„Crime Story – Munich“

Ein kooperatives Krimi-Kartenspiel
Es geht um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Einen Tag vor dem entscheidenden Spiel des SC Eintracht München werden mehrere Spieler der Mannschaft mit Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung in Krankenhaus eingeliefert.

Um herauszufinden, was hier wirklich passiert ist und wer hinter diesem möglichen Anschlag stecken könnte, werden wir als Ermittler auf den Fall angesetzt.
Da der Fall bis abends gelöst sein muss, gilt es keine Zeit zu verlieren und möglichst vielen Hinweisen nachzugehen...

Aus dem anfänglich großen Kartenstapel werden nach und nach Karten aufgedeckt, die zum einen die Story rund um den Fußballverein weiter voranbringen und zum anderen den Mitspielenden ermöglichen, verschiedenen (teils zeitlich begrenzten) Spuren nachzugehen. Doch jede Spur benötigt auch Zeit (die die Ermittler-Figur auf einer Zeitleiste nach vorne bewegt) und es gilt gut abzuwägen, welche davon verfolgt werden soll.

Das viel Interaktion erfordernde, gemeinsame Rätseln und Grübeln macht Spaß und bietet eine interessante Alternative zu den klassischen Escape-Kartenspielen, bei denen Rätsel und Denkspiele im Fokus stehen.
In die realitätsnahe Story kann man von Anfang an sehr gut eintauchen und die nacheinander gefundenen Hinweise treiben die Spekulationen und Vermutungen immer weiter voran. Die Menge an Informationen ist (bis auf einige, wenige Momente, in denen wirklich sehr viele mögliche Spuren verfolgbar waren) gut überschaubar und erfordert kein fotografisches Gedächtnis, um am Ball zu bleiben. So ist „Crime Story - Munich“ durchaus auch für aufgeweckte Kids (ab ca. 12 Jahren) spielbar.

In der Reihe der „Crime Story“ gibt es auch Fälle in Berlin, London, Wien und Stockholm – die wir bestimmt ebenfalls noch für euch testen werden!


Plus

  • Schnell spielbar, einfache Regeln
  • Holzfigur enthalten

Minus

  • Artwork etwas schlicht

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Münchener Helles

Mustasch – „Alle Männer“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

RätselfüchsInnen

Spieldauer

Alter

Noris Spiele

1 – X

90 Minuten

ab 12

King Of 12

Zwei bis vier SpielerInnen erhalten je sieben Karten und würfeln zu Beginn einer Runde einen zwölfseitigen Würfel.
Danach spielt jeder eine seiner Handkarten aus. Jede davon nimmt auf eine andere Weise Einfluss auf den Würfelwert.
Wer am Ende einer Runde den höchsten Würfelwert vorweisen kann, gewinnt den Durchgang. Wer zuerst zwei solcher Durchgänge für sich entschieden hat, der darf sich zum neuen Herrscher über die 12 Königreiche küren!

Der Clou in jeder Runde: Gleiche Würfelwerte und gleiche Karten negieren sich gegenseitig. Geschicktes bluffen, taktieren, abwägen und ein wenig Glück ist also nötig, um sich nicht selbst aus Versehen ins Aus zu katapultieren.

„King Of 12“ klingt in der Zusammenfassung komplizierter als es sich spielt. Die Runden laufen flüssig und schnell ab und sind geprägt von den vielen „Oh!“ und „Ah!“-Ausrufen, wenn festgestellt wird, dass zwei gleiche Karten gespielt wurden.
Durch viele mögliche Kartensets ist immer wieder für Abwechslung gesorgt und die Option, mehrere Spiele zu einem großen Multiplayer-Event zusammenzuschließen ziemlich cool!
Außerdem sind die Illustrationen von Robin Lagofun echt Klasse und der reduzierte, helle Look ist herausstechend.

Wer auf reduzierte (aber pfiffige) Kartenspiele wie „Love Letters“ steht, der wird mit„King Of 12“ von Rita Modl eine spaßige Alternative finden.




Plus

  • Tolle Artworks
  • Mehrere Spiele miteinander kombinierbar

Minus

  • Glück ist entscheidender als Taktik / Nix für Taktikfüchse!

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Blue Curacao

Twelve Foot Ninja – „Vengeance“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

ThronanwärterInnen

Spieldauer

Alter

Corax Games

2-4

20 Minuten

ab 10

Muse

Ein Bilder-Assoziationsspiel für kleine und größere Gruppen - ganz in Tradition von „Dixit“ & Co.
In „Muse“ müssen die SpielerInnen eines Teams aus einer vorliegenden Auswahl an Karten eine bestimmte Karte finden.
Der einzige Hinweis (eine sogenannte „Inspiration“) zu dieser Karte kommt von der zuvor ausgewählten „Muse“ der Gruppe. Dies kann z.B. ein Geräusch, eine Geste oder ein einzelner Begriff sein. Klingt einfach? Nee, nee! Sowohl die Karte, als auch die Inspiration werden nämlich vom gegnerischen Team ausgewählt, die sich mit Sicherheit für eine möglichst knifflig zu lösende Kombination entscheidet. Oder welchen Tipp gibt man seinem Team zum gefährlich aussehenden Roboter, wenn die Inspiration „Nenne ein Lebensmittel“ lautet?
Dank der fantasievollen Motive (aus den Federn von Andre Garcia, Apolline Etienne und Kristen Plescow) bleibt aber immer genug Interpretationsspielraum zur Verfügung, so dass dabei ein echt launiger Ratespaß entsteht.
Welches Team zuerst fünf Motive richtig erraten hat, gewinnt das Spiel.

„Muse“ bewegt sich offensichtlich im Fahrwasser von „Dixit“ oder „Mysterium“. Es kann zwar nicht mit der Komplexität der größeren Brüder und Schwestern mithalten, punktet aber immer dann, wenn es mal etwas schneller gehen muss (und ist dabei nicht weniger spaßig!).

Die Spielanleitung passt auf einen A5-Bogen und ist in zwei Minuten erklärt. Wer es noch schneller will, greift auf die beiliegenden Schnellspielregeln zurück.

Auch in Punkto Artwork und Spielmaterial braucht sich „Muse“ nicht hinter den großen Produktionen verstecken.
Das ganze Spiel wurde mit viel Liebe und Qualität bedacht. Wundervolle Motive, hochwertiges Material und ein edler Karton mit toller Haptik (selbst der Anleitungsbogen wurde mit Golddruck versehen!).

Um die Teams gut zu besetzen, empfehlen wir mindestens vier SpielerInnen. Doch auch mit den Spielregeln für weniger als vier Spieler macht „Muse“ Spaß!

Die Erweiterung „Muse: Das Erwachen“ ist bereits verfügbar, die zweite Ergänzung „Muse: Renaissance“ ab Ende April 2022 lieferbar  – diese werden wir in Zukunft auf jeden Fall für euch testen.



Plus

  • Tolle Artworks
  • Einfache Regeln
  • Auch zu zweit gut spielbar

Minus

  • Spielidee schon gut bekannt

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Absinthe

Muse – „The Resistance“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Fun Bot / Spieleschmiede

2-12

30 Minuten

ab 10

„Escape Room – Das Spiel. Puzzle Abenteuer: Secret Of The Scientist“





Klack. Hinter uns fällt die Türe zu und wir sind an einem Tatort gefangen. Die einzige weitere Türe in der Wohnung der toten Wissenschaftlerin lässt sich nur mit einer Kombination öffnen…

Was klingt wie ein 08/15-Escape-Room-Abenteuer, ist tatsächlich der etwas konstruiert und generisch-„altbacken“ wirkende Einstieg in die „Story“ von „Secret Of The Scientist“. Gut, dass die wenig stimmungsvolle Hintergrundgeschichte der Autoren von Identity Games das einzige große Manko am „Puzzle Abenteuer“ ist.

Denn die Verkettung der Rätsel- und Puzzle-Elemente ist sehr flüssig und der perfekt ausbalancierte, mittlere Schwierigkeitsgrad lässt viel Spielspaß bei kaum vorhandener Frustration aufkommen!
Obwohl die durch lösen der Rätsel nacheinander freigeschalteten Puzzles mit verhältnismäßig wenigen Teilen auskommen, wird den Rätselnden das Zusammensetzen dank einiger geschickter Kniffe nicht immer ganz einfach gemacht.

Schade, dass einige Bestandteile der Innenausstattung auf ziemlich dünnes Papier gedruckt wurden und auch die Puzzles nicht ganz optimal verarbeitet sind. So muss „Secret Of The Scientist“ gegenüber anderen (Puzzle-)Escape-Spielen zumindest qualitativ zurückstecken. Dafür sind aber die Rätsel ausgewogener und logischer (speziell das Ravensburger Exit Puzzle „Im Vampirschloss“ hat uns hier zuletzt mit hanebüchenen und kaum nachvollziehbaren Rätseln sehr enttäuscht).

Als zusätzliches Rätsel fungiert am Ende dann das zurücksortieren der ganzen Bestandteile in die Spieleschachtel. Denn da die Puzzles nicht markiert sind, muss man hier gut aufpassen, wo was hingehört…

Fazit: Für Spielegruppen mit wenig oder mittelgroßer Erfahrung, die auf der Suche nach einem abwechslungsreichen (Puzzle)Escape-Game sind, dabei aber keinen Wert auf eine mitreißende Storyline legen, ist „Escape Room – Das Spiel. Puzzle Abenteuer: Secret Of The Scientist“ eine Empfehlung wert!

Plus

  • Gut ausgewählte/ausgewogene Rätsel
  • Gute Kombination aus Puzzle und Rätsel

Minus

  • Story holprig, wenig immersiv und kaum mitreißend
  • Qualität des Spielmaterials sehr unterschiedlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Lieber keine Experimente: Wasser

Devin Townsend: „Natural Science“ (Rush-Cover)

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

RätselfüchsInnen

Spieldauer

Alter

Noris Spiele

1 – X

120 Minuten

ab 14

Tulpenfieber





Der bekannte und renommierte Autor Uwe Rosenberg („Arler Erde“, „Agricola“, „Ein Fest für Odin“) hat mit „Tulpenfieber“ ein kleines, familientaugliches Würfelspiel entworfen.

Dessen Spielprinzip ist an Klassiker wie „Kniffel“ oder „Yahtzee“ angelehnt. Wie dort, muss auch in „Tulpenfieber“ mit einer bestimmten Anzahl von Würfeln bestimmte Ergebnisse erzielt werden. Schafft man dies, dürfen dort Tulpen platziert werden. Der Clou hier: wer seine Blumen geschickt platziert, erhält für seine nachfolgenden Züge zusätzliche Würfel oder bekommt sogar die Gelegenheit einzelne Würfel auf sein Wunschergebnis zu drehen – was die Chancen erhöht, Tulpen in einer der letzten beiden Reihen zu platzieren – wo sich besonders schwierige Ziele befinden.
Denn nur wer zuerst alle Felder der vierten Reihe oder drei benachbarte (bzw. vier beliebige) Felder der fünften Tulpenreihe belegt hat, gewinnt das Spiel.

Während das Artwork von außen noch recht nett daherkommt, fehlt beim Spielmaterial im inneren etwas Liebe. Mehr als bunte Flecken sind bei den Tulpen leider kaum zu erkennen – wobei die Farbe ja keine Rolle spielt.

„Tulpenfieber“ ist also am Ende ein „aufgebohrtes“ Kniffel – was nicht negativ gemeint ist. Denn als Alternative und kleines Würfelspiel für zwischendurch spielt sich die Amigo-Neuheit wirklich ganz flüssig und nett.

Plus

  • Solo-Modus möglich
  • gemeinsam mit allen Altersklassen spielbar

Minus

  • fehlende Komplexität
  • Spieldesign innen etwas „lieblos“

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Oranje-Saft

Etwas blumiges aus den Niederlanden: Within Temptation – „The Heart Of Everything“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 4.5 von 10.

Verlag

TulpenverkäuferInnen

Spieldauer

Alter

Amigo Spiele

1 – 4

25 Minuten

ab 7

Similo

In Similo geht es darum, als Rate-Team eine ganz bestimmte Figur unter zwölf ausliegenden Karten zu finden. Nur ein:e Spieler:in der Runde weiß, welche Figur gesucht wird. Dieser zieht in jeder Runde eine neue Karte und gibt seinen Mitspielenden den Hinweis, ob die gesuchte Karte Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zur neu gezogenen aufweist.

Die Mitspielenden versuchen anhand dieser Tipps nach und nach Karten auszuschließen, bis hoffentlich nur noch die gesuchte Figur übrig bleibt.
Da die größte Stärke von Similo die ultrastarken, detaillierten Zeichnungen von Illustrator Xavier Durin “Naiiade” sind (und völlig zu Recht 2021 für den Spielgrafikpreis Graf Ludo nominiert wurden), fällt es nicht schwer, Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zu finden. Kopfbedeckungen, Schmuck, getragene Gegenstände und und und – es gibt dutzende Möglichkeiten für den Tippgeber, so dass der Ratespaß längere Zeit Spaß macht, als die grundlegend einfache Spielidee vermuten lässt.

Außerdem lassen sich die Kartensets (Bisher erhältlich sind die Themen: Märchen, Geschichte, Mythen, Tiere, Wilde Tiere und Halloween) beliebig untereinander kombinieren. So lassen sich wirklich witzige Verbindungen herstellen. Versucht doch einmal eine bestimmte Märchenfigur anhand von Gemeinsamkeiten oder Unterschieden zu wilden Tieren zu finden! Ratespaß ist garantiert!

Kleiner Tipp: Beim Kauf im Heidelbär-Webshop erhaltet ihr auch einige zusätzliche Promo-Karten! 

Plus

  • Herausragende Artworks
  • unzählige Kombinationsmöglichkeiten mit den anderen Themen der Serie

Minus

  • Assoziationen fallen nicht jedem leicht

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Multivitamin-Schorle

Crossover a la Faith No More

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Horrible Guild / Heidelbär Games

2-unbegrenzt

10 Minuten

ab 7

Artischocken





Wie herzlos!

Mögt Ihr Artischocken?
Dann seid Ihr bei diesem „herzlosen“ Kartenspiel womöglich an der falschen Stelle. Denn in „Artischocken“ geht es darum, ebendiese so schnell wie möglich auf dem Kompost zu entsorgen. Wer als erster Spieler kein Exemplar dieses streitbaren Gemüses mehr auf der Hand hält, gewinnt!

Damit das gelingt, braucht man frisches Gemüse vom Markt. Ist man an der Reihe, darf man hier eine neue Gemüsekarte ziehen, zu seinen Handkarten nehmen und ggf. auch gleich ausspielen. Je nach Sorte, kann man dann verschiedene Aktionen ausführen. Im Idealfall kann man Artischocken von der Hand auf den Kompost befördern – aber auch Gemüse-Nachschub oder kleine Tauschgeschäfte sind hier möglich. Ist der Spielzug beendet, wandern alle Handkarten auf die Ablage und man zieht fünf neue Karten nach. Ist eine Artischocke dabei? Pech – dann geht’s weiter. Hat man keine Artischocke nachgezogen, gewinnt man das Spiel!

Was im ersten Moment sehr einfach klingt, benötigt neben ein bisschen Glück aber auch die richtige Strategie, denn im Kern ist „Artischocken“ ein Deckbuilding-Spiel – nur im umgedrehten Sinne.
Bis man sich die Eigenschaften der elf Sorten eingeprägt hat und etwas mehr Spielfluss aufkommt, braucht es zwar zwei, drei Durchläufe – das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch!

Immer wieder kommt das Flair des großartigen Bohnanza auf (wahrscheinlich auch, weil die Haptik der Karten die gleiche ist), weil die Handkarten nicht so ganz dem entsprechen, was man sich vorstellt oder die Mitspieler sich genau das Gemüse vom Markt holen, das man selbst gerade gebraucht hätte.

Kurzum: „Artischocken“ macht richtig Spaß!

Und wer bei den supersüßen Illustrationen am Ende kein Mitleid mit den Artischocken hat, der ist wahrlich „herzlos“ …

Viele Grüße nach Dietzenbach: Da habt ihr wieder ein ganz feines Kartenspiel veröffentlicht! (mk)

Plus

  • Einfache Regeln

Minus

  • Für jüngere Spieler taktisch zu knifflig

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Gemüsesaft

The Vegetable Orchestra

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Amigo Spiele

2 – 4

15 Minuten

ab 8

Silent Planet

Psssssst!
Amigo Spiele ist unter Anderem auch bekannt für so legendäre Kartenspiel-Hits wie „Bohnanza“, „Wizards“ oder den jüngsten Spaßgarant „Artischocken“. Da liegt die Messlatte natürlich ziemlich hoch! Ob „Silent Planet“ diese halten kann?

In diesem kooperativen Kartenspiel befinden sich die Spieler auf den Silent Planet, dessen Name Programm ist: Es darf während des Spiels nämlich nicht gesprochen werden.
Gemeinsam müssen die Spieler Alien-Teams bilden, die aus fünf gleichen oder fünf unterschiedlichen Aliens bestehen. Mit nur wenigen Hinweisen versehen, gilt es diese aus den verdeckten Kartenauslagen der Mitspieler herauszupicken…

Jeder Spieler erhält hierfür neun der insgesamt 55 Karten, die er verdeckt vor sich auslegt.
Um den Mitspielern Hinweise auf die Sortierung und/oder Reihenfolge der eigenen Karten zu geben, deckt man nun eine beliebige Anzahl der eigenen Karten auf. Doch Achtung! Alle umgedrehten Karten dürfen im weiteren Spielverlauf nicht mehr verwendet werden.

Die Spieler versuchen nun gemeinsam aus der Auslage eines einzelnen Spielers einen passenden Alien aus den noch verdeckt liegenden Karten aufzudecken. Der betroffene Spieler darf zu seinen Karten gar nichts kommunizieren, die auswählenden Spieler nur nonverbal. Passt die Karte in die Reihe (fünf gleiche oder unterschiedliche), wird beim nächsten Spieler eine Karte ausgewählt. Passt das gezogene Alien nicht in die Reihe, kommen alle Karten weg und es muss von neuem begonnen werden. Gut, dass es auch ein paar Joker gibt. Sind alle verdeckten Karten der Spieler aufgebraucht, endet das Spiel. Haben die Spieler nun weniger Teams gebildet als Spieler beteiligt sind, verlieren sie gemeinsam das Spiel – andernfalls gewinnen sie.

Eine (fast) nur auf die Karten begrenzte Kommunikationsmöglichkeit ist ja zuletzt durch das Kennerspiel des Jahres 2020 „Die Crew“ sehr populär geworden. Doch was dort die einfache Spielmechanik so geschickt aufwertet, bleibt bei „Silent Planet“ leider relativ flach. Spielt man zu zweit, dann bleibt das Spiel von Klaus Altenburger völlig unter seinen Möglichkeiten und zudem auch komplett still (denn der jeweilige Gegenpart darf ja gar nichts tun).
Erst ab drei Spielern macht das rätseln über die Auslegetechnik der anderen vorerst etwas mehr Spaß. Das hält jedoch nicht lange an, denn schnell setzt sich bei jedem Spieler eine Auslege-Logik fest (so viele Möglichkeiten gibt es auch nicht) und die Trefferquote steigt.
Da das Ziel bei jeder Partie zudem immer das gleiche bleibt, nutzt sich der Spielspaß schnell ab. Hier wäre mehr Variation dringend erforderlich.

Für eine handvoll Partien macht „Silent Planet“ aber durchaus mal Spaß. (mk)

Plus

  • Schneller Spielspaß für zwischendurch
  • Einfache Regeln

Minus

  • kein Spielspaß zu zweit
  • schnell abgenutzt

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Stilles Wasser

Nichts. Stille.

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 3 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 4.5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Amigo Spiele

2 – 6

10 Minuten

ab 8

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