MitspielerInnen: Escape Maniac


Es wird mal wieder Zeit für eines unserer beliebten MitspielerInnen-Interviews! Wir fühlen uns sehr geehrt, dass niemand Geringeres als die Escape-Room-Koryphäe Sebastian sich die Zeit genommen hat, unsere Fragen zu beantworten!


Zuerstmal: Ich bin „Tim“ Michael vom Bretthart.blog aus Klingenberg. Wer bist du und woher kommst du?

Ich bin Sebastian, Gründer von Escape-Maniac.com und Co-Host des Escape Maniac Podcasts. Gemeinsam mit meiner Frau Maria und unserem Freund Malte berichten wir seit mehr als 10 Jahren über Escape Rooms, Rätselspiele und immersive Erlebnisse. Zuhause bin ich in Berlin.

Während wir unsere Escape-Room-Liste erst ganz langsam aufbauen, ist deine Homepage "Escape-Maniac.com" DIE Anlaufstelle für Escape Room-Fans. Wie ist deine Leidenschaft dafür entstanden?

Unser erstes Escape-Room-Erlebnis hatten wir 2014 bei The Room in Berlin. Gespielt haben wir “Beast of Berlin”. Ehrlich gesagt wusste ich vorher gar nicht so genau, was mich erwartet. Ich hatte mit ein paar Rätseln in einem abgeschlossenen Raum gerechnet.

Dann kam alles anders. Plötzlich öffnete sich eine verborgene Tür und standen auf einmal in einem völlig neuen Raum. Diese typischen “Das gibt’s doch nicht!”-Momente, die jeder Escape-Room-Spieler von seinem ersten Erlebnis kennt, haben mich sofort verzaubert. Auf einmal war ich Teil einer Geschichte und nicht mehr nur Zuschauer. Diese Mischung aus Rätseln, Teamwork und dem Gefühl, für eine Stunde komplett in eine andere Welt einzutauchen, hat mich sofort gepackt.

Von da an wollten wir immer mehr Räume spielen und erleben, wie unterschiedlich dieses Hobby sein kann. Daraus wurde erst eine Leidenschaft, dann ein Blog und schließlich mit Escape-Maniac.com und unserem Podcast ein großer Teil meiner Freizeit. Auch heute, nach mehreren hundert gespielten Räumen, freue ich mich immer noch über diese kleinen magischen Momente, wenn sich ein Bücherregal dreht, ein geheimer Durchgang erscheint oder ein Raum etwas schafft, womit man einfach nicht gerechnet hat.

Das kann ich sehr gut nachvollziehen! So ging es mir auch. Welches Räume sollte man in Deutschland definitiv gesehen/gespielt haben?

Da gibt es mittlerweile einige. Wenn ich eine kleine Auswahl treffen müsste, wären das “Die Legende des herzlosen Piraten” und “Metropolis 2099” von Dream Labs in Bad Steben, “Der Spielzeugmacher” von BigBreak oder die Ernie Hudson Räume von Skurrilum in Hamburg, “Der König der Träume” von Miraculum in Berlin sowie “Brandon Darkmoor” von The Room Berlin. Wer es besonders gruselig mag der sollte natürlich auch bei Horror Stories Wuppertal vorbei schauen und sich in den „Dark Forest“ begeben. Alle stehen für unterschiedliche Stärken, zeigen aber sehr gut, wie kreativ und hochwertig die deutsche Szene inzwischen geworden ist.

"Der Spielzeugmacher" hat uns ebenfalls völlig abgeholt! Welcher Raum hat dich am meisten geprägt/beeindruckt?

Das sind tatsächlich zwei verschiedene Antworten. Richtig weggelassen hatte mich wahrscheinlich “The Dome” von Mama Bazooka in den Niederlanden. Das war mein erster 10/10-Raum und der Moment, in dem ich gemerkt habe, welches Potenzial dieses Hobby eigentlich hat.

Wenn ich heute einen Raum nennen müsste, der mich am meisten beeindruckt hat, wäre es aber “Die Legende des herzlosen Piraten” von Dream Labs in Bad Steben. Der Raum verbindet eine unterhaltsame Geschichte mit fantastischer Kulisse, tollen Charakteren und einer Atmosphäre, die mich komplett abgeholt hat. Das war einer dieser seltenen Momente, in denen man vergisst, dass man eigentlich in einem Escape Room steht.

Was ist dir in einem Escape Room wichtiger: Atmosphäre & Immersion oder Raum- und Rätselqualität?

Atmosphäre und Immersion. Gute Rätsel sind wichtig, aber sie sollten die Geschichte unterstützen. Ich erinnere mich Jahre später selten an einzelne Rätsel. Ich erinnere mich an Momente, Emotionen, Charaktere und Szenen. Wenn ein Raum das schafft, hat er bei mir schon sehr viel richtig gemacht.

Womit kann dich ein Raum auf die Palme treiben?

Wenn Rätsel völlig losgelöst vom Thema wirken oder man einfach nur von Schloss zu Schloss geschickt wird. Noch schlimmer wird es, wenn die Geschichte behauptet, man sei ein Archäologe, Detektiv oder Pirat, man sich aber die ganze Zeit wie ein Teilnehmer eines Rätselhefts fühlt.

Das kann ich nachvollziehen. Davon gibt es leider auch einige. In welchen Raum würdest du deinen Erzfeind schicken?

Ganz ehrlich? Das ist schwieriger als gedacht. Selbst wenn ich mir einen besonders fiesen Raum aussuchen würde, hätte mein Erzfeind wahrscheinlich trotzdem jede Menge Spaß. Dafür sind gute Escape Rooms einfach zu unterhaltsam. Ich gönne jedem ein tolles Spielerlebnis, sogar meinem Erzfeind.

Wenn du einen Raum nach deinen eigenen Wünschen gestalten dürftest - wie würde dieser aussehen?

Ich würde ein klassisches Abenteuer im Stil von Indiana Jones und Die Goonies bauen. Keine Weltrettung, sondern eine Schatzsuche mit einer kleinen Gruppe von Freunden. Der Weg führt durch einen vergessenen Tempel, alte Katakomben und unterirdische Höhlen. Man trifft einzigartige Charaktere, klettert, entdeckt geheime Durchgänge, setzt uralte Mechanismen in Bewegung und hat immer das Gefühl, wirklich Neuland zu betreten.

Die Rätsel würden sich aus der Umgebung ergeben und niemals wie aufgesetzte Denkaufgaben wirken. Im Mittelpunkt stünden das gemeinsame Entdecken und das Gefühl, Teil eines großen Abenteuers zu sein. Und natürlich dürfte am Ende ein Moment nicht fehlen, bei dem sich plötzlich eine riesige verborgene Schatzkammer öffnet und man einfach nur staunend dasteht. Genau dieses kindliche Gefühl von Entdecken und Abenteuer ist für mich das, was Escape Rooms am besten können.

Du spielst auch gerne Escape-Games Brettspiele - Welche kannst du unseren Lesern empfehlen?

Bei den klassischen Reihen gehören die Unlock!-Spiele für mich weiterhin zur Spitze, weil sie immer wieder mit kreativen Mechaniken überraschen. Wer es etwas kniffliger mag, ist bei den Exit-Spielen von Kosmos bestens aufgehoben. Für Familien finde ich die Unlock! Kids-Reihe besonders gelungen.

Mein persönlicher Geheimtipp ist aber “The Light in the Mist”. Das Spiel erzählt seine Geschichte über ein wunderschön gestaltetes Tarot-Deck und verbindet außergewöhnlich kreative Rätsel mit einer emotionalen, erwachsenen Handlung. Es fühlt sich eher wie eine interaktive Geschichte als ein klassisches Escape-Spiel an. Voraussetzung ist allerdings, dass man mit englischen Begriffen keine Berührungsängste hat, da die Rätsellösungen trotz deutscher Ausgabe auf Englisch sind.

Wir sind begeisterte Metal-Fans, die auch das regionale Webzine www.Metal-Aschaffenburg.de betreiben. Welche Musik begeistert dich?

Mein Musikgeschmack ist tatsächlich etwas ambivalent. Auf der einen Seite höre ich unglaublich gerne Film- und Musical-Soundtracks. Hans Zimmer und John Williams gehören zu meinen Dauerbegleitern, weil ihre Musik genau wie ein guter Escape Room Geschichten erzählt und Emotionen transportiert.

Auf der anderen Seite darf es aber auch deutlich gitarrenlastiger werden. Rockbands wie Snow Patrol oder auch Linkin Park laufen bei mir immer wieder. Aber auch schnulzigen Musical-Melodien bin ich nicht abgeneigt.

Meine einzige kurze Metal-Phase liegt schon eine ganze Weile zurück. Anfang der 2000er habe ich als Jugendlicher Blind Guardian für mich entdeckt und die Alben “Imaginations from the Other Side” sowie später “A Night at the Opera” mit dem epischen “And Then There Was Silence” rauf und runter gehört. Das war zwar eher ein kurzer Abstecher in die Metal-Welt, aber diese Songs sind mir bis heute im Gedächtnis geblieben.

Vielen Dank für deine Zeit! Wir sehen uns ganz bestimmt mal irgendwo!

Spur des Geldes

Ein immersives Krimi-/Detektiv-Spiel

Wenn es um neue, kreative Ansätze für Escape- oder Krimi-Spiele geht, dann ist der moses. Verlag immer vorne mit dabei. Neben beständigen Reihen wie „QuizScape“ oder die kleinen Knobel-Escape-Spiele haben uns auch „Flucht aus der Finsternis“ oder das „Grand Hotel“ schon ziemlich gut gefallen.

In „Spur des Geldes“ treten die Mitspielenden als Ermittler auf den Tagesplan, die den Mordfall des anfangs noch unbekannten Opfers aufzuklären. Klingt im ersten Moment recht unspektakulär? Doch der einzige Anhaltspunkt für die Ermittlungen ist der Geldbeutel des Opfers…

Im für das Spiel nötige Online-Ermittlungsportal können Ergebnisse eingesehen, Fragen beantwortet und Beweise gesichert werden.

Das wühlen durch Kontoauszüge, eMail-Konten, Messenger-Nachrichten etc. erweckt einen hohen Realitätsgrad und lässt tief in die trickreiche und mit Twists durchsetzte Story eintauchen, was das Spielerlebnis sehr intensiv und immersiv macht.

Stück für Stück ergibt sich dann aus den vielen Puzzle-Teilen ein Gesamtbild, das am Ende den Täter überführen lässt – vorausgesetzt, es werden die richtigen Schlüsse gezogen…

Fans von Krimi- und Detektiv-Spielen kommen mit „Spur des Geldes“ demnach voll auf ihre Kosten! Das coole Material, die kreative Idee und der erfrischende Ansatz machen das kompakte Spiel zu einem echten Highlight.

Einziger Wermutstropfen: Das Online-Ermittlungsportal hat bei uns einige Male gezickt.

Plus

  • immersives Spielgefühl

Minus

  • Internetverbindung nötig

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Cola

Kontrust – „Police“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

Zeitreise-Agenten

Spieldauer

Alter

moses. Verlag

1 – X

ca. 90 Minuten

ab 14

QUIZscape – Rätsle dich durch die Zeit

Der dritte Teil des einsteigerfreundlichen Quiz-/Escape-Games

Aller guten Dinge sind drei!

So auch bei QUIZscape. Die Story um die Time Patrol, deren Zeitmaschine und Störungen in der Zeitlinie ist beim dritten Abenteuer zwar schon ziemlich ausgelutscht (und nach wie vor frech beim grandiosen „T.I.M.E. Stories“ abgeschaut) – doch darüber lässt sich hinwegsehen weil Autor Arno Steinweder (u.A. auch „Smart 10“, „Die magischen Schlüssel“) erneut drei hervorragend unverbrauchte Themen für das Quiz-/Escape-Kombinationsspiel ausgesucht.

Das erste Abenteuer führt die Spieler ins viktorianische London in die Zeit von Sherlock Holmes. Anschließend geht es zu Kleopatra nach Ägypten und im Finale auf die Spuren von Leonardo da Vinci.

Auch in „Rätsle dich durch die Zeit“ gibt es den bewährten Mix aus Quiz-Fragen, Escape-Rätseln und die kreative wie tolle Einbindung der Spieleschachtel für Einsteiger- und GelegenheitsspielerInnen.

Die knapp 30 € für rund drei Mal 60 bis 90 Minuten Spielzeit sind also gut investiert wenn man eine nicht allzu schwere Kost für einen gemeinsamen Quiz-Spieleabend sucht.

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Gute Themenwahl
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Zu leicht für routinierte Spieler

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Absinth, ägyptische Milch und italienischer Rotwein

Star One – „Revel In Time“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

Zeitreise-Agenten

Spieldauer

Alter

moses. Verlag

1 – X

ca. 3x 45-60Minuten

ab 10

QUIZscape – Die Zeitreise Agentur

Der zweite Teil des einsteigerfreundlichen Quiz-/Escape-Games

Unter dem Banner QUIZscape sind bisher drei Teile erschienen. Über „Der goldene Buchstabe“ haben wir bereits berichtet: https://bretthart.blog/2022/05/15/quizscape-der-goldene-buchstabe/ – jetzt sind wir endlich auch dazu gekommen, die anderen beiden Teile des besonderen „Escape“-Games zu spielen!


In „Die Zeitreise-Agentur“ verschlägt es die Mitspielenden in die Zeit von Jules Verne, den Azteken und schließlich in die goldenen 20er.

Abermals ist die Themenauswahl begeisternd frisch und unverbraucht und eine der größten Stärken von QUIZscape.

Wie der Name bereits suggeriert, ist QUIZscape kein typisches Escape-Game, sondern kombiniert auf den enthaltenen Missions- und Nachrichtenkarten klassische Rätsel (bei denen die Spieleschachtel oft sehr cool und kreativ eingebunden wird) mit einer ganzen Menge Quiz-Fragen, die sich mit dem jeweiligen Thema des dreigeteilten Abenteuers beschäftigen. Im Vergleich zu vielen anderen Escape-Games gibt es daher zwar entsprechend mehr Text zu lesen, um die Fragen zu beantworten – ist dadurch aber gleichzeitig auch für alle diejenigen spannend, die sich nicht mit super-komplexen Rätseln den Kopf zerbrechen wollen.

Die Balance ist gut, der Schwierigkeitsgrad mittel bis gering und die Spieldauer der drei Teile mit jeweils 45 bis 60 Minuten auch gut auf mehrere Abende verteilbar.
So richtet sich „QUIZscape – Die Zeitreise-Agentur“ vor allem an Einsteiger- und GelegenheitsspielerInnen.

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Gute Themenwahl
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Zu leicht für routinierte Spieler

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Italienischer Rotwein, Ayahuasca und einen Martini

Star One – „Revel In Time“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

Zeitreise-Agenten

Spieldauer

Alter

moses. Verlag

1 – X

ca. 3x 45-60Minuten

ab 10

Ehrlich Brothers – Escape The House Of Magic

Ein magisches Escape-Game für Fans der Magier und Escape-Einsteiger
Wir wurden Backstage im House Of Magic der Ehrlich Brothers eingeschlossen. Der einzige Ausweg ist deren magische Treppe...

Das Spiel ist in sechs Kapitel unterteilt, in denen jeweils vier Rätsel gelöst werden müssen. Nach einer kurzen Einführung – inklusive eines kleinen Videos der Magier selbst – beginnt das Abenteuer. Für jedes gelöste Rätsel darf sich die Spielfigur auf der Treppe bewegen. Anschließend werden bestimmte Stufen „verbrannt“ (entfernt), sodass sich der Weg stetig verändert. Ziel ist es, nach allen vier Rätseln eines Kapitels auf der letzten verbliebenen Stufe zu stehen – eine charmante Idee, die Spannung und spielerischen Nervenkitzel kombiniert.
Die Rätsel selbst sind abwechslungsreich gestaltet: Eine Mischung aus optischen Täuschungen, Logikaufgaben und magischen Denkspielen sorgt für kurzweilige Unterhaltung. Allerdings richtet sich der Schwierigkeitsgrad eher an Einsteiger oder Familien – erfahrene Escape-Game-Spieler werden hier nicht mal ansatzwesie ins Schwitzen geraten.

Der große Karton mit dem imposanten Treppenaufbau sorgt zunächst für beeindruckte Gesichter, doch genau betrachtet besteht „Escape The House Of Magic“ nur aus „nur“ 24 Rätseln. Dennoch passt dieser inszenatorische Effekt wunderbar zum Stil der Ehrlich Brothers: viel Show, eine Prise Magie und ein Hauch Illusion.
Unterm Strich ist Escape The House Of Magic kein besonders forderndes Rätselspiel, sondern ein charmant gestaltetes Familien-Event mit Unterhaltungswert. Für Fans der Ehrlich Brothers ist es ein nett gemachtes Sammlerstück, und auch als Spiel für den weihnachtlichen Familientisch geht „Escape The House Of Magic“ in Ordnung.

Plus

  • Mehrfach Spielbar

Minus

  • Etwas „aufgeblasen“

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Zaubertrank

Ehlrich Brothers – „Flash – The Magic Album“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Ravensburger

1-X

6x ca. 20 Minuten

ab 8

Decktective – Spuren Im Sand

Ein neuer Fall des kooperativen Krimi-Kartenspiels

Eine archäologische Ausgrabungsstätte wurde überfallen und Grabräuber haben die wertvollen Artefakte gestohlen. Zu allem Unglück wird auch noch eine Leiche im Sand gefunden. Wer sind die Diebe und wie ist das Opfer gestorben?
Die Ermittler haben viel Arbeit vor sich!

„Spuren Im Sand“ folgt dem bekannten Spielprinzip der Decktective-Reihe: Zuerst wird der Tatort ird mit den ersten Karten aufgebaut, der Rest liegt als Stapel bereit. Reihum werden dann Karten mit Hinweisen und Informationen verteilt. Anschließend muss reihum jeder für sich selbst entscheiden, ob die eigene Handkarte offen ausgelegt und vorgelesen wird (sofern möglich), oder ob die Karte verdeckt und geheim ins Archiv wandert.
Stück für Stück erschließt sich so der Fall und es gilt am Ende aus allen vorhandenen Informationen, Indizien und Spekulationen die richtigen Schlüsse zu ziehen um alle abschließenden Fragen zu beantworten.

Wie auch bei den anderen Teilen der Reihe, macht „Decktective – Spuren Im Sand“ am meisten Spaß mit mehreren Personen.
Denn gerade die Diskussionen, Vermutungen und Theorien, die gemeinsam aufgestellt werden, machen das kleine Kartenspiel zum Ereignis am Tisch.

Die Storyline ist abermals gut geschrieben und lässt schnell in das Geschehen eintauchen.

In der Decktective-Reihe sind neben „Decktective – Spuren Im Sand“ bis jetzt erschienen:

- Albtraum im Spiegel
- Der letzte Wille
- Das gespenstische Gemälde
- Blutrote Rosen
- Findet Sherlock Holmes
- Den Tod kann man nicht betrügen

Plus

  • Auch Solo spielbar

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

Nile – „In Their Darkened Shrines“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacusspiele

1-6

ca. 60 Minuten

ab 12

Deckscape – Tokio Blackout

Ein neuer Teil der Escape-Game-Reihe im Taschenformat
Nach dem kreativ-verrückten „Deckscape – Im Wunderland" führt uns "Tokio Blackout" in die japanische Hauptstadt. Dort nehmen wir die Rolle der Leitung des Black Teams, einer internationalen Spezialorganisation, die sich der Sicherheit auf der ganzen Welt widmet und nun plötzlich einer drohenden Gefahr in Tokio widmen muss - denn ein Blackout hat die Stadt lahmgelegt.

Die Autoren Martino Chiacchiera & Silvano Sorrentino haben sich wieder einige ganze Reihe an Aufgaben und Denkspielen für den inzwischen 11. (!) Teil der Reihe ausgedacht und mit dem beiliegenden Poster einige neue, kreative Ideen hinzugefügt.
Dennoch sind die Rätsel von "Tokio Blackout" (bis auf ein paar Ausnahmen) überraschend einfach ausgefallen, weswegen sich das im Comic-Style illustrierte Spiel eher für Anfänger eignet - vorausgesetzt, man kann mit dem Thema etwas anfangen.

In dieser Reihe sind bis jetzt erschienen:

- Crew vs Crew
- Das Geheimnis von Eldorado
- Das Schicksal von London
- Der Fluch der Sphinx
- Der Test
- Draculas Schloss
- Flucht aus Alcatraz
- Hinter dem Vorhang
- Im Wunderland
- Raub in Venedig
- Tokio Blackout

Plus

  • Direkter Spieleinstieg mit selbsterklärenden Spielregeln

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Yuzu-Sake

Gojira – „Fortitude“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacusspiele

1-X

ca. 60 Minuten

ab 10

Verborgen im Museum

Escape-Game in handlichem Reiseformat
Hinweise in den Briefen einer Bekannten deuten darauf hin, dass sich in einem Museum ein längst verloren geglaubter Schatz verbirgt. Die Ausstellungsstücke im Museum sollen auf den Ort hinweisen. Können die Mitspielenden die Rätsel lösen und den Schatz finden, bevor er in die falschen Hände gerät"Verborgen im Museum" ist ein kompaktes, kartenbasiertes Escape-Spiel aus dem Moses-Verlag, in dessen Reihe bereits „Mysterium im Kloster“, „Das Geheimnis von San Marco“, „Der rätselhafte Zauberwald“, „Seefahrt ins Ungewisse“ und „Die verlassene Bibliothek“ erschienen sind.

Der Ausflug ins Museum ist unser erster Kontakt mit der Reihe und hinterlässt einen ganz guten Eindruck!
Das Knobel-Abenteuer besticht durch seine clevere Mischung aus Rätselfreude und thematischer Einbettung, die durch die kleinen Briefe klasse vermittelt wird. Die Rätsel sind gut durchdacht und fordern heraus, ohne zu frustrieren (bis auf – in unserem Fall - eine Ausnahme).
Mit einem Preis von knapp 13 € bietet „Verborgen im Museum“ ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis für einen spannenden Rätselspaß. Dank wenig Platzbedarf ist es auch perfekt für unterwegs geeignet!

Plus

  • Tolle Idee mit dem Transparentpapier

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee

ELP – „Pictures Of An Exhibition“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Moses Verlag

1-X

75 Minuten

ab 10

Puzzle X Crime

Hervorragender Mix aus Krimispiel und Puzzle
Den Versuch, Escape- oder Krimispiele mit Puzzles zu verknüpfen, gab es bereits häufig – mit sehr unterschiedlichem Ergebnis. Teils hat uns die Kombination nur sehr wenig überzeugt – teils richtig umgehauen. Die „Puzzle X Crime“-Reihe von Ravensburger gehört auf jeden Fall zu den wirklich guten Vertretern dieser Art.

In der Reihe sind bisher vier Teile erschienen: Zwei Kinderpuzzles („Die geraubte Zeit“, „Das verlorene Feuer“) mit je 264 Teilen und zwei Puzzles für Erwachsene („Der geschenkte Mord“, „Ein mörderischer Geburtstag“) mit je 408 Teilen.

Das Prinzip ist bei allen Teilen das gleiche. Zuerst muss das Puzzle vollständig aufgebaut werden, um einen Überblick über die Szenerie zu erhalten. Anschließend gilt es ganz im Sinne von echten Ermittlern den zuvor gepuzzelten Tatort zu untersuchen. Verdächtige Teile löst man mittels eines kleinen Saugnapfes aus dem Puzzle heraus und prüft, ob es zur auf der Rückseite gedruckten Zahl eine entsprechende Karte oder einen Umschlag mit neuen Hinweisen, Indizien oder Gegenständen gibt, die einen der Lösung des Falles näher bringen. Stück für Stück verfestigt man so seine Theorie, die sich dann mit dem finalen Umschlag überprüfen lässt.

Der Mix aus Krimispiel und Puzzle ist in der Die „Puzzle X Crime“-Reihe hervorragend gelungen. Die Storys werden vom Spielmaterial gut transportiert und lassen schnell ins Geschehen eintauchen. So macht das Spaß! Der kleine Saugnapf funktioniert zwar nicht immer gut, aber die Teile lassen sich zur Not ja auch mit den Fingern herauslösen.
Spielmaterial wird dabei nicht zerstört, so dass „Puzzle X Crime“ jederzeit erneut gespielt werden kann.

Plus

  • Zerstörungsfrei
  • Hervorragender Mix aus Krimispiel und Puzzle

Minus

  • Saugnapf funktioniert nicht so gut

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Englischer Tee

Biffy Clyro – „Puzzle“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Ravensburger

1-X

ca. 60 Minuten

ab 8

Flucht aus der Finsternis

Könnt ihr dem Fluch entkommen? Ein Grusel-Escape-Spiel
Als ErmittlerInnen werden wir in ein abgelegenes Dorf gerufen. Dort verschwinden immer wieder Menschen. Ob dies etwas mit dem unheimlichen Schloss zu tun hat? 

„Flucht aus der Finsternis“ ist ein Escape-Spiel mit düsterem Grusel-Setting, das vom ersten Moment an eine spannende, mitreißende Storyline (mit kurzen, knappen Texten) entwickelt und in 2x90 Minuten eine grandiose Mischung aus Rätseln und Abenteuer-/Entdeckungsspiel ausbreitet.
Die Rätsel sind extrem abwechslungsreich, perfekt in die Story eingebettet und vom Schwierigkeitsgrad perfekt ausbalanciert!
Das Spielmaterial ist, wie bei den Moses-Escape-Spielen üblich, sehr gut und bietet nicht nur einige echte Überraschungen, sondern auch unerwartete Einsatzzwecke.
Mit den passenden Vorlagen lässt sich das Spiel auch ohne Beschädigungen spielen – was beim tollen Spielerlebnis sonst auch echt schade wäre.

Denn „Flucht aus der Finsternis“ ist vermutlich das stimmigste und beste Escape-Spiel, das ich bis jetzt auf dem Tisch hatte!
Eine echte Empfehlung für Escape-Fans!

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Starkes Storytelling
  • Immersive Story

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Blut (orangensaft)

The Vision Bleak – „Capathia“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Moses Verlag

1-X

2×90 Minuten

ab 12

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