Ziggurat


Ein spannendes und abenteuerliches, kooperatives Legacy-Spiel für Kinder und Familien
Ein warmer Wind trägt den Duft von Sand und altem Stein. Vor uns erhebt sich der Ziggurat – eine gewaltige Stufenpyramide, die in der Abendsonne glüht. Sie ist seit Jahrhunderten verlassen – doch zuletzt sind dort flammende Lichter zu sehen. Etwas regt sich im Schatten der Ziggurat...

Die Mitspielenden schlüpfen ganz im Stil eines Pen & Paper-Abenteuers in die Rolle einer/-s mutigen Heldin/-en, um das Geheimnis der Ziggurat zu lüften.
In sechs Kapiteln wird nicht nur die Geschichte Stück für Stück fortgeführt, sondern auch das Regelwerk sowie die Fähigkeiten der tapferen AbenteurerInnen.
„Ziggurat“ ist also ein klassiches Legacy-Spiel – was beim Schöpfer-Duo Matt Leacock und Rob Daviau (die beiden haben Pandemie erfunden) nicht verwunderlich ist. Doch Ziggurat richtet sich ganz klar an Kinder und Familien. Der Schwierigkeitsgrad bleibt durchgehend in einem moderatem Bereich und der Fokus auf der Story, den coolen Fortschritten (die allesamt mit Stickern eingeklebt werden) und dem gemeinsamen Spielerlebnis. Aktionen müssen koordiniert, Ressourcen geteilt und Gefahren clever umgangen werden. Jüngere MitspielerInnen (ab 8 Jahre) können leicht mitmachen, ohne überfordert zu werden.

Einziger Wermutstropfen: Nach Abschluss der Kampagne sinkt der Wiederspielreiz natürlich extrem. Doch für Familien, die ein gemeinsames Abenteuer suchen, ist „Ziggurat“ ein Volltreffer – kooperativ, charmant und mit genau dem richtigen Hauch Magie.

Im Juni 2025 wurde „Ziggurat“ deswegen auch völlig verdient im Rahmen des Österreichischen Spielepreises als „Spiele-Hit Familie“ prämiert.

Plus

  • Schönes Spielmaterial

Minus

  • Kein Wiederspielreiz nach Ende

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Multivitaminsaft

Ziggurat- „Zigguratn“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Schmidt Spiele

2-4

40 Minuten

ab 8

One Round?

Wort-Assoziation im Kartenkreis
Man könnte meinen, dass Wort-Assoziationsspiele im Trend liegen, denn nachdem wir erst vor kurzem „Perfect Words“ unter die Lupe nehmen durften, liegt uns nun „One Round?“ von Schmidt Spiele vor.

Das Spielprinzip ist einfach und partytauglich.
Es geht darum, gemeinsam einen Kreis aus Wörtern in die richtige Reihenfolge zu bringen. Drei der Wörter liegen zu Spielbeginn aus und sind durch die Zahlen 33, 66 und 100 gekennzeichnet.
Wer an der Reihe ist, zieht eine der 12 in der Mitte ausliegenden Karten, sieht sich die Zahl an und schreibt ein Wort darauf, der die beiden Begriffe der Lücke, in die die Karte gehört passt. Dann hat der Rest der Spielrunde 20 Sekunden Zeit, die entsprechende Lücke zu finden. Gelingt dies nicht, dann geht eines der drei Leben verloren. Sind alle Karten richtig einsortiert bevor das dritte Leben versiegt, ist das Spiel gewonnen!

Was Anfangs noch einfach ist, wird im Spielverlauf immer schwieriger, denn die notierten Begriffe rücken immer näher zusammen. So kann man z.B. zwischen „Wein“ und „Wald“ noch etwas wie „Rebe“ unterbekommen. Doch zwischen „Rebe“ und „Wald“ wird es dann schon knifflig...

Damit die Ideen nicht ausgehen, stehen in der Anleitung verschiedene Missionen (mit vorgegebenen Anfangswörtern) bereit, an denen die Zähne ausgebissen werden können.

Da in „One Round?“ alle Mitspielenden gemeinsam raten, eignet sich das Wort-Assoziations-Spiel vor allem für größere Gruppen.

Plus

  • Zusätzlicher Schwierigkeitsgrad enthalten
  • Super für große Gruppen

Minus

  • So cool die Karten aussehen, so unpraktisch sind diese zu mischen.

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Eine Runde … !

Waltari – „Radium Round

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Schmidt Spiele

2-12

15 Minuten

ab 9

Verborgen im Museum

Escape-Game in handlichem Reiseformat
Hinweise in den Briefen einer Bekannten deuten darauf hin, dass sich in einem Museum ein längst verloren geglaubter Schatz verbirgt. Die Ausstellungsstücke im Museum sollen auf den Ort hinweisen. Können die Mitspielenden die Rätsel lösen und den Schatz finden, bevor er in die falschen Hände gerät"Verborgen im Museum" ist ein kompaktes, kartenbasiertes Escape-Spiel aus dem Moses-Verlag, in dessen Reihe bereits „Mysterium im Kloster“, „Das Geheimnis von San Marco“, „Der rätselhafte Zauberwald“, „Seefahrt ins Ungewisse“ und „Die verlassene Bibliothek“ erschienen sind.

Der Ausflug ins Museum ist unser erster Kontakt mit der Reihe und hinterlässt einen ganz guten Eindruck!
Das Knobel-Abenteuer besticht durch seine clevere Mischung aus Rätselfreude und thematischer Einbettung, die durch die kleinen Briefe klasse vermittelt wird. Die Rätsel sind gut durchdacht und fordern heraus, ohne zu frustrieren (bis auf – in unserem Fall - eine Ausnahme).
Mit einem Preis von knapp 13 € bietet „Verborgen im Museum“ ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis für einen spannenden Rätselspaß. Dank wenig Platzbedarf ist es auch perfekt für unterwegs geeignet!

Plus

  • Tolle Idee mit dem Transparentpapier

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee

ELP – „Pictures Of An Exhibition“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Moses Verlag

1-X

75 Minuten

ab 10

Chrono Fall

Der Protector ist die letzte Hoffnung der Menschheit und die SPARCs strömen aus, um die Frachter zu unterstützen, die essentielle Ressourcen für das gigantische Projekt sammeln. Es ist die letzte Möglichkeit die Rifts, die die Raumintegrität gefährden, zu eliminieren.

Logbuch 2294 A26-4
Die Rifts sind überall. Wir können sie sogar schon von der Erde aus sehen. Werden wir es schaffen den Protector noch rechtzeitig zu bauen, um die Menschheit, ja gar die Galaxie oder das Universum zu retten? Gerade erst sind die modernsten SPARCs vollendet und die Einweisung erfolgt morgen früh für die besten Piloten und Pilotinnen. Das ist unsere letzte Chance.

Logbuch 2294 A27-1
Es geht los. Zusammen mit 2 Kolleginnen und einem Kollegen schwärmen die 4 SPARCs aus. Harris kümmert sich um einen erdnahen Rift, denn sein SPARC ist dafür besonders ausgestattet worden, während Georgia in Richtung Exoplanet I fliegt, um den Weg für einen Frachter vorzubereiten. Marta und ich versuchen die Gegend weiter zu erkunden, um den bevorstehenden Ringdown besser einschätzen oder gar verhindern zu können und neue Technologien zu entdecken. Es ist ein harter Kampf gegen die Zeit.

Logbuch 2294 A27-2
Überall schlagen neue Rifts Löcher in das Raum-Zeit-Kontinuum. Ein Frachter, der wichtige Rohstoffe für die Produktion des Protectors schon fast zur Erde gebracht hat, wurde abgeschnitten. Harris ist einige Parsec entfernt, also muss Marta den Weg frei machen. Ich hingegen sammle neue Energiekristalle, um das Schiff flexibler zu machen, damit ich ebenfalls Rifts bekämpfen oder mein Team mit dem Spezialteil meines SPARCs unterstützen kann.

Logbuch 2294 A28-1
Es ist aussichtslos.

Logbuch 2294 A29-1
Kaum zu glauben. Ein Hoffnungsschimmer. 4 Frachter haben es geschafft ihre Ressourcen zur Erde zu bringen, mit denen wir den ersten Teil des Protectors fertigstellen konnten. Mit diesem Meilenstein konnten wir einige Rifts zurückdrängen. Auch unsere Technologie entwickelt sich atemberaubend schnell, durch die Aufklärungsarbeit von Marta, weiter. Doch Zeit zu feiern haben wir nicht. Es geht weiter.

Logbuch 2294 A30-1
Ein Exoplanet wurde nun vollständig erkundet und ein Frachter ist auf dem Weg dort hin, doch die Rifts werden immer mehr. Sie drohen uns in ihrer Schwärze am Himmel. Sie scheinen das Schwarz der Nacht noch schwärzer zu machen.

Logbuch 2294 B01-1
Der Frachter hat den Exoplaneten erreicht und hat Rohstoffe aufgenommen, doch die Rifts blockieren den Rückweg. Unsere Energie ist aufgebraucht. Das Raum-Zeit-Kontinuum wankt. Die Raumintegrität ist am Boden und wir sehen keine Hoffnung mehr, doch wir geben nicht auf. Wir werfen ein letztes Mal alles, was wir haben hinein.

Logbuch 2294 B01-1
Eben viel meine Tasse zu Boden. Ein Sprung in der Raumzeit warf sie mir förmlich aus der Hand. Haben wir noch eine Chance?

Logbuch 2294 B02-1
Es ist zu spät. Der Frachter mit den essentiellen Ressourcen für den Protector wird es nicht rechtzeitig schaffen. Der Kontakt zu Georgia ist schwach, auch wenn sie alles versucht schon die Berechnung des Protector-Impulses, der uns alle retten kann, voranzutreiben. Harris eliminiert wie irre Rifts. Doch es ist zu spät.

Logbuch 2294 B03-1
Vergesst uns nicht.

(Miniaturen sind nicht Teil des Basisspiels. Sie sind offiziell lizenziert bei Kleingedrucktes im Shop erhältlich)

Plus

  • SciFi Setting Kooperativ
  • Knallhart
  • Mehrsprachig
  • Zusätzliche Szenarien
  • Umweltfreundliches Material Management

Minus

  • Knallhart
  • Teilweise glückslastig

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Earl Grey

Star One – „It All Ends Here“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Ornament Games

1-4

60-150 Min.

ab 14

Wonder Book

Ein kooperatives Fantasy-Abenteuerspiel für Kids & Familien mit spektakulärem „Spielbrett“
Oniria, die Welt der Drachen ist in Gefahr! Eine alte, zerstörerische Macht droht das einst wundervolle Paradies mit Dunkelheit zu überschatten. Nur ein einziges magisches Portal ist verblieben, um nach Oniria zu gelangen. Doch wer soll den letzten verbliebenen Drachen dort helfen?

Die Mitspielenden schlüpfen in die Rollen von bis zu vier Jugendlichen, die möglicherweise der ausschlaggebende Faktor im Kampf zwischen Gut und Böse sein könnten.
Sind die Charaktere verteilt, geht es auch schon in die erste von mehreren Episoden dieses wirklich ungewöhnlichen Spiels. Es ist nicht ganz einfach, etwas über das „Wonder Book“ zu schreiben, ohne zu viel zu verraten, denn „Wonder Book“ ist deutlich mehr als ein Brettspiel. Es ist ein interaktives Buch, eine lebendig werdende Geschichte, die die Mitspielenden mit ihren Entscheidungen maßgeblich beeinflussen. Teils gilt es wirklich harte und schwere Entscheidungen zu treffen, die am Ende des letzten Kapitels zu völlig verschiedenen Spielausgängen führen.

Die Spielregeln sind einfach zu verstehen und werden im Laufe der Geschichte und in einzelnen Episoden um zusätzliche/ergänzende Regeln ergänzt ohne dabei zu komplex zu werden. Nur in ganz seltenen Momenten entsteht mal durch viele ausliegende Karten etwas durcheinander. Mit etwas Hilfe ist „Wonder Book“ locker auch für 8/9-jährige spielbar.
Der Star des Spiels ist natürlich das wirklich innovative „Spielbrett“, das im Laufe der Kampagne so viele Wow-Momente bietet wie wohl nur wenige andere Spiele! (Das Finale hat mich echt erwischt! Aber auch hier keine Spoiler, sorry!).
Die Storyline ist fesselnd und enorm gut mit dem Spielplan verwoben, so dass man die Geschichte wirklich klasse miterleben (und beeinflussen!) kann. Und selbst an echter Action mit den coolen Miniaturen mangelt es nicht.

Das „Wonder Book“ ist ein wirklich außergewöhnliches Spiel! Eine Art Tabletop-Geschichte für Abenteuer-Fans.
Die 75,- € Kaufpreis sind nicht wenig – aber sie sind es wert!

Plus

  • innovatives „Spielbrett“
  • Viele Wow-Momente!
  • Mehrfach spielbar

Minus

  • Manchmal etwas unübersichtlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Drachenfrucht-Smoothie

Seventh Wonder – „The Testament“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacus Spiele

1-4

je nach Mission zwischen 60 und 90 Minuten

ab ca 9

Flucht aus der Finsternis

Könnt ihr dem Fluch entkommen? Ein Grusel-Escape-Spiel
Als ErmittlerInnen werden wir in ein abgelegenes Dorf gerufen. Dort verschwinden immer wieder Menschen. Ob dies etwas mit dem unheimlichen Schloss zu tun hat? 

„Flucht aus der Finsternis“ ist ein Escape-Spiel mit düsterem Grusel-Setting, das vom ersten Moment an eine spannende, mitreißende Storyline (mit kurzen, knappen Texten) entwickelt und in 2x90 Minuten eine grandiose Mischung aus Rätseln und Abenteuer-/Entdeckungsspiel ausbreitet.
Die Rätsel sind extrem abwechslungsreich, perfekt in die Story eingebettet und vom Schwierigkeitsgrad perfekt ausbalanciert!
Das Spielmaterial ist, wie bei den Moses-Escape-Spielen üblich, sehr gut und bietet nicht nur einige echte Überraschungen, sondern auch unerwartete Einsatzzwecke.
Mit den passenden Vorlagen lässt sich das Spiel auch ohne Beschädigungen spielen – was beim tollen Spielerlebnis sonst auch echt schade wäre.

Denn „Flucht aus der Finsternis“ ist vermutlich das stimmigste und beste Escape-Spiel, das ich bis jetzt auf dem Tisch hatte!
Eine echte Empfehlung für Escape-Fans!

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Starkes Storytelling
  • Immersive Story

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Blut (orangensaft)

The Vision Bleak – „Capathia“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Moses Verlag

1-X

2×90 Minuten

ab 12

Arkeis

Steampunk meets Archäologie. Ein kooperatives Legacy-Abenteuerspiel in der ägyptischen Wüste.
Bei Ausgrabungen in Ägypten wurden mysteriöse Artefakte gefunden. Eine Gruppe Abenteurer geht den Spuren in der Wüste nach und macht dabei spektakuläre Entdeckungen…

Als Teil dieser Gruppe übernimmt jeder Mitspielende die Rolle einer der fünf Charaktere (mit Erweiterung sogar sechs), die sich in ihren individuellen Eigenschaften sehr deutlich voneinander unterscheiden. Die Episode 0 – ein Tutorial, in dem alle nötigen Regeln anschaulich erklärt werden - lässt sofort in die Geschichte eintauchen.
Schnell ist klar: „Arkeis“ baut auf sehr einfachen Grundregeln auf! Jeder Mitspielende kann pro Runde zwei von vier möglichen Aktionen durchführen.
Gegenstände, Türen, Truhen (oder auch Leichen!) sind mit Symbolen versehen. Möchte man mit diesen interagieren, zieht man einfach die entsprechende Karte und liest den beschreibenden Text. So geht es reihum weiter.
Das schlanke Regelwerk ist sehr intuitiv und dadurch maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich „Arkeis“ schnell und dynamisch spielt. Ein großer Pluspunkt!
Durch das hohe Spieltempo kommt nie Langeweile auf. Ständig passiert etwas – Fallen werden ausgelöst, mysteriöse Artefakte entdeckt oder die Gruppe trifft auf übel gesinnte Feinde.

Mit jeder Episode schreitet nicht nur die spannende Story weiter voran, sondern auch die Charktere entwickeln sich immer weiter. Sie erhalten neue Fähigkeiten, neue Waffen und Gegenstände oder lassen sich auf ein Spiel mit dem Schicksal ein. Selbst das Camp/Lager (das zwischen den Episoden eine wichtige Rolle spielt), wird zunehmend größer. Immer stark davon abhängig, wie gut (oder schlecht) eine Episode für das Team läuft.

Bei insgesamt locker 50 Spielstunden ist es unmöglich ins Detail zu gehen - aber: Die große Stärke von "Arkeis" liegt im hervorragenden Storytelling! Ich habe selten ein Spiel gespielt, in dem die Geschichte so einnehmend ist, das Geschehen so greifbar und immersiv und Bedrohungen so wirklich und realistisch erscheinen.

Natürlich gibt es auch einige Stolpersteine im Wüstensand.
So haben uns vor allem einige Kartentexte immer wieder in die Irre geführt. Nicht immer ist uns 100%ig klar gewesen, wie Texte auf Karten zu interpretieren sind (z.B. wenn eine Türe geöffnet wird und auf der dazugehörigen Karte Dinge im Raum beschrieben werden, der jedoch noch nicht betreten wurde).
Auch in Verbindung mit Schicksalsmarken war nicht immer alles klar. Oder heißt „lege den Gegenstand ab“, ablegen in den Rucksack oder ablegen für immer?
Über die meisten dieser Schwierigkeiten kann man jedoch hinweg sehen, wenn man sich vor Augen führt, dass "Arkeis" eben ein narratives Spiel und kein bis ins Detail technisch ausgeklügeltes Eurogame ist. Lösungen haben wir immer gefunden. Als Pen & Paper-Routiniers haben wir uns oft einfach für den Spielfluss - und gegen großes Regel-wühlen - entschieden. Funktioniert auch!

Zwei Sachen halten wir jedoch für sehr wichtig:
Erstens: Die Auswahl der Charaktere ist sehr einflussreichenauf den Spielverlauf.
Unserer Meinung nach ist ein Erfolg ohne die Kern-Figuren Rhiat und Franck kaum möglich. Oder wie seht ihr das?
Zweitens: Wer „Arkeis“ mit den Erweiterungen ("Das Juwel des Kults", "Die Falle der Sphinx" und "Die Gefahr unter den Dünen") spielen möchte, muss diese vorher kaufen, denn diese sind in die Kampagne eingebunden und können nicht nachträglich gespielt werden!

Zum Fazit: „Arkeis“ ist ein Abenteuer von epischen Ausmaßen, bietet dutzende grandiose Illustrationen, sensationelle und aufwändige Miniaturen, ein schlankes Regelwerk und ein cooles modulares Spielfeld.
Kurzum: In seiner Klasse ist Arkeis eine Macht!

Plus

  • Geniales Spielmaterial
  • Coole Erweiterungen
  • Viele Spielstunden Spielspaß
  • Auch Solo spielbar

Minus

  • Stolpersteine in den Texten

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

Karl Sanders – „Saurian Apocalypse“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

1-5

Je nach Episode zwischen 45 und 120 Minuten

ab 8 Jahren

Toko Island

Ein kooperatives Memo-Spiel für kleine und große Entdecker
In „Toko Island“ geht es im Auftrag eines berühmten Forschers (u.A. Charles Darwin) auf Entdeckungsreise. Das Ziel: Eine mysteriöse Insel, auf der es wertvolle Schätze geben soll.
Auf dem Schiffsdeck liegen Rechen, Schaufel und Spitzhacke bereit, um gemeinsam als Team die Ausgrabungen zu leiten.
Das ist jedoch gar nicht so einfach, denn nicht alle Werkzeuge sind für jedes Terrain geeignet – und die Menge ist begrenzt. Es muss also wohl überlegt sein, an welchem Ort der Insel gegraben werden soll, um die erhofften Schätze zu finden…

Im Zentrum von „Toko Island“ liegt die Insel, auf der mehrere Ausgrabungsorte zu finden sind. Nacheinander darf je ein Mitspielender eines der Werkzeuge vom Schiff wählen, um auf entsprechendem Terrain (ein-, zwei- oder dreimal) zu graben – in der Hoffnung dort den an Bord ausliegenden, gesuchten Schatz zu finden. Wird er entdeckt, geht es mit dem nächsten Schatz weiter. Bleibt die Ausgrabung erfolglos, sollte man sich trotzdem merken, welche Schätze dort vergraben sind. Vielleicht werden diese als nächstes gesucht…
Sind alle Schätze gefunden, geht es zurück in den Heimathafen, in dem man für das erfolgreiche Erfüllen des Auftrags eine Trophäenkarte bekommt, die einem in den nächsten Partien wertvolle Vorteile verschaffen kann.

Was zuerst wie ein banaler Memory-Abklatsch klingt, offenbart beim zweiten Blick eine relativ große Spieltiefe.
Durch das zufällige Auslegen der Schätze und Werkzeuge ist die Ausgangslage jedes Mal anders. Die Expeditionen der vier Forscher haben zudem jeweils drei Schwierigkeitsstufen, an deren Ende eine Gold glänzende Trophäenkarte lockt.
Klar, das Spielprinzip bleibt immer gleich – doch so schnell sollte bei „Toko Island“ keine Langeweile aufkommen.
Hervorzuheben ist auch noch das wertige Spielmaterial und die ungewöhnliche Farbgebung, die dem Spiel einen ganz besonderen Stempel aufdrückt.
Als Familienspiel ist „Toko Island“ auf jeden Fall mal eine schöne Abwechslung zum ordinären Memory – auch weil man durch den Naturwissenschaftlichen Hintergrund nebenbei noch eine Menge lernen kann…

Plus

  • Toller naturwissenschaftlicher Hintergrund
  • Mutiger und ungewöhnlicher Look
  • Vier Spielvarianten in drei Schwierigkeitsgraden und sammelbare Trophäen sorgen für einen hohen Wiederspielwert

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

Islnds – „Islnds“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Helvetiq / HUCH!

1-4

15 Minuten

ab 6

Leo muss zum Friseur

Ein moderner Kinderspiel-Klassiker
Oha! Was für eine Mähne! Leo der Löwe muss unbedingt zum Friseur, sonst wächst ihm seine Mähne noch vollends über den Kopf!
Früh morgens macht sich Leo auf den Weg zu Bobos Salon. Doch auf dem Weg dorthin trifft er viele Bekannte, mit denen er sich über den neuesten Tratsch aus der Tierwelt unterhält. Ob er es noch vor Sonnenuntergang zu Bobo schafft?

Als „Leo muss zum Friseur“ 2016 erschien, wurde es als „Bestes Kinderspiel“ vom deutschen Spielepreis und „Spiele Hit für Kinder“ von der Wiener Spieleakademie ausgezeichnet sowie zum „Kinderspiel des Jahres“ nominiert.

Auch Anno 2023 ist die kooperative Mischung aus Karten-, Bewegungs- und Memory-Spiel kein bisschen eingestaubt und macht noch eine ganze Menge Spaß!

Wer das Kinderspiel also bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, der darf bei der Neuauflage gerne zugreifen!

Für Vielspieler lohnt sich auch die tolle Spielmatte: https://abacusspiele.de/produkt/leo-spielmatte/

Plus

  • Abwechslungsreich und immer anders

Minus

  • Kann manchmal frustrierend sein

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Keine Zeit! Leo muss zum Friseur

Die Ärzte – „Le Frisur“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacus Spiele

2-5

30 Minuten

ab 6

Infernal Wagon

Ein hektisches, kooperatives Mini-Spiel, in dem... Booooooooooom! Bang! Booooooooooom!
Booooooooooom! Mit einem ohrenbetäubenden Knall explodiert der Minenschacht vor den eigenen Augen. Jetzt gilt es, dem  Einsturz so schnell wie möglich zu entkommen bevor wir von den Felsen im Bergwerk begraben werden.

Durch gute Zusammenarbeit müssen alle Mitspielenden einen Weg nach draußen finden. Dafür bleiben jedoch nur sieben Minuten Zeit!

Möglichst schnell versuchen alle Mitspielenden ihre Handkarten an die Schienentrasse anzulegen. Stimmt das angelegte Symbol mit dem Schienenende überein, passiert nichts. Sind die Symbole unterschiedlich, dann stürzt ein Teil des Schachts ein. In gefährlichen Passagen passiert sogar schlimmeres!
Das Besondere: Alle spielen Gleichzeitig und jeder legt seine Karte an wann er will – nur nicht zweimal hintereinander. Um mit der Draisine möglichst schnell vorwärts zu kommen, ist Absprache und Zusammenarbeit wichtig. Doch der Zeitdruck ist immens und es bleibt nicht aus, dass alle Beteiligten hier und da Risiken eingehen, um überhaupt ins Ziel zu gelangen.
Das führt reihenweise zu panischen Momenten und hektischen Kartenschleudereien, in denen der Überlebenskampf auf der Draisine sehr lebhaft wird. Die sieben Minuten sind wirklich sehr knapp und zerren so krass an den Nerven, dass ihr euch je nach Vorlieben eurer Spielegruppe vorher überlegen solltet, den Timer eventuell abzuschalten.

Wem das Grundspiel zu leicht ist (Haha! *manisches Gelächter*), dem seien die bereits enthaltenen Erweiterungskarten (Stille, Flüche, Kehrtwenden) ans Herz gelegt.
Mit den „Lässig“-Karten kann man jedoch auch etwas Erleichterung ins Spiel bringen (*puh!*).
Zusätzlichen Anreiz bringen die Erfolge, die man nach Erreichen des Ziels ankreuzen darf.

Infernal Wagon ist ein hektisches Mini-Kartenspiel, in dem die Nerven der Beteiligten stark beansprucht werden. Durch die kooperative Spielweise bietet das kleine Game jedoch mal einen ganz anderen Ansatz für das typische „Spiel für Zwischendurch“.

Plus

  • Schwierigkeitsgrad in verschiedenen Stufen anpassbar!
  • Passender Timer (auf YouTube) verfügbar
  • Superschneller Spielspaß!

Minus

  • Nix für ruhige SpielerInnen

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Nix – dafür ist keine Zeit!

Infernal – „1922“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Iello / HUCH!

2-5

7 Minuten

ab 8

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