Draftosaurus Marina & Aerial Show

Noch mehr Dinos für euren Dino-Park!
Uns erreichen seit einiger Zeit immer mehr Nachrichten, dass sich die Besucher unseres geliebten Dino-Parks mehr Abwechslung wünschen.
Als Betreiber dieser einmaligen Freizeiteinrichtung müssen wir deshalb dringend reagieren. Wir brauchen neue Dinos!
Nach vielen Überstunden und Extra-Schichten in unserem hauseigenen DNA-Labor können wir nun mit Stolz unsere Neuzugänge präsentieren!

In unserem Bereich „Marina“ am Fluss findet ihr ab sofort die süßen Plesiosaurier. Mit etwas Glück könnt ihr einen der langen Hälse im Wasser erspähen.

In unserer „Aerial Show“, die sich in den Bergen befindet, sind junge Exemplare des Pterodaktylus geschlüpft. Sind sie nicht niedlich?

Zeit für einen neuen Besuch, oder?


Mit jeder Erweiterung wird eine Spielbrettergänzung (wie immer zweiseitig!) an den Parkplan angelegt, auf der die neuen Dino-Gattungen eingesetzt werden dürfen.
Die Plesiosauriere werden im Wasser platziert und ziehen, wenn eine bestimmte Bedingung erfüllt wurde, immer weiter flussaufwärts und geben dadurch immer mehr Punkte.
Die Nester der Pterodaktyle werden in einer bestimmten Reihenfolge gefüllt schalten Stück für Stück neue Boni frei (wie z.B. Zusatzpunkte für bestimmte Dino-Arten, Zuwachs durch frisch geschlüpfte Dino-Eier,…).
Dadurch ergeben sich neue strategische Möglichkeiten, die das Basisspiel (in dem die SpielerInnen oft sehr ähnliche Wege wählen) taktisch aufwerten. Speziell für erfahrenere (und ältere) Dino-Park-Besitzer eine feine Sache! Die jüngeren erfreuen sich dafür an den süßen neuen Holzfiguren, die mit den Erweiterungen ins Draftosaurus-Universum kommen.

Im direkten Vergleich hat der etwas straightere Mechanismus von „Marina“ für uns die Nase weiter vorn (kein Wunder bei den langen Hälsen der Plesiosaurier!), da diese in altersgemischten Spielegruppen besser funktioniert hat.
Dafür hat die „Aerial Show“ in Experten-Runden abgeräumt. Beides also durchaus sinnvolle Ergänzungen für das feine Drafting-Spiel, die für faire 13,- € über den Tisch gehen.

Nur dass die Spielbrettergänzungen so versetzt an den Original-Plan angelegt werden, stört meinen inneren Sinn nach Ordnung 😊
Trotzdem Eine klare Empfehlung von uns!


Ihr such noch ein Geschenk für Dino-Fans? Na, ist doch bald Weihnachten, oder? Dann am besten gleich unten im Link bestellen!

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Neue, taktische Möglichkeiten
  • Neue Dinos!

Minus

  • Höhere Komplexität macht es schwieriger für jüngere SpielerInnen
  • Seltsame Platzierung der neuen Parkpläne

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

grüner Smoothie

Soundtrack von „Jurassic Park“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

2-5

ca. 20 Minuten

ab 10

MitspielerInnen: Moplay

Zeit für neue MitspielerInnen! Diesmal haben wir uns Moplay geschnappt und ihm unsere investigativ-fiesen Fragen geschickt. Und nett, wie er ist, hat er uns auch geantwortet. Lest selbst:



Wir sind Matt, Jokey, Lena, Markus, Steffen und „Tim“ Michael von https://bretthart.blog/ aus Aschaffenburg und Würzburg. Wer bist du und woher kommst du?

Ich bin der Moritz von moplayboardgames und ich komme aus Würzburg. Ich spiele leidenschaftlich gerne Brettspiele und Teile meine Leidenschaft auf dem Instagram Kanal "moplayboardgames". Außerdem bin ich aktiv bei einem lokalen Spieleverein "Fantasy-Spiele Würzburg e.V." und leite dort alles Rund um das Thema Brettspiele.

Welche Spielfarbe wählst du?

Ich lasse meist meine Mitspieler zuerst wählen und nehme das, was übrig ist. Freue mich aber immer über blau:)

Dein Blog sticht durch die "Black-Box"-Aufnahmen heraus. Wie bist du auf diese Idee gekommen und wie wichtig ist dir Ästethik in Brettspielen?

Die Idee kam relativ spontan. Tatsächlich hab ich mich immer schwer getan einen geeigneten Hintergrund zu finden und bin daher sehr happy das zu einem Markenzeichen gemacht zu haben.
Ästethik ist meist der initiale Grund Spiele auszuprobieren. Aber ohne gute Mechanik, kann mich ein Spiel kaum länger fesseln. Ästethik ist also schon ein Faktor für mich.

Welche Spielfigur würdest du gerne mal treffen? Und warum?

Schwere Frage. Fällt mir tatsächlich nicht wirklich was ein. Die Nemesis Xenomorphs auf jeden Falll nicht.

Haha, sehr gut! Ich glaube die Frage „Welcher Spielfigur willst du nachts lieber nicht begegnen“, müssen wir unserem nächsten Interviewpartner auch stellen!
Welches Spiel macht dich denn wahnsinnig?

Codenames. Gutes Spiel, auch sehr zu empfehlen, aber ich glaube ich habe es einfach zu viel gespielt.

Wie gut kannst du verlieren?

Ganz gut. Ich liebe es mich über die Partie danach noch zu unterhalten und das kann manchmal falsch aufgefasst werden. Aber eigentlich ist mir der Sieg wirklich nicht so wichtig.

Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?

Tainted Grail + Werwölfe. Ungewöhnliche Kombination. Eine Art Social Deduction Element in einem groß angelegten Story- bzw Kampagnenspiel fände ich aber sehr spannend. Ist allerdings sehr schwer Umzusetzen.

Stimmt. Stellen wir uns aber spannend vor! Wir bei https://bretthart.blog/ sind begeisterte Metal-Fans, die auch das regionale Webzine www.Metal-Aschaffenburg.de betreiben. Welche Musik begeistert dich?

Keine Musik speziell. Ich höre tatsächlich am liebsten Radio.

Welches Spiel hat dich im Leben am meisten geprägt?

Ich glaube mich hat am meisten Canasta im Leben geprägt. Meine spielerische Laufbahn wurde allerdings stark von Dominion geprägt.

Welches Spiel hättest du gerne als Gemälde an der Wand

Tatsächlich haben wir bei uns daheim Canvas + Erweiterung und verschiedene Scythe Artworks hängen.

Was sind deine All-Time-Top-5 Spiele?
 
Meine All-Time Favorites sind: Gloomhaven, Nemesis, Unlock, Detective, Pandemic Legacy Season 1
 
Gute Wahl! Danke für das Interview!

Zauberberg

Das zauberhafte Kinderspiel des Jahres 2022
Die Zauberlehrlinge sind auf dem Weg ins Tal, zu ihrem Lehrmeister, dem Magier Balduin. Dafür müssen sie die Spur durch den Zauberwald finden, den ihnen kleine Irrlichter aufzeigen. Doch Vorsicht: Böse Hexen sind den Zauberlehrlingen auf den Fersen. Ein magischer Wettlauf beginnt!

Zu Beginn einer Partie „Zauberberg“ wird das Spielbrett ganz bewusst schräg aufgestellt und sowohl Hexen als auch Lehrlinge nehmen ihren Platz auf dem Pfad ein.
Wer an der Reihe ist, zieht ein Irrlicht (eine farbige Murmel) aus dem Beutel und lässt sie an einer Stelle nach Wahl den Pfad von oben nach unten rollen. Die Figur an der das Irrlicht stehen bleibt, darf nun zum nächsten, farblich passenden Feld voranschreiten. Wenn vier Lehrlinge Balduin erreichen, bevor es drei Hexen gelingt, gewinnen die Mitspielenden gemeinsam das Spiel.

Zuerst einmal Glückwunsch in die Nachbarschaft nach Dietzenbach! Der „Zauberberg“ hat sich die Auszeichnung als Kinderspiel des Jahres 2022 wirklich verdient!
Die kurze Spieldauer ist für jüngere SpielerInnen ideal und die Spannung, welchen Weg ein Irrlicht nimmt, ist genial. Was für ein Aufschrei, wenn es dann doch ungünstig abbiegt und am Ende in die falsche Richtung abbiegt!
Das gemeinsame grübeln nach dem besten Ausgangsort und der Nervenkitzel, wenn man seinen Lehrling ein zweites Mal ziehen darf, weil man durch schnelles Umsetzen seinem Irrlicht auf dem Pfad zuvorgekommen ist, machen den „Zauberberg“ zu einem fantastischen gemeinschaftlichen Spielerlebnis!

Im Spiel ist sogar ist sogar eine schwierigere Variante für erfahrenere Zauberlehrlinge enthalten, sowie ein (Team-)Spielmodus, im dem Hexen gegen Zauberlehrlinge antreten.

Plus

  • mehrere Spielmodi enthalten

Minus

  • Befestigung für die Schräge könnte sich schnell abnutzen

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Bunte Säfte

Black Stone Cherry – „Magic Mountain“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Amigo Spiele

1-4

ca. 15 Minuten

ab 5

3D Adventure – Time Guardian Adventures

Die Verschmelzung von 3D-Puzzle und Escape Game in einsteigerfreundlicher Form.
Pünktlich zur Spiel´ 22 und rechtzeitig vor Weihnachten gibt es neues Futter für alle Rätsel- und Puzzle-Füchse!
Ravensburger startet mit den Time Guardian Adventures zwei neue Escape Games, die sich den bekannten 3D-Puzzles bedienen.

Als Time Guardians ist es unsere Aufgabe, den abtrünnigen Dr. Maxwell Mayhem daran zu hindern, Zeitverläufe zu verändern. In „Eine Welt ohne Schokolade“ hat er verhindert, dass die Maya vor über 3000 Jahren die Schokolade entdeckten und stattdessen nur noch er ganz alleine das Wissen um die braunen Köstlichkeiten besitzt. Um die Menschheit zu quälen, postet Mayhem seitdem täglich Videos, in denen zu sehen ist, wie er seine süßen Schätze genüsslich verzehrt.
Es ist dringend! Stück für Stück müssen wir nun die Geschichte wieder ins Lot bringen, sonst wird die Welt für immer ohne Schokolade bleiben.

Auch wenn sich die bekannten „Escape the Room" Autoren Nicholas Cravotta und Rebecca Bleau hier (wie zuletzt auch Moses. in „QUIZscape“) mit dem Einsatz von Time Guardians und einem verschrobenen Direktor ziemlich frech bei den grandiosen T.I.M.E.-Stories bedienen, ist ihnen ein unterhaltsames Escape-Spiel gelungen.
Das liegt vor allem an der ungewöhnlichen Themenwahl und dem ausgewogenen Verhältnis zwischen klassischen Rätseln und dem 3D-Puzzlen. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel ist relativ niedrig und daher vor allem für Einsteiger und jüngere SpielerInnen geeignet.

Das zweite 3D-Abenteuer der Time Guardian Adventures nennt sich „Chaos auf dem Mond“ (wir berichten bald…) und führt die SpielerInnen zur Mondlandung.

Plus

  • Schöne Kombination aus 3D-Puzzle und Escape Game
  • Wiederspielbar (zerstörungsfrei)

Minus

  • Etwas teurer als vergleichbare Escape-Games
  • Großer Plastik-Anteil

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Heiße Schokolade

Soundtrack von „Charlie und die Schokoladenfabrik“ oder Mayhem (höhö…)

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Ravensburger

1-4

ca. 60 Minuten

ab 12

Interview: André Busch – Dark Space: Counterweight

Pen and Paper, Sci-Fi, Brettspiele. Das gehört doch alles zusammen, oder?
Wir haben uns André Busch geschnappt und ihn zu seinem Rollenspiel- und Brettspielprojekt Dark Space, bzw. Counterweight befragt.
Bretthart: Stellst Du Dich kurz vor? Wer bist Du und was machst Du? 

André: Hallo! Mein Name ist André. Ich bin 31 Jahre alt, lebe seit über 10 Jahren in Dresden und arbeite derzeit als selbstständiger Webdesigner und -entwickler. Gelernt habe ich Mediengestalter Digital- und Print und nebenberuflich bin ich als Feuerkünstler und Spiele-Entwickler tätig. 

Um ein Gefühl für Deinen Spielertyp zu bekommen. Nenne uns doch mal 5 Spiele, die du zzt. Gerne zockst und warum. 

Da fallen mir natürlich als erstes meine regelmäßigen Rollenspielrunden ein: Dungeons and Dragons und mein eigenes System „Dark Space“. Soweit es Brettspiele angeht, habe ich in letzter vor allem Galaxy Truckers gespielt und vor einer Weile New Angeles. Und um das ganze noch mit einem Computerspiel aufzufüllen: Seit kurzem habe ich mir mal seit langem wieder Satisfactory installiert und dort einige Stunden verbracht. Aber generell ist es bunt gemischt. Dass das gerade alles irgendwie zum Thema passt, ist mehr Zufall. 

Du entwickelst gerade ein Brettspiel, das auf Deinem Pen and Paper Rollenspiel "Dark Space" basiert. Erkläre uns doch in ein paar Zeilen was dieses Rollenspiel ausmacht und wie Du darauf gekommen bist. 

„Dark Space“ ist ein Hard-Sci-Fi Rollenspiel. Das heißt: Soweit es geht habe ich auf der Grundlage bekannter Konzepte der Raumfahrt und Astronomie mein eigenes Universum geschaffen. Zum Beispiel müssen Raumschiffe beschleunigen oder rotieren, um eine künstliche Schwerkraft zu erzeugen, und es gibt keine Teleportation oder irgendwas dergleichen – auch keine Aliens. Was ich mir als Autor „gegönnt“ habe, sind Wurmlöcher und selbst die nur mit (interessanten) Einschränkungen. 
Das Setting beschränkt sich auf unseren Spiralarm, der mit 20000 Lichtjahren trotzdem mehr als genug Platz für alle möglichen Abenteuer bietet. Einige zentrale Punkte mit Konfliktpotenzial sind der übliche Kampf zwischen den vorherrschenden Supermächten, machthungrigen Warlords, die Planeten oder Sternensysteme terrorisieren, künstlichen Intelligenzen und künstlichen Menschen, die jeder auf ihre eigene Weise diskriminiert werden, genetisch verbesserte Menschen, die eine neue gesellschaftliche Schicht eröffnet haben – aber auch viele Themen, die man wohl eher in Spielen des Cyberpunk-Genres antrifft. Meine These war: Menschen ändern sich nicht, die Spielzeuge werden nur größer. 
Was den zweiten Teil angeht, will ich mich ganz kurzfassen. Die Idee, ein eigenes Rollenspiel zu entwickeln und niederzuschreiben, hatte ich mit 15 oder 16 Jahren. Aber das, was ich jetzt als „Dark Space“ bezeichnen würde, ist seit etwa vier Jahren in der Entwicklung – alle Konzepte davor haben ohnehin nur eine Hand von Freunden je zu Gesicht bekommen. 

Wie kam es dann zum Brettspiel? 

Ich mag komplexe Spiele, bin aber bisher nur wenig mit Brettspielen dieser Art in Kontakt gekommen. In meinem Freundeskreis gibt es aber glücklicherweise ein paar Leute, die ganze Schränke voll solcher Spiele haben. Mein Hirn liebt es, bekannte Konzepte in einen neuen Kontext zu setzen und neu zu kombinieren. Nachdem ich Spiele wie Arkham Horror, Dominion, Stoneage, Galaxy Truckers und New Angeles gespielt habe, sind mir einigen Mechanismen aufgefallen, die ich sehr interessant fand: In New Angeles zum Beispiel spielt man sowohl mit- als auch gegeneinander. Galaxy Truckers erlaubt es dir, ein Raumschiff zusammenzubauen. In Stoneage sammelt man Ressourcen. Irgendwie schien es mir dann offensichtlich, ein Spiel selbst zusammen zu basteln. Das Ganze in meinem Dark-Space-Universum anzusiedeln war auch irgendwie intuitiv, das habe ich ja auch dauernd im Kopf. Ich fand die Idee spannend, eine Facette von Dark Space durch ein ähnliches, aber trotzdem anderes Medium zu betrachten. Wird sicherlich auch nicht das letzte Mal gewesen sein. 

Wie bist Du bei der Entwicklung vorgegangen und hattest Du Inspiration von anderen Spielen oder musstest Dich von solchen abgrenzen? 

Ich habe aus Fehlern gelernt, die ich bei der Entwicklung von Dark Space gemacht habe. Ich habe erstmal ein System hochgezogen, mit ein paar Mechaniken, die ich tendenziell drin haben wollte, die sozusagen den Kern bilden. Ich wollte, dass man fürs Erste so wenig Spielmaterial wie möglich benötigt. Selbst die aktuelle Version könnte man nur mit den Spielkarten spielen und alles andere irgendwie improvisieren. Ich habe schon so früh wie irgend möglich Freunde von mir zu Testspielen eingeladen, mit der vollen Erwartung, dass wir alles auseinandernehmen und neu zusammenbauen. Genau so ist es dann auch gekommen. Keine einzige Spielschleife hat die ersten beiden Testspiele überstanden, außer der Idee, dass man als Teil eines Vorstandes eine Raumstation baut. Alles andere wurde geändert – und mit den Änderungen bin ich sehr zufrieden. Das einzige Spiel, von dem ich bewusst Inspiration gezogen habe, ist New Angeles mit dem Prinzip, dass mit- und gleichzeitig gegeneinander gespielt wird. 

Wie lange entwickelst Du schon, wann und wie möchtest Du veröffentlichen? 

Das Spiel ist seit Frühling dieses Jahres (2022) in der Entwicklung und geht mit überraschend großen Schritten voran. Ich bin in der sehr glücklichen Position, nahezu alles selbst machen zu können. Ich bin wie gesagt gelernter Mediengestalter, das heißt, ich kann nicht nur das Spielmaterial gestalten, sondern auch das Regelheft setzen und ich habe einen ganz guten Überblick darüber, wie das ganze produziert werden kann. Der Plan ist, dieses Jahr noch ein Crowdfunding zu starten. Ich hatte ein wenig die Hoffnung, dass bis Dezember die Produktion starten kann, aber das ist kein Termin, der für mich in Stein gemeißelt ist. Heißt Spielplan, Karten, Würfel und Tokens sollen bis dahin im Endstadium der Entwicklung für die erste Auflage sein. 

Wo kann man das Spiel testen und wo kann man Dich sonst noch finden? 

„Dark Space: Counterweight“ wird es für den Tabletop Simulator ab spätestens November 2022 im Steam-Workshop geben. Das hat sich als eine sehr kosteneffiziente Möglichkeit herausgestellt, um Testrunden abzuhalten. 

Mich erreicht man am besten direkt per Mail unter info@dark-space-rpg.de, auf Instagram als @dark_space_rpg und via Discord (Malphas#9269) – und wer sich generell mal über das Spiel informieren möchte kann das auf https://counterweight.dark-space-rpg.de tun.

MitspielerInnen: Iluvia In The Dungeon

Es ist schon viel zu lange her, dass wir unsere Rubrik "MitspielerInnen" mit Leben gefüllt haben. Zum Glück hat sich die wundervolle Tanja (alias Iluvia In The Dungeon) bereiterklärt, unsere fiesen Fragen zu beantworten! Danke!


Wir sind Matt, Jokey, Lena, Markus, Steffen und „Tim“ Michael von https://bretthart.blog/. Wer bist du?

Tanja, eine seit 2 Jahren dem Brettspielhobby verfallene Seele, die früher auch noch andere Hobbys hatte. 

Welche Spielfarbe wählst du?

Immer Blau 

In welchem Spiel würdest du gerne wohnen?

Everdell... 

Oh, ja die Wohnungen bei den Eichhörnchen sind sehr beliebt bei unseren MitspielerInnen. Und in welches Spiel würdest du deinen Erzfeind schicken?

Eine Endlospartie Risiko 

Okay. Das wäre übel! Welches Spiel macht dich denn wahnsinnig?

Es ist nicht wirklich ein Spiel was mich wahnsinnig macht, sondern die Personen am Tisch 😀 Hardcore Grübler, Alles-Schlechtredner, Regelanzweifler oder ganz schlimm: Personen, die bei der Regelerklärung nicht aufpassen aber trotzdem gewinnen!!! 

Wie gut kannst du verlieren?

Verlieren ist kein Problem wenn ich Spaß an der Partie hatte 🙂 Aber wehe mein Mann zieht bei Nemesis die Aufgabe mich zu töten!! Alle anderen kann er ruhig töten aber nicht mich! Ich bin schließlich diejenige, die sich die Regeln reinprügelt! Aber ja, ich kann ganz wunderbar verlieren 😀 

Investierst du lieber 100,- € in eine Limited-Edition deines Lieblingsspiels oder „blind“ in ein Crowdfunding eines neuen Spiels?

Eigentlich hätte ich ganz klar Crowdfunding gesagt, aber meine Castles of Burgundy Bestellung bei Gamefound sagt da was anderes ... obwohl... war ja auch ein Crowdfunding 😀
 
Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?

Grimms Wälder und Fantastische Reiche 

Welches Spiel hättest du gerne erfunden?

Monopoly... weil schon 1904 eine Frau es geschafft hatte, eins der bekanntesten Spiele zu entwickeln und herauszubringen. Ich hätte mir die Rechte nur etwas besser gesichert...

Was sind deine All-Time-Top-5 Spiele?

Schwierig, da ich erst seit 2 Jahren spiele 😀 
Zu meinen Favoriten gehört aber ganz klar:

1. Arche Nova
2. Spirit Island
3. Grand Austria Hotel
4. Nemesis 
5. Detective Club

Super Auswahl! Danke dir Tanja!

Nile Artifacts

In Nile Artifacts versuchen wir, die Gunst der alten ägyptischen Götter zu erlangen, indem wir ihnen wertvolle Artefakte als Opfer darbieten.
Am Rande des Nils stehen prachtvolle Monumente, an denen die Gläubigen um die Gunst der alten ägyptischen Götter Bastet, Horus, Anubis oder Thot buhlen.
Wer wird hierbei wohl am erfolgreichsten sein?

Im ersten Teil jeder Runde bewegen wir hierfür unsere Barke beliebig weit in einer Richtung über den Nil und entscheiden, wo wir anlegen, um dort heilige Artefakte oder wertvolle Münzen zu erlangen. Erreichen alle SpielerInnen den Hafen (am Rand des Spielplans), geht es zum zweiten Teil über: Nun können die gesammelten Artefaktkarten als Opfergabe an den (einem oder mehreren) Monumenten eingesetzt werden, um die Anhänger der Gottheiten in der Gunst nach oben zu bewegen.
Jedes Monument hat dabei andere Voraussetzungen, so dass gut überlegt sein muss, welche Karten man einsetzen möchte.
Sind alle Anforderungen eines Monuments erfüllt, erhalten die SpielerInnen Gunstpunkte in unterschiedlicher Höhe.
Wer am Ende die meisten Gunstpunkte erreicht hat, gewinnt das Spiel.

Hinter diesem relativ einfachen Regelwerk verbirgt sich ein sehr schön gestaltetes, strategisches Spiel für eine breite Zielgruppe.
Nicht zu komplex, aber auch nicht zu schlicht, eignet sich Nile Artifacts bei erfahrenen Spielgruppen hervorragend für eine Partie zwischen zwei „Schwergewichten“.
Familien oder GelegenheitsspielerInnen finden hier ein spannendes Spiel für den Mittelpunkt eines Spieleabends. Auch durch den fairen Preis von gerade einmal knapp 20,- € eine antestenswerte Alternative zu den Spielen, die dort sonst auf den Tischen landen.

Dank der tollen Artworks (von Iosu Palacios Asenjo) und des hochwertigen Spielmaterials kommen das gewählte Thema und die entsprechende Stimmung sehr gut rüber. Einzig die Wertungstafel wirkt im Spielaufbau etwas verloren.
Mit der richtigen Musik (Tipp siehe unten) taucht man aber leicht ins antike Ägypten ein. Es riecht förmlich nach Schilf und Räucherwerk an den Opfertempeln. Das Spielgeschehen läuft so flüssig wie der Nil ins Mittelmeer - und ganz egal in welcher Spielrunde wir Nile Artifacts gespielt haben - Spielspaß war immer da! Und was will man denn mehr? 

Plus

  • Für eine breite Zielgruppe spielbar
  • Tolle Artworks!
  • Super Preis-Leistungs-Verhältnis

Minus

  • Je nach mitgebrachter Erfahrung auf Dauer zu leicht oder zu schwer

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Sanddornsaft oder ein kühles Stella

Karl Sanders – „Saurian Apocalypse“ und für einen heftigen Wüstensturm: Nile – „Those Whom The Gods Detest“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

2-4

ca. 25 Minuten

ab 8

7 Seas

Wer macht die größte Beute in diesem Freibeuter-Kartenspiel?
Bevor wir zur diesjährigen Messe pilgern, wird es Zeit für uns, noch kurz in See zu stechen. Die Sauerkrautfässer sind voll, die Säbel gewetzt und selbst der Papagei hat gute Laune. Was soll da noch schief gehen?
Doch wir sind nicht alleine auf hoher See. Von den anderen Schiffen winken uns Piraten und Piratinnen zu. Denn jeder will die fetteste Beute in seine Schatztruhen quetschen.

In der Spielmitte werden vier Beutekarten (Gold, Kristalle oder Rum) mit Punktwerten von 1 bis 10 für alle Mitspielenden ausgelegt. Reihum spielt jeder eine seiner Handkarten aus und versucht Beute zu machen.
Sechs Regeln bestimmen, welche Karte man ausspielen muss, um eine ausliegende Beute zu erhalten. Dadurch ist es nicht immer ganz einfach, den Schatz zu erhalten, den man haben will. Ein manches Mal angelt man sich stattdessen einen bösen Fluch, der am Ende Minuspunkte bringt. Und dann gibt es da noch den Kraken…

Sind alle Handkarten der SpielerInnen ausgespielt, werden Punkte verteilt. Diese bekommt man u.A. für den Kapitän, für den größten Goldschatz, für die Piratenbraut und auch für die Menge an Beutekarten. Je nach Höhe der erzielten Punkte darf dann das eigene Schiff auf der Seekarte vorwärts bewegt werden. Wer zuerst das siebte Feld erreicht hat, gewinnt das Spiel.

„7 Seas“ von Arve D. Fühler spielt sich durch die sechs Ausspiel-Regeln anfangs etwas holprig und beinahe zufällig. Sind diese aber verinnerlicht, beginnen sich Strategien in den Köpfen zu manifestieren und „7 Seas“ offenbart ein komplexeres Spielgeschehen als zu Beginn gedacht. So eignet sich das Kartenspiel am Ende eher für ältere und erfahrene SpielerInnen (als Lückenfüller zwischen „größeren“ Spielen oder für Unterwegs) als für Kinder und Neulinge. Antesten lohnt sich aber!


PS: Auf der Homepage kann man sich die Seekarte, die sonst aus der gefalteten Anleitung geschnitten werden muss auch als stabile XL-Postkarte kaufen.

Plus

  • Drei weitere Spielvarianten in den Regeln enthalten
  • Kompakt & knifflig

Minus

Spiel-/Punkteplan im Original etwas „labberig“

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Rum oder Grog

Alestorm – „No Grave But The Sea“ oder Running Wild – „Port Royal“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacusspiele

2-4

ca. 30 Minuten

ab 7

Khôra

Ein knackiges Strategiespiel in jeder Hinsicht!
In Khôra begeben wir uns ins antike Griechenland, wo wir einen Stadtstaat innerhalb von 9 Runden zu Ruhm und Ehre führen müssen. Das Ganze geschieht durch ausspielen von Karten, entsenden von Militär und Weiterentwickeln der Staaten.

Der Spielablauf ist für ein Kennerspiel angenehm abgespeckt, wodurch eine Partie durchaus innerhalb von einer Stunde gespielt werden kann. Doch wie läuft die Geschichte jetzt ab?
Jeder Spielende hat einen Stadtstaat mit eigenen Entwicklungsstufen und drei Einkommensleisten. Zu Beginn einer Runde wird zunächst ein Zufallsereignis angekündigt, dann werden Steuern eingetrieben und dann kommt das Herzstück des Spiels: Die Aktionen. Hierfür werden zwei Würfel(würfe) verschiedenen Aktionen mit unterschiedlicher Augenzahl bzw. Stärke zugeordnet. Darunter fallen z.B. Karten ausspielen, den Stadtstaat weiterentwickeln, neue Karten generieren oder Militär aussenden. Die Aktionen werden dann der Reihe nach, ihrer Augenzahl entsprechend, gespielt und so muss hier schon genau überlegt werden, welche Aktionen man durchführen möchte. So kann es nämlich passieren, dass man zuerst Ressourcen verbraucht, die man später benötigen würde oder umgekehrt, kann man so planen, dass man etwas generiert, was man direkt in der darauffolgenden Aktion verwendet. Doch was bezwecken die Aktionen?
Karten sind enorm wichtig für den Spielverlauf. Sie können Direktboni, dauerhafte Vorteile geben oder am Ende Siegpunkte generieren. Schafft man hier eine starke Synergie herzustellen, stehen die Chancen auf den Sieg gut. Trifft man keine, kann man schon einpacken. Die Entwicklungsstufen der Einzelnen Stadtstaaten können ebenfalls spielentscheidend sein, da sie auch einzigartige Boni und Siegpunkte bringen. Über Militär- und Wirtschaftsaktionen können Erkundungsmarker erlangt werden, die Voraussetzung für diverse Karten und die Entwicklungsstufen sind. Mit weiteren Aktionen können Flexibilität für die nächsten Züge oder direkt Siegpunkte geschaffen werden.
 
Sind die Aktionen durchgeführt, können die Einkommensleisten verbessert werden und schließlich wird die Ereigniskarte durchgeführt, sowie eventuelle Errungenschaften abgehandelt. Dann geht es in die nächste Runde.

Das Spiel und seine Aktionen sind stark verzahnt, was es zu einem komplexen, aber nicht aufgeblasenen Strategiespiel macht. Glücksfaktoren können durch geschicktes Einsetzen von Ressourcen ausgeglichen werden. Allerdings ist es enorm wichtig Synergien zu schaffen, damit verschiedenste Strategien überhaupt Gewinnchancen haben. Das ist Vor- und Nachteil zugleich. Denn klappt ein guter Aufbau an gegenseitig verstärkenden Mechanismen kann jede Strategie zum Sieg führen, hat man Pech beim Kartenziehen, wird man im hinteren Feld mitspielen müssen.
Spannend bleibt Khôra aber bis zum Schluss, da oft erst in der letzten Runde die fetten Punkte eintrudeln. Thematisch könnte das Spiel überall stattfinden, die griechische Antike eignet sich jedoch hervorragend und fühlt sich auch passend an. Zusammen mit dem schlichten, aber stilistisch wunderbaren Design und der knackigen Spielzeit ist Khôra definitiv ein empfehlenswertes Strategiespiel und hat den Platz auf der Empfehlungsliste der Kennerspiele 2022 durchaus verdient. Ob es auf 20 oder mehr Partien noch Spaß macht, muss sich noch zeigen.
 


Plus

  • Tolles Design
  • Gutes Inlay
  • Zügig gespielt
  • Hochwertig produziert

Minus

  • Kleiner Glücksanteil
  • Langzeitspaß fraglich
  • Ereignisse stark Militärlastig

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Griechischer Wein oder Ambrosia

Mystic Prophecy

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Iello

2-4

75 Minuten

ab 12

The Band is Even Better

Meine Band ist viel geiler als deine!
In diesem kleinen, kurzweiligen Kartenspiel geht es darum, eine Rock- und Metal-Band zusammenzustellen, die von Fans und Kritikern geliebt wird.
Im Spielbereich werden hierzu acht Bandleader mit dazugehörigen Musikgenres ausgelegt.
Jedem Mitspielenden wird anschließend einer dieser Leader geheim zugewiesen.

Dann geht es in die Auditions: Jeder erhält eine bestimmte Anzahl an Musiker-Karten (Bassisten, Drummer, Gitarristen,…) mit verschiedenen Punktwerten (Positiv und Negativ). Eine davon darf man behalten, alle anderen werden an den/die nächsten Mitspieler/in weitergegeben (gedraftet).

Dann geht es an das Line-Up der Bands, bei der nacheinander immer eine Karte einem der ausliegenden Bandleader zugeordnet wird. Wenn alle Karten verteilt und die Bands damit komplettiert sind, geht es an die Wertung. Einige Karten haben hier besonderen Einfluss, denn so verschieben Fan-Karten Musiker beim Line-Up, Tontechniker können einen negativen Spielwert ins positive drehen. Und wenn ein Major-Label auf die Band aufmerksam wird, dann endet das meistens auch nicht so gut…

Nun ist es an der Zeit, zu offenbaren, welcher Spieler hinter welchem Leader steckt, denn es geht um den Metal-Thron!
Es werden die Punktwerte der Musiker addiert (bei passendem Genre zählen diese doppelt; auch die Negativen!) sowie verschiedene Boni und Mali verrechnet. So verliert eine Band ohne Schlagzeuger Punkte, wohingegen z.B. zwei Gitarrist/Innen einen Bonus bringen…
Wer am Ende die beliebteste Band vertritt (Leader + Musiker mit dem höchsten Ergebnis), gewinnt das Spiel.

„The Band is Even Better“ ist schlicht, einfach, braucht relativ wenig Platz und sorgt nicht nur mit seinen spaßigen Comic-Artworks (die an diverse mehr und weniger bekannte Metal-Musiker/Innen erinnern) für Lacher. Zum zocken auf dem Festival-Zeltplatz ist das kleine Spiel also ideal geeignet. Zumal man für die 10,- €, die im Shop des Verlags für das Spiel veranschlagt werden für die 74 Karten mehr als fair sind. Wären da nicht die Versandkosten…

Plus

  • Einfach, schnell, unkompliziert

Minus

  • Leider keine deutsche Anleitung
  • Hohe Versandkosten / nicht in D erhältlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Bier

wer gewinnt, entscheidet!

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Verlag

GenetikerInnen

Spieldauer

Alter

Scribabs

2-4

15 Minuten

ab 10

Bloggen auf WordPress.com.

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