New York Zoo

Ein familientaugliches Zoo-Puzzle-Spiel.
In „New York Zoo“ errichtet man einen Tierpark und versucht diesen möglichst schnell und effektiv mit verschiedenen Tierarten, Tierbabys, Snack-Ständen und coolen Attraktionen zu füllen.

Jeder Mitspielende erhält hierfür ein eigenes Zoo-Tableau. Wer an der Reihe ist, entscheidet, ob er die Figur auf dem zentralen Spielplan so bewegt, dass man dafür bestimmte Tiere für bestehende Gehege/Tierhäuser oder ein neues Gehege erhält, in das dann direkt neue Tiere einziehen müssen…
Der Zug kann dabei eine Tiervermehrung auslösen, die man natürlich nicht verpassen möchte. Denn süße neue Tierbabys mögen doch alle, oder?
Sobald ein Gehege komplett mit Tieren der gleichen Art gefüllt ist, darf man sich dafür ein Sonderplättchen nehmen (z.B. Getränkestände, Souvenirläden oder sogar ein Karussell oder eine Achterbahn), welches man ebenfalls auf seinem Tableau platziert. Der erste Zoo, der vollständig gefüllt ist, gewinnt das Spiel!

„New York Zoo“ ist ein solides Familienspiel, das als „kleiner Bruder“ des großen „Arche Nova“ auch für ungeübtere Gelegenheitsspieler und jüngere Brettspiel-Fans geeignet ist. Die Stars des Spiels von Uwe Rosenberg (Autor von u.A. auch Bohnanza, Agricola, Atiwa oder Nova Luna) sind natürlich die 127 süßen Holztiere, die sich einfach prächtig machen!
Das gemeinsame um-die-Wette-puzzeln und Zoo-befüllen macht Spaß, auch wenn der Spielaufbau mit den vielen zu füllenden Bereichen und sehr ähnlichen Gehege-Puzzle-Teilen des zentralen Spielplans etwas nervig ist.
Der Wettlauf um den ersten fertigen Zoo ist aber wirklich spannend und geht häufig nur sehr knapp aus!

Plus

  • Kurze Spielzeit
  • Schön abwechslungreich

Minus

  • Der Spielaufbau kann mit seinen vielen Plättchen, die verteilt werden müssen, etwas nervig sein.
  • Zudem sind die grünen Farbabstufungen schwierig auseinanderzuhalten…

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Capri Zoo-nne

Scorpions – „The Zoo“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Feuerland

1-5

40 Minuten

ab 10

Arkeis

Steampunk meets Archäologie. Ein kooperatives Legacy-Abenteuerspiel in der ägyptischen Wüste.
Bei Ausgrabungen in Ägypten wurden mysteriöse Artefakte gefunden. Eine Gruppe Abenteurer geht den Spuren in der Wüste nach und macht dabei spektakuläre Entdeckungen…

Als Teil dieser Gruppe übernimmt jeder Mitspielende die Rolle einer der fünf Charaktere (mit Erweiterung sogar sechs), die sich in ihren individuellen Eigenschaften sehr deutlich voneinander unterscheiden. Die Episode 0 – ein Tutorial, in dem alle nötigen Regeln anschaulich erklärt werden - lässt sofort in die Geschichte eintauchen.
Schnell ist klar: „Arkeis“ baut auf sehr einfachen Grundregeln auf! Jeder Mitspielende kann pro Runde zwei von vier möglichen Aktionen durchführen.
Gegenstände, Türen, Truhen (oder auch Leichen!) sind mit Symbolen versehen. Möchte man mit diesen interagieren, zieht man einfach die entsprechende Karte und liest den beschreibenden Text. So geht es reihum weiter.
Das schlanke Regelwerk ist sehr intuitiv und dadurch maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich „Arkeis“ schnell und dynamisch spielt. Ein großer Pluspunkt!
Durch das hohe Spieltempo kommt nie Langeweile auf. Ständig passiert etwas – Fallen werden ausgelöst, mysteriöse Artefakte entdeckt oder die Gruppe trifft auf übel gesinnte Feinde.

Mit jeder Episode schreitet nicht nur die spannende Story weiter voran, sondern auch die Charktere entwickeln sich immer weiter. Sie erhalten neue Fähigkeiten, neue Waffen und Gegenstände oder lassen sich auf ein Spiel mit dem Schicksal ein. Selbst das Camp/Lager (das zwischen den Episoden eine wichtige Rolle spielt), wird zunehmend größer. Immer stark davon abhängig, wie gut (oder schlecht) eine Episode für das Team läuft.

Bei insgesamt locker 50 Spielstunden ist es unmöglich ins Detail zu gehen - aber: Die große Stärke von "Arkeis" liegt im hervorragenden Storytelling! Ich habe selten ein Spiel gespielt, in dem die Geschichte so einnehmend ist, das Geschehen so greifbar und immersiv und Bedrohungen so wirklich und realistisch erscheinen.

Natürlich gibt es auch einige Stolpersteine im Wüstensand.
So haben uns vor allem einige Kartentexte immer wieder in die Irre geführt. Nicht immer ist uns 100%ig klar gewesen, wie Texte auf Karten zu interpretieren sind (z.B. wenn eine Türe geöffnet wird und auf der dazugehörigen Karte Dinge im Raum beschrieben werden, der jedoch noch nicht betreten wurde).
Auch in Verbindung mit Schicksalsmarken war nicht immer alles klar. Oder heißt „lege den Gegenstand ab“, ablegen in den Rucksack oder ablegen für immer?
Über die meisten dieser Schwierigkeiten kann man jedoch hinweg sehen, wenn man sich vor Augen führt, dass "Arkeis" eben ein narratives Spiel und kein bis ins Detail technisch ausgeklügeltes Eurogame ist. Lösungen haben wir immer gefunden. Als Pen & Paper-Routiniers haben wir uns oft einfach für den Spielfluss - und gegen großes Regel-wühlen - entschieden. Funktioniert auch!

Zwei Sachen halten wir jedoch für sehr wichtig:
Erstens: Die Auswahl der Charaktere ist sehr einflussreichenauf den Spielverlauf.
Unserer Meinung nach ist ein Erfolg ohne die Kern-Figuren Rhiat und Franck kaum möglich. Oder wie seht ihr das?
Zweitens: Wer „Arkeis“ mit den Erweiterungen ("Das Juwel des Kults", "Die Falle der Sphinx" und "Die Gefahr unter den Dünen") spielen möchte, muss diese vorher kaufen, denn diese sind in die Kampagne eingebunden und können nicht nachträglich gespielt werden!

Zum Fazit: „Arkeis“ ist ein Abenteuer von epischen Ausmaßen, bietet dutzende grandiose Illustrationen, sensationelle und aufwändige Miniaturen, ein schlankes Regelwerk und ein cooles modulares Spielfeld.
Kurzum: In seiner Klasse ist Arkeis eine Macht!

Plus

  • Geniales Spielmaterial
  • Coole Erweiterungen
  • Viele Spielstunden Spielspaß
  • Auch Solo spielbar

Minus

  • Stolpersteine in den Texten

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

Karl Sanders – „Saurian Apocalypse“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

1-5

Je nach Episode zwischen 45 und 120 Minuten

ab 8 Jahren

Kuhfstein

Ein kuhles Plättchen-Lege-Familienspiel mit ländlichem Thema
In „Kuhfstein“ von Erfolgsautorin Rita Modl legt jeder Mitspielende eine Landschaft, bestehend aus Feldern, Wäldern, Bauernhöfen oder Seen vor sich aus, um darauf seine Kuhherde grasen zu lassen.

In der Tischmitte liegen hierzu immer verschiedene Landschaftsplättchen aus, auf die nacheinander zugegriffen werden kann. Ebenfalls liegen dort Auftragskarten, die eine bestimmte Anordnung der Landschaften darstellen. Gelingt es einem Mitspielenden, diese Anordnung vor sich nachzubauen, werden auf den angezeigten Plättchen Kühe platziert und dafür wertvolle Punkte kassiert.
Da die Größe der Kuhherde jedoch begrenzt ist, ist es wichtig, seine Tiere immer wieder zurück in den Stall zu holen. Das gelingt am besten, wenn die Herde nicht allzu verstreut ist.
Wer zuerst die magische Schwelle von 65 Punkten erreicht (oder überbietet), gewinnt das Spiel.

„Kuhfstein“ ist auf den ersten Blick ein schnell erlerntes Plättchen-Legespiel mit gefälligem Thema, das sich ohne großes Nachdenken mit der gesamten Familie spielen lässt.
Bei genauerem Hinsehen stellt man aber schnell fest, dass sich hinter der idyllischen Fassade auch ein fieses Strategiespielchen verbirgt – wenn man mit der richtigen (oder falschen?) Spielern am Tisch sitzt.
Da man die Missionskarten auch drehen darf, um Punkte zu erhalten, kann man bei der Auswahl der ausliegenden Karten bereits ziemlich ins Grübeln kommen, denn ein überlegtes Platzieren der Kühe mit passender Herdenbildung verschafft klare Vorteile.
In Verbindung mit dem vor Spielbeginn gezogenen Endwertungsplättchen und den Bonus-Feldern des Punkte-Spielplans (mit austauschbaren Bonus-Feldern!) ergeben sich eine ganze Menge taktischer Möglichkeiten, die gewiefte SpielerInnen zu laaaangem Nachdenken animieren können...
Aber auch schnell und aus dem Bauch heraus gespielt, macht „Kuhfstein“ Spaß! Man Muuuuhss ja nicht alles zerdenken.

Ein Manko: Die Plättchen sind relativ dunkel gehalten. Hellere, frische Farben hätten dem Spiel ein deutlich fröhlicheres Gesamtbild verliehen. In der gewählten Farbpalette sieht alles etwas nach Gewitterstimmung aus. Schade. (Nachtrag vom 10.03.24: Wie uns Autorin Rita verraten hat, wird die zweite Auflage eine neue, hellere Farbpalette bekommen. Toll!)

Plus

  • Kurze Spielzeit
  • Schön abwechslungreich

Minus

  • Keine schöne Farbpalette

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Ein schöner Schluck Veggie-Milch

Farmer Boys – „Till The Cows Come Home“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Schmidt Spiele

2-4

40 Minuten

ab 8

On The Road

Ein einfaches Familienspiel mit coolem Retro-Musik-Thema
Als Bestandteil unseres großen Heavy Metal Boardgames-Specials https://bretthart.blog/2022/11/30/special-heavy-metal-brettspiele/ haben wir auch das 2023 erschienene „On The Road“ von Helvetiq genauer unter der Lupe betrachtet.

Wer „On The Road“ spielt, wurde mit seiner Band zum legendären Sunshine Festival eingeladen und hat ein Jahr Zeit, um sich bis dorthin die größte Fangemeinde aller teilnehmenden Bands aufzubauen.

Der Spielablauf ist denkbar einfach: Eine von drei Handkarten ausspielen, den Bandbus entsprechend bewegen und ein Ticket ziehen (abhängig vom Zielfeld).
Je nach Menge der vorhandenen Tickets Fans werden dann noch Fans der eigenen Farbe in den Sammelbeutel geworfen. Auf Stadtfeldern darf man hingegen Fans aus dem Beutel ziehen. Zieht man eigene, werden diese auf dem Ziel, der großen Sunshine-Bühne platziert. Wer am Ende am meisten Fans vor dieser Hauptbühne hat, gewinnt das Spiel.

„On The Road“ ist ein Wettlauf-Spiel, mit coolem Retro-Musik-Thema, tollem Spielmaterial und sehr einfachem Regelwerk.
Wer etwas mehr Strategie und Taktik bevorzugt, wird hier wenig Freude haben, denn ob man passende und wertvolle Felder erreicht, hängt viel davon ab, ob man die passende Karte zieht oder das Feld von Mitspielenden „blockiert“ wird.
So richtet sich „On The Road“ vor allem an Familien und Gruppen, die auf der Suche nach einem schnellen Spiel sind, in dem Glück größer geschrieben wird als Taktik. Durch das außergewöhnliche Thema hebt sich „On The Road“ aber gut von ähnlich gelagerten Spielen ab und ist für unter 30,- € auch fair kalkuliert.

Plus

  • kurze Spielzeit
  • einfache Regeln
  • hochwertiges Material

Minus

  • geringe Spieltiefe
  • Glückslastig

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Dosenbier

Quiet Riot – Road Rage

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Helvetiq / Huch! (Hutter Trade GmbH)

2-4

30 Minuten

ab 8

Escape Room – Das Spiel. Puzzle Abenteuer – Mission Mayday

Teil drei der Puzzle Abenteuer von „Escape Room – Das Spiel“
Im dritten Teil der tollen Reihe verschlägt es die Mitspielenden ins Weltall. Als Teil einer Space-Crew erhaltet ihr ein Signal von einem in Not geratenen Raumschiff. Und ihr seid die einzigen, die noch helfen können… Hoffentlich kommt die Hilfe nicht zu spät!


Schon die ersten beiden Teile „Escape Room – Das Spiel. Puzzle Abenteuer: Secret Of The Scientist“ und „Escape Room – Das Spiel. Puzzle Abenteuer: The Baron, The Witch & The Thief“ haben uns gut gefallen.
Mit dem dritten Teil konnten die Erfinder nochmals eine Schippe drauflegen!

Das Papier einiger Rätsel-Teile ist immer noch auf ziemlich dünnes Papier gedruckt und die Puzzleteile nicht optimal gestanzt – aber für den Preis von rund 19,- € ist das Escape-Puzzle konkurrenzlos stark!
Für uns hat „Mission Mayday“ die beste Rätsel-Schwierigkeitsbalance aller drei Teile, die variabelsten Puzzles (wie immer: trotz der vermeintlich geringen Teileanzahl echt anspruchsvoll!) und bietet sogar über das Ende hinaus weiteren Rätselspaß (lasst euch überraschen!).
Die Sci-Fi-Story ist als Thema natürlich Geschmackssache, ist aber stimmig erzählt und unaufdringlich. Die Knobeleien und Aufgaben stehen immer im Vordergrund und bieten sowohl für routinierte Escape-Fans als auch für für Neulinge tolle Ideen und Abwechslung.

Wer in die „Escape Room – Das Spiel. Puzzle Abenteuer“-Reihe einsteigen möchte: Das hier ist die neue Messlatte - und eine perfekte Balance aus Puzzle und Escape-Abenteuern.

Plus

  • Gut ausgewählte/ausgewogene Rätsel
  • Gute Kombination aus Puzzle und Rätsel
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Qualität des Spielmaterials nicht optimal (dafür aber preiswert)

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Space Juice

Star One – „Space Metal“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Noris Spiele

1-X

90-120 Minuten

ab 12

Hellton Palace

Ein hochwertiges, EinsteigerInnen-freundliches Escape-Spiel mit abwechslungsreichen Rätseln..
Das Hotel „Hellton Palace“ ist die letzte Absteige kurz vor der Unterwelt. Wirklich die Allerletzte! Niemand wohnt hier geren, denn die ungehaurig furchtbaren Gäste machen den Aufenthalt zur Hölle und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das gesamte Hotel dem Untergang geweiht ist...


Als Mitspielender in diesem Duell steht von Anfang an fest, dass man keine Chance hat, zu gewinnen. Es gewinnt, wer zuerst nicht verliert!

Jede Runde zieht abwechselnd ein neuer Gast in eines der leerstehenden Zimmer, bevor die völlig überforderten Hotelpagen ihre Runde durchs Hotel drehen.
Sind die Gäste unzufrieden, verwüsten sie Ihre Zimmer, andernfalls verwüsten Sie das Hotel. Die Hilfe der Angestellten ist dabei auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, um das Unvermeidliche hinauszuzögern...
Hofft einfach, dass euer Gegner verliert, bevor ihr es selbst tut!

„Hellton Palace“ ist wirklich fies. Die Hilflosigkeit im immer größer werdenden Chaos kommt sehr gut rüber, man hat überaus schnell das Gefühl, dass einem die Kontrolle immer mehr entgleitet. Wenn dann auch noch das konkurrierende Hotel ins ohnehin fragile Gleichgewicht aus Überforderung und Überlastung pfuscht…
Was soll man auch tun, wenn der Zerberus mit seinem Gejaule den ganzen Flur in den Wahnsinn treibt, Wutmilla unaufhörlich gegen die Zimmerwände hämmert und Qualle Kalle die gesamte Einrichtung vollschlabbert?

Sobald man durch die Symboliken gestiegen ist und verstanden hat, welcher Gast welchen Schaden verursacht, beginnt „Hellton Palace“ seinen Spaß und Reiz zu entwickeln. Was anfänglich noch recht gemütlich beginnt, nimmt spätestens ab dem vierten Gast seinen unheilvollen Lauf und driftet ins unkontrollierbare Chaos ab. Ein wirklich komisches Spielgefühl, wenn einem die zuerst so wohl überlegte Zimmerbelegung aus den Händen gleitet – aber eine durchaus gelungene Abwechslung!

Die größte Hürde von „Hellton Palace“ sind die verschiedenen Eigenschaften der Gäste. Die Symbole sind sich sehr ähnlich und dadurch leicht zu verwechseln. Vor allem, wenn diese auch noch Bezug aufeinander nehmen. Zerstört mein Gast jetzt eine Hotelglocke, wenn im Nebenraum verärgerte Gäste sind oder zerstört er eine Hotelglocke und verärgert Gäste im Nebenraum? Gerade in den ersten Partien muss hier viel nachgeschlagen werden.
Die beiliegende Spielhilfe hilft zwar, doch die speziellen Eigenschaften mancher Gäste sind wiederum nur in der Anleitung niedergeschrieben. Haltet also den Daumen feucht: Ohne nachschlagen geht es anfangs nicht.

Wer die nötige Geduld aufbringt und sich auf das Abenteuer als Hotelmanager in der Unterwelt einlässt, der bekommt ein Zwei-SpielerInnen-Spiel mit ungewöhnlichem Setting und Spielgefühl.

Plus

  • Witzige Spielidee

Minus

  • Die Symboliken der Gäste-Eigenschaften sind sehr verwechselbar
  • Die Säulen sind etwas zu klein für größere Hände

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Helles

Hellsongs – Pieces of Heaven, a Glimpse of Hell

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Iello / Hutter Trade

2

30 Minuten

ab 10

Flucht aus dem Starline-Express

Ein hochwertiges, EinsteigerInnen-freundliches Escape-Spiel mit abwechslungsreichen Rätseln..
Nach dem "Grand Hotel"  und „Das Geheimnis von Holborn Hall“  vollenden wir mit „Flucht aus dem Starline-Express“ dieses Escape-Trio aus dem Hause moses.

„Flucht aus dem Starline-Express“ ist dabei dem „Geheimnis von Holborn Hall“ qualitativ gleichzusetzen und reiht sich gemeinsam mit diesem hinter dem "Grand Hotel" ein – welches unser klarer Favorit der Reihe ist.

Wie gehabt, ist das Spielmaterial (teils doppelt für gleichzeitiges Rätseln!) in einer herausragenden Qualität und die mittelschweren Rätsel vielseitig, abwechslungsreich und für einsteigertauglich.
Was „Flucht aus dem Starline-Express“ – wie auch die anderen beiden Teile – am meisten auszeichnet, ist die toll eingeflochtene Story. Nachvollziehbar erzählt, spannend aufgebaut und hervorragend mit den Rätseln verwoben.

Warum sich dieser Teil ebenfalls hinter dem herausragenden "Grand Hotel" einreiht, liegt zum einen an kleinen Rätsel-Details, die sehr unklar gestaltet wurden (ACHTUNG SPOILER: Die Grafiken der Schlüssel sind alles andere als eindeutig) und dass die Rätsel zum Ende hin sehr Mathe-lastig werden, hat uns ebenfalls weniger gut gefallen. Denn eigentlich wollen wir keinen Taschenrechner für abendliche Unterhaltung auspacken (ACHTUNG SPOILER: Was im Falles des Uhren-Rätsels aber gar nicht anders geht).

In der Summe gehört „Flucht aus dem Starline-Express“ aber ganz klar zu den besseren Escape-Spielen und ist für Anfänger wie leicht erfahrene Escape-Fans durchaus eine Empfehlung.

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Starkes Storytelling
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Mathe-Rätsel sind Geschmackssache.

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee aus dem Bordrestaurant

Starlight Express

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Moses Verlag

1-X

100 Minuten

ab 12

Sea Salt & Paper

Ein Karten-Sammel-Spiel mit coolem Zocker-Twist
Nur wenige Kartenspiele haben in den letzten Monaten so viel Aufsehen erregt wie "Sea Salt & Paper". So hat es das kleine Spiel aus dem Hause MM Spiele (HUCH!) bis auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres 2023 geschafft.

Was ist also dran am "Hype" um das Spiel mit den coolen Origami-Illustrationen?

Die Anleitung liest sich zunächst komplizierter als das Spiel am Ende ist. Hat man einmal die verschiedenen Funktionen der Karten verinnerlicht, spielt sich "Sea Salt & Paper" sehr flüssig und entpuppt als wirklich cooles Kartenspiel mit Zock-Effekt.

Reihum ziehen wir Karten (teils offen, teils verdeckt) und versuchen auf diese Weise Serien gleicher Motive oder passende Kombinationen zu sammeln, die wertvolle Punkte geben oder oder Paare zu bilden, die ausgespielt Vorteile verschaffen.
Wer zuerst sieben Punkte gesammelt hat, kann die Runde beenden. Kann!
Denn wer das Risiko liebt, kann auch eine "letzte Chance" ausrufen. Dann erhalten alle Mitspielenden einen weiteren Zug. Hat man trotzdem die Nase vorn, erhält man einen wertvollen Bonus - wenn nicht, verzockt man seine Punkte.
Genau dieses Spiel mit dem Risiko hebt "Sea Salt & Paper" aus der Masse und erklärt, warum es so gut in diversen Spielerunden ankommt.
Wir schließen uns also guten Gewissens der Mehrheit an und sagen: "Sea Salt & Paper" ist ein wirklich gutes Kartenspiel!

Inzwischen ist für ein paar Euro auch die Mini-Erweiterung "Extra Salt" erhältlich, die acht neue Karten ins Grundspiel integriert.

Nachtrag 25.05.2025 - "Sea Salt & Paper" hat sich seit Monaten zum absoluten Dauerbrenner entwickelt. Die perfekte Mischung aus Spieltiefe, Glück, Strategie und Spannung endet (bei uns) in einer nimmerendenden Wiederspiellust, wie sie nur ganz selten bei Spielen vorkommt. Wir korrigieren demnach unsere ursprüngliche Bewertung von 7,5/10 Sternen auf lässige 10/10

Plus

  • Tolles Design
  • Cooler Zocker-Twist

Minus

  • Anleitung unübersichtlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser

Gojira – Of Salt And Blood

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

MM Spiele / Huch! (Hutter Trade GmbH)

2-4

30 Minuten

ab 8

Dragon Parks

Etabliert euren eigenen Drachen-Park - aber lasst euch nicht fressen!
Als Eigentümer eines Drachenparks hat man es nicht so einfach. Die Besucher wollen möglichst tolle und seltene Exemplare sehen – oder ganz süße Drachenbabys. Den Drachen wiederum geht es hauptsächlich um leckeres Futter. Ist davon nicht genug vorhanden, dienen die Besucher als Mahlzeit…

„Dragon Parks“ verläuft in drei Runden (Saisons). Jeder Mitspielende erhält drei Inseln (die Drachenparks), auf die er (sehr coole!) transparenten Karten auslegen kann.
Dies geschieht per klassischem Draft-Mechanismus: Jeder Mitspielende erhält in hierfür vier Handkarten, von denen er eine ausspielt und den Rest weitergibt. Nach drei gelegten Karten wird die Vierte abgeworfen und die Runde gewertet.
Auf jeder Ecke (und der Mitte) sind verschiedene Drachen, Eier oder Futter abgebildet, die sich dann übereinandergelegt ergänzen oder überdecken lassen. Je nachdem wie sie ausgelegt werden, treten dann bestimmt Effekte ein. Besonderes Augenmerk muss dabei auf schlecht gelaunte oder je nach Saison beliebte Drachen geachtet werden, die die Wertung stark beeinflussen!
Nach drei Runden gewinnt der Mitspielende, der am meisten Besucher in seinen Park gelockt hat.


"Dragon Parks" kommt (bis auf die sehr coolen, transparenten Karten!) zwar ohne spielerischen Wow-Effekt oder innovativen Kniff aus, überquert die Ziellinie aber dennoch als schönes und empfehlenswertes Spiel für alle Drachen-Fans!

Plus

  • Kurze Spielzeit
  • Coole Karten!
  • Drachen!!

Minus

  • Oben und Unten der Karten teils schlecht zu erkennen

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Drachenfrucht-Smoothie

Dragonforce – „Inhuman Rampage“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

2-5

ca. 20 Minuten

ab 8 Jahren

Der Perfekte Plan – wie gut könnt ihr einbrechen?

Ein kooperatives Krimi-Spiel für Hobby-Ganoven!
Im Berliner Kunstmuseum hängt das Objekt der Begierde: Der „Lotusblütenteich“, ein wertvolles Gemälde von Claude Monet.
Als Teil einer Diebesbande werden die Mitspielenden von ihrem Boss beauftragt, dieses Gemälde zu stehlen. Zur Verfügung steht dem Team ein Summe von 2000,- € in bar und jede Menge kriminelle Energie. Aber Vosicht! Die Polizei ist wachsam!

Anfangs sind viele Fragen offen: Wie kommt man unbemerkt ins Museum? Was ist der sicherste Fluchtweg?
Gemeinsam schmieden die Mitspielenden den perfekten Plan, um das Bild zu stehlen. Dabei arbeiten sie sich Stück für Stück von Karte zu Karte und entscheiden sich für verschiedene Optionen, die sie mit dem vorhandenen Geld finanzieren.
Die dadurch gewonnenen Informationen helfen dabei, den Plan zu perfektionieren.
Das Spiel ist zuende, sobald entweder der finale Plan steht, das Geld vollständig ausgegeben ist oder das Team von der Polizei gefasst wurde.
Man muss sich also wirklich in die Rolle der Ganoven versetzen und darauf achten, dass die gewählten Aktionen im Vorfeld nicht allzu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

"Der Perfekte Plan – wie gut könnt ihr einbrechen?" erinnert von seinem Spielprinzip ein bisschen an die "Crime Stories" und ist ein wirklich cooles, kooperatives Krimi-Spiel, das durch gutes Storytelling und (wie bei Moses.-Spielen üblich) klasse Spielmaterial schnell in die Geschichte eintauchen lässt.
Die Idee mit dem Bargeld als "Timer" ist hervorragend und gestaltet die Spielidee noch realistischer.
Perfekt, um seiner kriminellen Energie mal freien Lauf zu gewähren!

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Wiederspielbar

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Kaffee

Jag Panzer – „Shadow Thief“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Moses.

1-X

ca. 60-90 Minuten

ab 12 Jahren

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