„Crime Story – Munich“

Ein kooperatives Krimi-Kartenspiel
Es geht um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Einen Tag vor dem entscheidenden Spiel des SC Eintracht München werden mehrere Spieler der Mannschaft mit Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung in Krankenhaus eingeliefert.

Um herauszufinden, was hier wirklich passiert ist und wer hinter diesem möglichen Anschlag stecken könnte, werden wir als Ermittler auf den Fall angesetzt.
Da der Fall bis abends gelöst sein muss, gilt es keine Zeit zu verlieren und möglichst vielen Hinweisen nachzugehen...

Aus dem anfänglich großen Kartenstapel werden nach und nach Karten aufgedeckt, die zum einen die Story rund um den Fußballverein weiter voranbringen und zum anderen den Mitspielenden ermöglichen, verschiedenen (teils zeitlich begrenzten) Spuren nachzugehen. Doch jede Spur benötigt auch Zeit (die die Ermittler-Figur auf einer Zeitleiste nach vorne bewegt) und es gilt gut abzuwägen, welche davon verfolgt werden soll.

Das viel Interaktion erfordernde, gemeinsame Rätseln und Grübeln macht Spaß und bietet eine interessante Alternative zu den klassischen Escape-Kartenspielen, bei denen Rätsel und Denkspiele im Fokus stehen.
In die realitätsnahe Story kann man von Anfang an sehr gut eintauchen und die nacheinander gefundenen Hinweise treiben die Spekulationen und Vermutungen immer weiter voran. Die Menge an Informationen ist (bis auf einige, wenige Momente, in denen wirklich sehr viele mögliche Spuren verfolgbar waren) gut überschaubar und erfordert kein fotografisches Gedächtnis, um am Ball zu bleiben. So ist „Crime Story - Munich“ durchaus auch für aufgeweckte Kids (ab ca. 12 Jahren) spielbar.

In der Reihe der „Crime Story“ gibt es auch Fälle in Berlin, London, Wien und Stockholm – die wir bestimmt ebenfalls noch für euch testen werden!


Plus

  • Schnell spielbar, einfache Regeln
  • Holzfigur enthalten

Minus

  • Artwork etwas schlicht

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Münchener Helles

Mustasch – „Alle Männer“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

RätselfüchsInnen

Spieldauer

Alter

Noris Spiele

1 – X

90 Minuten

ab 12

QUIZscape – Der goldene Buchstabe

Ein einsteigerfreundliches Quiz-/Escape-Game 

„Der goldene Buchstabe“ ist bereits das zweite Spiel von Moses, das unter dem Banner „QUIZscape“ erscheint.
Die SpielerInnen werden als Angestellte einer Zeitreise-Agentur in drei Epochen der Geschichte geschickt, um eine Verdächtige Person zu jagen.
zuerst geht es ins mittelalterliche Mainz zu Johannes Gutenberg, anschließend ins Venedig des 18 Jahrhunderts – auf die Spuren von Casanova und zuletzt in die vereinigten Staaten von Amerika zu Zeiten der Mondlandung.
Auf allen drei Missionen gilt es sowohl klassische Escape-Rätsel zu lösen, als auch Quiz-Fragen zu beantworten.
Der Schwierigkeitsgrad ist einsteigerfreundlich gehalten und eher für Gelegenheitsspieler und Neulinge als für Experten gedacht – macht aber dank der vielseitigen Rätsel, der grandiosen und erfrischenden Themenauswahl und des hochwertigen Spielmaterials viel Spaß – selbst wenn die Story mit der Zeitreise-Agentur Time Patrol ein bisschen an die grandiosen T.I.M.E.-Stories erinnert…

„Der goldene Buchstabe“ reiht sich in die hochwertigen Veröffentlichungen von Moses ein und bietet – wie der Titel bereits verspricht – eine abwechslungsreiche Mixtur aus Quiz- und Escape-Spiel im mittleren Schwierigkeitsbereich.

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Gute Themenwahl
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Zu leicht für routinierte Spieler

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Rheinhessischer Riesling, italienischer Rotwein und Coca Cola

Star One – „Revel In Time“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

Zeitreise-Agenten

Spieldauer

Alter

moses. Verlag

1 – X

ca. 3x 60Minuten

ab 10

Das geheimnisvolle Grand Hotel – Escape-Room-Spiel

Ein schönes zerstörungsfreies und einsteigerInnenfreundliches Escape-Game, das rundum schön gestaltet ist. Geübte AusbrecherInnen werden hier zwar relativ schnell durchkommen, sollten aber dennoch reichlich Spaß dabei haben.
Das sagenumwobene Grand Hotel öffnet endlich wieder seine Türen und wir sind Ehrengäste auf der Einweihungsfeier. Doch irgendetwas ist merkwürdig. War es dieser Blick der Frau? Vielleicht lässt sich dazu ja noch im Laufe der Zeit etwas herausfinden...

So baut sich die Story um das Grand Hotel auf und man wird sofort in die Geschichte gezogen, was die große Stärke der Moses Escape-Room-Spiele ist. Der physische Aspekt kommt aber auch nicht zu kurz, da Rätselelemente hochwertig produziert sind und für Abwechslung sorgen. Das Spiel ist gesamt mit seinem Raumaufbau sehr schön gestaltet. Allerdings ist es wiederum gerade deswegen schade, dass die Bilder und Räume selbst nur wenig für die Rätsel benutzt werden. So schaut man sich kurz den Raum an und lässt ihn dann wortwörtlich links liegen. Trotzdem ist die Atmosphäre im Spiel toll, solange man natürlich die konstruierten Gründe für die einzelnen Räume, in denen man eingesperrt ist, ignoriert.

Damit ist Grand Hotel ähnlich spaßig wie das erste Escape-Room-Spiel: Das Geheimnis von Holborn Hall. Der Schwierigkeitsgrad ist allerdings deutlich geringer. Damit ist Grand Hotel durchaus für EinsteigerInnen und Familien geeignet. Fernab davon sollte noch erwähnt sein, dass viele Rätsel doppelt als Material vorliegen, sodass gleichzeitig mehrere Spielende rätseln können!

Um Spoiler zu vermeiden, werden hier nur die offiziellen Bilder von moses-verlag.de verwendet.

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Starkes Storytelling
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Leichter als erwartet
  • Räume zu wenig genutzt

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Ein schönes Weinchen oder Sektchen

Kammermusik nach Belieben

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Moses Verlag

2-8

90 Minuten

ab 12

„Escape Room – Das Spiel. Puzzle Abenteuer: Secret Of The Scientist“





Klack. Hinter uns fällt die Türe zu und wir sind an einem Tatort gefangen. Die einzige weitere Türe in der Wohnung der toten Wissenschaftlerin lässt sich nur mit einer Kombination öffnen…

Was klingt wie ein 08/15-Escape-Room-Abenteuer, ist tatsächlich der etwas konstruiert und generisch-„altbacken“ wirkende Einstieg in die „Story“ von „Secret Of The Scientist“. Gut, dass die wenig stimmungsvolle Hintergrundgeschichte der Autoren von Identity Games das einzige große Manko am „Puzzle Abenteuer“ ist.

Denn die Verkettung der Rätsel- und Puzzle-Elemente ist sehr flüssig und der perfekt ausbalancierte, mittlere Schwierigkeitsgrad lässt viel Spielspaß bei kaum vorhandener Frustration aufkommen!
Obwohl die durch lösen der Rätsel nacheinander freigeschalteten Puzzles mit verhältnismäßig wenigen Teilen auskommen, wird den Rätselnden das Zusammensetzen dank einiger geschickter Kniffe nicht immer ganz einfach gemacht.

Schade, dass einige Bestandteile der Innenausstattung auf ziemlich dünnes Papier gedruckt wurden und auch die Puzzles nicht ganz optimal verarbeitet sind. So muss „Secret Of The Scientist“ gegenüber anderen (Puzzle-)Escape-Spielen zumindest qualitativ zurückstecken. Dafür sind aber die Rätsel ausgewogener und logischer (speziell das Ravensburger Exit Puzzle „Im Vampirschloss“ hat uns hier zuletzt mit hanebüchenen und kaum nachvollziehbaren Rätseln sehr enttäuscht).

Als zusätzliches Rätsel fungiert am Ende dann das zurücksortieren der ganzen Bestandteile in die Spieleschachtel. Denn da die Puzzles nicht markiert sind, muss man hier gut aufpassen, wo was hingehört…

Fazit: Für Spielegruppen mit wenig oder mittelgroßer Erfahrung, die auf der Suche nach einem abwechslungsreichen (Puzzle)Escape-Game sind, dabei aber keinen Wert auf eine mitreißende Storyline legen, ist „Escape Room – Das Spiel. Puzzle Abenteuer: Secret Of The Scientist“ eine Empfehlung wert!

Plus

  • Gut ausgewählte/ausgewogene Rätsel
  • Gute Kombination aus Puzzle und Rätsel

Minus

  • Story holprig, wenig immersiv und kaum mitreißend
  • Qualität des Spielmaterials sehr unterschiedlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Lieber keine Experimente: Wasser

Devin Townsend: „Natural Science“ (Rush-Cover)

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

RätselfüchsInnen

Spieldauer

Alter

Noris Spiele

1 – X

120 Minuten

ab 14

Tulpenfieber





Der bekannte und renommierte Autor Uwe Rosenberg („Arler Erde“, „Agricola“, „Ein Fest für Odin“) hat mit „Tulpenfieber“ ein kleines, familientaugliches Würfelspiel entworfen.

Dessen Spielprinzip ist an Klassiker wie „Kniffel“ oder „Yahtzee“ angelehnt. Wie dort, muss auch in „Tulpenfieber“ mit einer bestimmten Anzahl von Würfeln bestimmte Ergebnisse erzielt werden. Schafft man dies, dürfen dort Tulpen platziert werden. Der Clou hier: wer seine Blumen geschickt platziert, erhält für seine nachfolgenden Züge zusätzliche Würfel oder bekommt sogar die Gelegenheit einzelne Würfel auf sein Wunschergebnis zu drehen – was die Chancen erhöht, Tulpen in einer der letzten beiden Reihen zu platzieren – wo sich besonders schwierige Ziele befinden.
Denn nur wer zuerst alle Felder der vierten Reihe oder drei benachbarte (bzw. vier beliebige) Felder der fünften Tulpenreihe belegt hat, gewinnt das Spiel.

Während das Artwork von außen noch recht nett daherkommt, fehlt beim Spielmaterial im inneren etwas Liebe. Mehr als bunte Flecken sind bei den Tulpen leider kaum zu erkennen – wobei die Farbe ja keine Rolle spielt.

„Tulpenfieber“ ist also am Ende ein „aufgebohrtes“ Kniffel – was nicht negativ gemeint ist. Denn als Alternative und kleines Würfelspiel für zwischendurch spielt sich die Amigo-Neuheit wirklich ganz flüssig und nett.

Plus

  • Solo-Modus möglich
  • gemeinsam mit allen Altersklassen spielbar

Minus

  • fehlende Komplexität
  • Spieldesign innen etwas „lieblos“

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Oranje-Saft

Etwas blumiges aus den Niederlanden: Within Temptation – „The Heart Of Everything“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 4.5 von 10.

Verlag

TulpenverkäuferInnen

Spieldauer

Alter

Amigo Spiele

1 – 4

25 Minuten

ab 7

Similo

In Similo geht es darum, als Rate-Team eine ganz bestimmte Figur unter zwölf ausliegenden Karten zu finden. Nur ein:e Spieler:in der Runde weiß, welche Figur gesucht wird. Dieser zieht in jeder Runde eine neue Karte und gibt seinen Mitspielenden den Hinweis, ob die gesuchte Karte Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zur neu gezogenen aufweist.

Die Mitspielenden versuchen anhand dieser Tipps nach und nach Karten auszuschließen, bis hoffentlich nur noch die gesuchte Figur übrig bleibt.
Da die größte Stärke von Similo die ultrastarken, detaillierten Zeichnungen von Illustrator Xavier Durin “Naiiade” sind (und völlig zu Recht 2021 für den Spielgrafikpreis Graf Ludo nominiert wurden), fällt es nicht schwer, Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zu finden. Kopfbedeckungen, Schmuck, getragene Gegenstände und und und – es gibt dutzende Möglichkeiten für den Tippgeber, so dass der Ratespaß längere Zeit Spaß macht, als die grundlegend einfache Spielidee vermuten lässt.

Außerdem lassen sich die Kartensets (Bisher erhältlich sind die Themen: Märchen, Geschichte, Mythen, Tiere, Wilde Tiere und Halloween) beliebig untereinander kombinieren. So lassen sich wirklich witzige Verbindungen herstellen. Versucht doch einmal eine bestimmte Märchenfigur anhand von Gemeinsamkeiten oder Unterschieden zu wilden Tieren zu finden! Ratespaß ist garantiert!

Kleiner Tipp: Beim Kauf im Heidelbär-Webshop erhaltet ihr auch einige zusätzliche Promo-Karten! 

Plus

  • Herausragende Artworks
  • unzählige Kombinationsmöglichkeiten mit den anderen Themen der Serie

Minus

  • Assoziationen fallen nicht jedem leicht

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Multivitamin-Schorle

Crossover a la Faith No More

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Horrible Guild / Heidelbär Games

2-unbegrenzt

10 Minuten

ab 7

Das Geheimnis von Holborn Hall




Das Erbe der verstorbenen Hollywood-Ikone Violet Hayward wirft Fragen auf. Warum wurde ausgerechnet der unbekannten Emma Hart der gesamte Besitz vermacht?

Wir Spieler:innen schlüpfen in die Rolle der überraschten Erbin, die sich auf Spurensuche in Haywards Anwesen – der luxuriösen Holborn Hall – macht. Wird sie das Geheimnis um das rätselhafte Testament lösen können?

„Das Geheimnis von Holborn Hall“ besticht bereits von außen durch die edle Aufmachung in der wertigen Papp-Box und hinterlässt auch im Inneren ein Mehrfaches „wow!“: Zum Thema passende Spieleabend-Einladungskarten für Freunde, hochwertiges Spielmaterial (oft in doppelter Ausführung, zum besseren gemeinsamen rätseln) und tolle Artworks lassen die Story rund um Violet Hayward schnell lebhaft werden.
Bei der gemeinsamen Erkundung hat man wirklich das Gefühl, durch die vielen Räume des Anwesens zu gehen und in den privaten Hinterlassenschaften der verstorbenen Schauspielerin zu wühlen.
Die Rätsel sind moderat schwierig und somit für Familien und Genre-Neulinge sehr gut geeignet. Erfahrenen Escape-Game-Spieler:innen dürften die Rätsel nichts völlig unbekanntes mehr und daher schneller zu lösen sein. Doch selbst der größte Crack sollte von der hervorragenden Story-Einbettung, der tollen Optik und Haptik des Inhalts begeistert sein.

Bis auf die Tatsache, dass das vorletzte Rätsel der Reihenfolge obsolet ist (da ja zu diesem Zeitpunkt nur noch ein einziger Umschlag als Lösung übrig bleibt; Hier wäre ein zusätzlicher „Blindumschlag“ als falsche Fährte gut), kann „Das Geheimnis von Holborn Hall“ mühelos mit den etablierten Serien von Kosmos („EXIT – Das Spiel“) & Co. mithalten – und überbietet diese stellenweise sogar!
Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf „The Grand Hotel“ – das zweite Escape-Abenteuer aus der moses.-Reihe! (Der Bericht folgt in Kürze).


Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Hervorragendes Storytelling
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Obsoletes vorletztes Rätsel

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Der Cocktail „Green Hope“

Opeth – „Hertitage“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

Erbanwärter

Spieldauer

Alter

moses. Verlag

1 – X

je nach Erfahrung 75 Minuten bis 150 Minuten

ab 12

DKT Smart





Schon kurios: Da ist DKT (kurz für „ Das kaufmännische Talent“) in Österreich eines der erfolgreichsten Spiele aller Zeiten – und ich höre heute zum ersten Mal überhaupt von dessen Existenz (und bin damit sicher nicht der einzige…)

DKT basiert wie Monopoly auf "The Landlord’s Game" und teilt sich dementsprechend zu 95% die Struktur und das Gameplay mit dem allbekannten Klassiker. Wer also Monopoly kennt, der weiß auch, was ihn bei DKT erwartet: Es geht ums kaufen, bauen und abkassieren. In DKT gewinnt am Ende jedoch der Spieler, der zuerst seine zum Spielbeginn erhaltenen Schuldscheine beglichen hat.
Im Detail verstecken sich noch einige weitere Unterschiede zum weltweit bekannten Bruder. So verändern Mietmarker das Preisgeschehen, ein VIP-Status bringt geldwerten Vorteil, beim Makler erhält man günstige Angebote,... von einer Kopie zu sprechen wäre also ungerecht.

Die jüngste Variante von DKT hört auf den Namen „Smart“ (daneben gibt es auch noch DKT Original, DKT Alpen, DKT Weltreise, DKT Europa, DKT Junior und DKT Das kriminelle Talent) und wurde eine digitale Komponente - die sehr gelungene DKT-App - erweitert.
Diese fungiert im Spiel als deutlich mehr als nur Beiwerk – sie wird mittig auf dem Spielbrett platziert und ist voll ins Spielgeschehen involviert. Sei es durch Minispiele im Casino, durch Zufallsereignisse, bei Grundstückversteigerungen oder ganz einfach als Scanner für die Grundstückskarten. Der Mehrwert ist also wirklich gegeben und dürfte die Augen von technik-affinen Spielern leuchten lassen. 
Doch so schön die App auch in das Spiel eingebunden sein mag – sie macht kein anderes Spiel aus DKT. Das bedeutet, wer zuvor schon nichts mit dem Monopoly-Spielprinzip anfangen kann, der wird auch mit diesem Hybrid nichts anfangen können.

Plus

  • App ist gut ins Spielgeschehen involviert

Minus

  • Handy laden nicht vergessen!

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Almdudler

Artas – „Wiener Blut“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 1 von 10.

Bewertung: 3.5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Piatnik

1 – 4

ca. 90 Minuten

ab 8

Tar Aram





In Ägypten wurde eine uralte, lange vergessene Pyramide entdeckt, die die Aufmerksamkeit vieler Forschungsteams auf sich lenkt. Welche Schätze die Archäologen wohl in der Grabkammer erwarten werden?
Doch der Weg dorthin ist nicht ganz einfach. Nicht nur die Konkurrenz behindert einen beim tieferen Eintauchen in den Pyramidenkomplex – auch sind viele Wege durch riesige Stein-Skarabäen versperrt. Und was war das? Hat sich dort gerade ein solcher bewegt?

Wir Spieler schlüpfen in die Rolle eines dieser Forschungsteams und erhalten hierfür zwei Spielfiguren, die auf dem (variablen) Spielfeld am Eingang zur Pyramide platziert werden. Wer zuerst beide Figuren bis ins Ziel (die Grabkammer) gebracht hat, gewinnt.

In jeden Spielzug kann man wahlweise versuchen, einen seiner eigenen Forscher zu bewegen (durch ablegen einer von drei Handkarten), einen gegnerischen Forscher zu behindern (durch Ablage von drei Handkarten mit gleichem Hieroglyphen-Symbol) oder einen Code zu knacken.
Diesen, aus ägyptischen Zeichen bestehenden Code, legt jeder Spieler vor dem Spiel für seinen Nachbarn fest. Im klassischen Mastermind-Stil können dann im Spiel ein Symbol und die richtige Position erraten werden. Bei Erfolg können dann u.A. die überall auf dem Spielfeld liegenden Skarabäen verschoben werden, um mit seinen Figuren schneller ans Ziel zu gelangen – Idealerweise direkt dorthin, wo es die anderen Forscher blockiert. Doof nur, dass natürlich alle die gleichen Pläne haben... das Wettrennen beginnt!

So weit, so gut. Die Kombination aus Wettlauf, Glücks- und Rätsel-Elementen ist durchaus gelungen – auch wenn die Autoren dabei kein echtes Neuland betreten.
Tar´Aram macht für einige Runden Spaß, doch um auf Dauer zu fesseln, fehlen dem Spiel Elemente, die über das einfache Grundprinzip hinausgehen.
Denn egal wie weit man die variablen Spielfelder ergänzt und kombiniert – am Ende bleibt die Spielmechanik immer gleich. In unseren Partien hat zumeist der Spieler gewonnen, der am meisten Glück beim Kartenziehen hatte oder derjenige, der mit der Taktik „Vollgas voraus“ so schnell wie möglich nach vorne gezogen ist. Ist das einmal klar, verliert Tar´Aram schnell seinen Reiz.

Was mir jedoch am meisten fehlt, ist ein Element, das mich als Spieler in die Thematik des Spiels zieht. Denn auch wenn die (zum Teil mit witzigen Ester-Eggs versehenen) Artworks schön gemacht sind, geschieht im Spielverlauf eigentlich nichts, was das Abenteuer einer Pyramidenerkundung in den Köpfen greifbar macht.

Es hätte keinen Einfluss auf das Spielgeschehen, wenn man die Artworks durch eine Rennbahn, ein Asteroidenfeld oder einen Waldweg tauschen würde. Schade – denn das Thema gibt doch eigentlich viel mehr her…


Plus

  • Gute Ausstattung
  • Spieldauer und Spielfeld variabel

Minus

  • Taktische Möglichkeiten eingeschränkt

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Honigtee

Nile oder Maat

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Spieltrieb

2 – 6

20-90 Minuten

ab 8

Concerto






Willkommen im Konzertsaal! Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Aufführung von Beethovens Neunter!

Dem Dirigent stehen die Schweißperlen auf der Stirn. Gleichwohl den Musikern des Orchesters. Der Taktstock bewegt sich und die Musik beginnt… 

Als Spieler schlüpft man in die Rolle eines Stardirigenten, dessen Ziel es ist, verschieden schwierige Stücke aufzuführen und damit die Gunst des Publikums (Punkte) zu sammeln. Wer zuerst eine bestimmte Menge an Punkten hat, gewinnt das Spiel.

Hierzu muss man zuerst ein Ensemble an Musikern/Instrumenten (dargestellt durch kleine Karten) zusammenstellen, die man vor sich auslegt.
Zusammen mit jedem Instrument bekommt man ein kleines Holztäfelchen, auf dem eine Bewegung aufgezeichnet ist, die man mit dem Taktstock vollführen muss. Diese muss man sich gut merken, denn das Täfelchen wird anschließend in Blickrichtung der Mitspieler aufgestellt.

In der Tischmitte liegen drei verschiedene Musikstücken aus, auf denen die Instrumente abgebildet sind, die man für das Stück benötigt. Hat man die entsprechenden Karten vor sich im Ensemble, kann man dieses Stück aufführen.
Hierzu muss man nun in der definierten Reihenfolge mit dem Taktstock alle Bewegungen ausführen, die den eigenen Karten zugeordnet sind.
Die Mitspieler können die korrekte Aufführung kontrollieren. Gelingt alles fehlerfrei, darf man die Punkte der Aufführung (und den verdienten Applaus!) einfahren – geht die Show in die Hose, verliert man nicht nur die erhofften Punkte, sondern muss sich auch noch von den Musikern verabschieden, die falsch gespielt haben (die Armen! Können doch nix dafür!).

Mit verschiedenen Sonderkarten kann man sich zudem Vorteile (oder den Konkurrenten Nachteile) verschaffen und mit den optionalen Dirigentenkarten zusätzliche Schwierigkeiten (z.B. umgekehrte Reihenfolgen etc.) in die Aufführungen einbauen.

Das Tableau für die Punkte ist etwas klein geraten und beim Artwork ist noch Luft nach oben – dafür ist aber die Ausstattung top.
Der größte Kritikpunkt ist aber, dass die Spielmechanik nicht gut ausbalanciert ist. Es lohnt sich zumeist nicht, sich an ein schwieriges Stück zu wagen, weil es viel einfacher ist, stattdessen mehrere kleine aufzuführen.

Dennoch ist Concerto eine unterhaltsame Mischung aus Karten- und Memory-Spiel die umgehend Lust macht, sich klassischer Musik anzuhören!

Plus

  • Gute Ausstattung
  • Kreative Spielkombination

Minus

  • Unausgewogene Spielmechanik

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Sekt

Klassik natürlich!

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Skellig Games

2 – 4

20-45 Minuten

ab 8

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