MitspielerInnen: Brettspieltagebuch

Wir sind Matt, Jokey, Lena, Markus und „Tim“ Michael von https://bretthart.blog/. Wer seid ihr?

Wir sind Fabienne und Florian von Brettspieltagebuch und kommen aus der Region Hannover. Neben dem Brettspielen spiele ich (Florian) Handball und Gitarre und Fabienne tanzt sehr gerne.

Welche Spielfarbe wählt ihr?

Ich nehme, sofern möglich, immer Gelb. Fabienne Grün, außer Gastspieler wählen diese Farbe, dann variabel.

Tauscht ihr zweimal Lehm gegen ein Getreide?

Selbstverständlich! Außer ich will eine Stadt bauen, dann brauche ich das Getreide selber 😊

Was macht euren Blog besonders? Warum sollten alle Spielbegeisterten mal bei euch vorbeischauen?

Wir versuchen sowohl weniger erfahrenen Spieler, als auch Expertenspielern, Eindrücke zu neuen oder auch älteren Spielen zu geben. Vielleicht entdeckt man auch noch etwas, was man selber noch nicht kannte! Gerne seid ihr herzlich eingeladen, euch selber ein Bild dazu auf unserer Seite zu machen.

In welchem Spiel würdet ihr gerne wohnen?

Die Frage ist ziemlich schnell beantwortet: Everdell. Das Leben als Ehefrau und Ehemann im beschaulichen Everdell hört sich doch sehr gemütlich an.

Welche Spielfigur würdet ihr gerne mal treffen? Und warum?

Thorn der Krieger aus dem Rietland kann uns bestimmt in einer Schenke die besten Legenden aus Andor erzählen!

In welches Spiel würdet ihr euren Erzfeind schicken?

Den würde ich gerne in einer Kampagne von Arkham Horror: Das Kartenspiel sehen!!

Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?

Dominion und On Mars. Deckbuilding ist einer unserer liebsten Mechanismen und Vital Lacerda einer unserer liebsten Autoren. Gerne würde ich es sehen, wenn er einen Deckbuilder mit Space Thema entwickelt.

Wir bei https://bretthart.blog/ sind begeisterte Metal-Fans. Welche Musik begeistert euch?

Musik ist einer unserer liebsten Hobbys. Unsere gemeinsame Lieblingsband ist Muse. Sonst sind meine Favoriten Foo Fighters, Metallica, Red Hot Chili Peppers und vieles mehr. Fabienne hört sehr gerne Royal Blood, Royal Republic, Imagine Dragons und Coldplay.

Welche Band oder welche(r) Musiker(in) muss unbedingt ein eigenes Spiel veröffentlichen?

Sehr gute Frage. Ich glaube ein Brettspiel von Coldplay wäre sehr cool! Ihre Konzerte sind auch immer sehr farbenfroh und ich glaube das könnte man sehr gut auf ein Brettspiel übertragen!

Welches Spiel hättest du gerne erfunden?

Ich hätte gerne den Klassiker Siedler von Catan erfunden. Solch einen Meilenstein der Brettspielgeschichte zu erfinden, ist eine große Ehre.

Was sind eure All-Time-Top-5 Spiele?

Florian:
Marvel Champions LCG
Terraforming Mars
Funkenschlag
Root
Arkham Horror LCG

Fabienne:
Everdell
Terraforming Mars
Klong
Arkham Horror LCG
Marvel Champions LCG



„Escape Room – Das Spiel. Puzzle Abenteuer: Secret Of The Scientist“





Klack. Hinter uns fällt die Türe zu und wir sind an einem Tatort gefangen. Die einzige weitere Türe in der Wohnung der toten Wissenschaftlerin lässt sich nur mit einer Kombination öffnen…

Was klingt wie ein 08/15-Escape-Room-Abenteuer, ist tatsächlich der etwas konstruiert und generisch-„altbacken“ wirkende Einstieg in die „Story“ von „Secret Of The Scientist“. Gut, dass die wenig stimmungsvolle Hintergrundgeschichte der Autoren von Identity Games das einzige große Manko am „Puzzle Abenteuer“ ist.

Denn die Verkettung der Rätsel- und Puzzle-Elemente ist sehr flüssig und der perfekt ausbalancierte, mittlere Schwierigkeitsgrad lässt viel Spielspaß bei kaum vorhandener Frustration aufkommen!
Obwohl die durch lösen der Rätsel nacheinander freigeschalteten Puzzles mit verhältnismäßig wenigen Teilen auskommen, wird den Rätselnden das Zusammensetzen dank einiger geschickter Kniffe nicht immer ganz einfach gemacht.

Schade, dass einige Bestandteile der Innenausstattung auf ziemlich dünnes Papier gedruckt wurden und auch die Puzzles nicht ganz optimal verarbeitet sind. So muss „Secret Of The Scientist“ gegenüber anderen (Puzzle-)Escape-Spielen zumindest qualitativ zurückstecken. Dafür sind aber die Rätsel ausgewogener und logischer (speziell das Ravensburger Exit Puzzle „Im Vampirschloss“ hat uns hier zuletzt mit hanebüchenen und kaum nachvollziehbaren Rätseln sehr enttäuscht).

Als zusätzliches Rätsel fungiert am Ende dann das zurücksortieren der ganzen Bestandteile in die Spieleschachtel. Denn da die Puzzles nicht markiert sind, muss man hier gut aufpassen, wo was hingehört…

Fazit: Für Spielegruppen mit wenig oder mittelgroßer Erfahrung, die auf der Suche nach einem abwechslungsreichen (Puzzle)Escape-Game sind, dabei aber keinen Wert auf eine mitreißende Storyline legen, ist „Escape Room – Das Spiel. Puzzle Abenteuer: Secret Of The Scientist“ eine Empfehlung wert!

Plus

  • Gut ausgewählte/ausgewogene Rätsel
  • Gute Kombination aus Puzzle und Rätsel

Minus

  • Story holprig, wenig immersiv und kaum mitreißend
  • Qualität des Spielmaterials sehr unterschiedlich

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Lieber keine Experimente: Wasser

Devin Townsend: „Natural Science“ (Rush-Cover)

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

RätselfüchsInnen

Spieldauer

Alter

Noris Spiele

1 – X

120 Minuten

ab 14

Tulpenfieber





Der bekannte und renommierte Autor Uwe Rosenberg („Arler Erde“, „Agricola“, „Ein Fest für Odin“) hat mit „Tulpenfieber“ ein kleines, familientaugliches Würfelspiel entworfen.

Dessen Spielprinzip ist an Klassiker wie „Kniffel“ oder „Yahtzee“ angelehnt. Wie dort, muss auch in „Tulpenfieber“ mit einer bestimmten Anzahl von Würfeln bestimmte Ergebnisse erzielt werden. Schafft man dies, dürfen dort Tulpen platziert werden. Der Clou hier: wer seine Blumen geschickt platziert, erhält für seine nachfolgenden Züge zusätzliche Würfel oder bekommt sogar die Gelegenheit einzelne Würfel auf sein Wunschergebnis zu drehen – was die Chancen erhöht, Tulpen in einer der letzten beiden Reihen zu platzieren – wo sich besonders schwierige Ziele befinden.
Denn nur wer zuerst alle Felder der vierten Reihe oder drei benachbarte (bzw. vier beliebige) Felder der fünften Tulpenreihe belegt hat, gewinnt das Spiel.

Während das Artwork von außen noch recht nett daherkommt, fehlt beim Spielmaterial im inneren etwas Liebe. Mehr als bunte Flecken sind bei den Tulpen leider kaum zu erkennen – wobei die Farbe ja keine Rolle spielt.

„Tulpenfieber“ ist also am Ende ein „aufgebohrtes“ Kniffel – was nicht negativ gemeint ist. Denn als Alternative und kleines Würfelspiel für zwischendurch spielt sich die Amigo-Neuheit wirklich ganz flüssig und nett.

Plus

  • Solo-Modus möglich
  • gemeinsam mit allen Altersklassen spielbar

Minus

  • fehlende Komplexität
  • Spieldesign innen etwas „lieblos“

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Oranje-Saft

Etwas blumiges aus den Niederlanden: Within Temptation – „The Heart Of Everything“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 4.5 von 10.

Verlag

TulpenverkäuferInnen

Spieldauer

Alter

Amigo Spiele

1 – 4

25 Minuten

ab 7

MitspielerInnen: Meeple Queen

Wir sind Matt, Jokey, Lena, Markus und „Tim“ Michael von https://bretthart.blog/. Wer bist du?

Hey ich bin Julia ... die MeepleQueen, wenn es um Brettspiele geht. Ihr findet mich bei instagram und Youtube https://www.youtube.com/meeplequeenbrettspiele

Welche Spielfarbe wählst du?
Wenn es geht immer gelb!
 
Tauschst du zweimal Lehm gegen ein Getreide?
Tauschen ist nicht so meins, aber du kannst mir gerne was abkaufen!
 
Was macht deinen Blog besonders? Warum sollten alle Spielbegeisterten mal bei dir vorbeischauen?
Ich habe ein Herz für Oldies und Spiele, die nicht überall und immer gezeigt werden. Natürlich vergesse ich dabei die Neuheiten nicht! Bei mir findet man alles von 2 Personen bis zu Großgruppenspielen für Jung und Alt! 🙂 
 
In welchem Spiel würdest du gerne wohnen?
Ich würde gerne in Quendlinburg leben, da würde ich den Quacksalbern mal heimlich ein paar Knallerbsen in den Kessel werfen.
 
Welche Spielfigur würdest du gerne mal treffen? Und warum?
Den Bürgermeister von Düsterwald, er hat bestimmt spannende Geschichten zu erzählen!
 
In welches Spiel würdest du deinen Erzfeind schicken?
In das marode Hotel in der Badstraße (Monopoly).
 
Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?
Zug um Zug in Everdell, wer möchte nicht noch mehr von diesem tollen Ort erkunden!
 
Wir bei https://bretthart.blog/ sind begeisterte Metal-Fans. Welche Musik begeistert dich?
Ich hab ein recht breit gefächertes Interesse an Musik ... Songs, bei denen ich die Anlage voll aufdrehe und alle mitsingen können, begeistern mich!!!
 
Welche Band oder welche(r) Musiker(in) muss unbedingt ein eigenes Spiel veröffentlichen?
Ich weiß nicht ob das so ne gute Idee ist ... die sollten lieber an einem neuen Album arbeiten... oder wollt ihr umgekehrt einen Song von Reiner Knizia im Radio hören?? 😉

Welches Spiel hättest du gerne erfunden?
Ich habe tatsächlich schon einige Prototypen und war auch schon mit Verlagen im Gespräch ... aber am liebsten hätte ich Siedler von Catan erfunden, denn dann könnte ich heute schon davon leben!
 
Was sind deine All-Time-Top-5 Spiele?
Ohje, TOP Listen sind echt schwierig für mich!! Aber gut - aktuell würde ich folgende fünf Spiel nennen: VILLAGE, CUBA, DECEPTION, FORMOSA TEE, WATERGATE



MitspielerInnen: The Hop Meeple





Bretthart: Wir sind Matt, Jokey, Lena, Markus und „Tim“ Michael von https://bretthart.blog/. Wer bist du?

Wir sind Sarah und Phil von @the_hop_meeple bayrische Brettspielnerds aus der schönen Hallertau. Neben dem Brettspiel sind kochen (beide), Mountainbike (Phil) und Nähen (Sarah) unsere großen Leidenschaften.

Welche Spielfarbe wählt ihr?

Sarah spielt Rot, ich spiel Schwarz oder alternativ Grün.

Tauschst ihr zweimal Lehm gegen ein Getreide?

Wir tauschen eher Massenprodukte in Handelswaren um. Um Unser Ziel Metacol Rex einzunehmen näher zu kommen.

Was macht euren Blog besonders? Warum sollten alle Spielbegeisterten mal bei euch vorbeischauen?

Unser Instagram Kanal @the_hop_meeple ist für uns die Tür zu anderen Brettspielinteressierten (von Gelegenheitsspieler bis zu Dauerspieler). Wir treten hier gerne mit jedem in Kontakt und haben viel Spaß daran all die Spiele die wir spielen und unsere Gedanken dazu mit der Community zu teilen. 
Schreibt uns gerne an und über ein Follow freuen wir uns sehr!

In welchem Spiel würdet ihr gerne wohnen?

Tun wir schon! Wir wohnen bereits in der Hallertau! Wir könnten uns aber vorstellen auch in die Tavernen im Tiefenthal oder nach Everdell zu ziehen. 

Welche Spielfigur würdet ihr gerne mal treffen? Und warum?

Odin! Um an diesem pompösen Fest teilnehmen zu können. 

In welches Spiel würdet ihr euren Erzfeind schicken?

Da gäbe es einige Möglichkeiten. Nemesis, Abomination (The Heir of Frankenstein), Escape the Dark Castle oder fast jedem Zombicides. Oder noch schlimmer: Monopoly! 😅

Welche beiden Spiele müsste es in Kombination geben?

Tavernen im Tiefenthal und on Mars, das wäre was feines! Lohausen‘s unverkennbare Zeichnungen mit der Schwere und tiefe von Vital Lacerda‘s Spiele. 

Wir beim https://bretthart.blog/ sind begeisterte Metal-Fans. Welche Musik begeistert dich?

Alles - aber am liebsten thematisch passend. Wir sind aber sehr froh dass es kein Schlager Thema im Brettspiel gibt. 

Welche Band oder welche(r) Musiker(in) muss unbedingt ein eigenes Spiel veröffentlichen?

Iron Maiden, die hatten sogar mal ein PC Spiel. Eddie geht immer! 

Welches Spiel hättet ihr gerne erfunden?

Crokinole. Hätten auch nichts daran verändert, wir hätten es nur versucht bekannter zu machen. Es ist einfach DAS Spiel für uns. 

Was sind eure All-Time-Top-5 Spiele?

Crokinole, Everdell, Grand Austria Hotel, Wasserkraft, Die Alchemisten

Vielen Dank für eure Antworten! Wer wissen möchte, wie wir selbst antworten, der schaut einfach hier: https://bretthart.blog/2021/12/30/redakteur-vorstellung/

Similo

In Similo geht es darum, als Rate-Team eine ganz bestimmte Figur unter zwölf ausliegenden Karten zu finden. Nur ein:e Spieler:in der Runde weiß, welche Figur gesucht wird. Dieser zieht in jeder Runde eine neue Karte und gibt seinen Mitspielenden den Hinweis, ob die gesuchte Karte Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zur neu gezogenen aufweist.

Die Mitspielenden versuchen anhand dieser Tipps nach und nach Karten auszuschließen, bis hoffentlich nur noch die gesuchte Figur übrig bleibt.
Da die größte Stärke von Similo die ultrastarken, detaillierten Zeichnungen von Illustrator Xavier Durin “Naiiade” sind (und völlig zu Recht 2021 für den Spielgrafikpreis Graf Ludo nominiert wurden), fällt es nicht schwer, Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zu finden. Kopfbedeckungen, Schmuck, getragene Gegenstände und und und – es gibt dutzende Möglichkeiten für den Tippgeber, so dass der Ratespaß längere Zeit Spaß macht, als die grundlegend einfache Spielidee vermuten lässt.

Außerdem lassen sich die Kartensets (Bisher erhältlich sind die Themen: Märchen, Geschichte, Mythen, Tiere, Wilde Tiere und Halloween) beliebig untereinander kombinieren. So lassen sich wirklich witzige Verbindungen herstellen. Versucht doch einmal eine bestimmte Märchenfigur anhand von Gemeinsamkeiten oder Unterschieden zu wilden Tieren zu finden! Ratespaß ist garantiert!

Kleiner Tipp: Beim Kauf im Heidelbär-Webshop erhaltet ihr auch einige zusätzliche Promo-Karten! 

Plus

  • Herausragende Artworks
  • unzählige Kombinationsmöglichkeiten mit den anderen Themen der Serie

Minus

  • Assoziationen fallen nicht jedem leicht

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Multivitamin-Schorle

Crossover a la Faith No More

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Horrible Guild / Heidelbär Games

2-unbegrenzt

10 Minuten

ab 7

Rock´n´Play: My Sleeping Karma

Viele kennen „Seppi“ als Gitarrist der Band My Sleeping Karma. Nicht alle wissen jedoch, dass der Musiker auch seit Jahren begeisterter Spieler ist.
Klar, dass Seppi dann auch unsere erste Interview-Wahl war, als es darum ging, unsere neue Rubrik „Bretthart“ mit dem Musik-Bereich zu verknüpfen.
Bretthart: Seppi, welche Spiele landen denn derzeit bei euch am häufigsten auf dem Tisch und machen dir und deiner Familie aktuell am meisten Spaß?

Seppi: Wir/ich sind schon seit längerem im „Siedler von Catan“ Fieber und haben da auch eine Sammelleidenschaft entwickelt. Da probieren wir alles zu bekommen, was es so gibt. Und das Catan Universum ist recht groß. Und immer wenn wir da was Neues haben wird es auch gleich angespielt. Das kann mitunter auch ganz schön teuer werden. Also würde ich sagen, dass Spiele rund um Catan im Moment am häufigsten auf den Tisch kommen.

Wie wurde denn deine Begeisterung für Brettspiele geweckt?

Ich habe als Kind mit meiner Mutter und meinen Geschwistern schon gerne Brettspiel-Klassiker wie z.B. Monopoly, Snake and Ladders, Kartenspiele, Halma und Mensch ärgere dich nicht und auch Schach gespielt. Und als dann ´89 „HeroQuest“ auf den Markt kam, wurde die Thematik erst richtig interessant. Das war ja auch in der Zeit, als Musik in meinem Leben immer wichtiger wurde und da passte die Musik auch zu einer weiteren Leidenschaft.

Bevorzugst du bestimmte Arten von Brettspielen oder bestimmte Themen?

Ich bin offen für alle Arten und Themen bei Brettspielen. Da darf man sich wie bei der Musik und beim Essen nicht verschließen. Erst die Vielfalt bereichert das Leben. Es sollte aber schon ansprechend sein.

Was denkst du – siehst du eine große Schnittmenge zwischen Metal/Musik-Fans und Spiele-Fans?

Man könnte es meinen, aber sicher bin ich mir nicht. Man trifft immer mal Leute beim Spielen die auch große Musikfans sind. Die tragen das ja gerne mit Shirt zur Schau . Aber eben auch welche, denen man es nicht gleich so ansieht oder die gar keine Interesse an Musik haben und nur dem Spielen verfallen sind. Deswegen ist das schwer zu sagen. Aber ich denke, viele jüngere Menschen die Metal Musik hören, spielen auch gerne bestimmte Arten Brettspiele.

Gibt es auch Spiele, die dich (aus verschiedensten Gründen) so richtig genervt haben?

So richtig genervt bin ich von Spielen nicht. Aber wenn man auf Würfelglück basierende Sachen spielt und es einfach nicht läuft dann kann die Stimmung schon mal kippen. Bei „Catan“ ist das des Öfteren der Fall und bei „Imperial Assault“ scheine ich auch keine gute Aura zu den Würfeln zu haben.

Bist du denn ein guter Verlierer – oder fliegen die Figuren vom Tisch, wenn es nicht gut läuft?

Es kommt vor, dass die Stimmung von der Vorfreude beim Spiel zu einer leicht gereizten kippt, wenn es nicht so läuft wie man möchte. Dann will man eigentlich so schnell wie möglich das Ding hinter sich bringen. Aber Figuren sind noch keine geflogen. Wobei mein großer Sohn schon mal auf den Tisch haut und ihn dann auf nimmer wieder sehen verlässt wenn es gar nicht so läuft. Aber im Großen und Ganzen haben wir uns da im Griff.

Welche Spiele sind denn deine/eure All-Time-Favourites?

Also ich bin nach wie vor der „Catan“ Serie mit all seinen Erweiterungen verfallen. Dazu kommt noch Tribun, HeroQuest mit Erweiterungen, Colt Express, und gelegentlich Imperial Assault. Erklären kann ich es nicht wirklich, es sind einfach Spiele die mir vom Spielprinzip und/oder der Optik gut gefallen. Meine drei Jungs sind wirklich alle große Dungeon Crawler Fans. Die mögen solche Sachen wie Dark Souls, Descent usw., sind aber auch offen für leichtere Kost. Wobei mein großer Sohn ja mittlerweile ja eigentlich viel tiefer in der Rollenspiel-Welt vertieft ist. Wir haben einen ziemlich großen Spieleschrank und sogar einen extra für Catan. Also bei uns wird fast täglich gespielt.

Vielen Dank für den Einblick!
www.mysleepingkarma.de

Viticulture mit Tuscanny

Nicht weinen! Wein macht Spaß!
Tuscanny ist ein typisches Worker-Placement-Spiel, gepaart mit Aktionskarten. Das Setting ist rund und der Wiederspielwert sehr hoch!
Wein gefällig?
Für viele mag das Thema Wein ein heiliger Gral sein, für einige sehr komisch - doch das Setting geht voll auf. Wir begeben uns in die Toskana und möchten dort möglichst viel guten Wein, Rosé und Sekt herstellen, damit wir viele Aufträge erfüllen können, mit denen wir Siegpunkte einheimsen. Dafür müssen Reben angebaut und Trauben geerntet werden, woraus dann wieder Wein gekeltert werden kann. Dadurch können Aufträge erfüllt und Siegpunkte erlangt werden. Unterschiedlich starke Karten können im richtigen Moment ergänzend dabei helfen. In vier Spielabschnitten, nämlich den Jahreszeiten, stehen hier verschiedene spezifische Aktionen zur Verfügung. Als typisches workerplacement Spiel gehört es sich dabei natürlich, dass wir ständig zu wenige ArbeiterInnen haben, mit denen wir Aktionen durchführen können. Hinzu kommt, dass die garstigen Mitspielenden uns auch ständig die Plätze wegschnappen, sodass wir immer und immer wieder umplanen müssen. Vielleicht sollten wir dann doch lieber das Gebäude aus der Erweiterung Tuscanny bauen, aber dann kann man den Wein nicht mehr keltern. Und wenn wir die Rebsorte anbauen, fehlt natürlich im Winter der große Arbeiter, um einen Auftrag zu erfüllen. Einzig das jährliche Einkommen durch die erfüllten Aufträge ist uns bisher irgendwie egal, obwohl seit der Erweiterung Tuscanny das Spiel deutlich vielfältiger, balancierter und ausgewogener wurde. Mittlerweile wissen wir nämlich, dass im frühen Spiel quasi nichts passiert, was Siegpunkte angeht, doch im späteren Verlauf es dann sprunghaft nach vorne geht und dann Geld eher zweitrangig wird. Der Zufallsfaktor hält sich auch in Grenzen, obwohl wir manchmal das Gefühl haben, dass einige Karten, die man zieht, extrem stark sind. Am Ende tümmeln sich die Meisten nämlich doch relativ eng auf der Siegpunktskala aneinander.
So bleibt die Weinherstellung extrem umkämpft, etwas diffus, aber auch reichlich spannend. Das Thema der Produktion des alkokholischen Getränks macht tatsächlich ordentlich Spaß und die tolle Ausstattung mit Glasperlen und Holzmeeples tut ihr Übriges dazu.

Plus

  • Sehr umkämpfte Möglichkeiten
  • Schöne Ausstattung
  • Hoher Wiederspielwert

Minus

  • Erst mit Tuscanny richtig gut
  • Jährliches Einkommen nicht balanciert
  • Sehr umkämpfte Möglichkeiten

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Ja, das ist jetzt wirklich nicht schwer zu erraten!

Primordial (Band)

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Feuerland

2-6

60 Minuten

ab 8

Manitoba

Als Clan eines Ureinwohnerstammes der Cree versucht man im relativ simplen Workerplacement die meisten Siegpunkte zu erlangen und den Clan an die Spitze des Stammes zu bringen.
Die Winter sind hart in Kanada. So versuchen die indigenen Stämme möglichst viele Ressourcen im Laufe des Jahres zu sammeln, um zu überleben und damit möglichst viele Siegpunkte zu erlangen. Dafür können im Prinzip, klassisch für workerplacement, Arbeitende platziert werden, um Rohstoffe zu sammeln oder Boni freizuschalten. Insgesamt fünf verschiedene Optionen sind im Vergleich zu anderen Spielen relativ wenige und auch die Möglichkeiten sind nicht sonderlich neu. Zwei Mechanismen sind jedoch hervorzuheben. In Wertungsrunden werden zufällig bestimmte Rohstoffe ausgezählt und entsprechend Siegpunkte vergeben. Je mehr, desto besser. Allerdings werden danach alle zugehörigen Rohstoffe abgelegt, sodass es durchaus sinnvoll sein kann diese nicht zu werten, um später mit etwas Glück noch mehr Siegpunkte zu kassieren. Dies muss zuvor aber durch entsprechende Aktionen vorbereitet sein. Außerdem werden die Aktionen selbst über einen Totempfahl bestimmt, der aus Segmenten besteht, die jeweils für eine Art an Aktionen steht. Dieser wird von der aktiven SpielerIn genommen, die entsprechende Aktionsfarbe ausgewählt und von dieser aus umgedreht, sodass sich die Reihenfolge der möglichen Aktionen jede Runde ändert. Nach dem Ausführen zweier Aktionen der aktiven SpielerIn dürfen alle anderen eine passive Aktion aus dem umgedrehten Totempfahl auswählen und durchführen. So entsteht eine kleine taktische Möglichkeit Einfluss auf die Aktionen der anderen SpielerInnen zu nehmen.

Die Atmosphäre eines Macht- und Überlebenskampfes kommt aber leider nicht gut rüber, da Interaktion zwischen den Spielenden sehr begrenzt ist und auch keine wirklichen Ziele oder Ähnliches erfüllt werden müssen. Lediglich die Wertungsrunden sorgen für Konkurrenzgefühle. Damit ist Manitoba eher ein Einstiegsspiel in die komplexe Welt der workerplacement Spiele. Denn auch trotz der relativ einfachen Spielmechanismen können hier in ein paar Runden neue Kniffe entdeckt werden, um sich Vorteile gegenüber den Anderen zu verschaffen. Für abgezockte VielspielerInnen wird Manitoba jedoch wohl schnell unterfordernd. Da nützt das relativ frische Setting der Ureinwohner Kanadas auch nicht mehr zu viel.

Der Aufreger zum Schluss: Wie kann man als professionelle Übersetzungsfirma und als Verlag heutzutage indigene Ureinwohner in der Anleitung noch als Indianer bezeichnen? Auch die Thematik hätte vielleicht besser aufgearbeitet werden können. Eine zeitliche Einordnung würde helfen und evtl. die Stämme nicht nur auf Nahrung sammeln und Talismane bauen reduzieren. So wird leider wie immer doch nur ein Klischee abgebildet.

Plus

  • Schönes Spielmaterial
  • Simpel
  • Einige unerwartete Kniffe

Minus

  • Politisch fragwürdig
  • Simpel

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Ahorn-Whisky-Likör

Pothead – Indian Song

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

DLP

2-4

60-75 Minuten

ab 12

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