A Battle Through History: Das Sabaton Brettspiel

Ein Militär-thematisiertes Deckbuilding-Spiel mit hoher taktischer Komponente – nicht nur für Sabaton-Fans!
In der Rolle als zeitreisender Sabaton bewegt man sich durch verschiedene Epochen der Geschichte, um dort Schlachten (auch gegen MitspielerInnen) zu schlagen, Einheiten zu gewinnen und Reliquien zu sammeln, die am Ende des Spiels Siegpunkte wert sind.

Am Anfang des Spiels starten alle Spieler mit den gleichen Grundeinheiten.
Nacheinander springen die Spieler in verschiedene Zeiten der Kriegsgeschichte, führen (durch ein cleveres Zahnradsystem definierte) Aktionen aus und versuchen anschließend Truppen in der Epoche zu besiegen, die dann ins eigene Deck integriert werden können.
Wer angreift, entscheidet, mit wie vielen Einheiten man gegen seine ausgewählten Gegner antritt.

Jeder Kampf wird in drei Etappen abgehandelt: Fernkampf, Mittelstrecke und Nahkampf. Zwei Würfel und zuvor gesammelte Kampf-Marker sorgen für Unberechenbarkeit in der Auseinandersetzung. Der Gewinner des Kampfes behält die besiegten Karten und erhält zudem als Belohnung Reliquien (die am Ende Siegpunkte bedeuten) oder Siegpunkte in anderen Formen, falls der Gegner ein Mitspielender war.

Nach sechs bzw. acht Runden und 60-120 Minuten ist dann das Ende der Zeitreise erreicht und der ruhmreichste Sabaton wird gekürt.


In unserer Runde wurde das Spiel genauso polarisierend aufgenommen, wie die Band selbst.
Das lag zum einen am Thema (die Kriegsthematik ist einfach diskutabler als Kämpfe zwischen Drachen und Zwergen – doch bei Sabaton wäre jedes andere Thema unpassend gewesen) und zum anderen an der krassen Fokussierung auf Taktik.
Wer jeden Kampf im Vorfeld analysieren und abschätzen will, wird schnell den Unmut seiner MitspielerInnen auf sich ziehen, die in dieser Zeit nichts anderes zu tun haben außer zu warten.
Man muss schon ein bisschen Bauchgefühl walten lassen, um den Spielfluss zu erhalten – auch wenn man dann mal feststellt, dass man sich völlig verkalkuliert hat und ein gefühlt sicherer Kampf total nach hinten losgeht.

Durch die große Anzahl an Karten und schier unendlicher Kombinationsmöglichkeiten wird man in den ersten Partien förmlich erschlagen. Hat man die Spielmechanik und Kampfsystematik aber verinnerlicht, läuft es insgesamt flüssiger.

Wir hatten das Gefühl, dass das Spiel jedoch erst kurz vor Ende sein volles Potenzial ausschöpft. In den ersten Runden ist ein jeder damit beschäftigt, seinen schwachen Grundeinheiten neue Truppen hinzuzufügen – erst später fühlt man sich stark genug, seine MitstreiterInnen zu attackieren – doch da befindet sich das Spiel schon in der finalen Phase…

Doch wie dem auch sei: Das Spielmaterial ist klasse, die Illustrationen hervorragend, die Anleitung multilingual. Das mit gemeinsam mit Sabaton-Bassist Pär Sundstrom entwickelte „A Battle Through History“ ist demnach nicht nur für Brettspiel-erfahrene Sabaton-Fans eine Empfehlung. Wer Bock auf eine variable, taktische und epochenübergreifende Schlacht mit hohem Wiederspielwert hat, liegt hier genau richtig.
Reine Gelegenheitsspieler sollten aber unbedingt vorher prüfen, ob sie sich dieses Kennerspiel zutrauen, denn im Gegensatz zur Musik von Sabaton ist „A Battle Through History“ keine massentaugliche Konsenskost.

Ein Musikvideotrailer und ein Teaservideo, das in die Mechanismen des Spiels einführt, sind bei YouTube verfügbar.


Plus

  • Sehr viele taktische Möglichkeiten
  • Tolle, stimmige Illustrationen

Minus

  • Längere Wartezeiten für die anderen Spieler möglich
  • Zu große Karten für kleine Hände

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Bier

Na was wohl? Sabaton!

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Pegasus Spiele

2-5

60-120 Minuten

ab 14

Armata Strigoi: Das Powerwolf Brettspiel

Kooperativer Kurzzeitspaß beim Kampf zwischen Vampir und Werwolf.
Die Festung der beiden letzten Strigoi muss von den Powerwolf erobert werden. Dafür begeben sich die Spielenden in Form eines Powerwolfs mit verschiedenen Fertigkeiten in den modularen Dungeon, bekämpfen böse Kreaturen um ihr Deck zu verbessern, Blut zu sammeln, um letzten Endes die Strigoi bekämpfen zu können.

Doch Vorsicht! Die Vampire schlagen mit äußerster Härte zu, wenn sie einen Werwolf finden und bringen Chaos über die Welt, falls zu viel Schaden gegen die Powerwolfs ausgeteilt wird. Daher ist es wichtig (ohne eine Taktik vorweg nehmen zu wollen), sich entsprechend schlau zu verhalten...

Hier ist auch der große Schwachpunkt des Spiels: Hat man einmal verstanden, wie das Spiel funktioniert, hat man es schon "durchgespielt". Der Wiederspielwert ist quasi Null. Bis zu diesem Punkt macht es aber durchaus Spaß die Mechaniken zu verstehen, die Decks zu verbessern und sich an den zahlreichen Anspielungen zur Band Powerwolf zu erfreuen. Weiterhin ist der modulare Aufbau des Spielbretts, das auch während der laufenden Runde taktisch verändert werden kann, ein Pluspunkt. Auch das starke Artwork und Design sind ein Hingucker, auch wenn die Mischung zwischen Fotos und Zeichnungen eine fragliche Entscheidung ist, sodass die Atmosphäre zwischen "Coolness" und "Cringe" schwankt. 

Trotzdem ist das Spiel zu schnell verbraucht. Vielleicht würde eine erhöhte Schwierigkeit und eine Kampagne gut tun: Die Powerwolfs erobern Gebiete in Tismania, stellen sich ihr Deck im Laufe der Kampagne zusammen, bekommen bessere Eigenschaften, verändern Spielgeschehen und kommen dann in die letzte Festung der Strigoi.

Unsere Runde hatte das Spiel nach 3 Runden "geknackt". Somit hat die extrem unübersichtliche Anleitung lesen und alles vorbereiten ca. so lange gedauert wie das Spiel selbst, was keine sonderlich gute Bilanz ist. Kann da die Erweiterung "Armata Strigoi: Das Powerwolf Brettspiel – Resurrection" aus der Patsche helfen? Vielleicht gehen wir der Sache noch nach!

Somit bleibt Armata Strigoi wohl ein Spiel für Fans von Powerwolf, die bereit sind, sich für kurze Zeit in so etwas reinzufuchsen und dann stolz die Schachtel ins Regal stellen, denn cool war es schon!

Plus

  • Gutes Design
  • Gute Ausstattung
  • Teamerfahrung
  • Modularer Aufbau

Minus

  • Kaum Wiederspielwert
  • Zu einfach
  • Unübersichtliche Anleitung

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Bloody Mary

Na was wohl? Powerwolf!

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 4.5 von 10.

Bewertung: 4.5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Pegasus Spiele

2-5

60-90 Minuten

ab 14

Das geheimnisvolle Grand Hotel – Escape-Room-Spiel

Ein schönes zerstörungsfreies und einsteigerInnenfreundliches Escape-Game, das rundum schön gestaltet ist. Geübte AusbrecherInnen werden hier zwar relativ schnell durchkommen, sollten aber dennoch reichlich Spaß dabei haben.
Das sagenumwobene Grand Hotel öffnet endlich wieder seine Türen und wir sind Ehrengäste auf der Einweihungsfeier. Doch irgendetwas ist merkwürdig. War es dieser Blick der Frau? Vielleicht lässt sich dazu ja noch im Laufe der Zeit etwas herausfinden...

So baut sich die Story um das Grand Hotel auf und man wird sofort in die Geschichte gezogen, was die große Stärke der Moses Escape-Room-Spiele ist. Der physische Aspekt kommt aber auch nicht zu kurz, da Rätselelemente hochwertig produziert sind und für Abwechslung sorgen. Das Spiel ist gesamt mit seinem Raumaufbau sehr schön gestaltet. Allerdings ist es wiederum gerade deswegen schade, dass die Bilder und Räume selbst nur wenig für die Rätsel benutzt werden. So schaut man sich kurz den Raum an und lässt ihn dann wortwörtlich links liegen. Trotzdem ist die Atmosphäre im Spiel toll, solange man natürlich die konstruierten Gründe für die einzelnen Räume, in denen man eingesperrt ist, ignoriert.

Damit ist Grand Hotel ähnlich spaßig wie das erste Escape-Room-Spiel: Das Geheimnis von Holborn Hall. Der Schwierigkeitsgrad ist allerdings deutlich geringer. Damit ist Grand Hotel durchaus für EinsteigerInnen und Familien geeignet. Fernab davon sollte noch erwähnt sein, dass viele Rätsel doppelt als Material vorliegen, sodass gleichzeitig mehrere Spielende rätseln können!

Um Spoiler zu vermeiden, werden hier nur die offiziellen Bilder von moses-verlag.de verwendet.

Plus

  • Tolles Spielmaterial
  • Starkes Storytelling
  • Zerstörungsfrei

Minus

  • Leichter als erwartet
  • Räume zu wenig genutzt

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Ein schönes Weinchen oder Sektchen

Kammermusik nach Belieben

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Moses Verlag

2-8

90 Minuten

ab 12

MitspielerInnen: Nordgeek

Wir sind Matt, Jokey, Lena, Markus und „Tim“ Michael von https://bretthart.blog/. Wer bist du?

Ich bin Daniel, wohne in der Nähe von Kiel und auf Instagram als @Nordgeek zu finden.

Welche Spielfarbe wählst du?

Immer blau. Aber wenn ich blau mal nicht sein kann ist alles außer gelb auch okay.

Was macht deinen Blog besonders? Warum sollten alle Spielbegeisterten mal bei dir vorbeischauen?

Ich versuche auf meinem Instagram-Account einen gesunden Mix an Inhalten anzubieten. Neben natürlich Rezensionen und Ersteindrücken von Spielen, findet man bei mir auch Brettspielfotografie, also einfach mal Spiele schön in Szene gesetzt und Beiträge zu meinen anderen geekigen Hobbys wie 3D Druck und Lasercutting, natürlich auch immer mit Brettspielbezug.

In welchem Spiel würdest du gerne wohnen?

Gute Frage. Da gibt es einige die spannend wären. Aber auf eines kann ich nicht verzichten. Guten Kaffee. Also setze ich mich in eines der hippen Cafés aus Seize the Bean.

Welche Spielfigur würdest du gerne mal treffen? Und warum?

Den Axtwerfer aus Gloomhaven: Die Pranken des Löwen. Bei ihm muss ich mich wohl noch für so manch dumme Entscheidungen entschuldigen.

In welches Spiel würdest du deinen Erzfeind schicken?

"Frisiert" von 2F... Den ganzen Tag diesen spannenden Motorradrennen zugucken *gähn*

Welches Spiel macht dich wahnsinnig? (und warum?)

Jekyll vs Hyde. Es macht mich wahnsinnig, weil ich es unglaublich gut finde, obwohl bisher noch nie Jekyll gewonnen hat. Egal mit wem ich es gespielt habe. Aber ich will es endlich schaffen.

Wie gut kannst du verlieren?

Sehr gut. Das muss ich auch. Ich verliere gegen meine Frau grundsätzlich jede Erstpartie.
Ich habe stundenlang Regeln gelesen, Youtube Videos geguckt und Rezensionen gelesen und trotzdem verliere ich.

Investierst du lieber 100,- € in eine Limited-Edition deines Lieblingsspiels oder „blind“ in ein Crowdfunding eines neuen Spiels?

In die Limited Edition meines Lieblingsspiels. Da weiß ich, was ich kriege.
Was nicht heißt, dass ich nicht auch schon genug in Kickstarter reingebuttert habe 🙂 

Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?

Underwater Cities und Great Western Trail. Aber auch nur weil ich sehen will, was für ein Spiel dabei heraus kommt wenn die großartigen Autoren Vladimir Suchy und Alexander Pfister ein Spiel zusammen machen.

Wir bei https://bretthart.blog/ sind begeisterte Metal-Fans, die auch das regionale Webzine www.Metal-Aschaffenburg.de betreiben. Welche Musik begeistert dich?

Ich höre am liebsten guten deutschen Hop Hop (nicht so Gangsterrap Zeug) und Reggae.

Welche Band oder welche(r) Musiker(in) muss unbedingt ein eigenes Spiel veröffentlichen?

Udo Lindenberg. Der hat ne ganze Menge erlebt und zu erzählen, das stelle ich mir interessant vor. Und Eierlikör muss auf jeden Fall eine Ressource sein.

Welches Spiel hättest du gerne erfunden?

Grand Austria Hotel. Dann hätte ich es wenigstens auch in meiner Sammlung und müsste nicht wie verrückt danach suchen um es irgendwann mal zu bekommen.

Was sind deine All-Time-Top-5 Spiele?

Das ist schwer und vermutlich würde ich nächste Woche schon wieder ganz anders antworten, aber ich sag jetzt mal:
Agricola, Arche Nova, Underwater Cities, Trickerion und Great Western Trail
Die haben mich alle sehr begeistert.

Vielen Dank für deine Zeit!

Danke für die Einladung 

Targi

Targi ist ein Duell-Spiel, das der Bezeichnung auch gerecht wird. Als Nordafrikanische Händler kämpft man um die besten Deals und muss dabei auch durchaus sehr taktisch vorgehen, um nicht nur den besten Handel für sich selbst abzuschließen, sondern auch den besten Handel des anderen Targi zu verhindern.Ein kooperatives Ratespiel, das Elemente aus „Pictures“ und „Codenames“ vereint. Ein ideales Spiel für zwischendurch.
Gepfefferte Verhandlungen

In diesem Spiel schlüpft ihr in die Rolle eines Targi, eines Händlers vom Volk der Tuareg, und versucht eurem Kontrahenten die besten Waren oder das meiste Gold strittig zu machen. Neben der Währung sind Datteln, Salz und Pfeffer die Waren, die euer Handelsgut darstellen.
Doch nicht nur der Handel ist es dem ihr eure Aufmerksamkeit schenken solltet. Er dient hauptsächlich zum Aufbau eures Stammes, der nicht nur ein Garant für Siegpunkte ist, sondern euch auch im weiteren Handel durchaus bedeutende Vorteile verschaffen kann. Eine Ausgewogene Mischung aus Handel und Stammeserweiterung ist es, die euch letztendlich zum Sieg verhilft. Aber ihr spielt ja nicht alleine... da ist ja noch der andere Targi, der euch alles streitig machen will! Zum hervorragenden Duell-Erlebnis trägt hierbei besonders ein clever designtes (wenn auch simples) Spielfeld, das nur aus Karten besteht, bei. Durch das abwechselnde platzieren eurer drei Spielfiguren am Rand der Spielbretts entscheidet ihr zum einen über eure Aktionen und zum anderen entstehen Kreuzungspunkte in der Mitte des Spielfeldes, die über eure Handel entscheiden. Dabei kann jedes Feld am Spielfeldrand nur von einer Figur besetzt werden, was eine taktische Komponente zum Spiel hinzufügt. Die eigenen Figuren blockieren aber nicht nur das eigene Feld, sondern auch das gegenüberliegende. Jedoch nur für den anderen Targi. Und als wäre das nicht genug gibt es da auch noch einen Räuber, der jede Runde ein anderes Feld blockiert und auch mal zum Raubzug ansetzt. So entsteht ein (regel-technisch) einfaches Spiel, das eine durchaus hohe taktische Komponente enthält und unter den Duell-Spielen hervorsticht. Dadurch, dass das Spielfeld aus Karten aufgebaut ist, die in der Mitte jedes mal anders sind und sich im Verlauf des Spiels auch sehr rasch verändern, bekommt das Spiel auch eine hohe Varianz was zu einem hohen Mehrfach-Spielspaß führt. Siegpunkte kann man in diesem Spiel zum einen über geschicktes Handeln sammeln und zum anderen über die gesammelten Stammeskarten erhalten. Diese kann man jedoch nicht einfach wild drauf los sammeln. Auch dabei muss man wieder taktisch vorgehen, denn man muss die abgebildeten Bilder sammeln, um Bonuspunkte zu erhalten. Ebenfalls kann man durch das schnelle Sammeln seiner Stammeskarten das Spiel vorzeitig beenden, indem man alle 12 vorhandenen Plätze füllt. Tut das keiner der beiden Targi, endet das Spiel nach 16 Runden.
Für alle, die taktische Duell-Spiele mögen, ist Targi sehr zu empfehlen! Die Taktik geht zwar nicht sehr in die tiefe, bietet aber viele Möglichkeiten, dem anderen Targi gehörig in die Suppe zu spucken, sodass ein Zug gegen den anderen Targi oft einem für sich selbst vorzuziehen ist. Zusätzlich ist das Spiel schnell aufgebaut und kann somit für viel Spielspaß zu zweit für ca. eine Stunde sorgen!



Plus

  • Ausgewogenes Duell-Spiel
  • Hohe Varianz
  • Viele taktische Entscheidungsmöglichkeiten

Minus

  • kaum für draußen geeignet

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Pfefferminztee

Band: Arka´n Asrafokor

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

Targi

Spieldauer

Alter

Kosmos

2

60 Minuten

ab 12

MitspielerInnen: Heike vom Spiele-Acker

Wir sind Matt, Jokey, Lena, Markus und „Tim“ Michael von https://bretthart.blog/. Wer bist du?

Hi! Ich bin Heike, auf Instagram unter @spiele_acker zu finden, und seit 2 Jahren intensiv im Brettspiel-Hobby unterwegs. 

Welche Spielfarbe wählst du?

Wenn es möglich ist Gelb (aber nie wenn schwarze Akzente dabei sind. Den Bienenlook mag ich nicht) oder Orange. 

Tauschst du zweimal Lehm gegen ein Getreide?

Ohje. Ich bin ein ganz schlechter Tauscher. Meistens stehe ich da am Ende des Tages ziemlich blöd da... 

Was macht deinen Blog besonders? Warum sollten alle Spielbegeisterten mal bei dir vorbeischauen?

Wie viele andere auch, unterhalte ich mich gerne über eines meiner Lieblingshobbies: Brettspiele. Eher durch Zufall hat es mich in Richtung Instagram verschlagen und dort habe ich eine vielfältige, offene und freundliche Community vorgefunden. Seit etwas über einem halben Jahr berichte ich nun unter dem Synonym "spiele_acker", was alles bei uns daheim auf den Tisch kommt, wie es mir bzw. uns gefallen hat oder einfach nur ein paar Gedanken zum Spiel. Ich denke das Besondere an meinem Kanal ist, dass ich auch regelmäßig Inhalte über Kinderspiele oder das ein oder andere "exotische" Spiel teile (zuletzt über Philosophia - Floating World) und mich dadurch zum Teil vom Mainstream entferne.

In welchem Spiel würdest du gerne wohnen?

Diese Frage zu beantworten fällt mir schwer, weil ich viele Spiele und Themen sehr spannend finde. Aber wenn ich mich wirklich entscheiden müsste, wäre das bei mir am ehesten "Call to Adventure", weil ich mich dort jedes Mal neu erfinden darf. 

Welche Spielfigur würdest du gerne mal treffen? Und warum?

Eila von "Eila and Something Shiny"! Einmal natürlich weil sie so zuckersüß ist, aber vor allem um ihr viel Kraft für ihr anstrengendes und schwieriges Abenteuer zu geben. 

In welches Spiel würdest du deinen Erzfeind schicken?

Da Monopoly bereits überfüllt von Erzfeinden ist, wäre das mittlerweile nicht mehr die 1. Wahl.
Bei mir würde der "Wellness-Trip" bei Sanctum beginnen. Dort wird mein Erzfeind lernen, was echte Furcht ist wenn er dem Höllenfürsten gegenüber steht. Danach dürfte er in Armonia so lange Klangscheiben anfertigen, bis ihm Hören und Sehen vergeht. Zum Schluss würde ich ihn ins Grimoire des Wahnsinns bannen und es nie wieder öffnen 😉

Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?

Eine "Too many bones"-Variante von "Root" fände ich äußerst spannend 😀 

Wir bei https://bretthart.blog/ sind begeisterte Metal-Fans. Welche Musik begeistert dich?

Ich bin musiktechnisch ca. im Jahr 2000 stehen geblieben. Von daher bin ich bekennende Nu-Metal-Freundin. Neben Rock/Metal, Punk und Ska bin ich alt geworden und auch mit Pop-Musik seelig.
Meine Lieblingsbands sind Korn, The Offspring, Depeche Mode, Die Ärzte und vor allem Eve6 <3<3<3

Welche Band oder welche(r) Musiker(in) muss unbedingt ein eigenes Spiel veröffentlichen?

Ich fände ein Die Ärzte Spiel gut. In einer Umgebung wie Dungeon Degenerates würde der Sarkasmus gut zum Tragen kommen!
Wobei man da echt aufpassen muss... Jack Black in Brütal Legend war an sich eine mega Idee, aber mir persönlich zu überzogen, so dass es schon wieder zu gewollt war...

Welches Spiel hättest du gerne erfunden?

Eigentlich keins. Ich bin lieber Konsumentin und lasse mich gerne in spannende Welten oder interessante Mechanismen entführen.

Was sind deine All-Time-Top-5 Spiele?

Root !!!! (Asymmentrische Spiele liebe ich total und das ist mein absoluter Favorit)
Too many bones (Wüüürfel!)
C'thulhu - Death may die (Dungeon Crawler sind einfach super - wenn ein Raum sicher ist, obwohl sich der Kultist neben mir gerade in Brand steckt, ist das einfach unbezahlbare Logik...)
Café International (die alte Version von 1989)
Ganz neu dabei: Uprising - Curse of the Last Emperor (sehr episch!)

Vielen Dank für deine Zeit!

Die habe ich mir sehr gerne für euch genommen 🙂 

Tapestry

Ein Spiel für Leute die gerne spielen, mit interessanter Spieldynamik. Das Spiel skaliert stark, jede Entscheidung am Anfang kann gravierende Auswirkungen für Einkommen und damit Spielzuglänge haben. Macht Lust und Laune!
Tapestry ist ein Gesellschaftsspiel für 1-5 Personen von Jamey Stegmaier, der unter anderem Spiele wie Viticulture und Scythe entwickelt hat. 
Eine Rezension von Markus und Lena:
Wer schafft es die glorreichste Zivilisation zu entwickeln?
 
„Von der Wiege der Kultur bis in die Zukunft: Euer Volk wird einen einzigartigen Weg auf den Entwicklungspfaden nehmen.“ (aus Tapestry Anleitung) 
Dieser Satz beschreibt das Spiel gut. Es gibt vier Entwicklungspfade/Fortschrittsleisten: Entdeckung, Technologie, Wissenschaft und Militär. Zu Beginn wählt man zwischen zwei Zivilisationen, die jeweils diverse Boni bringen und bekommt eine Hauptstadt zugewiesen. Die Hauptstädte sind wie Sudoku Felder mit unterschiedlichen "vorblockierten" Gebieten aufgebaut. Zusätzlich bekommt man ein Einkommenstableau mit 4 Rohstoffleisten, für jede Fortschrittsleiste eine. Diese sind von rechts mit Häusern aufgefüllt, schreitet man nun in einer Fortschrittsleiste voran, darf man auf den entsprechenden Feldern Häuser in die Hauptstadt bauen und bekommt dadurch mehr Einkommen oder Siegpunkte. Das Spielprinzip ist dabei so simpel wie genial. Als Zug kann man entweder auf den Fortschrittsleisten Voranschreiten und die entsprechenden Kosten bezahlen, oder man nimmt Einkommen und gelangt dadurch in die nächste Epoche, bekommt neue Ressourcen und Siegpunkte. Dabei spielt man eine sogenannte Gobelinkarte (vom Englischen "Tapestry") auf das Einkommenstableau, welche diverse Boni bietet. In Epoche fünf endet das Spiel für einen, wobei es durchaus zu unterschiedlich langen Spielzeiten kommen kann. 
Es gibt zwei Spielbretter - eine Seite für 1-3 Spielende und die Rückseite für 4-5 Spielende. Jeder/Jede startet dabei auf einer Insel, die durch Erkunden erweitert werden kann, durch Militär können Gebiete auch von GegnerInnen erobert werden. Mittels Technologie kann man neue Technologiekarten erwerben und diese aufwerten und Wissenschaft ermöglicht ein Voranschreiten in anderen Fortschrittsleisten. Auf jeder Fortschrittsleiste gibt es drei Wahrzeichen, die unterschiedlich groß sind und in die Hauptstädte platziert werden können. Volle ("Sudoku")Abteile in der Hauptstadt geben Ressourcen und volle Reihen wie Spalten Siegpunkte, so dass jedes Wahrzeichen ein gutes ist. Diese Wahrzeichen sind sehr individuell und sehr schön designed!
Die Erweiterung „Pläne und Gegenpläne“ bringt ein paar Zivilisationsanpassungen mit (in Version 1.1 des Grundspiels sind diese bereits angepasst). Außerdem neue Zivilisationen, Wahrzeichen, extra Wahrzeichenkarten (eine Quest pro Spieler), und neue Gobelinkarten sowie Weltraumteile. Ja, genau Weltraumteile, denn durchs Erkunden kann man bis in den Weltraum hochfliegen und Boni sammeln.
 
Alles in allem ein sehr gelungenes, wunderschönes Spiel, das Spielspaß für alle bietet, wobei die Wahl der Zivilisation sowie die richtigen strategischen Entscheidungen zu Erfolg verhelfen.

Plus

  • Sehr hochwertige Spielmaterialien
  • Viele Zivilisationen und strategische Variationen
  • Hoher Wiederspielwert

Minus

  • Skaliert stark
  • Zivilisationen unterschiedlich stark

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Bionade Litschi

Band C481

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Feuerland

1-5

90-150 Minuten

ab 12

MitspielerInnen: Allzweck

Wir sind Matt, Jokey, Lena, Markus und „Tim“ Michael von https://bretthart.blog/. Wer bist du?

Servus, ich bin der Roman aus Österreich! Auf Instagram findet man mich als @Allzweck und ich bin hauptsächlich dort zu finden.

Welche Spielfarbe wählst du?

Wenn möglich Rot, allerdings muss ich nicht die ein Farbe haben.

Tauschst du zweimal Lehm gegen ein Getreide?

Nur im Schiffshafen, ich will es ja schließlich meinen Gegenspielern auch nicht zu einfach machen

Was macht deinen Blog besonders? Warum sollten alle Spielbegeisterten mal bei dir vorbeischauen?

Man merkt ihr wart noch nicht bei mir 😉 Ich mache jeden Blödsinn mit, zeige aber auch ganz ernsthaft meine Eindrücke zu allen möglichen Brettspielen.
Wenn ihr mal auf Insta unterwegs seid, freue ich mich über jeden Like, Follow und jedes Kommentar.

In welchem Spiel würdest du gerne wohnen?

In Everdell, das ist sooo knuffig

Welche Spielfigur würdest du gerne mal treffen? Und warum?

Gandalf, der hat sicher einiges zu erzählen.

In welches Spiel würdest du deinen Erzfeind schicken?

Monopoly, ach so Spiel... Abrundtief, dann weiß ich wenigstens, wer der Verräter ist.

Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?

Herr der Ringe: Orléans

Wir bei https://bretthart.blog/ sind begeisterte Metal-Fans. Welche Musik begeistert dich?

Ich höre alles durch die Bank, wobei ich Schlager und Volksmusik(ausser irischer;) auslasse. Tendenz ist eher zu Hard Rock und Blues.

Welche Band oder welche(r) Musiker(in) muss unbedingt ein eigenes Spiel veröffentlichen?

Finde Spiele mit Musikthema nicht ganz ansprechend, aber wenn dann AC/DC!

Welches Spiel hättest du gerne erfunden?

Risiko, dann hätte ich schon ausgesorgt und zahllose Familen und Freundschaften zerstört

Was sind deine All-Time-Top-5 Spiele?

Nicht leicht so etwas, aber wenn ich mich entscheiden müsste:

Blood Rage
Orléans
Marvel Champions
Russian Railroad
Skull King

Diese Spiele würde ich alle nochmal kaufen.

Unicorn Fever

Ein lustiges und liebevoll gestaltetes Wettspiel für bis zu 6 Personen. Wer auf Camel Up und Co steht, sollte hier einen Blick riskieren!
Das Feenland. Ein fieser Ort, an dem jeder einfach nur nach Ruhm und Gold strebt. Was gibt es da besseres als Einhorn Wettrennen über den Regenbogen zu veranstalten und dabei auf das richtige Horn zu setzen? Nichts! Aber Vorsicht, die Elfenmafia hat auch ihre Finger im Spiel!

In Unicorn Fever müssen die Spielenden innerhalb von 4 Runden so viele Ruhmpunkte wie möglich sammeln. Das machen sie, indem sie begrenzte Wettoptionen auf 6 verschiedene Einhörner nutzen, Verträge abschließen oder versuchen, die Rennen mit Karten zu beeinflussen. Denn so ein Kaugummi am Huf kann schon echt nervig sein!
Je risikoreicher die Wetten, desto mehr Geld und Ruhm bekommt man. Wer am Ende am meisten Ruhm hat gewinnt, solange er keinen Kredit bei der Elfenmafia aufnehmen musste!

Das Spiel ist unheimlich liebevoll gestaltet. Neben den verrückten Einhörnern, die als schöne Miniaturen beiliegen, ist das Spielbrett wahnsinnig aufwendig als Wimmelbild gezeichnet, bei dem wir beim Betrachten immer wieder laut lachen müssen. Die stark begrenzten Möglichkeiten der Spielzüge machen das Spiel spannend und es kommt wirklich ein Konkurrenzkampf zwischen den Spielenden zustande. Der Glücksfaktor bleibt aber logischerweise bei einem Wettspiel bestimmend. So kann durchaus jemand, der/die früh risikoreich spielt und Glück hat das Spiel dominieren. Oder Führende verkalkulieren sich völlig, müssen einen Kredit aufnehmen und sind dadurch automatisch schlechter als alle anderen ohne den Pakt mit der Elfenmafia. Der Einfluss auf die Rennen selbst fühlt sich nicht extrem stark an, kann aber ebenfalls durch Zufall alles auf den Kopf stellen.

Wer also ein lockeres Spiel für zwischendurch oder ein lustiges, aber etwas aufwendigeres Partyspiel sucht, liegt mit Unicorn Fever genau richtig. Es hat einen tollen Humor, einen super Style und ein glücklastiges Gameplay. Einzig schlecht durchdacht ist das Inlay, bei dem man theoretisch jedes Mal die Plastikfüße der Einhörner abmachen müsste, damit sie in das entsprechende Fach passen, wobei man dann aber immer darum bangt nichts abzubrechen. Also landen sie meist zusammen mit anderem Material in einer größeren Mulde.

Plus

  • Tolles Design
  • Gute Ausstattung
  • Kurzweilig
  • Starker Humor

Minus

  • Stark Glückslastig (soll ja aber auch so)
  • Merkwürdiges Inlay

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Rainbow Cocktail

Freedom Call (Band)

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Heidelbär Games / Horrible Guild

2-6

40 Minuten

ab 14

Bloggen auf WordPress.com.

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