Achtung! Der Vulkan bricht aus! Wo wir Menschen zu flüchten beginnen, freuen sich die kleinen Feuerdrachen! Für diese gibt es nämlich nichts leckereres zu futtern als frische Lava. Schnell sucht sich jeder den besten Platz, um möglichst frische Lava zu bekommen. Denn wer will schon kalte Lavabrocken essen?
Zu Beginn des Spiel, sucht sich jeder Mitspielende einen der fünf süßen Drachen aus, den es anschließend zu füttern gilt. Wer an der Reihe ist, platziert seinen Drachen am vielversprechendsten Lavastrom. Reihum folgen die Mitspielenden. Dann wird gewürfelt, wie viele Lava-Chips aus dem Beutel genommen und beliebig in die noch freien Lavaströme geschoben werden. Dadurch fallen an anderen Stellen Lavabrocken unterschiedlicher Qualität heraus (gelb ist frisch und am besten, grau ist alt und schlecht) – im besten Fall direkt ins Maul des eigenen Drachen! Lecker! Danach werden alle Drachen wieder zurückgenommen und es geht nach gleichem Prinzip weiter, bis am Ende nicht mehr genug Chips im Beutel sind. Wer dann in der Summe die leckersten Lava-Chips gefuttert hat, gewinnt das Spiel.
Wie bei den drei Magiern üblich, ist das Spiel rund um ein tolles Grundelement aufgebaut. In diesem Fall ist das der Vulkan mit seinen acht unberechenbaren Lavaströmen.
Die Spannung und der Spaß am Tisch ist groß, wenn der eigene Drache zwar einen tollen Platz ergattert hat, am Ende aber doch leer ausgeht, weil die Chips einfach an anderen Stellen herauspurzeln – oder gar in anderen Drachenmäulern landen.
Ein kooperatives Würfelspiel für Vorschulkinder und junge Kids
Gemeinsam versuchen wir, allen Kindern in der Warteschlange ein leckeres Eis zu servieren (je mehr Kugeln, desto besser!) bevor die Sonne die Kugeln schmilzt.
Nacheinander wird der Würfel geworfen und die gewürfelte Aktion ausgeführt.
Zeigt der Würfel eine Eissorte, dann wird die entsprechende Sorte auf eine beliebige Eiswaffel gelegt (keine Waffel darf jedoch zwei gleiche Sorten oder mehr als drei Kugeln haben!).
Würfelt man ein Kind, so darf eine der bereits gefüllten Eiswaffeln serviert werden.
Wird die Sonne gewürfelt, zieht man den Sonnenmarker ein Feld weiter. Steht an dieser Stelle des Markers eine Waffel mit drei Kugeln, so schmilzt die Sonne diese und die Waffel darf nicht mehr verwendet werden.
Kann keine Kugel platziert werden, wird eine Münze geworfen, die entweder eine Sonne oder ein Kind zeigt.
Wenn am Ende alle Kinder eine Eiswaffel erhalten haben, ist das Spiel zu Ende. Oder aber, wenn kein Eis mehr serviert werden kann.
Die Regeln von „Carla Caramel“ sind so einfach gehalten, dass das Spiel bereits ab vier Jahren problemlos verstanden und gespielt werden kann. Der Wettlauf mit der Sonne erzielt hier auch eine gehörige Portion Spannung, die bei genauerem Betrachten (und vor allem für ältere Kids) aber gar nicht so dramatisch ausfällt.
Die Chancen, dass ein volles Eis wirklich schmilzt sind nämlich sehr gering und nur vorhanden, wenn man auf volles Risiko spielt (=alle Waffeln mit drei Kugeln zu servieren).
So bleibt „Carla Caramel“ vor allem für Vorschulkinder und jüngere Kids interessant – diese haben aber wirklich viel Spaß mit dem Servieren der coolen Eiskugeln – insbesondere, weil der Spielaufbau mit dem supertollen 3D-Eiswagen den Spieltrieb wirklich animiert. Da ist auch die Nominierung zum Kinderspiel des Jahres 2023 gerechtfertigt.
Ein Geschicklichkeitsspiel für kleine Naturschützer
In der schönen Meeresbucht schwimmt eine ganze Menge Müll. Dosen und Flaschen verschmutzen bereits den ganzen Strand. Das kann und darf so nicht bleiben!
Deshalb geht es zusammen mit Captain Nature aufs Boot, um den ganzen Unrat einzusammeln, damit die Meeresbewohner wieder in die Bucht zurückkommen können.
Bevor es mit dem Boot auf Tour geht, wird auf einem Tisch (bzw. auf einer glatten Oberfläche, die alle gut erreichen können) mit Hilfe von Bojen ein Feld abgesteckt, in dem verschiedene Meeresbewohner und Müll verteilt werden.
Anschließend erhält jeder Mitspielende eine Karte, auf der angegeben ist, welcher Müll bei der nächsten Fahrt gesammelt werden muss.
Abwechselnd muss das Boot nun so durch die Bucht manövriert werden, dass dabei nur Müll (und keine Meerestiere!) eingesammelt wird. Der Clou: Es wird blind gefahren!
Sich dabei zuvor einen Weg einzuprägen, den man dann mit dem Boot abfahren will, klingt leichter als es letztendlich ist. Deshalb dürfen einmal im Spiel auch die Mitspielenden durch Zurufe helfen.
Für jede erfüllte Karte kommt dann ein Meeresbewohner zurück in die Bucht und der Müll in den Container. Wenn die Bucht sauber ist, gewinnen alle gemeinsam.
„Captain Nature“ ist ein einfaches Geschicklichkeitsspiel, das das Thema Umweltschutz für die junge Zielgruppe auf spielerische Weise näherbringt. Das unberechenbare Sammeln erzeugt bei den Kids eine ganze Menge Spannung und bleibt in Erinnerung.
Ein kleines Manko: Das Boot ist etwas wackelig zusammenzustecken und fällt in Kinderhänden schnell auseinander. Wir haben es daher mit etwas Klebstoff fixieren müssen.
Wer auf der Suche nach einem kooperativen, gemeinschaftlichen Kinderspiel ist, der liegt mit „Captain Nature“ richtig.
Ein taktisches Kaffee-Legespiel – nicht nur für Fans von koffeinhaltigen Heißgetränken…
In „Café del Gatto“ schlüpft ihr in die Rolle von Baristas, die ihren KundInnen die cremigsten und schmackhaftesten Kaffeespezialitäten servieren möchten.
Jeder Mitspielende hat fünf verschiedene Kaffee-Spezialitäten vor sich liegen (Cappuccino, Espresso, Latte Macchiato…), die es mit Kaffee- und Milchsteinen zu befüllen und zu servieren gilt.
Jeweils fünf Steine mit unterschiedlichen Werten (Baristapunkte) und Eigenschaften (heiß, kalt, cremig) liegen hierfür in der Espressomaschine für alle Baristas aus.
Wer an der Reihe ist, kann sich einen dieser Steine kaufen, in dem er den aktuell gegenüberliegen Betrag bezahlt. Durch das Herausnehmen und Nachrutschen der Steine ändert sich dieser Wert immer wieder – wobei die frisch nachgelegten Steine ganz oben in der Maschine immer etwas kostspieliger sind.
Wer seinen Kaffee fertig befüllt hat, darf ihn servieren und erhält dafür neben den spielentscheidenden Baristapunkten auch zusätzliches Geld, wenn das Getränk möglichst gleiche Eigenschaften hat. Hier gilt es schnell zu sein, denn die hohen Baristapunkte sind limitiert. Wer zu spät kommt, muss auf niedrigere Werte zurückgreifen (oder seinen Kaffee mit Zuckerwürfeln aufpeppen).
Das Spiel endet, sobald es einem der Spielenden gelungen ist, alle fünf Sorten zu servieren.
Der Wettlauf um die besten Kaffeemischungen ist schnell gelernt, spielt sich flott und entwickelt eine coole Dynamik. Denn jeder einzelne gekaufte Kaffee- und Milchstein beeinflusst durch das Nachrutschen in der Espressomaschine den Preis für die Mitspielenden im Anschluss. Und jede servierte Tasse bedeutet weniger Baristapunkte für den Rest. Es muss ständig überlegt werden, ob man seine Spezialität lieber schnell serviert, und dafür weniger Punkte und Geld erhält, oder langsam ein Meisterwerk brüht, das zwar viele Punkte einbringt, aber am Ende sehr kostspielig wird.
Rund 40,- € klingen auf den ersten Blick viel für das taktische Familienspiel, doch das hochwertige Spielmaterial (tolle zweifarbige Acrylsteine!) stimmt milde.
Was allerdings die Katzen mit dem Spiel zu tun haben, erschließt sich uns nicht so richtig. Außer auf dem Coverartwork und in kleinen Details tauchen die Tiere im Spiel gar nicht auf. Hier wäre vielleicht an anderes Thema passender gewesen…
„Café del Gatto“ hat 2023 den österreichischen Preis: "SPIEL der Spiele 2023" gewonnen.
Plus
Tolles Spielmaterial
Minus
Katzen-Thema nicht greifbar
Getränkevorschlag
Musikvorschlag
Kaffee, Cappuccino, Espresso oder ein Latte Macchiato auf Eis
Unser Rudel liebt es sich in der trockenen Region aufzuhalten, aber die anderen Wölfe drängen schon in unsere Gebiete mit den Seen, denn die Wasserstellen sind gerade in den neuen Mondphasen wichtig, weshalb wir dort einen Unterschlupf für die jungen Wölfe gegraben haben. Auch die Beutetiere machen sie uns schon strittig. Es scheint als würden sie gerne so viele verschiedene Tierarten wie möglich reißen wollen. Also heißt es für mich neue einsame Wölfe in mein Rudel zu holen, denn vielleicht ist unter ihnen auch ein neuer Alphawolf, der dann die neue Baue errichten kann, um die Stärken des Rudels noch mehr auszuweiten.
Um nicht völlig gegen die anderen Rudel unterzugehen, müssen auch wir in neue Gebiete vordringen, auch wenn das durchaus gefährlich sein kann, da gerade unsere jungen Wölfe Angst in unbekannten Landschaften bekommen können und dann zu den einheimischen überlaufen können.
Doch am Ende geht es ums Überleben und darum Reviere mit genügend Unterschlüpfen an den Wasserstellen zu sichern und darum die jungen Wölfe zu schützen.
Die Wölfe ist ein wunderschönes Area Control Spiel, in dem man die Wolfs-Aktionen mit 1-3 Aktionsplättchen macht, die immer eine Landschaftsart auf einer Seite haben. Beim Aktivieren dieser Plättchen, werden sie umgedreht, wodurch sich eine andere Landschaft offenbart. Da man für die meisten Aktionen, wie einen Bau errichten oder einen einsamen Wolf bekehren, zwei gleiche Landschaftsplättchen braucht, muss man sich genau überlegen wie man wann welche Aktionen durchführt, um die passenden Plättchen zu haben.
Im Laufe des Spiels erweitert man so seine Territorien, erwirbt neue oder dominiert gegnerische Wölfe und versucht in den Wertungsphasen die passenden Gebiete zu beherrschen, um Siegpunkte zu erlangen. Nach 3 Wertungsphasen ist das Spiel beendet, wer die meisten davon hat, gewinnt.
Wer nicht zu harte Eurogames/Strategie/Area-Control-Spiele bevorzugt, sollte auf jeden Fall in Die Wölfe hineinschauen. Die grundliegenden Strategien sind nicht zu variabel, aber durch die verschiedenen Umstände, die entstehen können, muss man sich doch immer wieder anpassen und umdenken. Gerade die Mechanik mit den Landschaftsplättchen ist dabei ein kleiner, aber feiner Clou.
Die Welt der Brettspiele boomt. Es gibt Spiele für Fantasy-Fans, es gibt Spiele für Science-Fiction-Anhänger, es gibt Spiele für Naturkunde-Liebhaber und und und.
Doch wie sieht es bei Spielen für Heavy-Metal-Fans aus?
Bretthart ist ja bekanntlich der Spieleblog unserer Heimat bei www.Metal-Aschaffenburg.de – wo wir schon seit vielen Jahren über lokale und regionale Bands aller härteren Gangarten berichten. Grund genug also, um mal genauer zu beleuchten, ob es auch Spiele gibt, die sich mit der besten Musik der Welt auseinandersetzen…
"From The Other Side" nennt sich das neueste Spiel der "Heavy Metal Boardgame Collection" von Scribabs. Der Untertitel lautet: "An Adventure with Blind Guardian", deren Drummer Frederik Ehmke sogar Co-Autor des Spiels ist. Inwieweit sich die Musik, die Songs oder die Texte der Band im Spiel wiederfinden, ist uns (noch) nicht bekannt.
Im Spiel geht es darum alle Aktionen der Mitspielenden kooperativ abzustimmen, um damit diverse Kreaturen zu bekämpfen, bevor der Drache Phylax der Dunkle die Oberfläche erklimmt.
Seit jeher handeln fast alle Texte der schwedischen Band von kriegsgeschichtlichen Ereignissen – was nicht jeder gut findet und gut finden muss. Mit diesem Hintergrund ist aber natürlich völlig klar, dass sich auch „A Battle Through History“ den Schlachten und Kämpfen der Menschheitsgeschichte widmet.
In der Rolle als zeitreisender Sabaton bewegt man sich durch verschiedene Epochen der Geschichte, um dort Schlachten (auch gegen MitspielerInnen) zu schlagen, Einheiten zu gewinnen und Reliquien zu sammeln, um am Ende des Spiels als ruhmreicher Sabaton in die Geschichte einzugehen.
Dabei stützt sich „A Battle Through History“ auf ein ausgeklügeltes, Deckbuilding-System mit großer taktischer Komponente. Reine Gelegenheitsspieler sollten unbedingt vorher prüfen, ob sie sich dieses durchaus komplexe Kennerspiel wirklich zutrauen, denn im Gegensatz zur Musik von Sabaton ist „A Battle Through History“ keine massentaugliche Konsenskost.
Man muss aber kein Fan der Band sein, um am gemeinsam mit Sabaton-Bassist Pär Sundstrom entwickelten „A Battle Through History“ Freude zu haben. Ein Faible für variable, taktische und epochenübergreifende Kartenschlachten mit hohem Wiederspielwert reicht völlig aus. Ein überraschend spannendes Spiel.
Schon einige Zeit vor Sabaton, hat das gleiche Entwickler-Team (Scribabs) ein Brettspiel für die deutsche Powermetal-Größe Powerwolf entwickelt.
In „Armata Strigoi“ stellen sich die SpielerInnen als Powerwolf-Rudel der dunklen Bedrohung durch die letzten Strigoi in der Region Wallachia im Süden Rumäniens. Um zu gewinnen, müssen beide Vampire in deren von untoten Kreaturen heimgesuchten Festung besiegt werden. Anfangs unverwundbar, werden die Vampire durch sammeln von Blutpunkten und hilfreicher Ausrüstung angreifbar. Doch Vorsicht! Ist einer der beiden Strigoi besiegt, beginnt die ganze Festung einzustürzen und der Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Wie „A Battle Through History“ hat auch „Armata Strigoi“ Deckbuilding-Elemente, die in einem Semi-kooperativen Dungeon Crawler eingebettet sind. Ziel ist es, seinen Wolf nach und nach so weit zu verbessern, dass man mit Hilfe von Waffen oder Ausrüstung die Chancen für den finalen Kampf gegen die Strigoi erhöht.
„Armata Strigoi“ ist ebenfalls ein anspruchsvolles Kennerspiel, mit dem unerfahrene BrettspielerInnen anfangs schnell überfordert sein dürften. Viele kleine Regeln machen den Einstieg schwer. Ist man mit dem Regelwerk warm geworden, macht das Powerwolf-Brettspiel für einige Partien durchaus Spaß! Viele schöne Easter-Eggs, coole Miniaturen und hervorragende Illustrationen sorgen für einen optischen Hochgenuss – wenn auch der Wiederspielwert nicht ganz so hoch ist wie in „A Battle Through History“.
Vielleicht hilft hier aber die Erweiterung „Armata Strigoi: Ressurrection“, die ebenfalls bei Pegasus Spiele erhältlich ist… (Rezension folgt!)
Mit Alive or Undead hat Scribabs jüngst ein kooperatives Kartenspiel im Powerwolf/Armata Strigoi-Universum vorgestellt, das durchaus Spielspaß verspricht. (Rezension folgt)
Ebenfalls brandneu: The March Of The Tyrant! Ein gemeinsam mit Rhapsody Of Fire entwickeltes Spiel, das (passend zur Musik) viele epische Momente verspricht! (Rezension folgt)
Wo Scribabs mit Sabaton und Powerwolf auf (vermeintlich) sichere Band-Pferde (und Wölfe!) gesetzt haben, findet sich noch ein drittes Spiel in deren Sortiment, das einer deutlich weniger bekannten Metal-Gruppierung zuzuordnen ist: „011“ ist mit der schwedischen Band Therion verbunden.
In diesem mystisch-okkulten Spiel muss man im Turin des 19. Jahrhunderts eine sagenumwobene Orgel finden, die als einzige den Weltuntergang zu verhindern vermag – aber nur, wenn sie vom/von der „Auserwählten“ gespielt wird.
Doch da gibt es noch Fenrir, der erwachte Wolf-Gott, der genau dies verhindern will und mit der Orgel höchstpersönlich den Ragnarok einläuten will.
Klingt nach einem kompetitiven Wettlauf um die Zeit. Wir werden das Spiel sicherlich in Zukunft noch testen!
Zombiecide: Iron Maiden Charcter Pack 1-3
Zombiecide von CMON ist sicherlich eine der erfolgreichsten Zombiespiel-Reihen, die es gibt. Iron Maiden die vielleicht erfolgreichste Metal-Band aller Zeiten. Da passt es doch perfekt, dass mit den drei Zombiecide: Iron Maiden Charcter Packs eine Symbiose hergestellt wurde.
Über Zombiecide selbst müssen nicht mehr viele Worte verloren werden: Das rundenbasierte Gemetzel mit seiner Vielzahl an Helden, Waffen, Zombies und Monstern und spannenden Kampagnen mit modularem Spielaufbau hat sich zu Recht über die Jahre durchgesetzt und bietet Genre-Fans in seinen vielen Varianten (Zombicide 2. Edition, Zombicide: Undead or Alive, Cthulhu: Death May Die, Zombicide: Black Plague, Massive Darkness 2, Ankh: Die Götter Ägyptens, Zombicide: Invader und Rising Sun) viele viele Stunden Spielspaß!
Die Charakter-Packs enthalten neben den ikonischen Miniatur-Maskottchen-Inkarnationen Spielmaterial für jedes der Zombiecide Grundspiele. Nicht nur für Maiden-Fans eine coole Sache, denn man kann sich auch einfach so an den wirklich coolen Miniaturen erfreuen. Und den großen „Maxiaturen“ aus Pack 3.
„A Battle Through History“ oder „Armata Strigoi“ sind Spiele für Kenner. Doch nicht jeder Metal-Fan hat Lust, sich durch Seitenweise Regelerklärungen zu wühlen. Was also tun, wenn ein einfaches, schnelles Spiel für eine bierselige Runde gesucht wird? Auch hier gibt es natürlich Möglichkeiten für leichtgewichtigere Spiele (ist das dann noch Heavy Metal – oder eher Not-so-Heavy Metal?).
In "Festival" von GDM Games versuchen die Mitspielenden Ihre Besucher (in Form von Tetris-ähnlichen Puzzle-Stücken) Runde für Runde so gut wie möglich an Merchandise-Ständen, am Bierausschank oder vor einer Bühne zu platzieren, um dafür Punkte zu ergattern. Ein taktisches Legespiel, das zu viert am meisten Spaß macht.
"On The Road" von Helvetiq (Hutter Trade) ist ein einfaches (Familien)Spiel mit coolem Retro-Musik-Thema, in dem es darum geht, on the road möglichst viele Fans für den großen Festival-Auftritt seiner Band zu gewinnen.
Werfen wir zuerst einen Blick auf „Metal Mania“ von GDM Games
Ziel von „Metal Mania“ ist es, eine Band aus verschiedenen Musikern zusammenzustellen und durch Würfeln und cleveren Investitionen bis an die Spitze der Szene zu bringen! (Definiert durch 66 Siegpunkte)
Hierzu müssen Demos aufgenommen oder Konzerte und Tourneen geplant werden. Auch legendäre Partys dürfen nicht fehlen. Doch aufgepasst! Wer die Fähigkeiten seiner Musiker über oder unterschätzt, läuft Gefahr, dass diese mühselig oder sogar inaktiv werden und zu nichts mehr nutzen.
Die Regeln sind übersichtlich, multilingual und relativ einfach, so dass „Metal Mania“ als schnelles Karten- & Würfelspiel für zwischendurch durchaus taugt.
Die comic-artigen Illustrationen der bekannten, aber umbenannten Metal-MusikerInnen (na, wer verbirgt sich wohl hinter Gin Simons, Joe Dimayo oder Lisa White-Glue?) sorgen für ausreichend Metal-Bezug und witzige Fan-Momente.
Auch der Preis von knapp 18,- € ist mehr als fair für das kurzweilige Spielvergnügen – zumal auch das Spielmaterial tiptop ist.
Mit "The Band Is Even Better" hat Scribabs auch ein kleines Kartenspiel im Sortiment (leider nicht in D und nur über den Italienischen Shop erhältlich). Im Spiel geht es darum, eine Rock- und Metal-Band zusammenzustellen, die von Fans und Kritikern geliebt wird. Hierzu müssen verschiedenen Bandleadern möglichst gute und passende Musiker zugewiesen werden. Welcher Spieler hinter welcher Band steht, wird jedoch erst ganz zum Schluss offenbart.
„The Band is Even Better“ ist schlicht, einfach, braucht relativ wenig Platz und sorgt nicht nur mit seinen spaßigen Comic-Artworks (die an diverse mehr und weniger bekannte Metal-Musiker/Innen erinnern) für Lacher. Zum zocken auf dem Festival-Zeltplatz ist das kleine Spiel also ideal geeignet. Zumal man für die 10,- €, die im Shop des Verlags für das Spiel veranschlagt werden für die 74 Karten mehr als fair sind. Wären da nicht die Versandkosten…
Auch „Raise The Metal“ ist ein kleines Spiel mit einfachem Regelwerk für zwei und mehr SpielerInnen, die das Ziel haben, auf dem Weg zu einem Konzert möglichst viele Patches zu sammeln.
Hinter „Raise The Metal“ steht kein großer, professioneller Spieleverlag – daher ist es mehr als beachtlich, was das das Team um Christian „Chrittstein“ in dem in Eigenregie veröffentlichten Spiel auf die Beine gestellt hat. Man merkt, dass hier viel Liebe, Fleiß und Arbeit investiert wurde. Dabei sollte jedem, der die knapp 30,- € in das Spiel investiert, klar sein, dass dieses in vielen Belangen nicht mit den Maßstäben einer professionellen Produktion wie „A Battle Through History“ mithalten kann.
Im Spiel versuchen die SpielerInnen auf dem Weg zu einem Konzert möglichst viele Patches einzusammeln. Diese bekommt man durch klassische Quizfragen, speziellere Aufgaben oder man kauft sich diese mit seinem Geld, das man sich auf dem Weg zusammenspart…
Wer über die vielen Klischees und einige Plattitüden hinwegsehen kann, und keinen besonders tiefgründigen Spielspaß erwartet, der bekommt mit „Raise The Metal“ ein Spiel für eine gesellige Runde, bei der sich auch gut ein Bierchen nebenbei trinken lässt. Wenn man sich den Preis von knapp 30,- € (Versand innerhalb Deutschlands kostenfrei!) gemeinsam teilt, ist das voll vertretbar.
Wem die Fragen ausgehen, der kann inzwischen auf zwei Erweiterungen („Quest Card Sets“; zum selbst ausdrucke und fürs Smartphone!) zurückgreifen. Außerdem gibt es auf der Website zusätzliches Spielmaterial zum selbst ausdrucken. Coole Sache!
Als Klassiker zählt inzwischen „Rock Science“ - das wahrscheinlich beste reine Quiz-Spiel zum Thema Rock & Metal.
Ganz im Trivial-Pursuit-Style müssen Fragen zu einem zuvor erwürfelten Thema (z.B. „Songs“, „Albums“ oder „Sex, Drugs & Rock 'n' Roll“) beantwortet werden. Dafür kann sich der/die SpielerIn für einen Schwierigkeitsgrad entscheiden (Poser, Fan oder Scientist?), der dann mehr oder weniger Punkte einbringt. Die Mitspielenden versuchen derweil einzuschätzen, ob die Frage richtig oder falsch beantwortet wird. Man muss also kein Musik-Nerd sein, um trotzdem Punkte zu sammeln. Wer zuerst eine ganze Runde auf dem (sehr übersichtlichen) Spielfeld schafft, gewinnt das Spiel.
Cooles Teil für Quiz-Fans, das dank der 1600 Fragen auch nicht so schnell langweilig wird. Wer es etwas spezieller mag: Es gibt auch eine Marshall und Motörhead-Edition der „Rock Science“.
Für die über 70 Varianten (u.a. auch ein 80er-Quiz, Kino-Quiz oder ein Bier-Quiz) umfassende Quiz-Reihe von Ars Vivendi wurde Anfang 2022 das „Heavy Metal-Quiz“ neu aufgelegt. Nun steht und fällt jedes Quiz mit der Qualität der Fragen – und da hat Autor Stefan Gnad echt gute Arbeit geleistet.
66 knifflige Fragen mit je drei möglichen Antworten sind in der kleinen Box enthalten und decken eine realtiv große Bandbreite von Artworks bis hin zu Texten ab.
Trotz des wertigen Materials sind 14,95 € für 66 Karten schon ziemlich knackig (man ist halt in einer halben Stunde durch). Wenn ihr euch den Preis aber teilt und das „Heavy Metal-Quiz“ als Zeitvertreib für die Fahrt zum nächsten Konzert oder Festival nutzt, dann ist das okay.
In Zusammenarbeit mit Lacuna Coil hat der Spielentwickler Labmasu 2021 erfolgreich das Metal-Kartenspiel „Horns Up!“ auf Kickstarter abgeschlossen.
Das Spiel liegt uns zwar nicht vor, klingt aber nach einem spaßigen kleinen Kartenspiel, bei dem die Verpackung als Bühne fungiert und zwei bis neun (!) SpielerInnen versuchen, sich so weit wie möglich nach vorne zu kämpfen.
Wer den Geschäftssinn von Bands wie AC/DC, KISS oder Metallica kennt, der dürfte sich nicht wundern, dass auch diese drei Szene-Größen eigene Brettspiele im Sortiment haben.
In allen drei Fällen sind dies Sondereditionen des klassischen Monopoly, die mehr oder weniger Begrifflichkeiten aus den Band-Kosmen adaptiert haben. Die AC/DC-, und KISS-Version wurde mit vielen Bildern und Albencovern aufgewertet, während sich die Metallica-Variante eher am klassischen Artwork orientiert und traditioneller gehalten ist. Die Zinnfiguren wurden in allen Varianten den Bands angepasst. So gibt es bei den Australiern z.B. die Wahl aus TNT, den Hells Bells oder Angus´ Schulmütze; bei Metallica hingegen einen Hammer, eine Waage oder eine Schlange.
Alles leider nicht besonders kreativ und nur für Fans empfehlenswert, die wirklich alles von ihren Idolen brauchen…
2008 gab es zudem ein „KISS DVD Board Game“, von dem es vereinzelt noch einige Exemplare zu kaufen gibt.
Etwas besser machen es Rammstein. Im Shop der Band gibt es ein für Rammstein maßgeschneidertes Quiz-Spiel „Ja-Nein-Rammstein“, das mit immerhin 400 Fragen rund um die Band das Wissen eines jeden Fans auf die Probe stellt. Das Spielbrett ist schick gemacht (wie überhaupt das gesamte Artwork) – doch beim Preis von 65,- € für ein „banales“ Quiz-Spiel mit immer geringer werdendem Mehrspielwert, muss man schon sehr großer Fan sein!
Gerade in Produktion befindet sich das per Kickstarter finanzierte „Cryptic Explorers“, ein asymetrisches Sci-Fi/Horror-Brettspiel, bei dem die SpielerInnen in das Totenreich hinabsteigen, um dort verborgenes Wissen zu stehlen. Klingt nicht nur thematisch wie etwas, das auch Metal-Fans anspricht, sondern bedient sich auch der Ästhetik der Death- und Black-Metal-Szene.
Wir hoffen, ihr habt Spaß mit unserem Special gehabt. Erzählt uns gern von Spielen, die wir vergessen oder übersehen haben!
Ihr wollt wissen, wer diese TypInnen von Bretthart sind? Hier ist die Möglichkeit! Wir stellen vor: Jonah!
Wer bist du?
Ich bin Jonah Klein und ich spiele gern.
Welche Spielfarbe wählst du?
Rot
Welche Spielfigur würdest du gerne mal treffen? Und warum?
Ein Ungeheuer aus Ungeheuer Hungrig, weil ich Ungeheuer mag
Welcher Spielfigur willst du nachts lieber nicht begegnen
Leo aus Leo muss zum Frisör, weil er mich fressen könnte.
Wie gut kannst du verlieren?
Mittel
In welchem Spiel würdest du gerne wohnen?
Draftosaurus – weil ich Dinos gerne mag
Welche Musik begeistert dich?
Heavysaurus, Unknown Voyage
Ihr wollt wissen, wer diese TypInnen von Bretthart sind? Hier ist die Möglichkeit! Wir stellen vor: Anneke!
Wer bist du und woher kommst du?
Ich bin Anneke Klein, 11 Jahre alt. Beruflich arbeite ich als Schülerin
Welche Spielfarbe wählst du?
Kommt drauf an, wie ich gerade drauf bin. Aber meistens gelb.
Welche Spielfigur würdest du gerne mal treffen? Und warum?
Ich würde gerne mal Merlin aus Dungeon Fighter treffe, weil er mir dann Zaubern beibringen kann.
Welcher Spielfigur willst du nachts lieber nicht begegnen
In Similo Harry Potter: Du weißt schon wem… (dem würde ich generell ungern begegnen)
Wie gut kannst du verlieren?
Ich hasse es zu verlieren. In Spielen bin ich total ehrgeizig.
In welchem Spiel würdest du gerne wohnen?
Ich würde gern im Spiel Fabelland wohnen, weil ich Freizeitparks liebe.
Welche Musik begeistert dich?
Ich höre alles von Klassik bis Metal. Die einzige Musikrichtung, die ich hasse ist Schlager
Ihr wollt wissen, wer diese TypInnen von Bretthart sind? Hier ist die Möglichkeit! Wir stellen vor: Jochen!
Wer bist du?
Jokus der Würzlose (Jochen Löblein), Chemiker aus Würzburg.
Neben Brettspielen interessiere ich mich auch für Vögel, den Wald, die Astronomie und 3D-Druck
Welche Spielfarbe wählst du?
Rot (ausweichfarben sind schwarz und grün)
Bei dieser Gelegenheit möchte ich die absurde Spielfarbenwahl bei neueren Spielen anprangern! Als Beispiel: Pandemic Legacy 2, Spielfarben: weiß, dunkelgrau, türkis, rosa… Das ist aber nicht das einzige Spiel.
Tauschst du zweimal Lehm gegen ein Getreide?
Natürlich! Die beiden Lehm nehme ich gerne .
In welchem Spiel würdest du gerne wohnen?
Spirit Island, eine Insel mit abwechslungsreichen geografischen Gebieten und man wird auch noch von mächtigen Naturgeistern beschützt.
Welche Spielfigur würdest du gerne mal treffen? Und warum?
Mr. X aus Scotland Yard. Er könnte eine Menge darüber erzählen, wie man seine Gegner hinters Licht führt. Weiterhin schafft er es (oft) sich gegen ein ganzes Team an Gegenspielern zu wehren bzw. ihnen durch die Finger zu gleiten.
In welches Spiel würdest du einen Erzfeind schicken?
Robinson Crusoe, alleine auf einer einsamen Insel mit einem Haufen Gefahren…
Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?
Risiko und Stratego. Man würde statt einfach nur eine Anzahl an Truppen die Einheiten aus Stratego bauen und bei einem Angriff eine Partie Stratego mit den angreifenden Einheiten gegen die Verteidigenden spielen (ähnlich wie bei den „Total War“ PC-Games).
Welche Band muss für welches Spiel den Soundtrack schreiben?
In Extremo für Quacksalber von Quedlinburg
Welche Band muss unbedingt ein eigenes Spiel veröffentlichen?
Eskimo Callboy. Bunte lustige Spiele kann es nicht genug geben.
Welches Spiel hättest du gerne erfunden?
The Mind, dieses Spiel ist von der Idee her sehr einfach. Man muss diese Idee nur haben… Mit einem Geistesblitz (der mit Sicherheit nicht zufällig einem begabten Spielemacher wie Wolfgang Warsch kam) wurde ein Spiel entwickelt, das zum Spiel des Jahres nominiert wurde. Vermutlich ein Spiel mit dem besten Aufwand/Verkaufszahlen-Verhältnis (sobald man die Idee hatte).
Ihr wollt wissen, wer diese TypInnen von Bretthart sind? Hier ist die Möglichkeit! Wir stellen vor: Steffen!
Wer bist du?
Steffen, linksrheinischer Ex-Archäologe, Wortschmied & Hobbygärtner
Welche Spielfarbe wählst du?
Die, die übrig bleibt; von „wählen“ kann dann keine Rede mehr sein.
Tauschst du zwei Mal Lehm gegen ein Getreide?
Wenn ich an der Reihe bin und das Getreide mir unmittelbar was bringt (Siegpunkt durch größte Rittermacht oder Bau einer Stadt oder Siedlung). Dann darfst du, wenn du nach mir dran bist, gerne deine olle Stadtmauer bauen.
Und ja, wir spielen Siedler in der einzigen Form, die legal sein sollte: mit den Erweiterungen „Seefahrer“ und „Städte und Ritter“. Kein Basis (wenn ich soviel Glücksspiel wollte, könnte ich auch ins Casino gehen), kein neumodisches Gedöns (nein, auch nicht „Der Schokoladenmarkt“; das Product Placement eines Schokoladenquadratherstellers). Die alte Version mit den Holzfiguren; Plastik ist doof.
Dann noch die bretthart-Hausregeln, wenn ich bitten darf! (Der (See-)Räuber darf auch schon in der 1. Runde versetzt werden; weil: wir sind „bretthart“, nicht „weichgespült“).
Noch Fragen, Hauser?
In welchem Spiel würdest du gerne wohnen?
In einem dreidimensionalen, 2D fühlt sich immer so flach an, auch wenn man dann besser aufs Brett passt. Ausreichend groß sollte es auch sein; also mindestens 2 Quadratmeter, damit ich mich auch mal hinlegen kann.’
Welche Spielfigur würdest du gerne mal treffen? (Und warum?)
Mich selbst; dann wüsste ich, wie ich als Spielfigur aussehe und ob ich in einem Brettspiel gerne wohnen würde.
In welches Spiel würdest du deinen Erzfeind schicken?
Der Erzfeind, der „beim Spielen einfach entspannen und nicht nachdenken möchte“ wird nacheinander in alle „Kennerspiele des Jahres“ geschickt, alle anderen bei „Anti-Spielen“ wie „Mensch-ärgere-dich-nicht“ oder „Monopoly“ in die Endlosschleife.
Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?
„Unicorn Fever“ & Go.
Welche Band muss zu welchem Spiel den Soundtrack schreiben?
Electric Callboy zu „The Loop“.
Welche Band muss dringend ein eigenes Spiel veröffentlichen?
Knorkator sollte dringend das Lernspiel „Wie weit ist es bis zum Horizont?“ herausbringen.
Welches Spiel hättest du gerne erfunden?
Schach. Dann wär ich ein Genie und hätte der Anekdote nach ziemlich viele Reiskörner.