MitspielerInnen: The Hop Meeple





Bretthart: Wir sind Matt, Jokey, Lena, Markus und „Tim“ Michael von https://bretthart.blog/. Wer bist du?

Wir sind Sarah und Phil von @the_hop_meeple bayrische Brettspielnerds aus der schönen Hallertau. Neben dem Brettspiel sind kochen (beide), Mountainbike (Phil) und Nähen (Sarah) unsere großen Leidenschaften.

Welche Spielfarbe wählt ihr?

Sarah spielt Rot, ich spiel Schwarz oder alternativ Grün.

Tauschst ihr zweimal Lehm gegen ein Getreide?

Wir tauschen eher Massenprodukte in Handelswaren um. Um Unser Ziel Metacol Rex einzunehmen näher zu kommen.

Was macht euren Blog besonders? Warum sollten alle Spielbegeisterten mal bei euch vorbeischauen?

Unser Instagram Kanal @the_hop_meeple ist für uns die Tür zu anderen Brettspielinteressierten (von Gelegenheitsspieler bis zu Dauerspieler). Wir treten hier gerne mit jedem in Kontakt und haben viel Spaß daran all die Spiele die wir spielen und unsere Gedanken dazu mit der Community zu teilen. 
Schreibt uns gerne an und über ein Follow freuen wir uns sehr!

In welchem Spiel würdet ihr gerne wohnen?

Tun wir schon! Wir wohnen bereits in der Hallertau! Wir könnten uns aber vorstellen auch in die Tavernen im Tiefenthal oder nach Everdell zu ziehen. 

Welche Spielfigur würdet ihr gerne mal treffen? Und warum?

Odin! Um an diesem pompösen Fest teilnehmen zu können. 

In welches Spiel würdet ihr euren Erzfeind schicken?

Da gäbe es einige Möglichkeiten. Nemesis, Abomination (The Heir of Frankenstein), Escape the Dark Castle oder fast jedem Zombicides. Oder noch schlimmer: Monopoly! 😅

Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?

Tavernen im Tiefenthal und on Mars, das wäre was feines! Lohausen‘s unverkennbare Zeichnungen mit der Schwere und tiefe von Vital Lacerda‘s Spiele. 

Wir beim https://bretthart.blog/ sind begeisterte Metal-Fans. Welche Musik begeistert dich?

Alles - aber am liebsten thematisch passend. Wir sind aber sehr froh dass es kein Schlager Thema im Brettspiel gibt. 

Welche Band oder welche(r) Musiker(in) muss unbedingt ein eigenes Spiel veröffentlichen?

Iron Maiden, die hatten sogar mal ein PC Spiel. Eddie geht immer! 

Welches Spiel hättet ihr gerne erfunden?

Crokinole. Hätten auch nichts daran verändert, wir hätten es nur versucht bekannter zu machen. Es ist einfach DAS Spiel für uns. 

Was sind eure All-Time-Top-5 Spiele?

Crokinole, Everdell, Grand Austria Hotel, Wasserkraft, Die Alchemisten

Vielen Dank für eure Antworten! Wer wissen möchte, wie wir selbst antworten, der schaut einfach hier: https://bretthart.blog/2021/12/30/redakteur-vorstellung/

Similo

In Similo geht es darum, als Rate-Team eine ganz bestimmte Figur unter zwölf ausliegenden Karten zu finden. Nur ein:e Spieler:in der Runde weiß, welche Figur gesucht wird. Dieser zieht in jeder Runde eine neue Karte und gibt seinen Mitspielenden den Hinweis, ob die gesuchte Karte Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zur neu gezogenen aufweist.

Die Mitspielenden versuchen anhand dieser Tipps nach und nach Karten auszuschließen, bis hoffentlich nur noch die gesuchte Figur übrig bleibt.
Da die größte Stärke von Similo die ultrastarken, detaillierten Zeichnungen von Illustrator Xavier Durin “Naiiade” sind (und völlig zu Recht 2021 für den Spielgrafikpreis Graf Ludo nominiert wurden), fällt es nicht schwer, Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zu finden. Kopfbedeckungen, Schmuck, getragene Gegenstände und und und – es gibt dutzende Möglichkeiten für den Tippgeber, so dass der Ratespaß längere Zeit Spaß macht, als die grundlegend einfache Spielidee vermuten lässt.

Außerdem lassen sich die Kartensets (Bisher erhältlich sind die Themen: Märchen, Geschichte, Mythen, Tiere, Wilde Tiere und Halloween) beliebig untereinander kombinieren. So lassen sich wirklich witzige Verbindungen herstellen. Versucht doch einmal eine bestimmte Märchenfigur anhand von Gemeinsamkeiten oder Unterschieden zu wilden Tieren zu finden! Ratespaß ist garantiert!

Kleiner Tipp: Beim Kauf im Heidelbär-Webshop erhaltet ihr auch einige zusätzliche Promo-Karten! 

Plus

  • Herausragende Artworks
  • unzählige Kombinationsmöglichkeiten mit den anderen Themen der Serie

Minus

  • Assoziationen fallen nicht jedem leicht

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Multivitamin-Schorle

Crossover a la Faith No More

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Horrible Guild / Heidelbär Games

2-unbegrenzt

10 Minuten

ab 7

Rock´n´Play: My Sleeping Karma

Viele kennen „Seppi“ als Gitarrist der Band My Sleeping Karma. Nicht alle wissen jedoch, dass der Musiker auch seit Jahren begeisterter Spieler ist.
Klar, dass Seppi dann auch unsere erste Interview-Wahl war, als es darum ging, unsere neue Rubrik „Bretthart“ mit dem Musik-Bereich zu verknüpfen.
Bretthart: Seppi, welche Spiele landen denn derzeit bei euch am häufigsten auf dem Tisch und machen dir und deiner Familie aktuell am meisten Spaß?

Seppi: Wir/ich sind schon seit längerem im „Siedler von Catan“ Fieber und haben da auch eine Sammelleidenschaft entwickelt. Da probieren wir alles zu bekommen, was es so gibt. Und das Catan Universum ist recht groß. Und immer wenn wir da was Neues haben wird es auch gleich angespielt. Das kann mitunter auch ganz schön teuer werden. Also würde ich sagen, dass Spiele rund um Catan im Moment am häufigsten auf den Tisch kommen.

Wie wurde denn deine Begeisterung für Brettspiele geweckt?

Ich habe als Kind mit meiner Mutter und meinen Geschwistern schon gerne Brettspiel-Klassiker wie z.B. Monopoly, Snake and Ladders, Kartenspiele, Halma und Mensch ärgere dich nicht und auch Schach gespielt. Und als dann ´89 „HeroQuest“ auf den Markt kam, wurde die Thematik erst richtig interessant. Das war ja auch in der Zeit, als Musik in meinem Leben immer wichtiger wurde und da passte die Musik auch zu einer weiteren Leidenschaft.

Bevorzugst du bestimmte Arten von Brettspielen oder bestimmte Themen?

Ich bin offen für alle Arten und Themen bei Brettspielen. Da darf man sich wie bei der Musik und beim Essen nicht verschließen. Erst die Vielfalt bereichert das Leben. Es sollte aber schon ansprechend sein.

Was denkst du – siehst du eine große Schnittmenge zwischen Metal/Musik-Fans und Spiele-Fans?

Man könnte es meinen, aber sicher bin ich mir nicht. Man trifft immer mal Leute beim Spielen die auch große Musikfans sind. Die tragen das ja gerne mit Shirt zur Schau . Aber eben auch welche, denen man es nicht gleich so ansieht oder die gar keine Interesse an Musik haben und nur dem Spielen verfallen sind. Deswegen ist das schwer zu sagen. Aber ich denke, viele jüngere Menschen die Metal Musik hören, spielen auch gerne bestimmte Arten Brettspiele.

Gibt es auch Spiele, die dich (aus verschiedensten Gründen) so richtig genervt haben?

So richtig genervt bin ich von Spielen nicht. Aber wenn man auf Würfelglück basierende Sachen spielt und es einfach nicht läuft dann kann die Stimmung schon mal kippen. Bei „Catan“ ist das des Öfteren der Fall und bei „Imperial Assault“ scheine ich auch keine gute Aura zu den Würfeln zu haben.

Bist du denn ein guter Verlierer – oder fliegen die Figuren vom Tisch, wenn es nicht gut läuft?

Es kommt vor, dass die Stimmung von der Vorfreude beim Spiel zu einer leicht gereizten kippt, wenn es nicht so läuft wie man möchte. Dann will man eigentlich so schnell wie möglich das Ding hinter sich bringen. Aber Figuren sind noch keine geflogen. Wobei mein großer Sohn schon mal auf den Tisch haut und ihn dann auf nimmer wieder sehen verlässt wenn es gar nicht so läuft. Aber im Großen und Ganzen haben wir uns da im Griff.

Welche Spiele sind denn deine/eure All-Time-Favourites?

Also ich bin nach wie vor der „Catan“ Serie mit all seinen Erweiterungen verfallen. Dazu kommt noch Tribun, HeroQuest mit Erweiterungen, Colt Express, und gelegentlich Imperial Assault. Erklären kann ich es nicht wirklich, es sind einfach Spiele die mir vom Spielprinzip und/oder der Optik gut gefallen. Meine drei Jungs sind wirklich alle große Dungeon Crawler Fans. Die mögen solche Sachen wie Dark Souls, Descent usw., sind aber auch offen für leichtere Kost. Wobei mein großer Sohn ja mittlerweile ja eigentlich viel tiefer in der Rollenspiel-Welt vertieft ist. Wir haben einen ziemlich großen Spieleschrank und sogar einen extra für Catan. Also bei uns wird fast täglich gespielt.

Vielen Dank für den Einblick!
www.mysleepingkarma.de

Das Geheimnis von Holborn Hall




Das Erbe der verstorbenen Hollywood-Ikone Violet Hayward wirft Fragen auf. Warum wurde ausgerechnet der unbekannten Emma Hart der gesamte Besitz vermacht?

Wir Spieler:innen schlüpfen in die Rolle der überraschten Erbin, die sich auf Spurensuche in Haywards Anwesen – der luxuriösen Holborn Hall – macht. Wird sie das Geheimnis um das rätselhafte Testament lösen können?

„Das Geheimnis von Holborn Hall“ besticht bereits von außen durch die edle Aufmachung in der wertigen Papp-Box und hinterlässt auch im Inneren ein Mehrfaches „wow!“: Zum Thema passende Spieleabend-Einladungskarten für Freunde, hochwertiges Spielmaterial (oft in doppelter Ausführung, zum besseren gemeinsamen rätseln) und tolle Artworks lassen die Story rund um Violet Hayward schnell lebhaft werden.
Bei der gemeinsamen Erkundung hat man wirklich das Gefühl, durch die vielen Räume des Anwesens zu gehen und in den privaten Hinterlassenschaften der verstorbenen Schauspielerin zu wühlen.
Die Rätsel sind moderat schwierig und somit für Familien und Genre-Neulinge sehr gut geeignet. Erfahrenen Escape-Game-Spieler:innen dürften die Rätsel nichts völlig unbekanntes mehr und daher schneller zu lösen sein. Doch selbst der größte Crack sollte von der hervorragenden Story-Einbettung, der tollen Optik und Haptik des Inhalts begeistert sein.

Bis auf die Tatsache, dass das vorletzte Rätsel der Reihenfolge obsolet ist (da ja zu diesem Zeitpunkt nur noch ein einziger Umschlag als Lösung übrig bleibt; Hier wäre ein zusätzlicher „Blindumschlag“ als falsche Fährte gut), kann „Das Geheimnis von Holborn Hall“ mühelos mit den etablierten Serien von Kosmos („EXIT – Das Spiel“) & Co. mithalten – und überbietet diese stellenweise sogar!
Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf „The Grand Hotel“ – das zweite Escape-Abenteuer aus der moses.-Reihe! (Der Bericht folgt in Kürze).


Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Hervorragendes Storytelling
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Obsoletes vorletztes Rätsel

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Der Cocktail „Green Hope“

Opeth – „Hertitage“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

Erbanwärter

Spieldauer

Alter

moses. Verlag

1 – X

je nach Erfahrung 75 Minuten bis 150 Minuten

ab 12

DKT Smart





Schon kurios: Da ist DKT (kurz für „ Das kaufmännische Talent“) in Österreich eines der erfolgreichsten Spiele aller Zeiten – und ich höre heute zum ersten Mal überhaupt von dessen Existenz (und bin damit sicher nicht der einzige…)

DKT basiert wie Monopoly auf "The Landlord’s Game" und teilt sich dementsprechend zu 95% die Struktur und das Gameplay mit dem allbekannten Klassiker. Wer also Monopoly kennt, der weiß auch, was ihn bei DKT erwartet: Es geht ums kaufen, bauen und abkassieren. In DKT gewinnt am Ende jedoch der Spieler, der zuerst seine zum Spielbeginn erhaltenen Schuldscheine beglichen hat.
Im Detail verstecken sich noch einige weitere Unterschiede zum weltweit bekannten Bruder. So verändern Mietmarker das Preisgeschehen, ein VIP-Status bringt geldwerten Vorteil, beim Makler erhält man günstige Angebote,... von einer Kopie zu sprechen wäre also ungerecht.

Die jüngste Variante von DKT hört auf den Namen „Smart“ (daneben gibt es auch noch DKT Original, DKT Alpen, DKT Weltreise, DKT Europa, DKT Junior und DKT Das kriminelle Talent) und wurde eine digitale Komponente - die sehr gelungene DKT-App - erweitert.
Diese fungiert im Spiel als deutlich mehr als nur Beiwerk – sie wird mittig auf dem Spielbrett platziert und ist voll ins Spielgeschehen involviert. Sei es durch Minispiele im Casino, durch Zufallsereignisse, bei Grundstückversteigerungen oder ganz einfach als Scanner für die Grundstückskarten. Der Mehrwert ist also wirklich gegeben und dürfte die Augen von technik-affinen Spielern leuchten lassen. 
Doch so schön die App auch in das Spiel eingebunden sein mag – sie macht kein anderes Spiel aus DKT. Das bedeutet, wer zuvor schon nichts mit dem Monopoly-Spielprinzip anfangen kann, der wird auch mit diesem Hybrid nichts anfangen können.

Plus

  • App ist gut ins Spielgeschehen involviert

Minus

  • Handy laden nicht vergessen!

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Almdudler

Artas – „Wiener Blut“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 1 von 10.

Bewertung: 3.5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Piatnik

1 – 4

ca. 90 Minuten

ab 8

Mozzaroller





Als Inhaber der neu eröffneten Pizzeria „Angelo“ könnt ihr euch vor Aufträgen kaum retten. Nur noch schnell eben die Bestellten Pizzen mit den Wunsch-Zutaten der Kunden belegen – und ab geht’s!

Wer an der Reihe ist, würfelt acht Zutaten-Würfel, die er dann auf eine der acht ausliegenden Bestellungen verteilen darf. Ist eine Pizza fertig belegt, dürfen auch die angrenzenden belegt werden.
Man darf hierzu so oft würfeln, solange sich zumindest eine Zutat verwenden lässt. Geht das nicht, erhält man neben unzufriedenen Kunden beim nächsten Mal auch weniger Würfel.

Wer am Ende die meisten Pizzen (bzw. Zutaten) ausgeliefert hat, gewinnt das Spiel. Doch gut aufgepasst! Es gibt Bonuspunkte für Bestellungen mit Chili oder Knoblauch. Und wem es gelungen ist, eine bestimmte Kundengruppe am häufigsten zu bedienen, der avanciert gar zum Lieblings-Italiener und erhöht seine Chancen auf den Sieg noch mehr...

Piatniks „Mozaroller“ ist ein kleines, schnelles Würfelspiel mit vermeintlich taktischen Möglichkeiten, an dessen Ende aber doch das Würfelglück über den Sieg entscheidet.
Etwas mehr Abwechslung in den Spielrunden (vielleicht durch individuelle Aufträge oder Zielsetzungen) könnten hier noch etwas mehr Pep auf die Pizza bringen.
So taugt das Spiel zumindest als flotter Zeitvertreib für Zwischendurch.

Plus

  • Einfache Regeln
  • Solo-Modus möglich

Minus

  • fehlende Komplexität

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Chianti

Rhapsody of Fire

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Verlag

Pizzabäcker

Spieldauer

Alter

Piatnik

1 – 4

ca. 20 Minuten

ab 6

Mystery House





Im gut gefüllten, aber längst noch nicht übersättigten Escape-Game-Bereich sind kreative Herangehensweisen gefragter denn je.
Wie auch das zuletzt von uns getestete „Break In“ kann auch „Mystery House“ mitz einer guten Idee begeistern (die 2020 mit dem Toy Award ausgezeichnet wurde). So werden in der Spieleschachtel des Basis-Spiels eine ganze Menge kleiner Tafeln mittels Koordinaten mehrschichtig angeordnet, so dass diese von außen mehr oder weniger Einblicke zulassen.
Mit Hilfe der dazugehörigen App und den Blicken der Spieler:innen wird das aufgebaute Szenario dann dreidimensional nach Hinweisen, Rätseln und Indizien untersucht.
Die Stimmung und Atmosphäre kommen jederzeit hervorragend rüber - auch wenn es bei mehr als vier Spielern schon ziemlich eng rund um die Schachtel wird.
Falls es mal stockt, liefert die App in der Regel nützliche Informationen.
Auch wenn wir bei unserem Erstspiel mehrfach unabsichtlich die logische Reihenfolge der Rätsel übersprungen haben und dadurch in kleine „Sackgassen“ geraten sind, die den Spielfluss etwas unterbrochen haben, macht das „Mystery House“ wirklich Spaß!
In der Grundbox sind zwei Geschichten („Familienportrait“ und „Der Herr des Labyrinths“) enthalten. Dazu gibt es bereits zwei Erweiterungen („Zurück nach Tombstone“, „Das verlassene Raumschiff“ – beide werden wir noch für euch testen!). Für genug Spielstoff ist also gesorgt...

Plus

  • Keine zerstörten Spielmaterialien
  • Gut erweiterbar!

Minus

  • Gute Lichtverhältnisse (und/oder Taschenlanpen) nötig!

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Je nach Szenario… Aber Gin Tonic geht immer!

King Diamond passt sehr gut

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Verlag

SeuchenbekämpferInnen

Spieldauer

Alter

Schmidt Spiele

1-4

60 Minuten

ab 10

Tar Aram





In Ägypten wurde eine uralte, lange vergessene Pyramide entdeckt, die die Aufmerksamkeit vieler Forschungsteams auf sich lenkt. Welche Schätze die Archäologen wohl in der Grabkammer erwarten werden?
Doch der Weg dorthin ist nicht ganz einfach. Nicht nur die Konkurrenz behindert einen beim tieferen Eintauchen in den Pyramidenkomplex – auch sind viele Wege durch riesige Stein-Skarabäen versperrt. Und was war das? Hat sich dort gerade ein solcher bewegt?

Wir Spieler schlüpfen in die Rolle eines dieser Forschungsteams und erhalten hierfür zwei Spielfiguren, die auf dem (variablen) Spielfeld am Eingang zur Pyramide platziert werden. Wer zuerst beide Figuren bis ins Ziel (die Grabkammer) gebracht hat, gewinnt.

In jeden Spielzug kann man wahlweise versuchen, einen seiner eigenen Forscher zu bewegen (durch ablegen einer von drei Handkarten), einen gegnerischen Forscher zu behindern (durch Ablage von drei Handkarten mit gleichem Hieroglyphen-Symbol) oder einen Code zu knacken.
Diesen, aus ägyptischen Zeichen bestehenden Code, legt jeder Spieler vor dem Spiel für seinen Nachbarn fest. Im klassischen Mastermind-Stil können dann im Spiel ein Symbol und die richtige Position erraten werden. Bei Erfolg können dann u.A. die überall auf dem Spielfeld liegenden Skarabäen verschoben werden, um mit seinen Figuren schneller ans Ziel zu gelangen – Idealerweise direkt dorthin, wo es die anderen Forscher blockiert. Doof nur, dass natürlich alle die gleichen Pläne haben... das Wettrennen beginnt!

So weit, so gut. Die Kombination aus Wettlauf, Glücks- und Rätsel-Elementen ist durchaus gelungen – auch wenn die Autoren dabei kein echtes Neuland betreten.
Tar´Aram macht für einige Runden Spaß, doch um auf Dauer zu fesseln, fehlen dem Spiel Elemente, die über das einfache Grundprinzip hinausgehen.
Denn egal wie weit man die variablen Spielfelder ergänzt und kombiniert – am Ende bleibt die Spielmechanik immer gleich. In unseren Partien hat zumeist der Spieler gewonnen, der am meisten Glück beim Kartenziehen hatte oder derjenige, der mit der Taktik „Vollgas voraus“ so schnell wie möglich nach vorne gezogen ist. Ist das einmal klar, verliert Tar´Aram schnell seinen Reiz.

Was mir jedoch am meisten fehlt, ist ein Element, das mich als Spieler in die Thematik des Spiels zieht. Denn auch wenn die (zum Teil mit witzigen Ester-Eggs versehenen) Artworks schön gemacht sind, geschieht im Spielverlauf eigentlich nichts, was das Abenteuer einer Pyramidenerkundung in den Köpfen greifbar macht.

Es hätte keinen Einfluss auf das Spielgeschehen, wenn man die Artworks durch eine Rennbahn, ein Asteroidenfeld oder einen Waldweg tauschen würde. Schade – denn das Thema gibt doch eigentlich viel mehr her…


Plus

  • Gute Ausstattung
  • Spieldauer und Spielfeld variabel

Minus

  • Taktische Möglichkeiten eingeschränkt

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Honigtee

Nile oder Maat

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Spieltrieb

2 – 6

20-90 Minuten

ab 8

Concerto






Willkommen im Konzertsaal! Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Aufführung von Beethovens Neunter!

Dem Dirigent stehen die Schweißperlen auf der Stirn. Gleichwohl den Musikern des Orchesters. Der Taktstock bewegt sich und die Musik beginnt… 

Als Spieler schlüpft man in die Rolle eines Stardirigenten, dessen Ziel es ist, verschieden schwierige Stücke aufzuführen und damit die Gunst des Publikums (Punkte) zu sammeln. Wer zuerst eine bestimmte Menge an Punkten hat, gewinnt das Spiel.

Hierzu muss man zuerst ein Ensemble an Musikern/Instrumenten (dargestellt durch kleine Karten) zusammenstellen, die man vor sich auslegt.
Zusammen mit jedem Instrument bekommt man ein kleines Holztäfelchen, auf dem eine Bewegung aufgezeichnet ist, die man mit dem Taktstock vollführen muss. Diese muss man sich gut merken, denn das Täfelchen wird anschließend in Blickrichtung der Mitspieler aufgestellt.

In der Tischmitte liegen drei verschiedene Musikstücken aus, auf denen die Instrumente abgebildet sind, die man für das Stück benötigt. Hat man die entsprechenden Karten vor sich im Ensemble, kann man dieses Stück aufführen.
Hierzu muss man nun in der definierten Reihenfolge mit dem Taktstock alle Bewegungen ausführen, die den eigenen Karten zugeordnet sind.
Die Mitspieler können die korrekte Aufführung kontrollieren. Gelingt alles fehlerfrei, darf man die Punkte der Aufführung (und den verdienten Applaus!) einfahren – geht die Show in die Hose, verliert man nicht nur die erhofften Punkte, sondern muss sich auch noch von den Musikern verabschieden, die falsch gespielt haben (die Armen! Können doch nix dafür!).

Mit verschiedenen Sonderkarten kann man sich zudem Vorteile (oder den Konkurrenten Nachteile) verschaffen und mit den optionalen Dirigentenkarten zusätzliche Schwierigkeiten (z.B. umgekehrte Reihenfolgen etc.) in die Aufführungen einbauen.

Das Tableau für die Punkte ist etwas klein geraten und beim Artwork ist noch Luft nach oben – dafür ist aber die Ausstattung top.
Der größte Kritikpunkt ist aber, dass die Spielmechanik nicht gut ausbalanciert ist. Es lohnt sich zumeist nicht, sich an ein schwieriges Stück zu wagen, weil es viel einfacher ist, stattdessen mehrere kleine aufzuführen.

Dennoch ist Concerto eine unterhaltsame Mischung aus Karten- und Memory-Spiel die umgehend Lust macht, sich klassischer Musik anzuhören!

Plus

  • Gute Ausstattung
  • Kreative Spielkombination

Minus

  • Unausgewogene Spielmechanik

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Sekt

Klassik natürlich!

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Skellig Games

2 – 4

20-45 Minuten

ab 8

Zombie Teenz Evolution





Geschafft!

Der kunterbunten Kinderbande aus „Zombie Kidz Evolution“ ist es gelungen, die Zombies aus dem Schulgelände zu vertreiben. Doch nun ist ein neues Problem aufgetreten: Die untoten Horden haben einen Weg durch die Kanalisation gefunden und bedrohen nun die ganze Stadt!
Nun liegt es an vier neuen HeldInnen, die Zutaten für das Gegenmittel zu sammeln, um die Zombies wieder in normale Menschen zu verwandeln.

Wie schon beim Vorgänger ist das Grundprinzip von „Zombie Teenz Evolution“ denkbar einfach: würfeln, Aktion, Aktion, fertig.
Und dennoch ist das Spiel schon von Anfang an spannend. Geht man lieber einen Schritt in Richtung der Zutat oder vertreibt man die Zombie-Politesse, die gerade aus dem Gullydeckel klettert? Wirft man seinem Teenie-Freund die Zutat zu oder schneidet man der flott vorwärts marschierenden Zombie-Oma den Weg ab, bevor diese die Burger-Bar erreicht? Nicht immer ist es leicht, die richtige Entscheidung zu treffen – aber genau das macht das Spiel auch so spannend.
Es wird zwar nacheinander gewürfelt – doch immer kann gemeinsam überlegt werden, welche Aktion wohl am sinnvollsten wäre. Für Interaktion ist also permanent gesorgt, denn man gewinnt oder verliert gemeinsam!
Es kann bis zum Ende alles perfekt laufen und dann innerhalb weniger Züge in die falsche Richtung kippen – oder ein eine aussichtslose Spielsituation doch noch im Sieg für die Teenz enden.

In klassischer Legacy-Spielweise kommen mit jeder Partie weitere Regeln, Ergänzungen und Gimmicks (ich will hier gar nicht zu viel verraten) zum Spiel hinzu, die den Spielern (oder auch den Zombies!) helfen können. Die Entwickler haben sich hier wirklich coole Sachen einfallen lassen, die dem bunten Comic-Style des Spiels mit viel Witz, Charme und Augenzwinkern aufgreifen.

Durch seine einfache, aber immer spannende Spielidee und den für alle Altersklassen motivierenden Evolution/Legacy-Effekt steht „Zombie Teenz Evolution“ zu Recht auf der Liste zur Wahl des Spiel des Jahres 2021 und wird auch bei uns im Haus immer wieder gern gespielt.

Das Spiel ist ab 8 Jahren empfohlen, mutige 6-jährige könnten hier (mit den Grundregeln) aber auch schon ihren Spaß haben.

Plus

  • Kompatibel mit „Zombie Kidz“
  • Tolle Diversität der Spielfiguren
  • Große Spielmotivation durch den Belohnungseffekt

Minus

  • Für jüngere Spieler zunehmend schwieriger (Schwierigkeitsgrad aber anpassbar)

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Bloody Mary oder einen Zombie für die Erwachsenen, Tomatensaft mit einem Spritzer Zirone für die Kidz & Teenz

Callejon – „Zombieactionhauptquartier“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Asmodee / Scorpion Masque

2 – 4

20 Minuten

ab 6

Bloggen auf WordPress.com.

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