The Few and Cursed: Eine Handvoll Verdammte

Ein Deckbuilding-Tabletop Spiel mit brillantem Setting auf taktisch mittlerem Niveau, inspiriert durch die gleichnamige Comic-Vorlage.
Die Seen sind vertrocknet, die Wüste breitet sich aus und mit ihr auch die unheimlichen und verfluchten Wesen, die durch dunkle Magie der Menschheit entstanden sind. Doch es gibt Hoffnung, denn diverse RevolverheldInnen sind bereit sich den magischen Kreaturen zu stellen. Sie sind Fluch-JägerInnen.
Das Spielprinzip ist relativ einfach und stellt eine Kombination aus Deckbuilding und Rollenspiel da. Man wählt einen Charakter mit eigenen Kartendecks und Charakterwerten. Dabei unterscheiden sich die HeldInnen in Mobilität und Kampfkraft, sowie unterschiedlichen eigenen Fertigkeiten. Jede Runde fügt man dann eine Karte seinem Deck hinzu, kann sich bewegen und eine Aktion zwischendurch machen. Beispielsweise Kopfgeld eintreiben, Artefakte suchen oder Mitspielende ausrauben. Dabei muss man die zwei „Ressourcen“ Schaden und Bewegung managen, aber auch mit den Karten gut haushalten, denn wer keine mehr nachziehen kann, wird zurück in die Stadt, also zum Startpunkt gesetzt. Ziel des Spiels ist es möglichst viele Siegpunkte (Cut/Schneid) durch das Eintreiben von Kopfgeldern und Erfüllen von Missionen zu sammeln. Dabei sollte man aufpassen, dass man nicht zu stark verflucht wird, denn dann wird die Charakterkarte umgedreht und man hat einen kleinen Nachteil, aber oft auch einen höheren Schadensoutput. Zu einem gewissen Zeitpunkt erscheinen dann klassische Endgegner, die auf die Stadt zulaufen. Diese sind besonders stark und können das Spiel beenden: Entweder erreicht eines dieser Monster die Stadt oder drei Stück von diesen verfluchten Wesen sind getötet. Etwas Zufall und Variation kommt durch Begegnungen zu Beginn jeder Runde ins Spiel, bei dem man meist versucht negative Auswirkungen abzuwenden.
Das Spielgefühl, wenn man sich auf das geniale Setting einlässt, ist super. Eine großartige taktische Tiefe kann man jedoch nicht erwarten und auch der Spielablauf ist meist relativ ähnlich: Man versucht so schnell wie möglich Artefakte zu bergen, da diese mächtige Karten sind, dann geht man auf Jagd und kauft zwischendrin Gegenstände. Auch die Charaktere unterscheiden sich meiner Meinung nach zu wenig. Hier könnte deutlich mehr Asymmetrie, sowie krassere Unterschiede zu den verfluchten Charakteren das Spiel reichlich aufwerten.
Somit macht das Spiel reichlich Spaß, allerdings ist es vermutlich kein Dauerbrenner, auch wenn das Artwork entsprechend der Comic-Vorlage absolut stark ist!
Positiv ist außerdem die Möglichkeit das Spiel kooperativ (sowie im Solo-Spielmodus) zu spielen  oder auch das Spielbrett auf die "Nacht-Seite" zu drehen, was ein bisschen für zusätzliche Abwechslung sorgt.


Plus

  • Tolles Design und Setting
  • Kombination aus Deckbuilding und RPG
  • Kooperativ möglich

Minus

  • Langzeitspaß fraglich
  • Umfang könnte größer sein

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Whisky

Pantera – Cowboys From Hell

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

B-Rex Entertainment / Grimspire

1-4

60-120 Minuten

ab 13

Viticulture mit Tuscanny

Nicht weinen! Wein macht Spaß!
Tuscanny ist ein typisches Worker-Placement-Spiel, gepaart mit Aktionskarten. Das Setting ist rund und der Wiederspielwert sehr hoch!
Wein gefällig?
Für viele mag das Thema Wein ein heiliger Gral sein, für einige sehr komisch - doch das Setting geht voll auf. Wir begeben uns in die Toskana und möchten dort möglichst viel guten Wein, Rosé und Sekt herstellen, damit wir viele Aufträge erfüllen können, mit denen wir Siegpunkte einheimsen. Dafür müssen Reben angebaut und Trauben geerntet werden, woraus dann wieder Wein gekeltert werden kann. Dadurch können Aufträge erfüllt und Siegpunkte erlangt werden. Unterschiedlich starke Karten können im richtigen Moment ergänzend dabei helfen. In vier Spielabschnitten, nämlich den Jahreszeiten, stehen hier verschiedene spezifische Aktionen zur Verfügung. Als typisches workerplacement Spiel gehört es sich dabei natürlich, dass wir ständig zu wenige ArbeiterInnen haben, mit denen wir Aktionen durchführen können. Hinzu kommt, dass die garstigen Mitspielenden uns auch ständig die Plätze wegschnappen, sodass wir immer und immer wieder umplanen müssen. Vielleicht sollten wir dann doch lieber das Gebäude aus der Erweiterung Tuscanny bauen, aber dann kann man den Wein nicht mehr keltern. Und wenn wir die Rebsorte anbauen, fehlt natürlich im Winter der große Arbeiter, um einen Auftrag zu erfüllen. Einzig das jährliche Einkommen durch die erfüllten Aufträge ist uns bisher irgendwie egal, obwohl seit der Erweiterung Tuscanny das Spiel deutlich vielfältiger, balancierter und ausgewogener wurde. Mittlerweile wissen wir nämlich, dass im frühen Spiel quasi nichts passiert, was Siegpunkte angeht, doch im späteren Verlauf es dann sprunghaft nach vorne geht und dann Geld eher zweitrangig wird. Der Zufallsfaktor hält sich auch in Grenzen, obwohl wir manchmal das Gefühl haben, dass einige Karten, die man zieht, extrem stark sind. Am Ende tümmeln sich die Meisten nämlich doch relativ eng auf der Siegpunktskala aneinander.
So bleibt die Weinherstellung extrem umkämpft, etwas diffus, aber auch reichlich spannend. Das Thema der Produktion des alkokholischen Getränks macht tatsächlich ordentlich Spaß und die tolle Ausstattung mit Glasperlen und Holzmeeples tut ihr Übriges dazu.

Plus

  • Sehr umkämpfte Möglichkeiten
  • Schöne Ausstattung
  • Hoher Wiederspielwert

Minus

  • Erst mit Tuscanny richtig gut
  • Jährliches Einkommen nicht balanciert
  • Sehr umkämpfte Möglichkeiten

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Ja, das ist jetzt wirklich nicht schwer zu erraten!

Primordial (Band)

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Feuerland

2-6

60 Minuten

ab 8

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