Das Geheimnis von Holborn Hall




Das Erbe der verstorbenen Hollywood-Ikone Violet Hayward wirft Fragen auf. Warum wurde ausgerechnet der unbekannten Emma Hart der gesamte Besitz vermacht?

Wir Spieler:innen schlüpfen in die Rolle der überraschten Erbin, die sich auf Spurensuche in Haywards Anwesen – der luxuriösen Holborn Hall – macht. Wird sie das Geheimnis um das rätselhafte Testament lösen können?

„Das Geheimnis von Holborn Hall“ besticht bereits von außen durch die edle Aufmachung in der wertigen Papp-Box und hinterlässt auch im Inneren ein Mehrfaches „wow!“: Zum Thema passende Spieleabend-Einladungskarten für Freunde, hochwertiges Spielmaterial (oft in doppelter Ausführung, zum besseren gemeinsamen rätseln) und tolle Artworks lassen die Story rund um Violet Hayward schnell lebhaft werden.
Bei der gemeinsamen Erkundung hat man wirklich das Gefühl, durch die vielen Räume des Anwesens zu gehen und in den privaten Hinterlassenschaften der verstorbenen Schauspielerin zu wühlen.
Die Rätsel sind moderat schwierig und somit für Familien und Genre-Neulinge sehr gut geeignet. Erfahrenen Escape-Game-Spieler:innen dürften die Rätsel nichts völlig unbekanntes mehr und daher schneller zu lösen sein. Doch selbst der größte Crack sollte von der hervorragenden Story-Einbettung, der tollen Optik und Haptik des Inhalts begeistert sein.

Bis auf die Tatsache, dass das vorletzte Rätsel der Reihenfolge obsolet ist (da ja zu diesem Zeitpunkt nur noch ein einziger Umschlag als Lösung übrig bleibt; Hier wäre ein zusätzlicher „Blindumschlag“ als falsche Fährte gut), kann „Das Geheimnis von Holborn Hall“ mühelos mit den etablierten Serien von Kosmos („EXIT – Das Spiel“) & Co. mithalten – und überbietet diese stellenweise sogar!
Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf „The Grand Hotel“ – das zweite Escape-Abenteuer aus der moses.-Reihe! (Der Bericht folgt in Kürze).


Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Hervorragendes Storytelling
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Obsoletes vorletztes Rätsel

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Der Cocktail „Green Hope“

Opeth – „Hertitage“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

Erbanwärter

Spieldauer

Alter

moses. Verlag

1 – X

je nach Erfahrung 75 Minuten bis 150 Minuten

ab 12

DKT Smart





Schon kurios: Da ist DKT (kurz für „ Das kaufmännische Talent“) in Österreich eines der erfolgreichsten Spiele aller Zeiten – und ich höre heute zum ersten Mal überhaupt von dessen Existenz (und bin damit sicher nicht der einzige…)

DKT basiert wie Monopoly auf "The Landlord’s Game" und teilt sich dementsprechend zu 95% die Struktur und das Gameplay mit dem allbekannten Klassiker. Wer also Monopoly kennt, der weiß auch, was ihn bei DKT erwartet: Es geht ums kaufen, bauen und abkassieren. In DKT gewinnt am Ende jedoch der Spieler, der zuerst seine zum Spielbeginn erhaltenen Schuldscheine beglichen hat.
Im Detail verstecken sich noch einige weitere Unterschiede zum weltweit bekannten Bruder. So verändern Mietmarker das Preisgeschehen, ein VIP-Status bringt geldwerten Vorteil, beim Makler erhält man günstige Angebote,... von einer Kopie zu sprechen wäre also ungerecht.

Die jüngste Variante von DKT hört auf den Namen „Smart“ (daneben gibt es auch noch DKT Original, DKT Alpen, DKT Weltreise, DKT Europa, DKT Junior und DKT Das kriminelle Talent) und wurde eine digitale Komponente - die sehr gelungene DKT-App - erweitert.
Diese fungiert im Spiel als deutlich mehr als nur Beiwerk – sie wird mittig auf dem Spielbrett platziert und ist voll ins Spielgeschehen involviert. Sei es durch Minispiele im Casino, durch Zufallsereignisse, bei Grundstückversteigerungen oder ganz einfach als Scanner für die Grundstückskarten. Der Mehrwert ist also wirklich gegeben und dürfte die Augen von technik-affinen Spielern leuchten lassen. 
Doch so schön die App auch in das Spiel eingebunden sein mag – sie macht kein anderes Spiel aus DKT. Das bedeutet, wer zuvor schon nichts mit dem Monopoly-Spielprinzip anfangen kann, der wird auch mit diesem Hybrid nichts anfangen können.

Plus

  • App ist gut ins Spielgeschehen involviert

Minus

  • Handy laden nicht vergessen!

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Almdudler

Artas – „Wiener Blut“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 1 von 10.

Bewertung: 3.5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Piatnik

1 – 4

ca. 90 Minuten

ab 8

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