Mystery House (+Erweiterung „Das verlassene Raumschiff“)





Im gut gefüllten, aber längst noch nicht übersättigten Escape-Game-Bereich sind kreative Herangehensweisen gefragter denn je.
Wie auch das zuletzt von uns getestete „Break In“ kann auch „Mystery House“ mitz einer guten Idee begeistern (die 2020 mit dem Toy Award ausgezeichnet wurde). So werden in der Spieleschachtel des Basis-Spiels eine ganze Menge kleiner Tafeln mittels Koordinaten mehrschichtig angeordnet, so dass diese von außen mehr oder weniger Einblicke zulassen.
Mit Hilfe der dazugehörigen App und den Blicken der Spieler:innen wird das aufgebaute Szenario dann dreidimensional nach Hinweisen, Rätseln und Indizien untersucht.
Die Stimmung und Atmosphäre kommen jederzeit hervorragend rüber - auch wenn es bei mehr als vier Spielern schon ziemlich eng rund um die Schachtel wird.
Falls es mal stockt, liefert die App in der Regel nützliche Informationen.
Auch wenn wir bei unserem Erstspiel mehrfach unabsichtlich die logische Reihenfolge der Rätsel übersprungen haben und dadurch in kleine „Sackgassen“ geraten sind, die den Spielfluss etwas unterbrochen haben, macht das „Mystery House“ wirklich Spaß!
In der Grundbox sind zwei Geschichten („Familienportrait“ und „Der Herr des Labyrinths“) enthalten. Dazu gibt es bereits zwei Erweiterungen. Für genug Spielstoff ist also gesorgt...



In der 2. Erweiterung „Das verlassene Raumschiff“ werden die Spielenden vom Mystery House an Bord der Arcadia befördert.
Das Raumschiff ist scheinbar außer Kontrolle geraten – und es gibt keine Spur der Besatzung. Nur der eigenwillige Bordcomputer E-prox3 ist bereit, den Neuankömmlingen zu helfen. Doch der Sauerstoff wird langsam knapp!

Das bekannte Mystery-House-Stecksystem funktioniert auch als Science-Fiction-Abenteuer und bringt thematisch Wind in die Reihe, die bisher eher Fantasy-Fans bediente.
Der moderate Schwierigkeitsgrad und das Grusel-/Gewaltfreies Setting macht das Spiel auch für jüngere SpielerInnen super spielbar! Und der gut integrierte Bordcomputer sorgt zudem für einige überraschende Momente.

Fans der Reihe können hier nichts falsch machen!

Plus

  • Keine zerstörten Spielmaterialien
  • Gut erweiterbar!

Minus

  • Gute Lichtverhältnisse (und/oder Taschenlanpen) nötig!

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Je nach Szenario… Aber Gin Tonic geht immer!

King Diamond passt sehr gut

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Verlag

SeuchenbekämpferInnen

Spieldauer

Alter

Schmidt Spiele

1-4

60 Minuten

ab 10

Tar Aram





In Ägypten wurde eine uralte, lange vergessene Pyramide entdeckt, die die Aufmerksamkeit vieler Forschungsteams auf sich lenkt. Welche Schätze die Archäologen wohl in der Grabkammer erwarten werden?
Doch der Weg dorthin ist nicht ganz einfach. Nicht nur die Konkurrenz behindert einen beim tieferen Eintauchen in den Pyramidenkomplex – auch sind viele Wege durch riesige Stein-Skarabäen versperrt. Und was war das? Hat sich dort gerade ein solcher bewegt?

Wir Spieler schlüpfen in die Rolle eines dieser Forschungsteams und erhalten hierfür zwei Spielfiguren, die auf dem (variablen) Spielfeld am Eingang zur Pyramide platziert werden. Wer zuerst beide Figuren bis ins Ziel (die Grabkammer) gebracht hat, gewinnt.

In jeden Spielzug kann man wahlweise versuchen, einen seiner eigenen Forscher zu bewegen (durch ablegen einer von drei Handkarten), einen gegnerischen Forscher zu behindern (durch Ablage von drei Handkarten mit gleichem Hieroglyphen-Symbol) oder einen Code zu knacken.
Diesen, aus ägyptischen Zeichen bestehenden Code, legt jeder Spieler vor dem Spiel für seinen Nachbarn fest. Im klassischen Mastermind-Stil können dann im Spiel ein Symbol und die richtige Position erraten werden. Bei Erfolg können dann u.A. die überall auf dem Spielfeld liegenden Skarabäen verschoben werden, um mit seinen Figuren schneller ans Ziel zu gelangen – Idealerweise direkt dorthin, wo es die anderen Forscher blockiert. Doof nur, dass natürlich alle die gleichen Pläne haben... das Wettrennen beginnt!

So weit, so gut. Die Kombination aus Wettlauf, Glücks- und Rätsel-Elementen ist durchaus gelungen – auch wenn die Autoren dabei kein echtes Neuland betreten.
Tar´Aram macht für einige Runden Spaß, doch um auf Dauer zu fesseln, fehlen dem Spiel Elemente, die über das einfache Grundprinzip hinausgehen.
Denn egal wie weit man die variablen Spielfelder ergänzt und kombiniert – am Ende bleibt die Spielmechanik immer gleich. In unseren Partien hat zumeist der Spieler gewonnen, der am meisten Glück beim Kartenziehen hatte oder derjenige, der mit der Taktik „Vollgas voraus“ so schnell wie möglich nach vorne gezogen ist. Ist das einmal klar, verliert Tar´Aram schnell seinen Reiz.

Was mir jedoch am meisten fehlt, ist ein Element, das mich als Spieler in die Thematik des Spiels zieht. Denn auch wenn die (zum Teil mit witzigen Ester-Eggs versehenen) Artworks schön gemacht sind, geschieht im Spielverlauf eigentlich nichts, was das Abenteuer einer Pyramidenerkundung in den Köpfen greifbar macht.

Es hätte keinen Einfluss auf das Spielgeschehen, wenn man die Artworks durch eine Rennbahn, ein Asteroidenfeld oder einen Waldweg tauschen würde. Schade – denn das Thema gibt doch eigentlich viel mehr her…


Plus

  • Gute Ausstattung
  • Spieldauer und Spielfeld variabel

Minus

  • Taktische Möglichkeiten eingeschränkt

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Honigtee

Nile oder Maat

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Spieltrieb

2 – 6

20-90 Minuten

ab 8

Concerto






Willkommen im Konzertsaal! Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Aufführung von Beethovens Neunter!

Dem Dirigent stehen die Schweißperlen auf der Stirn. Gleichwohl den Musikern des Orchesters. Der Taktstock bewegt sich und die Musik beginnt… 

Als Spieler schlüpft man in die Rolle eines Stardirigenten, dessen Ziel es ist, verschieden schwierige Stücke aufzuführen und damit die Gunst des Publikums (Punkte) zu sammeln. Wer zuerst eine bestimmte Menge an Punkten hat, gewinnt das Spiel.

Hierzu muss man zuerst ein Ensemble an Musikern/Instrumenten (dargestellt durch kleine Karten) zusammenstellen, die man vor sich auslegt.
Zusammen mit jedem Instrument bekommt man ein kleines Holztäfelchen, auf dem eine Bewegung aufgezeichnet ist, die man mit dem Taktstock vollführen muss. Diese muss man sich gut merken, denn das Täfelchen wird anschließend in Blickrichtung der Mitspieler aufgestellt.

In der Tischmitte liegen drei verschiedene Musikstücken aus, auf denen die Instrumente abgebildet sind, die man für das Stück benötigt. Hat man die entsprechenden Karten vor sich im Ensemble, kann man dieses Stück aufführen.
Hierzu muss man nun in der definierten Reihenfolge mit dem Taktstock alle Bewegungen ausführen, die den eigenen Karten zugeordnet sind.
Die Mitspieler können die korrekte Aufführung kontrollieren. Gelingt alles fehlerfrei, darf man die Punkte der Aufführung (und den verdienten Applaus!) einfahren – geht die Show in die Hose, verliert man nicht nur die erhofften Punkte, sondern muss sich auch noch von den Musikern verabschieden, die falsch gespielt haben (die Armen! Können doch nix dafür!).

Mit verschiedenen Sonderkarten kann man sich zudem Vorteile (oder den Konkurrenten Nachteile) verschaffen und mit den optionalen Dirigentenkarten zusätzliche Schwierigkeiten (z.B. umgekehrte Reihenfolgen etc.) in die Aufführungen einbauen.

Das Tableau für die Punkte ist etwas klein geraten und beim Artwork ist noch Luft nach oben – dafür ist aber die Ausstattung top.
Der größte Kritikpunkt ist aber, dass die Spielmechanik nicht gut ausbalanciert ist. Es lohnt sich zumeist nicht, sich an ein schwieriges Stück zu wagen, weil es viel einfacher ist, stattdessen mehrere kleine aufzuführen.

Dennoch ist Concerto eine unterhaltsame Mischung aus Karten- und Memory-Spiel die umgehend Lust macht, sich klassischer Musik anzuhören!

Plus

  • Gute Ausstattung
  • Kreative Spielkombination

Minus

  • Unausgewogene Spielmechanik

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Sekt

Klassik natürlich!

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Skellig Games

2 – 4

20-45 Minuten

ab 8

Zombie Teenz Evolution





Geschafft!

Der kunterbunten Kinderbande aus „Zombie Kidz Evolution“ ist es gelungen, die Zombies aus dem Schulgelände zu vertreiben. Doch nun ist ein neues Problem aufgetreten: Die untoten Horden haben einen Weg durch die Kanalisation gefunden und bedrohen nun die ganze Stadt!
Nun liegt es an vier neuen HeldInnen, die Zutaten für das Gegenmittel zu sammeln, um die Zombies wieder in normale Menschen zu verwandeln.

Wie schon beim Vorgänger ist das Grundprinzip von „Zombie Teenz Evolution“ denkbar einfach: würfeln, Aktion, Aktion, fertig.
Und dennoch ist das Spiel schon von Anfang an spannend. Geht man lieber einen Schritt in Richtung der Zutat oder vertreibt man die Zombie-Politesse, die gerade aus dem Gullydeckel klettert? Wirft man seinem Teenie-Freund die Zutat zu oder schneidet man der flott vorwärts marschierenden Zombie-Oma den Weg ab, bevor diese die Burger-Bar erreicht? Nicht immer ist es leicht, die richtige Entscheidung zu treffen – aber genau das macht das Spiel auch so spannend.
Es wird zwar nacheinander gewürfelt – doch immer kann gemeinsam überlegt werden, welche Aktion wohl am sinnvollsten wäre. Für Interaktion ist also permanent gesorgt, denn man gewinnt oder verliert gemeinsam!
Es kann bis zum Ende alles perfekt laufen und dann innerhalb weniger Züge in die falsche Richtung kippen – oder ein eine aussichtslose Spielsituation doch noch im Sieg für die Teenz enden.

In klassischer Legacy-Spielweise kommen mit jeder Partie weitere Regeln, Ergänzungen und Gimmicks (ich will hier gar nicht zu viel verraten) zum Spiel hinzu, die den Spielern (oder auch den Zombies!) helfen können. Die Entwickler haben sich hier wirklich coole Sachen einfallen lassen, die dem bunten Comic-Style des Spiels mit viel Witz, Charme und Augenzwinkern aufgreifen.

Durch seine einfache, aber immer spannende Spielidee und den für alle Altersklassen motivierenden Evolution/Legacy-Effekt steht „Zombie Teenz Evolution“ zu Recht auf der Liste zur Wahl des Spiel des Jahres 2021 und wird auch bei uns im Haus immer wieder gern gespielt.

Das Spiel ist ab 8 Jahren empfohlen, mutige 6-jährige könnten hier (mit den Grundregeln) aber auch schon ihren Spaß haben.

Plus

  • Kompatibel mit „Zombie Kidz“
  • Tolle Diversität der Spielfiguren
  • Große Spielmotivation durch den Belohnungseffekt

Minus

  • Für jüngere Spieler zunehmend schwieriger (Schwierigkeitsgrad aber anpassbar)

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Bloody Mary oder einen Zombie für die Erwachsenen, Tomatensaft mit einem Spritzer Zirone für die Kidz & Teenz

Callejon – „Zombieactionhauptquartier“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 9 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Asmodee / Scorpion Masque

2 – 4

20 Minuten

ab 6

A la carte + Erweiterung „Dessert“





An die Töpfe, fertig, los!

Als angehende Sterneköche versuchen die Spieler möglichst viele der außergewöhnlichen Gerichte fehlerfrei von der Pfanne auf den Teller zu bekommen.
Dazu sind nicht nur die korrekten Zutaten notwendig, sondern auch die richtige Temperatur des Herds.
Doch aufgepasst! Schnell ist das Gericht überwürzt oder ein Mitspieler hat einem gehörig die Suppe versalzen!

In diesem Geschicklichkeitsspiel von Heidelbär Games versuchen die Spieler reihum eines der verschieden schwierigen Rezepte nachzukochen. Auf kleinen Kärtchen, die in einer echter Miniatur-Pfanne platziert werden, steht, welche Gewürze für das Gericht nötig sind und welcher Hitzegrad am Herd eingestellt werden muss, damit die Mahlzeit servierbereit ist.
Drei Aktionen stehen dem Spieler pro Runde zur Verfügung, die man beliebig zum Heizen oder Würzen verwenden darf.
Geheizt wird per Würfelwurf. Da geht die Temperatur schnell mal über das gewünschte Maß hinaus und lässt sich höchstens in einer Kaffeepause wieder nach unten regulieren.
Gewürzt wird, indem man versucht, genau die richtige Menge des passenden Gewürzes (in Form von kleinen Spielsteinchen, die sich in einem echten Miniatur-Streuer befinden) mit einer geschicken Bewegung aus dem Streuer zu schütten. Das klappt mal besser – oder geht auch mal völlig in die Hose. Dann muss das Gericht in die Mülltonne.
Sind alle Bedingungen des Rezepts erfüllt, darf serviert werden – was am Ende dann Siegpunkte einbringt. Stimmen die Zutaten sogar 100 %ig, dann bekommt der Koch einen Stern für das Gericht. Auch so kann man das Spiel gewinnen.

Wer mutig genug ist, kann sich auch an einen Crêpe wagen. Diese Karte muss man in der Pfanne wenden – was sich aber gar nicht als so einfach erweist…

„A la carte“ war 2010 u. a. zum Spiel des Jahres nominiert und ist seit 2019 im Reprint erhältlich. 

Für zusätzlichen Spielspaß ist die Erweiterung „A la carte: Dessert“ sehr empfehlenswert.
Sie beinhaltet nicht nur das Spielmaterial für einen fünften Spieler beinhaltet, sondern auch neue Salzgerichte (ja, hier braucht man wirklich Salz!), neue Kaffeepausen-Kärtchen und einen gemischten Gewürzstreuer.
Besonders die neuen Menükarten bringen noch etwas mehr Pep ins Spiel. Jede Menükarte beinhaltet eine spezielle Herausforderung, die der Spielende bis Ende des Spiels erreichen muss. Gelingt dies, gibt es Extrapunkte!


(mk)

Plus

  • Für alle Altersklassen geeignet
  • Außergewöhnliches Spielmaterial

Minus

  • Spielmaterial war etwas schlecht aus den Stanzbögen zu lösen

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

je nach gekochtem Essen…

Freak Kitchen

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

Köche

Spieldauer

Alter

Heidelbär Games

2 – 4 (5 mit Erweiterung)

40 Minuten

ab 8

Dino Park

Rrrrroaaaarrrr!
Rrrrroaaaarrrr!

Mit Dino Park hat Piatnik Spiele ein kleines, unterhaltsames Spiel für große und kleine Dino-Fans veröffentlicht.

Reihum versuchen die Spieler Dinosaurier einzufangen, die in der Tischmitte ausliegen. Dazu benötigt man Fanginstrumente wie Lassos, Gummihammer oder Schmetterlingsnetze, die man sich erwürfeln muss. Je gefährlicher ein Dino ist, desto mehr Fanginstrumente werden benötigt. Schafft man es, alle Utensilien zu würfeln, dann darf der Dino in den eigenen Park einziehen. Schafft man es nicht, dann hilft nur noch ein Blick durch das Fernglas – ansonsten schnappt womöglich der nächste Spieler den Dino vor der Nase weg…
Wer am Ende die wertvollsten Saurier eingefangen hat, gewinnt das Spiel.

Dino Park ist einfach, schnell zu spielen und mit einer netten Mischung aus Glück, Spekulation und Wagemut versehen, so dass hier vor allem die kleinen Dino-Fans unter uns ihren Spaß haben werden. (mk)

Plus

  • Einfache Regeln
  • Schneller Spieleinstieg

Minus

  • Wenig Abwechslung
  • Es hätten gern ein paar mehr verschiedene Dinos sein dürfen!

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Etwas Saurus… ähm… Saures!

Heavysaurus

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Piatnik

1 – 4

ca. 15 Minuten

ab 6

Wald der Lichter





Im Spiel „Wald der Lichter“ müssen die Spieler versteckte Wichtelschätze im Dunkel des Waldes finden.
Doch sehen kann man im Wald nur dort, wo sich das „Lichtplättchen“ des Spielers befindet.
Um dieses an die richtige Stelle zu bewegen, werden in bekannter „Das Verrückte Labyrinth“-Schiebetechnik kleine Plättchen ins Spielfeld geschoben. Wer zuerst eine bestimmte Anzahl der insgesamt 16 Schätze finden konnte, gewinnt das Spiel.
Ein gutes Gedächtnis ist also gefragt, wenn man sich die Positionen der ganzen Schätze gut einprägen will.

Das Spielprinzip von „Wald der Lichter“ sticht vielleicht nicht so hervor wie bei den Drei-Magier-Klassikern „Der verzauberte Turm“ oder „Der unendliche Fluss“, dennoch sorgt das zauberhafte Bewegen der Lichter auch für ein Aufleuchten der Kinderaugen.

Die märchenhaften Illustrationen im bekannten Stil des Verlags tun ihr Übriges, um die Spieler ins magische Geschehen des Waldes eintauchen zu lassen.

Durch die einfachen Regeln und die geringe Spieldauer ist „Wald der Lichter“ wirklich hervorragend für alle jüngeren Kinder geeignet. Nicht ausgeschlossen, dass sie sich die Positionen der Schätze besser einprägen können als so mancher Erwachsener. (mk)

Plus

  • Tolle Spielmechanik
  • Tolle Atmosphäre

Minus

  • Für ältere Spieler zu leicht

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Waldmeisterschorle

In The Woods

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

Köche

Spieldauer

Alter

Schmidt Spiele / Drei Magier Spiele

2 – 4

20 Minuten

ab 5

Jets





„Jets“ ist als Jubiläumsspiel zum 15-jährigen Bestehen der Spieltrieb Spieleentwicklung entstanden. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen des Verlags (mehr dazu in Kürze!) kommt „Jets“ ganz ohne pädagogischen Hintergrund aus und lässt den Spielspaß klar im Vordergrund stehen (wobei sich das Thema Solarzellen und Energiesparen natürlich auch in diesem Kontext hervorragend als Diskussionsthema eignet).

Im Spiel fliegt man ähnlich dem Star Wars’schen Podrace mit einem schwebendem Photovoltaik-Rennwagen, dem Jet, eine zuvor abgesteckte Strecke entlang und versucht sich dabei mit allen Mitteln der Macht an seinen Mitstreitern vorbeizuschieben.
Ein Spielbrett ist hierfür nicht nötig. Die Tore, durch die man seinen Jet steuern muss, lassen sich überall dort auslegen wo Platz ist.
Ein Würfel, der in jedem Zug um eine Zahl nach oben oder nach unten verändert werden darf, dient als „Gangschaltung“ und legt fest, welche Strecke man zurücklegt und welche Kurveneigenschaften des Jets dadurch gegeben sind.
In einem niedrigen Gang kommt man zwar nicht weit vorwärts, hat dafür aber viel Bewegungsmöglichkeit nach rechts und links, ein hoher Gang ermöglicht einen weiten Zug, jedoch ein stark eingeschränktes Kurvenverhalten.
Um seinen Jet schließlich zu bewegen, wird, wie in etlichen Tabletop-Spielen üblich, ein clever ausgetüfteltes „Lineal“, im Spiel „Lift“ genannt, angesetzt.
Aber Achtung! Nicht nur die zahlreichen Ausrüstungskarten, die verschiedene Vorteile verschaffen (oder die Mitstreiter behindern), kosten wertvolle Energie – auch das Überholen seiner Gegner benötigt einen möglichst vollen Tank. Sinnlose Raserei bringt einen hier also nicht wirklich weiter. Nur mit bedachtem Energiemanagement, einer guten Steckeneinschätzung, gutem Augenmaß und der richtigen Strategie hat man Chancen, als Erster über die Ziellinie zu rasen.

„Jets“ lässt sich in mehreren Schwierigkeitsgraden spielen. In der einfachen Version hatte sogar unser Jüngster (6 Jahre) richtig Spaß und kam mit dem anlegen der „Lifts“ überraschend gut zurecht.
Die Version für Cracks ist aber wirklich nicht ohne und benötigt vor allem auch den Willen, sich mit fiesen Tricks und Gemeinheiten gegen seine Mitstreiter durchzusetzen. Wer hier nicht mit ausgefahrenen Ellenbögen und einem fiesen Grinsen im Gesicht losfährt, der wird nichts anderes als die Rückleuchten der anderen Rennwagen sehen.
Je nachdem, wie ernst die Spieler an „Jets“ herangehen, könnte es beim Anlegen der „Lifts“ allerdings etwas Konfliktpotenzial geben, denn je nach Untergrund und Vorsicht des Spielers kann das Spielmaterial auch schnell mal ein bisschen (zum eigenen Vorteil) verrutschen…

Dass man für „Jets“ kein Spielbrett benötigt ist Vor- und Nachteil zugleich. Einerseits kann man im Grunde überall direkt losspielen, benötigt aber auch ein ganzes Stück Platz, damit die Strecke eine gewisse Länge bekommt und das Rennen spannend bleibt.
Und auch wenn es banal klingt: Das drehen der Liftanzeiger (Würfel) nervt auf Dauer. Ein Schiebeanzeiger wäre hier praktischer gewesen.

Doch genug der Meckerei. „Jets“ ist ein kurzweiliger Zeitvertreib geworden, der durch seinen etwas anderen Spielansatz eine gelungene Abwechslung zu den sonst gerne aus dem Regal gegriffenen Brettspielen bietet.
Das Material ist hochwertig, das Spieldesign liebevoll gemacht (wenn auch noch ein Stück von High-End-Produktionen entfernt) und die Anleitung klar und verständlich (und mit einigen netten Gags garniert, die zeigen, dass die Autoren hier mit sympathischem Augenzwinkern am Werke waren). (mk)

Plus

  • Variabler Schwierigkeitsgrad
  • Kein Spielplan nötig / (fast) überall spielbar

Minus

  • Viel Platz nötig

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Hanscraft Black Nizza Motor Øl

In Flames – „The Jester Race“ oder Almanac – „Rush Of Death“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

Köche

Spieldauer

Alter

Spieltrieb

2 – 6

30-60 Minuten

ab 6 (in der einfachen Version)

Smart 10 Family





Gehört der weiße Ball mit Löchern zum Polo oder Feldhockey? Und heißt der Hund der Paw Patrol wirklich Rubble?

Die neue „Smart 10 Family“-Edition wirft einige knifflige Fragen auf!

In der Mitte der robusten, reisetauglichen Box steht für die Mitspieler eine Frage.
Die möglichen Antworten dazu sind im Kreis rundherum angeordnet und mit herausnehmbaren Markern verdeckt.
Wer an der Reihe ist, deckt einen Marker auf und hofft, dass die Antwort richtig ist. Wer Recht hat, behält den Marker, wer falsch antwortet, verliert alle Marker, die er in der laufenden Runde gesammelt hat.

Der clevere und mehrfach ausgezeichnete Spielmechanismus ermöglicht viel mehr als nur einfache Richtig-oder-falsch-Fragen – mal müssen Farben zugeordnet werden, mal Märchentitel ergänzt oder Reihenfolgen und Größenverhältnisse richtig eingeschätzt werden. Das sorgt für viel Abwechslung unter den 200 beinhalteten Fragekarten.
Für die Family-Edition wurde der Schwierigkeitsgrad speziell auf Familien zugeschnitten, was bis auf einige Ausreißer auch gut gelungen ist.

„Smart 10 Family“ leidet natürlich ebenfalls am typischen Problem aller Brett- und Karten-Quizspiele: man kennt irgendwann alle Fragen …

Für Nachschub sorgt dann aber entweder das Original „Smart 10“ mit 200 weiteren Fragen oder eines der erhältlichen Ergänzungssets „Zusatzfragen“, „Travel“ und „Food & Drink“ mit jeweils 100 neuen Fragen.

Für uns hat sich „Smart 10 Family“ schon nach kurzer Zeit als beliebtes Reisespiel für Bahnfahrten etabliert. (mk)

Plus

  • Toll für unterwegs
  • Viele Zusatzfragen erhältlich

Minus

  • Die Fragen sind irgendwann bekannt
  • Basisspiel mit ca. 30,- € sehr teuer

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Multivitaminsaft

Ten

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

Köche

Spieldauer

Alter

Piatnik

2 – 8

20 Minuten

ab 8

Artischocken





Wie herzlos!

Mögt Ihr Artischocken?
Dann seid Ihr bei diesem „herzlosen“ Kartenspiel womöglich an der falschen Stelle. Denn in „Artischocken“ geht es darum, ebendiese so schnell wie möglich auf dem Kompost zu entsorgen. Wer als erster Spieler kein Exemplar dieses streitbaren Gemüses mehr auf der Hand hält, gewinnt!

Damit das gelingt, braucht man frisches Gemüse vom Markt. Ist man an der Reihe, darf man hier eine neue Gemüsekarte ziehen, zu seinen Handkarten nehmen und ggf. auch gleich ausspielen. Je nach Sorte, kann man dann verschiedene Aktionen ausführen. Im Idealfall kann man Artischocken von der Hand auf den Kompost befördern – aber auch Gemüse-Nachschub oder kleine Tauschgeschäfte sind hier möglich. Ist der Spielzug beendet, wandern alle Handkarten auf die Ablage und man zieht fünf neue Karten nach. Ist eine Artischocke dabei? Pech – dann geht’s weiter. Hat man keine Artischocke nachgezogen, gewinnt man das Spiel!

Was im ersten Moment sehr einfach klingt, benötigt neben ein bisschen Glück aber auch die richtige Strategie, denn im Kern ist „Artischocken“ ein Deckbuilding-Spiel – nur im umgedrehten Sinne.
Bis man sich die Eigenschaften der elf Sorten eingeprägt hat und etwas mehr Spielfluss aufkommt, braucht es zwar zwei, drei Durchläufe – das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch!

Immer wieder kommt das Flair des großartigen Bohnanza auf (wahrscheinlich auch, weil die Haptik der Karten die gleiche ist), weil die Handkarten nicht so ganz dem entsprechen, was man sich vorstellt oder die Mitspieler sich genau das Gemüse vom Markt holen, das man selbst gerade gebraucht hätte.

Kurzum: „Artischocken“ macht richtig Spaß!

Und wer bei den supersüßen Illustrationen am Ende kein Mitleid mit den Artischocken hat, der ist wahrlich „herzlos“ …

Viele Grüße nach Dietzenbach: Da habt ihr wieder ein ganz feines Kartenspiel veröffentlicht! (mk)

Plus

  • Einfache Regeln

Minus

  • Für jüngere Spieler taktisch zu knifflig

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Gemüsesaft

The Vegetable Orchestra

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Verlag

Spieler

Spieldauer

Alter

Amigo Spiele

2 – 4

15 Minuten

ab 8

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