7 Seas

Wer macht die größte Beute in diesem Freibeuter-Kartenspiel?
Bevor wir zur diesjährigen Messe pilgern, wird es Zeit für uns, noch kurz in See zu stechen. Die Sauerkrautfässer sind voll, die Säbel gewetzt und selbst der Papagei hat gute Laune. Was soll da noch schief gehen?
Doch wir sind nicht alleine auf hoher See. Von den anderen Schiffen winken uns Piraten und Piratinnen zu. Denn jeder will die fetteste Beute in seine Schatztruhen quetschen.

In der Spielmitte werden vier Beutekarten (Gold, Kristalle oder Rum) mit Punktwerten von 1 bis 10 für alle Mitspielenden ausgelegt. Reihum spielt jeder eine seiner Handkarten aus und versucht Beute zu machen.
Sechs Regeln bestimmen, welche Karte man ausspielen muss, um eine ausliegende Beute zu erhalten. Dadurch ist es nicht immer ganz einfach, den Schatz zu erhalten, den man haben will. Ein manches Mal angelt man sich stattdessen einen bösen Fluch, der am Ende Minuspunkte bringt. Und dann gibt es da noch den Kraken…

Sind alle Handkarten der SpielerInnen ausgespielt, werden Punkte verteilt. Diese bekommt man u.A. für den Kapitän, für den größten Goldschatz, für die Piratenbraut und auch für die Menge an Beutekarten. Je nach Höhe der erzielten Punkte darf dann das eigene Schiff auf der Seekarte vorwärts bewegt werden. Wer zuerst das siebte Feld erreicht hat, gewinnt das Spiel.

„7 Seas“ von Arve D. Fühler spielt sich durch die sechs Ausspiel-Regeln anfangs etwas holprig und beinahe zufällig. Sind diese aber verinnerlicht, beginnen sich Strategien in den Köpfen zu manifestieren und „7 Seas“ offenbart ein komplexeres Spielgeschehen als zu Beginn gedacht. So eignet sich das Kartenspiel am Ende eher für ältere und erfahrene SpielerInnen (als Lückenfüller zwischen „größeren“ Spielen oder für Unterwegs) als für Kinder und Neulinge. Antesten lohnt sich aber!


PS: Auf der Homepage kann man sich die Seekarte, die sonst aus der gefalteten Anleitung geschnitten werden muss auch als stabile XL-Postkarte kaufen.

Plus

  • Drei weitere Spielvarianten in den Regeln enthalten
  • Kompakt & knifflig

Minus

Spiel-/Punkteplan im Original etwas „labberig“

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Rum oder Grog

Alestorm – „No Grave But The Sea“ oder Running Wild – „Port Royal“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacusspiele

2-4

ca. 30 Minuten

ab 7

The Band is Even Better

Meine Band ist viel geiler als deine!
In diesem kleinen, kurzweiligen Kartenspiel geht es darum, eine Rock- und Metal-Band zusammenzustellen, die von Fans und Kritikern geliebt wird.
Im Spielbereich werden hierzu acht Bandleader mit dazugehörigen Musikgenres ausgelegt.
Jedem Mitspielenden wird anschließend einer dieser Leader geheim zugewiesen.

Dann geht es in die Auditions: Jeder erhält eine bestimmte Anzahl an Musiker-Karten (Bassisten, Drummer, Gitarristen,…) mit verschiedenen Punktwerten (Positiv und Negativ). Eine davon darf man behalten, alle anderen werden an den/die nächsten Mitspieler/in weitergegeben (gedraftet).

Dann geht es an das Line-Up der Bands, bei der nacheinander immer eine Karte einem der ausliegenden Bandleader zugeordnet wird. Wenn alle Karten verteilt und die Bands damit komplettiert sind, geht es an die Wertung. Einige Karten haben hier besonderen Einfluss, denn so verschieben Fan-Karten Musiker beim Line-Up, Tontechniker können einen negativen Spielwert ins positive drehen. Und wenn ein Major-Label auf die Band aufmerksam wird, dann endet das meistens auch nicht so gut…

Nun ist es an der Zeit, zu offenbaren, welcher Spieler hinter welchem Leader steckt, denn es geht um den Metal-Thron!
Es werden die Punktwerte der Musiker addiert (bei passendem Genre zählen diese doppelt; auch die Negativen!) sowie verschiedene Boni und Mali verrechnet. So verliert eine Band ohne Schlagzeuger Punkte, wohingegen z.B. zwei Gitarrist/Innen einen Bonus bringen…
Wer am Ende die beliebteste Band vertritt (Leader + Musiker mit dem höchsten Ergebnis), gewinnt das Spiel.

„The Band is Even Better“ ist schlicht, einfach, braucht relativ wenig Platz und sorgt nicht nur mit seinen spaßigen Comic-Artworks (die an diverse mehr und weniger bekannte Metal-Musiker/Innen erinnern) für Lacher. Zum zocken auf dem Festival-Zeltplatz ist das kleine Spiel also ideal geeignet. Zumal man für die 10,- €, die im Shop des Verlags für das Spiel veranschlagt werden für die 74 Karten mehr als fair sind. Wären da nicht die Versandkosten…

Plus

  • Einfach, schnell, unkompliziert

Minus

  • Leider keine deutsche Anleitung
  • Hohe Versandkosten / nicht in D erhältlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Bier

wer gewinnt, entscheidet!

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Verlag

GenetikerInnen

Spieldauer

Alter

Scribabs

2-4

15 Minuten

ab 10

Dungeon Fighter – zweite Edition

„Monster hauen mit Freunden oder anderen Versagern“ oder: Der etwas andere Dungeon Crawler...
Marvin, der verpeilte Zauberer und Murka, die abgedrehte Amazone stehen kurz vor der Schatzkammer, als sich die schreckliche Medusa vor ihnen aufbaut und ein hämisches Lachen von sich gibt. Das zischen ihrer Schlangenhaarpracht verheißt nichts gutes!
Die Helden schließen ihre Augen – als Schutz vor dem versteinerndem Blick der schrecklichen Kreatur und werfen sich in den Kampf...

„Werfen“ ist in „Dungeon Fighter“ der wohl wichtigste Begriff. Denn in der Mitte des Spiels liegt eine große Zielscheibe mit Punktwerten von 1 bis 5, vier 6er-Feldern und vier Löchern.
Um einem Gegner Schaden zuzufügen, muss einer von drei Würfeln auf die Zielschiebe geworfen werden.
Je nach Monster, Raum oder eingesetzter Ausrüstung gibt es spezielle Anforderungen an den Würfelwurf. Rückwärts, mit geschlossenen Augen oder mit vorheriger Drehung. Nahezu alles ist hier möglich. Trifft man nicht, erleidet der Held Schaden oder behält sogar eine bleibende Narbe.
Im Idealfall löst man hingegen eine der Sonderfähigkeiten aus und gibt seinem Gegner so richtig auf die Mütze!
Ist der Widersacher erlegt, bekommt die Abenteurergruppe nicht nur die drei geworfenen Würfel zurück in den Besitz, sondern erbeutet auch Münzen, mit denen sie im Laufe des Spiels dann Ausrüstung, Lebenspunkte oder zusätzliche „Einweg-“Würfel kaufen kann, die man vor allem beim Endgegner des Dungeons gut gebrauchen kann...

„Dungeon Fighter – Zweite Edition“ teilt sich den schrägen Humor mit „Unicorn Fever“ (Rezi hier) und wird vermutlich als die spaßigste Entdeckung des Jahres in die persönliche Bestenliste 2022 eingehen. Bei unserem jüngsten „Redaktionsmitglied“ Jonah (7) steht „Dungeon Fighter“ jedenfalls kurz davor, das fantastische „Karak“ (Review hier) vom Thron zu stoßen. Doch nicht nur mit Kids ist das bewegungs- und verrenkungsreiche Spiel ein Hit – auch als Partyspiel mit Freunden macht das Monster-kloppen reichlich viel Spaß! Allein das Gelächter, wenn die eigenwilligen Verrenkungen vor dem Würfelwurf zu noch fragwürdigeren Würfelergebnissen führen, ist echtes Golblingold wert!


Was stört: Die Platzierung der Lebenspunktmarker für Helden und Monster ist echt doof gelöst. Die kleinen Pöppel fallen schnell um und werden noch schneller umgestoßen. Besonders in einem Spiel, in dem ständig alles Mögliche durch die Luft fliegt...
Hier wäre eine etwas stabiler stehende/liegende Variante (vielleicht mit Vertiefungen im Heldentableau?) wünschenswert gewesen.

Echte Verlierer, pardon, Helden schreckt das jedoch nicht ab. Klar also, dass wir die vier (!) Erweiterungen, die zur Spiel ´22 im Oktober erscheinen ebenfalls auf den Spieltisch bringen werden!

Plus

  • Spaß für alle Generationen und Gruppen

Minus

  • Spielertableaus nicht ideal

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Je nach Charakter. Aber Bier geht immer!

Der Soundtrack von „Conan der Barbar“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Horrible Guild / Heidelbär Games

1-5

ca. 60 Minuten

ab 7

Deckscape – Im Wunderland

Ein neuer Teil der beliebten Escape-Game-Reihe im Taschenformat
Wer die Decksape-Spiele noch nicht kennt, dem sei vorab schon gesagt: Dies ist eine der schönsten Karten-Escape-Spielreihen, die es gibt.
Ohne Umschweife geht es nach dem Auspacken direkt ins Spielgeschehen. Ein studieren von Spielregeln entfällt, die ersten Karten führen selbsterklärend und ohne Umschweife ins Spielgeschehen ein.

„Deckscape – Im Wunderland“ führt uns – wie unschwer zu erraten ist – zu Alice ins Wunderland, dessen Setting sich für ein wunderbar verrücktes Abenteuer anbietet.
Die Autoren Martino Chiacchiera & Silvano Sorrentino nutzen diese Vorlage geschickt und liefern ein wahrlich buntes Potpourri an Aufgaben und Denkspielen.
Dass dabei vermehrt optische Rätsel und Täuschungen eine Rolle spielen macht nicht nur Sinn, sondern auch sehr viel Spaß! Ob es gelingt, dem Wunderland nach einer Stunde wieder zu entkommen verkommt dabei ganz zur Nebensache…

Im Vergleich zu den uns bisher bekannten Deckscape-Abenteuern „Flucht aus Alcatraz“ (spannende Story!) und „Das Schicksal von London“ (etwas traditionell-bieder, aber ganz okay) packender ist „Im Wunderland“ der eindeutig verrückteste Teil. Aber auch derjenige, der mit den bisher kreativsten Rätseln aufwarten kann, die man einem Stapel Karten entlocken kann (Stichwort: Labyrinth!).

In dieser Reihe sind bis jetzt erschienen:

- Crew vs Crew
- Das Geheimnis von Eldorado
- Das Schicksal von London
- Der Fluch der Sphinx
- Der Test
- Draculas Schloss
- Flucht aus Alcatraz
- Hinter dem Vorhang
- Im Wunderland
- Raub in Venedig

Plus

  • Direkter Spieleinstieg mit selbsterklärenden Spielregeln

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Den roten Saft. Oder den blauen Saft?

Annihilator – „Allison Hell“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacusspiele

1-X

ca. 60 Minuten

ab 10

Draftosaurus

Baut euren eigenen Dino-Park und lockt möglichst viele Besucher an!
Seit Draftosaurus 2020 auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres gesetzt wurde, wurden bereits viele lobende Worte über das kleine Spiel verloren.
Tja, und was sollen wir sagen? Völlig zu Recht!

Der Spaß beginnt bei den supercoolen kleinen Holzdinos und Draftosaurus 

Alle SpielerInnen ziehen je sechs Dinos aus dem Beutel. Wer an der Reihe ist, würfelt eine Bedingung, die entschiedet, in welchem Bereich die MitspielerInnen einen der Dinos auf dem Dino-Park-Tableau platzieren dürfen.
Als aktiver Spieler darf man diese Bedingung ignorieren. 
Anschließend werden die restlichen Dinos (sowie der Würfel) im Uhrzeigersinn weitergegeben (ein sogenannter „Draft“). Dies geht so lange weiter, bis je zwei Mal sechs Dinos in die Gehege der Parks gesetzt wurden.
Je nach Gehege gilt es unterschiedliche Voraussetzungen für Siegpunkte zu erfüllen. Mehrere gleiche Dinos, Dino-Pärchen, Einzelgänger,…
Nur wer geschickt vorgeht und auch eine Portion Glück hat, wird am Ende den Preis für den schönsten Dino-Park gewinnen können!

Draftosaurus ist schnell gelernt, bietet permanente Interaktion und wird mit jedem Dino-Draft spannender. Denn je knapper die Dinos werden, desto kniffliger wird es, einen passenden Platz zu finden. Wenn dann der Würfel auch noch eine ungünstige Bedingung zeigt, ist der Aufschrei groß!

Bereits im Grundspiel sind zwei Spielvarianten enthalten (auf einer Sommer- und einer Winterseite des Parks).
Im Shop des tollen Verlags gibt es zudem eine Mini-Erweiterung mit einer Gehege-Variation, die sich auf jeden Fall lohnt. Speziell das Stapel-Gehege erfreut sich größter Beliebtheit bei den Jüngsten unserer Spielrunden!

Außerdem gibt es inzwischen zwei offizielle Erweiterungen für das Spiel: „Marina“ und „Aerial Show“ – die Rezensionen hierzu folgen in Kürze!

Wir reihen uns also in die lange Liste der Draftosaurus-Fans ein und sprechen eine klare Empfehlung aus! Nicht nur als hervorragendes Familienspiel für den heimischen Schrank, sondern auch als perfektes Geburtstagsgeschenk für Dino-Fans!

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Schwierigkeitsgrad skalierbar
  • Sehr kurzweilig

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

grüner Smoothie

Heavysaurus – „Retter der Welt“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

1-4

ca. 20 Minuten

ab 10

Internationale Spieletage – Spiel ´22

Yes!

Es geht endlich wieder weiter!

Nach Corona-bedingter Zwangspause und stark verkleinerter Form 2021, finden vom 06. – 09. Okt. 2022 wieder die Internationalen Spieltage in Essen statt. Und zwar in vollem Umfang.

Als verhältnismäßig „junger“ Blog – aber alten Spielehasen – freuen wir uns nach unserer eigenen, langjährigen Abstinenz ganz besonders auf die Spiel ´22! Und das nicht nur, um unseren persönlichen Favoriten von der Board Game Box, Feuerland, Abacus Spiele & Co. einen Besuch abzustatten, sondern auch für das große Rahmenprogramm.

So findet am Freitag, dem 07.10.22, der Educator´s Day statt. Er richtet sich an Pädagogen:innen, Lehrende und andere Interessierte.

Samstag, der 08.10.22 ist der Research Day, an dem Boardgame Historian in den Saal Panorama einlädt, um über die Themen „Geschichte in Brettspielen“, „Brettspielsammlungen“, „Repräsentation in Brettspielen“ und „Potentiale einer Brettspielforschung für Branche“ zu diskutieren. Klingt spannend, oder?

Nach der Messe werden wir natürlich über unsere spannendsten Entdeckungen und größten Schnäppchen berichten!

Bei 950 Ausstellern aus 56 Nationen und 1500 Neuheiten nicht ganz einfach – aber wir geben uns Mühe, versprochen!

Wenn ihr die Messe ebenfalls besuchen möchtet, dann findet ihr alle Informationen auf: https://www.spiel-messe.com/de/

Wir sehen uns!

Der Speer des Schicksals

Ein Outdoor-Escape-Game
Nach dem MyCityHunt zieht es uns ein weiteres Mal nach draußen, um auf eine Outdoor-Escape-Game-Mission zu gehen.

Bei „Der Speer des Schicksals“ von escape city box gibt es Hinweise darauf, dass sich der legendäre Speer in unserer Stadt befinden könnte. Als Ermittler-Team begeben wir uns auf Spurensuche. Wir sind hierzu mit der passenden App und dem Spielmaterial ausgestattet, das anfangs jedoch noch in vier verschlossenen Umschlägen versteckt ist. Per App navigieren wir uns von Ort zu Ort, um dort dann unterschiedliche Rätsel zu lösen, bei denen tatsächlich sogar die Stadt mit eingebunden wird. Nicht viel – aber immerhin! Stimmungsvolle Videos unterstützen die Schatzjagd bis zum Grande Finale (den Abspann bis ganz zum Ende anschauen!)
Der Schwierigkeitsgrad ist moderat und sollte für die meisten Gelegenheitsspieler machbar sein. Zur Not gibt es jederzeit die Möglichkeit, auf Tipps zurückzugreifen.

In der Summe konnte uns „Der Speer des Schicksals“ mehr begeistern als der „MyCityHunt“.
Auch wenn die Storyline an manchen Stellen etwas große Sprünge macht: „Der Speer des Schicksals“ hat deutlich weniger Screentime, tolles Spielmaterial, abwechslungsreiche Rätsel, eine einfache, unkomplizierte App und lässt gut in die Geschichte eintauchen.

Zwei Dinge gibt es jedoch zu kritisieren. Ein echtes Ärgernis sind die zahlreichen Übersetzungs und Rechtschreibfehler in der App und den Videos.
Wenn etwa in Aschaffenburg auf das Kino Bielefeld oder einen Platz in Madrid hingewiesen wird oder sogar Lösungshinweise uneindeutig sind 
(Venona oder Verona?), ist das ärgerlich. Hier sollten die Entwickler unbedingt nachbessern! Insbesondere weil die Box – und das ist der zweite Kritikpunkt – mit knapp 60 Euro (nur einmal spielbar!) ganz ordentlich zu Buche schlägt!

Ideal ist die Box für 3 bis 4 Spieler. Für mehr Personen wird es eng vor dem Display.
Wir haben zu dritt insgesamt knapp drei Stunden benötigt und dabei etwa drei Kilometer Strecke gemacht.

Plus

  • Guter Multimedia-Mix
  • Gute Story
  • Stadteinbindung

Minus

  • Übersetzungs- und Rechtschreibfehler

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee ToGo

Keine. Ihr müsst ja aufpassen!

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

Agenten

Spieldauer

Alter

escapecitybox

1 – 4

ca. 3 Stunden

ab 12

Die wandelnden Türme

Ein spannendes Familienspiel, das ein Wettrennen mit Memo-Elementen verknüpft.
Die Zauberschüler des Rabenlandes stehen vor ihrer letzten Prüfung: Sie müssen gemeinsam die legendäre Rabenburg erreichen.
Doch der Weg dorthin ist nicht ganz einfach – denn zuvor gilt es, die wandelnden Türme zu überwinden...

In diesem Familienspiel der beiden Autoren-Legenden Wolfgang Kramer und Michael Kiesling (die ja bereits 1999 in Torres gemeinsam Türme gestapelt haben), müssen die SpielerInnen eine Gruppe kleiner Zauberlehrlinge (mit gefüllten Zaubertränken) auf einem Rundkurs zum Ziel – der Rabenburg – bewegen.
Es gewinnt, wer zuerst alle Zaubertränke aufgefüllt und seine Zauberer in die Rabenburg gebracht hat.

Jedem Mitspielenden stehen drei Bewegungskarten zur Verfügung, von denen zwei ausgespielt werden können, um entweder einen (Teil) der wandelnden Türme oder einen seiner kleinen Zauberer zu bewegen.

Bewegt man einen Turm auf einen anderen, so wird dieser nicht nur größer, sondern es können damit auch Zauberer gefangen werden, die erst weitergezogen werden können, wenn der darüber liegende Turmteil erneut bewegt wird. Als Belohnung für das gefangen nehmen, darf der Spieler einen seiner Zaubertränke füllen.

Diese Zaubertränke kann man für nützliche Zaubersprüche verwenden, die es ermöglichen, die Bewegung von Figuren oder Türmen zu beeinflussen.


„Die wandelnden Türme“ begeistert zuerst mit seinem zehn Türme umfassenden, imposanten Spielaufbau und den großartigen Illustrationen von Michael Menzel, kann aber auch auf spielerischer Ebene überzeugen.
Durch das Verschwinden der eigenen Figuren in den Türmen, muss man sich gut merken, wo die eigenen Zauberer gerade stehen, denn die Türme sind permanent in Bewegung.
Diese Mixtur aus Bewegungs- und Merkspiel macht Spaß und wird ziemlich sicher noch oft auf dem Tisch landen!

Der Schwierigkeitsgrad der einfachen Grundregeln kann mit bereits enthaltenem Zusatzmaterial (zusätzliche Zaubersprüche für die gefüllten Tränke) noch angezogen werden. Außerdem lässt sich „Die wandelnden Türme“  auch in Teams oder mit komplexeren Zaubersprüchen – online gibt es auch Regeln für eine Solospiel-Variante

Plus

  • Hochwertiges Material
  • Schwierigkeitsgrad skalierbar

Minus

  • Nicht genug Figuren vorhanden (um in jeder SpielerInnenanzahl freie Wahl zu haben)

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Zaubertrank (aber nicht zu viel!)

Tower – „Tower“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacusspiele

2-6

30 Minuten

ab 10

Aetherya

Kannst du dem Land Aetherya Frieden bringen?
Nicht alles im Land Aetherya verläuft friedlich. Alte Fehden und Feindschaften zwischen Goblins und Menschen oder Zwergen und Elfen drohen aufzubrechen.
Als neue/r HerrscherIn des Königreiches gilt es dafür zu sorgen, dass die alten Völker von Aetherya wieder in Frieden und Harmonie miteinander leben können. Doch mit diesem Ziel bist du nicht allein…


Jeder Mitspielende erhält 16 Karten, die in einem 4x4-Quadrat ausgelegt werden. Die inneren vier Karten werden aufgedeckt, der Rest bleibt als unerforschtes Land verdeckt liegen.
Reihum kann nun eine unerforschte Karte aufgedeckt oder eine neu gezogene an einer passenden Stelle ausgetauscht werden.
Hinter den Karten verbirgt sich entweder eines der aetheryanischen Völker oder eine bestimmte Landschaft (Wald, Berge, Sumpf,…).
Je nachdem, wie die Karten nebeneinander platziert werden, erhält man als SpielerIn am Ende gewinnbringende Punkte. So leben Zwerge gerne neben Bergen, jedoch nicht neben Elfen. Menschen lieben die Ebenen, aber keinen Sumpf. Und die Goblins mag eigentlich niemand so recht.
Drachen und Portale bringen zusätzliche Möglichkeiten oder Schwierigkeiten in das eigene Land – je nachdem wo sie liegen und wie sie genutzt werden.
Dazu gilt es immer, die Legendenkarten (Auftragskarten mit speziellen Zielen) im Auge zu behalten, denn auch diese geben die gewinnbringenden Harmoniepunkte.

Wem es am Ende gelingt, die Karten am geschicktesten zu platzieren (und damit am meisten Harmoniepunkte zu sammeln), der wird neue/r HerrscherIn von „Aetherya“.

„Aetherya“ von Francois Bachelart ist ein kartenbasiertes Puzzle-Game, das auf seine Grundregeln reduziert als Familienspiel für Zwischendurch durchaus in Ordnung geht.
Die kurze Spieldauer und die schönen Illustrationen lassen etwas darüber hinwegsehen, dass die Spielwelt wenig kreativ und sehr stereotypisch geworden ist (Menschen, Elben, Zwerge, Goblins, Drachen – das kennt man halt wirklich schon zu genüge).
In der Spielvariante mit zusätzlichen Ausrüstungs- und Heldenkarten kommen deutlich mehr Interaktion und Komplexität in das Spiel – für erfahrenere Spieler ein Muss!

Auf der Homepage kann man sich zudem noch die Spielregeln für einen zusätzlichen Konfrontations- und Invasionsmodus herunterladen.

Auch wenn „Aetherya“ sich nicht als Dauerbrenner im Spieleschrank einzunisten vermag, so kann das Spiel in der richtigen Runde durchaus Spaß machen!

Plus

  • Solo- und Team-Regeln enthalten
  • Zusätzliche Szenarien und Regeln online erhältlich
  • Schwierigkeitsgrad sehr gut anpassbar und dadurch in verschiedensten Altersgruppen und Spielrunden spielbar

Minus

  • Spielwelt wenig einfallsreich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Zitronenlimonade

Aetheria – „アヱセリア“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Huch!

1 – 4

20 Minuten

ab 10

Day & Night







Ein kompetitives Kartenspiel mit Licht und Schatten.

Alle Mitspielenden erhalten jeweils sieben Handkarten (in vier verschiedenen Farben mit Punktewerten von 1 bis 13) und spielen parallel eine davon verdeckt aus.
Anschließend werden die Karten umgedreht. Zeigt eine Karte einen Zeitwechsel, wird die Tageszeit von Tag auf Nacht (oder andersherum) verändert.

Dieser Ablauf wird dann ein zweites Mal wiederholt, so dass am Ende der kleinen Runde pro Spielendem zwei Karten ausliegen.

Nun wird die Runde ausgewertet. Bei Tag gewinnen die Karten mit den (zusammengezählt) höchsten Zahlenwerten. Ist es Nacht, gewinnen die Karten mit den niedrigsten Zahlenwerten. Alle, die auf die richtige Farbe gesetzt haben erhalten anschließend Punkte.
Es gilt also nach der ersten Auslegephase seine Gegner richtig einzuschätzen um am Ende nicht leer auszugehen, was für ein spaßiges kritisches beäugen in der Runde sorgt.

„Day & Night“ macht als kompetitives Kartenspiel eigentlich nicht viel falsch, kann aber trotzdem nicht vollends überzeugen. Dies liegt zum einen an den schlichten, schwierig auseinanderzuhaltenden Motiven, wie auch am Fakt, dass das Spiel einen Markt umkämpft, der schon von vielen echten Krachern besetzt ist. Wer also zu seinen Favoriten etwas Abwechslung auf den Tisch bringen möchte, der kann dies mit einer Runde „Day & Night“ tun.

Plus

  • Schnell spielbar, einfache Regeln

Minus

  • Die „Farben“ sind schwer auseinanderzuhalten

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser & Cola

Spock´s Beard – „Day for Night“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 4.5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Piatnik

3 – 5

20 Minuten

ab 8

Bloggen auf WordPress.com.

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