Steampunk meets Archäologie. Ein kooperatives Legacy-Abenteuerspiel in der ägyptischen Wüste.
Bei Ausgrabungen in Ägypten wurden mysteriöse Artefakte gefunden. Eine Gruppe Abenteurer geht den Spuren in der Wüste nach und macht dabei spektakuläre Entdeckungen…
Als Teil dieser Gruppe übernimmt jeder Mitspielende die Rolle einer der fünf Charaktere (mit Erweiterung sogar sechs), die sich in ihren individuellen Eigenschaften sehr deutlich voneinander unterscheiden. Die Episode 0 – ein Tutorial, in dem alle nötigen Regeln anschaulich erklärt werden - lässt sofort in die Geschichte eintauchen.
Schnell ist klar: „Arkeis“ baut auf sehr einfachen Grundregeln auf! Jeder Mitspielende kann pro Runde zwei von vier möglichen Aktionen durchführen.
Gegenstände, Türen, Truhen (oder auch Leichen!) sind mit Symbolen versehen. Möchte man mit diesen interagieren, zieht man einfach die entsprechende Karte und liest den beschreibenden Text. So geht es reihum weiter.
Das schlanke Regelwerk ist sehr intuitiv und dadurch maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich „Arkeis“ schnell und dynamisch spielt. Ein großer Pluspunkt!
Durch das hohe Spieltempo kommt nie Langeweile auf. Ständig passiert etwas – Fallen werden ausgelöst, mysteriöse Artefakte entdeckt oder die Gruppe trifft auf übel gesinnte Feinde.
Mit jeder Episode schreitet nicht nur die spannende Story weiter voran, sondern auch die Charktere entwickeln sich immer weiter. Sie erhalten neue Fähigkeiten, neue Waffen und Gegenstände oder lassen sich auf ein Spiel mit dem Schicksal ein. Selbst das Camp/Lager (das zwischen den Episoden eine wichtige Rolle spielt), wird zunehmend größer. Immer stark davon abhängig, wie gut (oder schlecht) eine Episode für das Team läuft.
Bei insgesamt locker 50 Spielstunden ist es unmöglich ins Detail zu gehen - aber: Die große Stärke von "Arkeis" liegt im hervorragenden Storytelling! Ich habe selten ein Spiel gespielt, in dem die Geschichte so einnehmend ist, das Geschehen so greifbar und immersiv und Bedrohungen so wirklich und realistisch erscheinen.
Natürlich gibt es auch einige Stolpersteine im Wüstensand.
So haben uns vor allem einige Kartentexte immer wieder in die Irre geführt. Nicht immer ist uns 100%ig klar gewesen, wie Texte auf Karten zu interpretieren sind (z.B. wenn eine Türe geöffnet wird und auf der dazugehörigen Karte Dinge im Raum beschrieben werden, der jedoch noch nicht betreten wurde).
Auch in Verbindung mit Schicksalsmarken war nicht immer alles klar. Oder heißt „lege den Gegenstand ab“, ablegen in den Rucksack oder ablegen für immer?
Über die meisten dieser Schwierigkeiten kann man jedoch hinweg sehen, wenn man sich vor Augen führt, dass "Arkeis" eben ein narratives Spiel und kein bis ins Detail technisch ausgeklügeltes Eurogame ist. Lösungen haben wir immer gefunden. Als Pen & Paper-Routiniers haben wir uns oft einfach für den Spielfluss - und gegen großes Regel-wühlen - entschieden. Funktioniert auch!
Zwei Sachen halten wir jedoch für sehr wichtig:
Erstens: Die Auswahl der Charaktere ist sehr einflussreichenauf den Spielverlauf.
Unserer Meinung nach ist ein Erfolg ohne die Kern-Figuren Rhiat und Franck kaum möglich. Oder wie seht ihr das?
Zweitens: Wer „Arkeis“ mit den Erweiterungen ("Das Juwel des Kults", "Die Falle der Sphinx" und "Die Gefahr unter den Dünen") spielen möchte, muss diese vorher kaufen, denn diese sind in die Kampagne eingebunden und können nicht nachträglich gespielt werden!
Zum Fazit: „Arkeis“ ist ein Abenteuer von epischen Ausmaßen, bietet dutzende grandiose Illustrationen, sensationelle und aufwändige Miniaturen, ein schlankes Regelwerk und ein cooles modulares Spielfeld.
Kurzum: In seiner Klasse ist Arkeis eine Macht!
Plus
- Geniales Spielmaterial
- Coole Erweiterungen
- Viele Spielstunden Spielspaß
- Auch Solo spielbar
Minus
- Stolpersteine in den Texten
Getränkevorschlag
Musikvorschlag
Wasser
Karl Sanders – „Saurian Apocalypse“
Design/Ausstattung
Spielspaß
Spielkonzept
Gesamtschnitt
Verlag
SpielerInnenanzahl
Spieldauer
Alter





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