Surfosaurus Max

Ist das etwa einfach Poker mit Uno gemischt? Das klingt irgendwie zu simpel für Spielspaß. Oder?
Das war unser erster Gedanke, als wir die kurze und bündige Anleitung zu Surfosaurus Max gelesen haben. Denn im Prinzip spielen alle nacheinander erst eine Karte, dann eine zweite im Wert von 1-12 offen aus. Haben alle 2 Karten vor sich liegen, wird ähnlich wie bei Pokerregeln geschaut was die höchste Kombination aus 4-5 Karten ergibt. Beispielsweise 5 gleiche Karten oder eine Straße. Diese werden dann gewertet. Hohe Karten geben wenig, niedrige Karten viele Punke. Fertig. Nach 2-3 Runden werden die Punkte gezählt. Der Dino mit den meisten gewinnt.

Das ist alles? Ja! Aber es steckt so viel Mind- und Metagame in diesem Spiel, was einem erst beim Spielen bewusst wird. Spielt man zunächst hohe Karten an, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass sie gewertet werden? Spielt man auf Pärchen oder doch lieber riskant auf 5 gleiche Karten? Spielt man eine niedrige Karte mit der Gefahr, dass sie gegen Ende der Runde aus der Wertung fliegt? Spielt man eine hohe Karte, um eine niedrige vom Gegner oder der Gegnerin rauszuwerfen?

Alles in Allem ist Surfosaurus Max nicht nur ein phantastisch skurril designtes (Hallo! Surfende Dinos!), sondern auch ein sehr kurzweiliges und überraschend simples, aber taktisches Spiel, das man überall mit hin nehmen kann. Nicht umsonst war es für uns ein suchterregender Dauerbrenner während der Wartezeiten auf der Spiel 23!

Plus

  • Skurriles Design
  • Simpel, aber taktisch
  • Kurzweilig

Minus

  • Einige Karten sind unübersichtlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Hawaii Surfer

Beach Boys

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Loosey Goosey Games

2-6

20 Minuten

ab 10

St. Patrick

Ein kleines, aber feines aufgepepptes Stichspiel für zwischendurch
In der Legende heißt es, dass der Heilige St. Patrick einst alle Schlangen aus Irland vertrieben hat.
Im Kartenspiel „St. Patrick“ versuchen wir den giftigen Bissen der Schlangen zu entgehen und dem Namensgeber damit zu helfen, die Reptilien in die Flucht zu schlagen.

In seinen Grundzügen ist „St. Patrick“ ein ganz klassisches Stichspiel (der höchste Wert der ausgelegten Farbe gewinnt den Stich) für drei bis vier Mitspielende.
So weit, so austauschbar? Nein, denn ein paar Eigenheiten werten das Spiel auf.

Bevor es an das Ausspielen der Karten geht, notieren sich alle Mitspielenden jeweils 20 Lebenspunkte und geben ein bis drei Karten im Uhrzeigersinn weiter. Anschließend nimmt sich reihum jeder eine bestimmte Menge der kleinen Reliquien-Chips (Kleeblätter) – so lange, bis alle gepasst haben oder keine Reliquien mehr vorhanden sind. Dann hat die Gier gesiegt, die Menge der genommenen Reliquien wird von den Lebenspunkten abgezogen und die Kartenhand wird weitergereicht.
Andernfalls geht es in die Stichphase. Für jede Schlangenkarte, die man mit einem Stich erhält, verliert man eine Reliquie (in zwei Fällen sogar drei Stück). Hat man keine mehr, verliert man stattdessen Lebenspunkte.
Es gilt also in jeder Runde immer gut abzuwägen, welche Karten man weitergibt und wie viele Reliquien man nimmt, damit man am Ende weder zu gierig, noch zu vorsichtig war.

Mit diesen kleinen Taktik-Kniffen macht sich „St. Patrick“ spannend und hebt sich von traditionellen Stichspielen ab. Außerdem sehen die Karten (speziell die schwarzen Schlangenkarten!) richtig stark aus!
Ob beides ausreicht, um sich bei all der starken Konkurrenz einen Platz im Spieleregal zu sichern, muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

Plus

  • Für alle Altersgruppen geeignet
  • Teils tolles Design

Minus

  • Teils seltsame Bezeichnungen (Kleeblätter = Reliquien?)
  • Schnell abnutzendes Spielprinzip (Dauerspielspaß?)

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Irish Coffee oder abends auch mal einen irischen Whiskey

Skyclad – „Oui Avant Garde A Chance“ oder Fiddler´s Green – „Acoustic Pub Crawl“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacus Spiele

3-4

25 Minuten

ab 10

Cartzzle Klassik – „Die Kinderspiele“

Kartenlegen mal anders...
„Cartzzle“ ist eine coole Alternative zu herkömmlichen Puzzles. Statt typischer Puzzleteile gilt es hier Karten passend an- und übereinander zu legen. Durch das Überlappen der Kartenausschnitte, ergeben sich mehrere Möglichkeiten, wie sich das Bild gestaltet. So ist z.B. im uns vorliegenden „Die Kinderspiele“ mal jemand im Fensterrahmen zu erkennen – und mal nicht. Je nachdem, welche Karte oben liegt.

Daraus ergeben sich auch die Aufgaben der „Cartzzle“, denn jedes Motiv kann mit Vorder- und Rückseite mit unterschiedlichen Zielen gleich mehrfach gecartzzlet werden.
Da man sich wirklich mit jedem Detail des Bildes beschäftigt, bekommt man einen tollen neuen Blick auf die alten Gemälde und entdeckt sicherlich ganz neue Facetten der Werke.

Die drei in der Reihe „Klassik“ erschienenen Teile (darunter auch das berühmte „Der Kuss“ von Klimt) richten sich mit ihren Motiven von klassischen Gemälden vor allem an (ältere) Kunstliebhaber.
Die drei Cartzzle-„Kreativ“-Teile („Kuriose Basilika“, „Extreme Expedition“ und „Grenzenloser Sagenwald“), deren Bilder speziell für diese Edition gezeichnet wurden, sind auch für jüngere Puzzle-Fans interessant.

Plus

  • mehrfach spielbar

Minus

  • Guter Untergrund ist nötig, sonst rutscht alles durcheinander

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

Devin Townsend – „The Puzzle“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Huch!

1-X

30 Minuten

ab 8

Caper Europe

Zwei Diebesbanden im Duell um die beste Beute
Im Pariser Louvre wird ein neues, wertvolles Gemälde ausgestellt. Gleich zwei fiese Diebesbanden haben es auf das begehrte Kunstobjekt abgesehen.
Der „Schmuggler“ hat sich mit dem „Starlet“ zusammengeschlossen, um mit Hilfe eines „Plasma-Schneiders“ in das berühmte Gebäude einzusteigen, doch der Coup wird vom „Gentleman“ vereitelt. Der gewitzte Anführer der Bande hat seinen Einfluss geltend gemacht und konnte deshalb unbemerkt ins Museum einsteigen, um sich das Gemälde unter seine Nägel zu reißen…

In Caper Europe koordinieren zwei Mitspielende ihre Diebesbanden in europäischen Städten, heuern Diebe an und statten sie mit der richtigen Ausrüstung aus, um möglichst geschickt an wertvolle Beute zu gelangen.

In 6 Runden wird abwechselnd eine Karte von der Hand an einen der drei Orte ausgespielt. Anschließend wechseln die restlichen Handkarten zum Gegenüber – man muss also nicht nur darauf achten, ein schlagkräftiges und effektives Team zusammenzustellen, sondern auch bedenken, welche Karten man seiner Konkurrenz zuspielt.
Jede Karte hat dabei andere Auswirkungen. Manche vergrößern den Einfluss an Orten (was am Ende wichtige Siegpunkte bringen kann), mit anderen gelangt man direkt in den Besitz von Kunstgegenständen. Einige Karten bringen erst am Ende des Spiels wertvolle Siegpunkte ein oder lösen Effekte ein weiteres Mal aus.
Am Ende der 6. Runde wird abgerechnet. Wer am meisten Siegpunkte hat, gewinnt.

Was sich in der Anleitung noch etwas sperrig und kompliziert liest, entpuppt sich schnell als cooles, gut von der Hand gehendes Zwei-Spieler-Spiel mit großer Spannung. Unsere gespielten Partien waren allesamt bis zum Ende offen und gingen fast immer sehr knapp aus.
Durch die unterschiedlichen Kartensets (es gibt mehrere Städte mit zusätzlichen Karten und jeweils eigenen Sonderregeln) hat „Caper Europe“ einen hohen Wiederspielwert.
Außerdem sind Verpackung, Spielmaterial und Inlay ganz Feuerland-typisch super-hochwertig und mit viel Liebe zum Detail in coolem Comic-Look und mit feinem Humor gestaltet.

„Caper Europe“ ist ein exzellentes Zwei-Personen-Spiel und eine klare Empfehlung für feine Brettspiel-Duelle!

Plus

  • Tolles, hochwertiges Spielmaterial und klasse Inlay!
  • Cooles Design
  • Kurze Spieldauer

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee

High On Fire – „Surrounded By Thieves“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Feuerland

2

ca. 30 Minuten

ab 10

Leo muss zum Friseur

Ein moderner Kinderspiel-Klassiker
Oha! Was für eine Mähne! Leo der Löwe muss unbedingt zum Friseur, sonst wächst ihm seine Mähne noch vollends über den Kopf!
Früh morgens macht sich Leo auf den Weg zu Bobos Salon. Doch auf dem Weg dorthin trifft er viele Bekannte, mit denen er sich über den neuesten Tratsch aus der Tierwelt unterhält. Ob er es noch vor Sonnenuntergang zu Bobo schafft?

Als „Leo muss zum Friseur“ 2016 erschien, wurde es als „Bestes Kinderspiel“ vom deutschen Spielepreis und „Spiele Hit für Kinder“ von der Wiener Spieleakademie ausgezeichnet sowie zum „Kinderspiel des Jahres“ nominiert.

Auch Anno 2023 ist die kooperative Mischung aus Karten-, Bewegungs- und Memory-Spiel kein bisschen eingestaubt und macht noch eine ganze Menge Spaß!

Wer das Kinderspiel also bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, der darf bei der Neuauflage gerne zugreifen!

Für Vielspieler lohnt sich auch die tolle Spielmatte: https://abacusspiele.de/produkt/leo-spielmatte/

Plus

  • Abwechslungsreich und immer anders

Minus

  • Kann manchmal frustrierend sein

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Keine Zeit! Leo muss zum Friseur

Die Ärzte – „Le Frisur“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacus Spiele

2-5

30 Minuten

ab 6

Infernal Wagon

Ein hektisches, kooperatives Mini-Spiel, in dem... Booooooooooom! Bang! Booooooooooom!
Booooooooooom! Mit einem ohrenbetäubenden Knall explodiert der Minenschacht vor den eigenen Augen. Jetzt gilt es, dem  Einsturz so schnell wie möglich zu entkommen bevor wir von den Felsen im Bergwerk begraben werden.

Durch gute Zusammenarbeit müssen alle Mitspielenden einen Weg nach draußen finden. Dafür bleiben jedoch nur sieben Minuten Zeit!

Möglichst schnell versuchen alle Mitspielenden ihre Handkarten an die Schienentrasse anzulegen. Stimmt das angelegte Symbol mit dem Schienenende überein, passiert nichts. Sind die Symbole unterschiedlich, dann stürzt ein Teil des Schachts ein. In gefährlichen Passagen passiert sogar schlimmeres!
Das Besondere: Alle spielen Gleichzeitig und jeder legt seine Karte an wann er will – nur nicht zweimal hintereinander. Um mit der Draisine möglichst schnell vorwärts zu kommen, ist Absprache und Zusammenarbeit wichtig. Doch der Zeitdruck ist immens und es bleibt nicht aus, dass alle Beteiligten hier und da Risiken eingehen, um überhaupt ins Ziel zu gelangen.
Das führt reihenweise zu panischen Momenten und hektischen Kartenschleudereien, in denen der Überlebenskampf auf der Draisine sehr lebhaft wird. Die sieben Minuten sind wirklich sehr knapp und zerren so krass an den Nerven, dass ihr euch je nach Vorlieben eurer Spielegruppe vorher überlegen solltet, den Timer eventuell abzuschalten.

Wem das Grundspiel zu leicht ist (Haha! *manisches Gelächter*), dem seien die bereits enthaltenen Erweiterungskarten (Stille, Flüche, Kehrtwenden) ans Herz gelegt.
Mit den „Lässig“-Karten kann man jedoch auch etwas Erleichterung ins Spiel bringen (*puh!*).
Zusätzlichen Anreiz bringen die Erfolge, die man nach Erreichen des Ziels ankreuzen darf.

Infernal Wagon ist ein hektisches Mini-Kartenspiel, in dem die Nerven der Beteiligten stark beansprucht werden. Durch die kooperative Spielweise bietet das kleine Game jedoch mal einen ganz anderen Ansatz für das typische „Spiel für Zwischendurch“.

Plus

  • Schwierigkeitsgrad in verschiedenen Stufen anpassbar!
  • Passender Timer (auf YouTube) verfügbar
  • Superschneller Spielspaß!

Minus

  • Nix für ruhige SpielerInnen

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Nix – dafür ist keine Zeit!

Infernal – „1922“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Iello / HUCH!

2-5

7 Minuten

ab 8

Fish & Katz

Sammle in diesem Reaktionsspiel Fische mit deiner Tatze!
Wenn die alten Fischbudenbesitzer Pause machen, übernehmen ihre Katzen den Stand auf dem Fischmarkt. Und es gib nur eines, was die Miezen mehr lieben als ihre Besitzer: Fisch!

Mit einer von sechs süßen Katzenpfoten ausgestattet, versuchen alle Mitspielenden auf Kommando gleichzeitig eine von mehreren Fischkarten in der Tischmitte zu erbeuten. Greifen mehrere Katzen nach der gleichen Karte, gehen diese leer aus. Liegt nur die eigene Tatze auf der Karte, darf man den Fisch behalten.
Sobald eine Katze aus der Runde zwei Mal drei (oder mehr) gleiche Fische ergattert hat, werden Punkte verteilt. Hat jemand sechs Punkte gesammelt, steht die Gewinnerkatze fest!

Weil die Spielregeln von „Fish & Katz“ so einfach und schnell erklärt sind, ist das Reaktionsspiel für Jung und Alt gleichermaßen geeignet. Eine Partie ist in 15-20 Minuten gespielt und schnell mal „zwischendrin“ untergebracht und erfordert keine hochkomplexen Strategiekenntnisse.
Und, ganz ehrlich: Wer kann denn den kleinen Katzenpfoten schon widerstehen?
Kurzum: Ein feines Spielchen, das am besten in einer großen Gruppe funktioniert und durchaus als Alternative zu diversen Klassikern am Familienspieltisch taugt.


Toll auch, dass „Fish & Katz“ das Projekt Trees For The Future unterstützt und die enthaltenen Kunststoffmarker aus dem recycelten Material RE-Plastic hergestellt sind.

Plus

  • Süße Illustrationen
  • Generationenübergreifend

Minus

  • Ein/Zwei Kniffe für mehr Komplexität (Zusatzregeln) wären toll

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Sake mit Yuzu für die Erwachsenen. Für die Kids: Zitronenlimonade

Fish – „Vigil In A Wilderness Of Mirors“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Heidelbär Games

1-6

15-20 Minuten

ab 6

Decktective – Den Tod kann man nicht betrügen

Ein kompaktes, kooperatives Krimi-Spiel im Kartenformat
Wir schreiben das Jahr 1950. Im Domein Casino in Las Vegas werden vier Leichen an einem Spieltisch entdeckt. Darunter auch der Bürgermeister der Stadt. Was ist hier passiert?
Als Ermittler machen wir uns ans Werk, um den mysteriösen Fall zu lösen…

Der Einstieg ins Spiel ist denkbar einfach: Der Spielaufbau erklärt sich innerhalb der ersten Karten von selbst. Dann werden die Karten an alle Mitspielenden verteilt. Anschließend muss reihum jeder für sich selbst entscheiden, ob die eigene Handkarte offen ausgelegt und vorgelesen wird (sofern möglich), oder ob die Karte verdeckt und geheim ins Archiv wandert.
Stück für Stück erschließt sich so der Fall und es gilt am Ende aus allen vorhandenen Informationen, Indizien und Spekulationen die richtigen Schlüsse zu ziehen um alle abschließenden Fragen zu beantworten.

„Decktective – Den Tod kann man nicht betrügen“ ist prinzipiell auch alleine spielbar, macht aber mit mehreren Personen natürlich deutlich mehr Spaß. Denn gerade die, Diskussionen, Vermutungen und Theorien, die gemeinsam aufgestellt werden, machen das kleine Kartenspiel zum Ereignis am Tisch.
Die Storyline ist gut geschrieben und lässt schnell in die das Las Vegas der 50er eintauchen. Das Spielprinzip (dem sich so ähnlich zuletzt auch Unsolved bedient hat) ist einfach zu verstehen und sowohl für Neulinge, als auch für Crime-Veteranen geeignet.

So bekommt man für superfaire 12,- € ein Krimi-Spielen im kompakten Deckscape-Format. Feine Sache!

In der Decktective-Reihe sind neben „Decktective – Den Tod kann man nicht betrügen“ bis jetzt erschienen:

-	Albtraum im Spiegel
-	Der letzte Wille
-	Das gespenstische Gemälde
-	Blutrote Rosen

Plus

  • Auch solo spielbar!
  • Günstig

Minus

  • Der „3D-Tatort“ ist eine coole Idee – könnte gern noch mehr ins Spielgeschehen involviert werden…

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Whiskey

Adrenaline Mob – „Omertá“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacus Spiele

1-6

ca. 30-60 Minuten

ab 12

Sherlock – Das Collier

Detektivarbeit im Kartenformat
In der Nacht nach einer Preisverleihung verschwindet das wertvolle Frida-Collier.
Gleich mehrere der Anwesenden sind tatverdächtig. Doch wer hat es gestohlen? Und aus welchem Grund?

Gleich bis zu acht ErmittlerInnen können die Spuren des Diebstahls aufnehmen (Solo geht auch!) und müssen dabei aus allen zur Verfügung stehenden Karten mit Indizien, Zeugenaussagen & Co. die wichtigen Beweise von den unwichtigen Trennen, um am Ende alle Fragen zum Fall richtig zu beantworten und möglichst viele Punkte für die Lösung zu erhalten.

„Das Collier“ ist bereits der 15. Teil von „Sherlock“ (plus je drei Teile im „Mittelalter“ und „Far West“) – und dennoch ist es unsere erste Begegnung mit der Reihe von Abacus Spiele, die ja bereits mit „Deckscape“ und „Decktective“ (eine Rezension folgt in Kürze!) zwei Serien von kartenbasierten Escape-Games haben.

„Sherlock - Das Collier“ bietet klassische Detektivarbeit im Kartenformat. Durch den permanenten Austausch von Informationen und das aufstellen von wilden Theorien, bleibt das Spiel für alle Mitspielenden zu keinem Moment langweilig und lässt die Story (von Autorin Isabel Gutiérrez) rund um das gestohlenes Collier auf der Leonardo-Awards-Preisverleihung sehr gut aufleben.
Es ist schon erstaunlich, was man aus nur 33 Karten so rausholen kann.
Die Spielzeit von 60 Minuten ist recht hoch angesetzt. Erfahrene SpielerInnen schaffen es auch locker in der Hälfte der Zeit – dafür ist aber der Preis von knapp 8,- € ein echtes Schnäppchen!

Wir sind überzeugt und sehr gespannt, was uns in den anderen Teilen der Reihe noch erwartet!

Plus

  • Auch solo spielbar!
  • Günstig

Minus

  • Spartanisches Design

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Earl Grey

Winterfylleth – „The Ghost Of Heritage“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacus Spiele

1-8

ca. 30-60 Minuten

ab 12

Unsolved – Der Jagd-Unfall

Im Wald liegt eine Leiche. Das Opfer war Teil einer Jagdgesellschaft. War es Mord oder ein Unfall?

Die Mitspielenden nehmen die Untersuchungen auf und sammeln Hinweise – allerdings nur anhand von Bildern! Es gilt also genau hinzuschauen!

Gemeinsam oder in Gruppen gegeneinander spielend, werden nach und nach Bilder aufgedeckt. Doch nur maximal 12 der 36 Karten jedes Kapitels dürfen offen ausliegen. Es muss also immer wieder aufs Neue abgewägt werden, welche Hinweise und Indizien liegen bleiben dürfen und welche abglegt werden sollen. Dazu gilt es jedes Detail zu erfassen, denn am Ende müssen die zahlreichen Fragen (Opfer, Tatwaffe, Tathergang, Motiv,…) richtig beantwortet werden. Gar nicht so einfach...

Im Spiel sind drei Kapitel enthalten, die es zu lösen gilt. Obwohl sich die drei Fälle die 30 Basis-Karten teilen, fallen die Untersuchungen und Ermittlungen überraschend unterschiedlich aus.
Das spannendste sind ohnehin die Theorien und Mutmaßungen, die innerhalb der Mitspielenden angestellt werden – und das gelingt „Unsolved - Der Jagd-Unfall“ sehr gut.

Achtung! Aufgrund der expliziten Darstellung von Gewalttaten, sollte man die Altersempfehlung (ab 16) wirklich beachten – oder zumindest gut überlegen, ob man jüngeren SpielerInnen eine Mordermittlung zumuten möchte…

Plus

  • Zerstörungsfrei
  • Solo-Variante enthalten

Minus

  • Einschränkungen durch gleichen Basis-Kartensatz

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Jagertee

Avatar – „Hunter Gatherer“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Amigo Spiele

1-6

ca. 75 Minuten pro Fall

ab 16

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