QUIZscape – Rätsle dich durch die Zeit

Der dritte Teil des einsteigerfreundlichen Quiz-/Escape-Games

Aller guten Dinge sind drei!

So auch bei QUIZscape. Die Story um die Time Patrol, deren Zeitmaschine und Störungen in der Zeitlinie ist beim dritten Abenteuer zwar schon ziemlich ausgelutscht (und nach wie vor frech beim grandiosen „T.I.M.E. Stories“ abgeschaut) – doch darüber lässt sich hinwegsehen weil Autor Arno Steinweder (u.A. auch „Smart 10“, „Die magischen Schlüssel“) erneut drei hervorragend unverbrauchte Themen für das Quiz-/Escape-Kombinationsspiel ausgesucht.

Das erste Abenteuer führt die Spieler ins viktorianische London in die Zeit von Sherlock Holmes. Anschließend geht es zu Kleopatra nach Ägypten und im Finale auf die Spuren von Leonardo da Vinci.

Auch in „Rätsle dich durch die Zeit“ gibt es den bewährten Mix aus Quiz-Fragen, Escape-Rätseln und die kreative wie tolle Einbindung der Spieleschachtel für Einsteiger- und GelegenheitsspielerInnen.

Die knapp 30 € für rund drei Mal 60 bis 90 Minuten Spielzeit sind also gut investiert wenn man eine nicht allzu schwere Kost für einen gemeinsamen Quiz-Spieleabend sucht.

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Gute Themenwahl
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Zu leicht für routinierte Spieler

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Absinth, ägyptische Milch und italienischer Rotwein

Star One – „Revel In Time“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

Zeitreise-Agenten

Spieldauer

Alter

moses. Verlag

1 – X

ca. 3x 45-60Minuten

ab 10

QUIZscape – Die Zeitreise Agentur

Der zweite Teil des einsteigerfreundlichen Quiz-/Escape-Games

Unter dem Banner QUIZscape sind bisher drei Teile erschienen. Über „Der goldene Buchstabe“ haben wir bereits berichtet: https://bretthart.blog/2022/05/15/quizscape-der-goldene-buchstabe/ – jetzt sind wir endlich auch dazu gekommen, die anderen beiden Teile des besonderen „Escape“-Games zu spielen!


In „Die Zeitreise-Agentur“ verschlägt es die Mitspielenden in die Zeit von Jules Verne, den Azteken und schließlich in die goldenen 20er.

Abermals ist die Themenauswahl begeisternd frisch und unverbraucht und eine der größten Stärken von QUIZscape.

Wie der Name bereits suggeriert, ist QUIZscape kein typisches Escape-Game, sondern kombiniert auf den enthaltenen Missions- und Nachrichtenkarten klassische Rätsel (bei denen die Spieleschachtel oft sehr cool und kreativ eingebunden wird) mit einer ganzen Menge Quiz-Fragen, die sich mit dem jeweiligen Thema des dreigeteilten Abenteuers beschäftigen. Im Vergleich zu vielen anderen Escape-Games gibt es daher zwar entsprechend mehr Text zu lesen, um die Fragen zu beantworten – ist dadurch aber gleichzeitig auch für alle diejenigen spannend, die sich nicht mit super-komplexen Rätseln den Kopf zerbrechen wollen.

Die Balance ist gut, der Schwierigkeitsgrad mittel bis gering und die Spieldauer der drei Teile mit jeweils 45 bis 60 Minuten auch gut auf mehrere Abende verteilbar.
So richtet sich „QUIZscape – Die Zeitreise-Agentur“ vor allem an Einsteiger- und GelegenheitsspielerInnen.

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Gute Themenwahl
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Zu leicht für routinierte Spieler

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Italienischer Rotwein, Ayahuasca und einen Martini

Star One – „Revel In Time“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

Zeitreise-Agenten

Spieldauer

Alter

moses. Verlag

1 – X

ca. 3x 45-60Minuten

ab 10

Ultraviolett

Ultraviolett ist ein herrlich chaotisches Partyspiel, das sofort für Gelächter sorgt. Das zentrale Gimmick: Man zeichnet mit spezieller Tinte, die erst unter UV-Licht sichtbar wird. Während des Zeichnens hat man also keine Ahnung, was man eigentlich aufs Papier bringt. Allein das sorgt schon für großartige Ergebnisse.
Zu Beginn des Spiels werden vier Reihen mit Begriffen ausgelegt. Anschließend wird verdeckt ausgewürfelt, welcher Begriff aus jeder Reihe gezeichnet werden muss. Insgesamt also vier Begriffe. Diese kann man entweder einzeln darstellen oder zu einer zusammenhängenden Szene verbinden, was mit Bonuspunkten belohnt wird. So entstehen wunderbar absurde Kunstwerke wie zum Beispiel:
„Batman sucht die lange Schleimspur.“

Nachdem alle fertig sind, präsentieren die Spielenden nacheinander ihre Gemälde mithilfe der beiliegenden UV-Lampen. Die anderen versuchen dann zu erraten, welche vier Begriffe dargestellt wurden. Stimmen alle vier, gibt es sowohl für die zeichnende Person als auch für die Ratenden Punkte.
Das Spiel ist insgesamt extrem spaßig, sehr zugänglich und eignet sich perfekt als Absacker oder spontanes Highlight auf jeder Spiele-Runde. Regeln sind schnell erklärt, der Einstieg ist unkompliziert, und jede Runde liefert neue, unerwartete Momente.

Ein kleiner Kritikpunkt ist die etwas schwammige Regel, wann genau eine Zeichnung als „zusammenhängende Szene“ gilt. Das kann zu Diskussionen führen. Wir haben das für uns pragmatisch gelöst, indem wir immer zusammenhängend gezeichnet haben und dafür maximal einen Bonuspunkt vergeben haben.
Unterm Strich ist Ultraviolett ein kreatives, sehr lustiges Partyspiel, das man jederzeit auf den Tisch bringen kann und das fast garantiert für gute Stimmung sorgt. Herausgegeben wird es vom Kampfhummel Verlag, der hier ein wirklich originelles Spielerlebnis abliefert.

Das Spiel kommt standardmäßig als 4-Spieler:innen-Variante, kann aber mit Erweiterung bis zu 6. Gespielt werden. Weiterhin gibt es einen Zusatzpack mit neuen nicht jugendfreien Begriffen, die teilweise auch derben Humor fordern.

Plus

  • Leichter Einstieg
  • Kreatives Malspiel
  • Neue Idee
  • Verrückter Stil

Minus

  • Benötigt Spezialmaterial
  • Leichte Definitionsschwierigkeiten

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Gin Tonic (+ UV Licht)

Spiritbox – Ultraviolet

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Kampfhummel

2-4 (+2)

30-60 Minuten

ab 12

Der geheimnisvolle Brunnen

Ein stimmungsvolles Kinder- und Familienspiel mit gewohnt spannend-innovativem Spielmechanismus

Für ihre bevorstehende Prüfung müssen die Nachwuchs-Zauberer den geheimnisvollen Brunnen erkunden, der seit Jahrhunderten mitten im Wald steht. Doch in der Tiefe ist nichts zu erkennen. Plötzlich sind aber Farben zu sehen - und je länger sie hineinschauen, desto mehr offenbart der mystische Brunnen! Das müssen die verzauberten Wasserwichtel se

Wie immer ist das Spiel der „Drei Magier“ rund um einen außergewöhnlichen Mechanismus aufgebaut. Dieses Mal steht der magische Brunnen im Zentrum, der mit jedem Kurbeln mehr Sicht auf seinen Inhalt freigibt.
Eine zuvor verdeckt eingelegte Wichtelscheibe wird nach und nach nach oben geschoben, wodurch Stück für Stück Farben und Konturen erkennbar werden, während die Mitspielenden ihre Frösche auf die Seerosen setzen, um zu tippen, welcher Wichtel sich im Brunnen verbirgt. Das reizvolle Spannungsfeld entsteht aus der Entscheidung, ob man früh einen mutigen Tipp abgibt und im Erfolgsfall mit mehr Goldtalern belohnt wird oder lieber abwartet, bis das Bild klarer ist – dann aber mit geringerer Ausbeute leben muss. So verbindet das Spiel Beobachtungsgabe, ein wenig Deduktion und eine ordentliche Prise Risiko in einer Form, die schon Vorschulkinder verstehen, ohne Erwachsene komplett zu unterfordern.

„Der geheimnisvolle Brunnen“ von Drei Magier ist ein stimmungsvolles Kinder- und Familienspiel.
Der plastische Brunnen mit seinem drehbarem „Strudel“, die Seerosen mit Fröschen und die farbenfrohen Wichtelscheiben ergeben zusammen ein sehr attraktives Gesamtbild, das die typische Drei-Magier-Handschrift trägt und qualitativ deutlich über dem Durchschnitt klassischer Kinderspiele liegt – auch wenn „Der verzauberte Turm“ oder „Das magische Labyrinth“ im Gesamterlebnis die Nase noch weiter vorne haben. 

Plus

  • Kurze Spielzeit
  • Toller Spielmechanismus

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

(Brunnen) Wasser

Auri

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Drei Magier / Schmidt Spiele

2-4

20 Minuten

ab 5

Calupum – Im Banne des Wolfes

Ein taktisches Kinder- und Familienspiel mit Biss
„Calupum – Im Banne des Wolfes“ ist ein taktisches Familienspiel, in dem ihr eure Schafe vor hungrigen Wölfen schützt und dabei möglichst viele Punkte über clevere Positionierung und Aufträge sammelt.

„Calupum“ ist ein kleiner Wolf im Schafspelz. Die süßen Artworks von Sonja Müller wirken wie ein lebendig gewordenes Kinderbuch und täuschen ein buntes Kinderspiel an (und ja, im leichteren Winter-Spielmodus ist das Spiel ab 8 Jahren gut spielbar), entfaltet aber erstaunlich viel Biss, sobald die Wölfe um die Wiese kreisen, die ersten Lebenspunkte purzeln und die Hecken nach und nach vom Plan verschwinden...

Doch wie funktioniert „Calupum“?

Jeder Mitspielende platziert drei Schafe auf dem modularen 6x6 Felder großen Spielfeld und erhält 5 Karten. Jede Runde wird eine Karte davon ausgespielt, die die Bewegung eines der Schafe ermöglicht. Landet man dabei auf einem bereits belegten Feld, muss das andere Schaf auf ein angrenzendes Feld ausweichen. Anschließend bewegen sich die Wölfe (die zuvor in den Ecken platziert wurden) rundum auf den äußeren Feldern. Steht danach ein Schaf in der Sichtlinie der Wölfe, wird es gebissen und verliert einen seiner drei Lebenspunkte. Hecken schützen vor den Blicken der Wölfe, werden jedoch von Runde zu Runde weniger und machen aus dem zu Beginn ziemlich sicheren Weideland zusehends ein Wolfsbuffet.
​​
Auf der anspruchsvolleren Sommerseite kommen durch Hundekarten, weitere Spielfiguren und Aufgaben zusätzliche taktische Elemente ins Spiel, die „Calupum“ einen gehörigen Kniff verleihen.

Adrian Dinus (Northgard) „Calupum“ trifft genau die Mitte aus Familien- und Kinderspiel, setzt aber voraus, dass man konfrontative Spiele mag, denn egal ob Sommer oder Winter: Man kann schon ziemlich gemein zueinander sein. Auch das Thema "Wölfe beißen Schafe" ist nicht besonders gut geeignet für sensiblere Mitspielende!

Was bereits beim in die Hand nehmen der Packung klar ist: Das Spielmaterial ist absolutes Top Notch! Foliendruck auf der Außenseite, bedruckte Klapp-Inlays im Inneren, mehrere Stoffbeutel zum verstauen der ebenfalls bedruckten Holz-Figuren. Außerdem sind sowohl das Spielfeld als auch -elemente mit Magneten versehen, damit sie nicht verrutschen. Wow! Für den Preis von 45,- € ein gigantisches Preis-/Leistungsverhältnis!

Plus
– Unglaublich tolles Spielmaterial

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

The Vision Bleak – „The Wolves Go Hunt Their Prey“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

2-4

ca. 40 Minuten

ab 8 Jahren

Keksekästchen

Die knusprig-süße Neu-Umsetzung des beliebten All-Time-Klassikers als Roll & Write
Wer kennt es nicht? Käsekästchen!
„Keksekästchen“ ist eine moderne Umsetzung des beliebten Klassikers als Roll & Write.

Alle Mitspielenden starten mit einem Stift und einem Tableau, auf dem Zahlenchips von 2 bis 12 verteilt sind.
Dann spielen alle gleichzeitig. Es wird gewürfelt. Anschließend darf am passenden Chip einen (oder mehrere) Strich machen und falls gewünscht auch einen Chip an eine andere Stelle legen. So füllen sich Würfelwurf für Würfelwurf die Linien um die niedlichen Keks-Varianten. Hat man einen davon umrahmt, darf man ihn ankreuzen. Für mehrere Kekse der gleichen Sorte kann man einen seiner Chips „ausgeben“, um dafür Punkte zu erhalten. Wer eine bestimmte Punkteschwelle erreicht hat, gewinnt das Spiel.

„Keksekästchen“ ist einfach zu lernen und schnell zu spielen. Die zwei Schwierigkeitsgrade sorgen für zusätzlich Abwechslung.
Was etwas stört, ist die Unübersichtlichkeit, die durch die vielen Chips, Linien, Kreuze und unterschiedlichen Keksbilder entsteht. Gerade jüngere Mitspielende verlieren hier schnell den Überblick – und damit die Lust am Spiel.
Für unterwegs ist „Keksekästchen“ etwas zu groß (und verrutscht zu schhnell) – aber für eine kleine Partie zwischen Kaffee und Kuchen ist das Spiel allemal gut!

Plus

  • Zwei Spielmodi

Minus

  • Wird schnell unübersichtlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee

Cake – „Showroom of Compassion“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Ravensburger

2-5

25 Minuten

ab 8

Media Aetas

Ein spannendes Plättchenlege-Familienspiel mit einer gelungenen Balance aus Strategie und Spaß 
Als Herr (oder Baronin) eines mittelalterlichen Lehens gilt es zu entscheiden, in welche Richtung sich die Ländereien entwickeln sollen.
Soll die Landwirtschaft mit neuen Feldern oder Mühlen gestärkt werden, neue Kirchen gebaut oder der Palast erweitert werden? Es ist nicht einfach, die richtigen Entscheidungen zu treffen!

„Media Aetas“ läuft über drei mal vier Runden, in denen jeder Mitspielende ein Plättchen auswählt und anschließend in sein Lehen integriert. Je nach Art wird dann ein Effekt ausgelöst und Münzen eingenommen.
Nach jeweils vier Runden gibt es eine Zwischenwertung, in denen man zusätzlich Münzen verdienen kann. Der reichste Mitspielende gewinnt am Ende das Spiel.

Was sich so knapp beschrieben ziemlich langweilig anhört, entpuppt sich schnell als moderat strategisches Spiel mit kniffligen und spannenden Spielelementen.

Der erste Clou: Die Plättchen sind aufsteigend nach Qualität aufgereiht und werden der Reihe nach verteilt. Wer also das schlechteste Plättchen wählt, hat in der nächsten Runde die erste Wahl – und damit die Option auf das Beste! Eine permanente Gratwanderung aus Risiko und Belohnung ist also vorprogrammiert – und andauernde Interaktion ebenfalls.
Diese wird durch diverse Effekte noch verstärkt: Manche Plättchen können den Mitspielenden finanziell schaden, Strukturen zerstören oder schlichtweg deren Pläne durcheinanderbringen.

Unterm Strich ist „Media Aetas“ ein elegantes, zugängliches Familienspiel mit ganz leichtem Kennerspiel-Anstrich, dessen tolles Spielmaterial mich sehr an Oltree erinnert.

Plus

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kellerbier

Haggard – „And Thou Shall Trust The Seer“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

2-5

ca. 40 Minuten

ab 10 Jahren

Gloomies

Ein blumiges Strategie-Spiel mit Puzzle- und Deckbuilding-Elementen.
Lasst euch vom „kindlichen“ Artwork nicht täuschen!
Die Gloomies sind kleine Wesen aus einer anderen Galaxie, die bunte Blumen lieben.
Alle Mitspielenden schlüpfen in die Rolle solcher Gloomies, bauen schicken Blumen an und ernten diese dann.
Was sich wie ein gemächliches Kinderspiel anhört (und auch so aussieht), entpuppt sich als Puzzle- und Deckbuilding-Spiel mit ordentlich taktischem Tiefgang.
Es geht um Farben, Reihen, clevere Kombinationen und vor allem: gute Planung. Wer am Ende die meisten Punkte aus Sternenstaub, Aufträgen und Blumenernte holt, gewinnt.

Die erste Spielhälfte ist ein Farbenpuzzle: Wer wo welche Farbe legt, will gut überlegt sein. Die letzte Karte in einer Spalte bringt einen Bonus – und hier wird’s spannend. Kriege ich noch rechtzeitig den gelben Farbtropfen? Oder nehme ich lieber das Helferplättchen mit der Spezialfähigkeit?
Nach dem Anbauen folgt das Ernten – und plötzlich wird aus deinem bisher ausgespielten Kartendeck dein neues Deck. Was für ein cooler Twist! Damit sammelst du die Blumen ein und erfüllst Aufträge. Klingt simpel, ist aber ganz schön verkopft – im besten Sinne. Denn: Dein eigenes Deck „baust“ du dir in der ersten Hälfte selbst zusammen, und wie stark es ist, zeigt sich erst in Phase 2.

Gloomies sieht wirklich hübsch aus! Das doppellagige Spielfeld mit eingelassenen Blumenslots, dazu liebevoll gestaltete Karten und Holzteile – haptisch top.
Der Einstieg ist jedoch... naja. Die Anleitung ist nicht besonders elegant aufgebaut und nötigt Geduld ab – beim Aufbau wie beim Regelverständnis. Außerdem: Wer viel direkte Interaktion sucht, wird hier nicht glücklich. Es ist eher ein Nebeneinander als ein Miteinander – dafür mit ordentlich Grübelei.
Das „kindliche“ Artwork täuscht also wirklich! Bei Gloomies kommen eher Fans von cleveren Kombospielen, Puzzler mit Hang zu Strategie oder Familien mit Taktik-Vorliebe auf ihre Kosten.
Ein kleiner Bienenwolf im Hummelpelz!

Plus

  • Tolles Spuielmaterial
  • Taktisch vielschichtig

Minus

  • Holpriger Spieleinstieg

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Hibiskus-Schorle

Tribulation – „Where The Gloom Becomes Sound“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Ravensburger

2-4

45 Minuten

ab 12

Up Or Down?

Ein strategisches Kartenspiel, das (nicht) aus der Reihe tanzt

"Up Or Down?" ist ein leicht zugängliches, aber überraschend taktisches Kartenspiel . Ziel des Spiels ist es, eigene Kartenreihen entweder auf- oder absteigend zu bilden und dabei möglichst viele Karten einer Farbe in einer Reihe zu sammeln, um am Spielende die meisten Punkte zu erzielen.Zu Beginn erhält jeder Spieler drei Handkarten, in der Tischmitte liegen sechs offene Karten in geordneter Reihenfolge aus. Wer am Zug ist, legt eine Karte aus seiner Hand an den entsprechenden Platz in die Auslage. Danach nimmt man eine Karte aus der Auslage, die direkt neben der gerade gelegten Karte liegt, und fügt sie seiner eigenen Auslage hinzu, um damit Kartenreihen (auf- oder absteigend) zu bilden. Klingt einfach? Jetzt kommt der Kniff! Jeder Mitspielende hat maximal drei eigene Reihen vor sich liegen. In jeder Reihe darf man nur auf- oder nur absteigend anlegen – ein Wechsel ist nicht erlaubt. Falls keine passende Karte angelegt werden kann oder möchte, muss man eine seiner Reihen abwerfen und neu beginnen. Fies, denn man muss also gut überlegen, ob man an einer Reihe festhält oder ob es besser ist, neu zu starten.

Das Spiel endet, wenn keine Karten mehr nachgezogen werden können. Für die Wertung zählt in jeder Reihe die Anzahl der Karten der häufigsten Farbe, multipliziert mit der Gesamtzahl der Karten in dieser Reihe. Abgeworfene Karten geben zumindes einen Punkt pro Karte. So entstehen interessante Überlegungen, ob man lieber lange Reihen mit vielen Karten baut oder gezielt auf Farbkombinationen setzt.

"Up Or Down?" überzeugt durch seine einfache Regelstruktur, die einen schnellen Einstieg ermöglicht. Trotzdem bietet das Spiel durch die Auswahl der Karten und das geschickte Anlegen eine angenehme strategische Tiefe. Glück spielt durch die Kartenauslage zwar eine Rolle, aber vorausschauendes Planen und das Beobachten der Mitspieler werden belohnt. Besonders schön ist, dass das Spiel in jeder Besetzung gut funktioniert – auch zu zweit macht es viel Spaß und bleibt spannend.

Das Design der Karten ist etwas ungewöhnlich aber funktional, der Ablauf bleibt jederzeit übersichtlich.

"Up Or Down?" eignet sich perfekt für Familien, Gelegenheitsspieler und alle, die ein unkompliziertes, aber dennoch taktisches Spiel suchen. Wer abstrakte Kartenspiele mag, sollte "Up Or Down?" unbedingt ausprobieren!

Plus

  • Einfache Regeln
  • für bis zu 6 Spieler!

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

Sinawe – „Down And Up

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacusspiele

2-6

ca. 30 Minuten

ab 8

Camargue

Ein einfaches Plättchen-Legespiel mit schickem Design

Plus

  • Sehr einfache Regeln
  • für bis zu 6 Spieler!

Minus

  • geringe Spieltiefe

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Rotwein aus der Provence

Lazuli – „Tant que l’herbe est grasse“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacusspiele

2-6

ca. 45 Minuten

ab 8

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