notieren. Ist dies erfolgt, wird in Phase drei verglichen, ob es Übereinstimmungen gibt. Je mehr, desto höher fallen die Punktbewertungen aus. Es gilt also nicht nur, möglichst gute Wortreihen auszulegen, sondern auch gut einzuschätzen, welche Assoziationen die Mitspielenden notieren – denn nur für gleiche notierte Begriffe gibt es Punkte.
So beginnt das grübeln bereits beim auslegen der Kärtchen: Lege ich „Auto“ lieber neben „gelb“ oder neben „Beruf“? Oder soll ich lieber „Obst“ nehmen und neben „gelb“ legen? Sprechen ist zwar erlaubt – aber kein Absprechen! Alleine hierbei kann man sich ganz schöne Knoten ins Hirn machen, denn nicht immer liegen passende Begriffe aus und zwingen einen, gehörig um die Ecke zu denken – doch hoffentlich können die anderen das auch!
„Perfect Words“ macht Spaß! Das gemeinsame auslegen und anschließende Grübeln ist kurzweilig und regt zu vielen anschließenden Diskussionen an: „Gelb und Auto? Ich dachte natürlich an ein Taxi und nicht an die Post!“ Fans der eingangs genannten Spiele dürften an „Perfect Words“ also ebenfalls viel Freude haben! Für uns ein echter Treffer, der mit Sicherheit immer wieder mal auf dem Tisch landen wird...
Das Spiel beinhaltet mehrere Varianten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und kann auch mit einem kompetitiven Element gespielt werden.
Plus
Variabler Schwierigkeitsgrad
Minus
Getränkevorschlag
Musikvorschlag
Buchstabensuppe – sofern die als Getränk durchgeht…
Ein flo(h)ttes Kinder-Kartenspiel für Zwischendurch
Im Park lauern die kleinen Flöhe und warten darauf, im Fell der vorbeigehenden Pudel „Taxi“ zu fahren. Doch diese sind schlau und versuchen, nicht zur ungewollten Mitfahrgelegenheit zu werden...
Alle Mitspielenden erhalten drei Pudel-Handkarten, die es in sechs verschiedenen Farben und Pfeilen nach links oder rechts gibt. Wer an der Reihe ist, legt eine Karte entweder rechts oder links neben die bereits ausliegenden Karten. Liegt bereits eine Karte in der gleichen Farbe aus, muss diese darauf gelegt werden. In beiden Fällen gilt: Alle Karten auf die der Pfeil zeigt, müssen als Flöhe eingesammelt werden. Am Ende gewinnt, wer am wenigsten Flöhe gesammelt hat.
„Poodle Taxi“ ist ein einfaches, kurzweiliges Kartenspiel für Kids ab 6 Jahren. Das witzige Thema und die süßen und bunten Illustrationen machen das kleine Kartenspiel zu einem unterhaltsamen Zeitvertreib.
Plus
Einfache Regeln – auch für die Jüngsten gut geeignet