Die kleinen Alchemisten

Ein charmantes Familien‑Deduktionsspiel mit spannenden Kampagnen‑Elementen – der kleine Bruder des strategischen Kombinationsspiels „Die Alchemisten“.

Wir stolpern im Keller unseres Großvaters über eine kleine Alchemie‑Werkstatt und beginnen direkt wie wild, seltsame Zutaten zu mischen und magische Zaubertränke zu brauen, die wir anschließend auf dem Markt verkaufen. Ob wir gut genug sind, in die Fußstapfen unseres Opas zu treten – der früher selbst ein großer Alchimist war?

Der Aufbau geht flott: Jede mitspielende Person bekommt einen Sichtschirm, eine Übersichtstafel, ein Zutatentableau, drei zufällige Zutaten und ein kleines Fläschchen. Zum Loslegen fehlt nur noch die kostenlose App, mit der wir das Ergebnis unserer Zutatenmischungen auswerten.

Wer an der Reihe ist, wählt zwei Zutaten, scannt sie in der App und schaut, welcher Trank daraus entstanden ist. Auf der dreieckigen Übersichtstafel markieren wir das Ergebnis. Im weiteren Verlauf können wir die so erzeugten Tränke an Gäste auf dem Markt verkaufen. Sobald der Markt schließt, endet das Spiel und es steht die erste Alchemisten‑Prüfung an: Gemeinsam müssen wir bestimmte Schlüsse über die Zutaten ziehen, um nach und nach an die geheimnisvollen Schachteln zu gelangen, in denen natürlich neue Zutaten, Tränke oder andere Überraschungen warten.

Der Einstieg ist großartig gelungen. Die App nimmt uns an die Hand, sodass das Regelheft erstmal im Karton bleiben kann, und das Mischen der Zutaten macht ab der ersten Sekunde Spaß. Die abschließende Prüfung ist allerdings recht abstrakt und durch ihr gemeinsam‑deduktives Element nicht unbedingt jedermanns Sache. Die sechs geheimen Schachteln im Schachtelboden wecken aber gewaltig Neugier.

Die Mischung aus Scannen, Staunen und Kombinieren zündet vor allem bei brettspielerfahrenen Kindern (und begeisterungsfähigen Erwachsenen) extrem schnell. Frustfaktor: Die App zickt beim Scannen gerne herum, und eine Option, Zutaten einfach von Hand eingeben zu können, fehlt. So hängt man teilweise unnötig lange fest – das bremst den Spielfluss deutlich.

Wer Apps am Spieletisch hasst oder mit Deduktion generell nichts anfangen kann, wird hier nicht bekehrt werden. Alle anderen bekommen ein sowohl kompetitives als auch kooperatives, sehr charmantes Familien‑Deduktionsspiel mit Kampagnen‑Charakter, das zu Recht als „Bestes Kinderspiel 2025“ mit dem Deutschen Spiele Preis ausgezeichnet wurde.

Plus

  • Schneller Spieleinstieg
  • Regeln wachsen mit
  • Tolles Spielmaterial

Minus

  • App zickt oft (bei schlechterem Licht)

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Zaubertrank

Epica – „The Alchemy Project“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

CGE / Heidelbär Game

2-4

ca. 20-40 Minuten

ab 9

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