Irrgarten der Magier

Ein Spiel für jüngere Kids – in klassischer Drei-Magier-Tradition!
Wer die Spiele von Drei Magier kennt, der weiß, dass man hier stets kindergerechte Spieleunterhaltung und innovative Mechanismen erwarten kann.

So ist auch bei „Irrgarten der Magier“ Spieleschachtel und -aufbau der Star. Die gut bekannten Drei-Magier-Artworks verzieren diesmal ein Labyrinth mit einem hoch darüber thronenden Nachthimmel...

Zauberlehrling Linus muss für seine anstehende Prüfung in diesem Irrgarten 13 magische Dinge finden. Doch wie? Es ist ja schließlich stockfinster.
Um den richtigen Weg zu erkennen, lässt Linus einen hellen Stern über sich leuchten. Damit sollte es doch ein Leichtes sein, oder?

Gespielt wird gemeinsam – immer zu zweit miteinander. Ein Kind bewegt Linus durch das Labyrinth, das zweite bewegt den Stern, der magisch über dem Zauberlehrling schwebt. Doch Vorsicht: Die feine Verbindung darf auf der Suche nach den Gegenständen und Tieren nicht abbrechen! In welcher Reihenfolge diese eingesammelt werden müssen, wird durch eine zuvor gezogene Karte festgelegt. Ein mit stimmungsvoller Geräuschkulisse ausgestatteter Timer legt fest, wie viel Zeit die Mitspielenden dafür haben. Gelingt es diesen, alle 13 davon einzusammeln, bevor alle Karten aufgedeckt sind, hat Linus seine Prüfung bestanden und die Mitspielenden gewinnen das Spiel!

Man könnte den „Irrgarten der Magier“ als typisches Drei-Magier-Spiel kategorisieren. Der Spielaufbau ist ein Hingucker, der Spielablauf einfach und schnell erklärt. Für ältere Kinder wird das Spiel selbst bei höchstem Schwierigkeitsgrad auf Dauer zu einfach sein, doch Kids im Alter von ca. 4 bis 8 dürften hier viel Freude haben!

Plus

  • Schwierigkeitsgrad anpassbar
  • Toller Spielaufbau

Minus

  • Für ältere SpielerInnen zu einfach

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Bunte Säfte

Soundtrack zu „Labyrinth“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Drei Magier / Schmidt Spiele

2-4

15-20 Minuten

ab 6

Fish & Katz

Sammle in diesem Reaktionsspiel Fische mit deiner Tatze!
Wenn die alten Fischbudenbesitzer Pause machen, übernehmen ihre Katzen den Stand auf dem Fischmarkt. Und es gib nur eines, was die Miezen mehr lieben als ihre Besitzer: Fisch!

Mit einer von sechs süßen Katzenpfoten ausgestattet, versuchen alle Mitspielenden auf Kommando gleichzeitig eine von mehreren Fischkarten in der Tischmitte zu erbeuten. Greifen mehrere Katzen nach der gleichen Karte, gehen diese leer aus. Liegt nur die eigene Tatze auf der Karte, darf man den Fisch behalten.
Sobald eine Katze aus der Runde zwei Mal drei (oder mehr) gleiche Fische ergattert hat, werden Punkte verteilt. Hat jemand sechs Punkte gesammelt, steht die Gewinnerkatze fest!

Weil die Spielregeln von „Fish & Katz“ so einfach und schnell erklärt sind, ist das Reaktionsspiel für Jung und Alt gleichermaßen geeignet. Eine Partie ist in 15-20 Minuten gespielt und schnell mal „zwischendrin“ untergebracht und erfordert keine hochkomplexen Strategiekenntnisse.
Und, ganz ehrlich: Wer kann denn den kleinen Katzenpfoten schon widerstehen?
Kurzum: Ein feines Spielchen, das am besten in einer großen Gruppe funktioniert und durchaus als Alternative zu diversen Klassikern am Familienspieltisch taugt.


Toll auch, dass „Fish & Katz“ das Projekt Trees For The Future unterstützt und die enthaltenen Kunststoffmarker aus dem recycelten Material RE-Plastic hergestellt sind.

Plus

  • Süße Illustrationen
  • Generationenübergreifend

Minus

  • Ein/Zwei Kniffe für mehr Komplexität (Zusatzregeln) wären toll

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Sake mit Yuzu für die Erwachsenen. Für die Kids: Zitronenlimonade

Fish – „Vigil In A Wilderness Of Mirors“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Heidelbär Games

1-6

15-20 Minuten

ab 6

Decktective – Den Tod kann man nicht betrügen

Ein kompaktes, kooperatives Krimi-Spiel im Kartenformat
Wir schreiben das Jahr 1950. Im Domein Casino in Las Vegas werden vier Leichen an einem Spieltisch entdeckt. Darunter auch der Bürgermeister der Stadt. Was ist hier passiert?
Als Ermittler machen wir uns ans Werk, um den mysteriösen Fall zu lösen…

Der Einstieg ins Spiel ist denkbar einfach: Der Spielaufbau erklärt sich innerhalb der ersten Karten von selbst. Dann werden die Karten an alle Mitspielenden verteilt. Anschließend muss reihum jeder für sich selbst entscheiden, ob die eigene Handkarte offen ausgelegt und vorgelesen wird (sofern möglich), oder ob die Karte verdeckt und geheim ins Archiv wandert.
Stück für Stück erschließt sich so der Fall und es gilt am Ende aus allen vorhandenen Informationen, Indizien und Spekulationen die richtigen Schlüsse zu ziehen um alle abschließenden Fragen zu beantworten.

„Decktective – Den Tod kann man nicht betrügen“ ist prinzipiell auch alleine spielbar, macht aber mit mehreren Personen natürlich deutlich mehr Spaß. Denn gerade die, Diskussionen, Vermutungen und Theorien, die gemeinsam aufgestellt werden, machen das kleine Kartenspiel zum Ereignis am Tisch.
Die Storyline ist gut geschrieben und lässt schnell in die das Las Vegas der 50er eintauchen. Das Spielprinzip (dem sich so ähnlich zuletzt auch Unsolved bedient hat) ist einfach zu verstehen und sowohl für Neulinge, als auch für Crime-Veteranen geeignet.

So bekommt man für superfaire 12,- € ein Krimi-Spielen im kompakten Deckscape-Format. Feine Sache!

In der Decktective-Reihe sind neben „Decktective – Den Tod kann man nicht betrügen“ bis jetzt erschienen:

-	Albtraum im Spiegel
-	Der letzte Wille
-	Das gespenstische Gemälde
-	Blutrote Rosen

Plus

  • Auch solo spielbar!
  • Günstig

Minus

  • Der „3D-Tatort“ ist eine coole Idee – könnte gern noch mehr ins Spielgeschehen involviert werden…

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Whiskey

Adrenaline Mob – „Omertá“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacus Spiele

1-6

ca. 30-60 Minuten

ab 12

Sherlock – Das Collier

Detektivarbeit im Kartenformat
In der Nacht nach einer Preisverleihung verschwindet das wertvolle Frida-Collier.
Gleich mehrere der Anwesenden sind tatverdächtig. Doch wer hat es gestohlen? Und aus welchem Grund?

Gleich bis zu acht ErmittlerInnen können die Spuren des Diebstahls aufnehmen (Solo geht auch!) und müssen dabei aus allen zur Verfügung stehenden Karten mit Indizien, Zeugenaussagen & Co. die wichtigen Beweise von den unwichtigen Trennen, um am Ende alle Fragen zum Fall richtig zu beantworten und möglichst viele Punkte für die Lösung zu erhalten.

„Das Collier“ ist bereits der 15. Teil von „Sherlock“ (plus je drei Teile im „Mittelalter“ und „Far West“) – und dennoch ist es unsere erste Begegnung mit der Reihe von Abacus Spiele, die ja bereits mit „Deckscape“ und „Decktective“ (eine Rezension folgt in Kürze!) zwei Serien von kartenbasierten Escape-Games haben.

„Sherlock - Das Collier“ bietet klassische Detektivarbeit im Kartenformat. Durch den permanenten Austausch von Informationen und das aufstellen von wilden Theorien, bleibt das Spiel für alle Mitspielenden zu keinem Moment langweilig und lässt die Story (von Autorin Isabel Gutiérrez) rund um das gestohlenes Collier auf der Leonardo-Awards-Preisverleihung sehr gut aufleben.
Es ist schon erstaunlich, was man aus nur 33 Karten so rausholen kann.
Die Spielzeit von 60 Minuten ist recht hoch angesetzt. Erfahrene SpielerInnen schaffen es auch locker in der Hälfte der Zeit – dafür ist aber der Preis von knapp 8,- € ein echtes Schnäppchen!

Wir sind überzeugt und sehr gespannt, was uns in den anderen Teilen der Reihe noch erwartet!

Plus

  • Auch solo spielbar!
  • Günstig

Minus

  • Spartanisches Design

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Earl Grey

Winterfylleth – „The Ghost Of Heritage“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 4 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Abacus Spiele

1-8

ca. 30-60 Minuten

ab 12

Evergreen

Gemütliches und kurzweiliges abgespecktes Drafting- und Legespiel, das man durchaus auch zerdenken kann.
In Evergreen muss man den eigenen Planeten neu bepflanzen. Dabei werden in verschiedenen Ökosystemen zunächst Sprossen angezogen, die dann zu kleinen und großen Bäumen heranwachsen können. Doch sollte man dabei darauf achten, dass diese auch immer von der wandernden Sonne beschienen werden können, denn nur so gibt es Siegpunkte. Auch der größte Wald wird mit letzteren belohnt.

Um das zu bewerkstelligen werden in vier immer kürzer werdenden Jahreszeiten Karten ausgelegt, wovon die Spielenden je eine auswählen. Darauf befindet sich dann ein Ökosystem, in dem 1 von 4 verschiedenen Aktionen durchgeführt werden können, sowie eine Fähigkeit, die im Laufe des Spiels immer stärker wird und die überall in allen Ökosystemen funktioniert. Außerdem bleibt immer eine Karte pro Runde übrig, die auf den Fruchtbarkeitsstapel gelegt wird, was am Ende für massig Siegpunkte pro großem Baum im jeweiligen Ökosystem führt. Aktionen und Fähigkeiten beziehen sich immer auf das Wachsen lassen von Sprossen, kleinen und großen Bäumen, sowie das Setzen von Büschen und Seen.

Die Schwierigkeit des Spiels besteht nun darin eine Balance zu finden zwischen dem sinnvollen Verteilen von Aktionen im richtigen Ökosystem, dem Durchführen von Fähigkeiten auf dem Planeten und dem Aufwerten der Fruchtbarkeit der Ökosysteme. Außerdem muss beim Setzen der Bäume darauf geachtet werden, dass sich Bäume nicht groß gegenseitig beschatten, denn nur beschienene Bäume geben am Ende der Jahreszeit Siegpunkte. Allerdings wandert im Anschluss auch die Sonne 90° weiter, sodass bei der nächsten Wertungsrunde andere Bäume im Licht stehen.

Das Spiel ist extrem schnell erlernt und dauert bei eingespielten Leuten auch nur 30-45 Minuten. Die taktische Tiefe ist natürlich nicht auf Expertenniveau, es macht aber trotzdem jedes Mal aufs Neue Spaß die Bepflanzung auszutüfteln. Das Artwork ist wundervoll zurückhaltend und dadurch unfassbar schön, sodass man sich jedes Mal freut den Planeten etwas mehr zu begrünen. Das Spielgefühl ist demzufolge total leicht und gemütlich, sodass man direkt glaubt man habe etwas kleines Gutes getan und das hat man auch. Denn das Spiel unterstützt das Trees for the Future Projekt.

Wer also einen schönen Absacker braucht oder einfach ein Spiel, bei dem er oder sie ein schönes Gefühl mit nach Hause nimmt, kann getrost zuschlagen!

Plus

  • Zurückhaltendes, tolles Design
  • Gute Ausstattung
  • Kurzweilig
  • Hinterlässt gutes Gefühl

Minus

  • Eher für Zwischendurch

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Grüne Wiese Cocktail

Cloudkicker – Let Yourself Be Huge

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8 von 10.

Bewertung: 8.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Heidelbär Games / Horrible Guild

1-4

45 Minuten

ab 8

Oltréé

Ein Abenteuerspiel in Perfektion!
Das Kaiserreich liegt in Trümmern. Der Krieg gegen den Monstergott, seinen Hohepriester und dessen Schergen mag gewonnen sein - doch er hat seine Spuren im Reich hinterlassen.
Immer noch streifen zersplitterte Monsterhorden durch die Wildnis und terrorosieren die übriggebliebenen Bewohner der Ländereien.
Einige angesehene Ranger versuchen die kleinen Orte und Weiler in der näheren Umgebung der einst majestätischen Burg zu schützen, den Bewohnern bei aufkommenden Problemen zu helfen und finstere Kreaturen in die Flucht zu schlagen.
Doch auch die Burg selbst ist noch in desaströser Verfassung und muss instand gesetzt werden – während sich vor den Toren bereits die nächsten Gefahren zusammenbrauen…

Gleich Vorab: Wer auch nur einen Funken Begeisterung für Abenteuerspiele oder spannende Fantasy-Stories entwickeln kann, der muss „Oltréé“ spielen!

Antoine Bauza (u.A. „Draftosaurus“, „7 Wonders“, „Hanabi“) & John Grümph haben hier ein Spiel auf die Beine gestellt, das in diesem Bereich seinesgleichen sucht.

Die Spielmechanik ist extrem einfach und deshalb auch für Wenig-Spielende, Jüngere und Neueinsteiger leicht zu meistern – während das Storytelling und das Spielgeschehen selbst auch erfahrene Profis abholt.

Immer abwechselnd hat jeder Mitspielende zwei Aktionen mit denen er sich bewegen kann, in der (zentral auf dem Spielbrett thronenden Burg) Gebäude errichtet, in einem der acht angrenzenden Dörfer Rohstoffe erhält, Probleme löst oder auf Ereignisse reagiert.
Zuvor entscheidet jedoch ein Würfel über weitere Ereignisse und Probleme in den Regionen, Wind- und Wettererscheinungen und das wichtigste Element des Spiels: Die Chronik!

Trifft der Marker die Chronik, wird eine Seite des kleinen Buchs (im Kartenformat) umgeblättert und die Ranger müssen auf die Geschehnisse reagieren. Sie sollten sich dabei aber nicht allzu viel Zeit lassen, denn schnell geht die Geschichte weiter und das Ende des Spiels naht…

Langeweile kommt in „Oltréé“ nie auf. Obwohl das Spiel rundenbasiert ist, sind alle Spieler in permanentem Austausch, um die bestmögliche Strategie zu diskutieren. Denn in „Oltréé“ gibt es ständig etwas zu tun. Jede Entscheidung kann richtig sein – oder zu noch viel mehr Problemen führen. Die kleinen Texte auf den Karten lassen die Spielwelt extrem greifbar und lebendig erscheinen. Die Chroniken mit ihren verschiedenen Hauptgeschichten (und teils auch zusätzlichem Spielmaterial) tragen einen weiteren Teil dazu bei. Die Würfelproben, deren Ausgang man nie kennt, sorgen für die nötige Spannung…

Im nördlichen Weiler kam es zu einem Waldbrand! Soll Gaspard lieber dem Weiler beim löschen helfen oder sich um dem wilden Oger im Süden kümmern, der dort einige Bauern bedroht. Auch der Bau des östlichen Wachturms der Burg muss noch beaufsichtigt werden. Eine kleine Pause zur Regeneration wäre jedoch auch angebracht. Was tun?


Die größte Frage, die nach dem spielen von „Oltréé“ aufkommt ist: Wie groß ist der Wiederspielwert des Spiels, wenn man alle enthaltenen Kampagnen kennt?

Nun, bis es soweit kommt, wird es eine Weile dauern, denn die enthaltenen Chroniken müssen zuerst einmal gespielt werden. (Auch eine erste Erweiterung ist bereits angekündigt!)
Klar weiß man danach, wohin sich die Geschichte entwickelt, doch unterschiedliche Aufträge bringen unterschiedliche Kartensets ins Spiel und sorgen für neue Twists, Schwierigkeitsgrade und Spieldynamiken.
So tauchen selbst nach etlichen durchgespielten Kampagnen immer noch Karten und Ereignisse auf, die man bisher noch nicht kannte.
Noch spannender ist es aber, bekannte Kampagnen einfach mit neuen Mitspielern zu spielen, die völlig unwissend an die Sache herangehen.

Mich hat „Oltréé“ komplett abgeholt. Begonnen bei den wundervollen Illustrationen von Vincent Dutrait bis hin zum einfachen – aber dennoch spannenden – Spielsystem, das die Grenzen zwischen Abenteuer- und Rollenspiel verschwimmen lässt. Oberklasse!


PS: Die Spielfigur des Lars hat ein kostenloses Upgrade erhalten, das ihr im Shop einfach gleich mitbestellen könnt.
In der 2. Edition wird dann schon automatisch die neue Version enthalten sein.

Plus

  • Kooperativ – ohne Downtime
  • Grandiose Immersion und Atmosphäre!
  • Megatolles Spielmaterial

Minus

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Britisches Ale oder ein Glas Met

Eluveitie – „Evocation I & II“ oder IMA Score „Myter Och Legender“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtschnitt

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Bewertung: 10 von 10.

Bewertung: 9.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Board Game Box

1 – 4

Je nach Kampagne zwischen 60 und 120 Minuten

ab ca. 10 Jahren

80 Days

Anfang der Neunziger gab es unter dem Titel „Um die Welt mit Willy Fog“ eine süße Zeichentrick-Serie, die auf Tele 5 ausgestrahlt wurde. Darin wurde die „Reise um die Erde in 80 Tagen“ von Jules Verne mit Tieren in den Hauptrollen kindertauglich auf die Fernsehgeräte gebracht und stellte meinen ersten Berührungspunkt mit dem Roman von 1873 dar.
So weckt das ebenfalls auf diesem Roman aufbauende „80 Days“ natürlich direkt nostalgische Gefühle bei mir – auch wenn die Umsetzung ganz anders ausfällt.

Jeder Mitspielende schlüpft in die Rolle eines von acht Reisenden (in diesem Fall aber keine Tiere, sondern sehr schön diverser Charaktere), erhält einen Koffer und etwas Geld, um die Reise in London zu beginnen.
In fünf Zeitabschnitten gilt es nun Streckenabschnitte zurückzulegen, um nach 80 Tagen wieder in der britischen Hauptstadt anzukommen.
Dabei gilt es nicht nur sparsam mit dem Geld umzugehen (weil die Kosten für Bahn, Schiff oder Ballon fortwährend steigen), sondern auch verschiedene Aufgaben zu erfüllen, für die man Ausstattungen wie Regenschirme, Schuhe oder sogar Revolver erwerben muss. Mindestens vier solcher Aufgaben oder Abenteuer müssen bewältigt werden, bevor man London erreicht, um Chancen auf den Sieg zu haben.

In seiner Grundform ist „80 Days“ ein ganz klassisches, schön illustriertes Familienspiel, das für fast jede Altersklasse auf den Tisch gebracht werden kann.
Durch den zweiseitigen Spielplan (mit zusätzlichen Optionen) und das ergänzende Assistenten-Modul kann das Spiel jedoch deutlich komplexer und variabler gestaltet werden, um auch routiniertere Vielspieler anzusprechen.
Da Spielablauf und -mechanik letztendlich aber doch immer in sehr ähnlichen Mustern verlaufen, wird der Wiederspielwert zwangsläufig nach und nach sinken.

Die rund 30,- €, die man für „80 Days“ aktuell investieren muss, sind aber mehr als fair – zumal es auch gar nicht mehr viele solcher klassischen Familien-Brettspiele gibt.

Achtung: Dem Spiel liegt ein zusätzlicher, französischer Kartensatz bei. Achtet darauf, den für euch richtigen zu öffnen und nicht beide zu vermischen, wie es uns passiert ist… 😊

Plus

  • Wertiges Material
  • Deutscher und französischer Kartensatz enthalten

Minus

  • Kein Dauerbrenner
  • Warum „jonglieren“?

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Wasser in der Reiseflasche

Jorn – „Traveller“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 7.5 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 4.5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Piatnik

2-4

ca. 50 Minuten

ab 10

Unsolved – Der Jagd-Unfall

Im Wald liegt eine Leiche. Das Opfer war Teil einer Jagdgesellschaft. War es Mord oder ein Unfall?

Die Mitspielenden nehmen die Untersuchungen auf und sammeln Hinweise – allerdings nur anhand von Bildern! Es gilt also genau hinzuschauen!

Gemeinsam oder in Gruppen gegeneinander spielend, werden nach und nach Bilder aufgedeckt. Doch nur maximal 12 der 36 Karten jedes Kapitels dürfen offen ausliegen. Es muss also immer wieder aufs Neue abgewägt werden, welche Hinweise und Indizien liegen bleiben dürfen und welche abglegt werden sollen. Dazu gilt es jedes Detail zu erfassen, denn am Ende müssen die zahlreichen Fragen (Opfer, Tatwaffe, Tathergang, Motiv,…) richtig beantwortet werden. Gar nicht so einfach...

Im Spiel sind drei Kapitel enthalten, die es zu lösen gilt. Obwohl sich die drei Fälle die 30 Basis-Karten teilen, fallen die Untersuchungen und Ermittlungen überraschend unterschiedlich aus.
Das spannendste sind ohnehin die Theorien und Mutmaßungen, die innerhalb der Mitspielenden angestellt werden – und das gelingt „Unsolved - Der Jagd-Unfall“ sehr gut.

Achtung! Aufgrund der expliziten Darstellung von Gewalttaten, sollte man die Altersempfehlung (ab 16) wirklich beachten – oder zumindest gut überlegen, ob man jüngeren SpielerInnen eine Mordermittlung zumuten möchte…

Plus

  • Zerstörungsfrei
  • Solo-Variante enthalten

Minus

  • Einschränkungen durch gleichen Basis-Kartensatz

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Jagertee

Avatar – „Hunter Gatherer“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Bewertung: 5.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Amigo Spiele

1-6

ca. 75 Minuten pro Fall

ab 16

Imagenius

Der kleine Großmeister Imagenius hat in seinem Zauberbuch geheime Symbole versteckt. Welcher Lehrling kann diese zuerst entschlüsseln?
Jeder Mitspielende schlüpft in die Rolle eines Zauberlehrlings und erhält einen magischen Stift, sowie eine Tafel, auf der eine Unmenge an verschiedenen Zaubertrank-Zutaten abgebildet sind.

Anschließend wird für alle gut sichtbar eine Seite des Zauberbuchs aufgeschlagen (eine Karte offen ausgelegt).
Darauf sind Symbole abgebildet, die nun alle Mitspielenden gleichzeitig auf Ihren Karten nach bestimmten Regeln umkreisen, verbinden oder kombinieren müssen, um das geheime Zeichen zu entziffern.
Wer die versteckte Botschaft des kleinen Großmeisters Imagenius zuerst erkannt hat, dreht die Sanduhr um und läutet die letzten 30 Sekunden für die MitspielerInnen ein… Jetzt ist Eile angesagt!
Am Ende der Zeit erhalten alle richtigen Tipps einen Stern. Wer die Sanduhr umgedreht hat, bekommt sogar zwei Sterne – muss aber die nächste Runde die etwas schwierigere, schwarz-weiße Seite der Zeichentafel verwenden.

In diesem spaßigen und flotten Familienspiel von Olivier Mahy haben gut trainierte Wimmelbild-Experten mit schneller, visueller Auffassungsgabe gute Chancen. Durch die clevere Idee mit der farblosen Seite, haben aber auch alle anderen Mitspielenden die Möglichkeit aufzuholen. Und selbst der Mut zum Risiko kann sich auszahlen, denn auch ein nicht ganz fertiggestelltes Bild kann mit etwas Fantasie schon vor Vollendung richtig gedeutet werden…

Und da hier wie bei Quiz-Spielen natürlich die Gefahr gegeben ist, dass man die Symbole irgendwann auswendig kennt, ist inzwischen auch für Nachschub gesorgt. Die erste Ergänzung mit 50 neuen Karten (100 neuen Formeln) ist seit kurzem erhältlich!

Plus

  • Schnell, einfach, unkompliziert
  • Für viele Altersgruppen geeignet

Minus

  • Vielspieler kennen die Symbole schnell auswendig

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Zaubertrank

Nightwish – „Imaginaerum“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Bewertung: 6.5 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Piatnik

2-4

ca. 20 Minuten

ab 7

Würfelhelden

Im Königreich Therion haben sich Bösewichte am Vermögen der Königin bereichert. Vier HeldInnen nehmen die Verfolgung auf – doch nur der Mutigste unter ihnen wird am Ende siegreich sein.
Dass Richard Garfield weiß, wie man mit Karten spielt, dürfte jedem klar sein, der schon einmal etwas von „Magic – The Gathering“ gehört hat.
Bei den jüngsten Spielen des Magic-Erfinders stehen jedoch Würfel im Mittelpunkt. Zuletzt bei „Dungeons, Dice & Danger“ – und nun bei „Würfelhelden“!

Jeder Mitspielende beginnt mit drei weißen Würfeln, die pro Spielzug je bis zu drei Mal gewürfelt werden können.
Je nach Wurf nimmt der Held die Verfolgung eines Bösewichts auf (mit Schwert-Symbolen), erhält Münzen oder gewinnt zusätzliche (gelbe bzw. rote) Würfel dazu (die man leider auch wieder verlieren kann…).
Die folgenden HeldInnen können das Ergebnis der Verfolgungsjagd nun überbieten. Gelingt dies niemandem, bis man wieder selbst an der Reihe ist, hat man den Bösewicht gefangen und wird mit Münzen dafür belohnt.
Sind alle Schurken gefasst, endet das Spiel und der/die Spieler/in mit den meisten Münzen gewinnt.

Für „Würfelhelden“ benötigt man etwas Glück, Wagemut und das richtige Einschätzungsvermögen. Denn nicht immer ist die Verfolgung die beste Wahl…

„Würfelhelden“ ist schnell gelernt, einfach gespielt und dadurch für fast jede Spielrunde geeignet. Der Wettbewerbscharakter und das dazugehörige Würfelglück bringen viel Spannung und Action in die Partien – die allerdings nach einiger Zeit immer sehr ähnlich verlaufen. Etwas mehr Varianz (z.B. durch unterschiedliche Verfolgungsbedingungen, je nach Schurke) wäre für einen langfristigen Spielspaß hilfreich gewesen.

Schade auch, dass man der kleinen, aber feinen Story rund um das Königreich Therion und den Helden nicht noch etwas mehr Leben eingehaucht hat.
Alle Helden spielen sich gleich. Bis auf das Bild und einen kleinen Text gibt es keinen Unterschied. Wäre doch schön gewesen, wenn sich Otter, Falken, Steinböcken und Bären zumindest ein kleines bisschen unterscheiden würden…
So schreit „Würfelhelden“ laut nach einer Erweiterung, die dem Spiel etwas mehr Komplexität und Tiefe verleiht

Doch bei aller Kritik: Speziell mit jüngeren oder „Wenig-Spielern“ spielt sich „Würfelhelden“ dank der einfachen Regeln und kurzen Spieldauer sehr flott und macht Spaß!

Plus

  • Gute Zwei-Spieler-Variante
  • Einfache Regeln

Minus

  • Zu wenige Helden / Charaktere unterscheiden sich nicht
  • Voraussichtlich geringer Dauerspielspaß

Getränkevorschlag

Musikvorschlag

Frische Limonade

Therion – „Vovin“

Design/Ausstattung

Spielspaß

Spielkonzept

Gesamtbewertung

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 7 von 10.

Bewertung: 5 von 10.

Bewertung: 6 von 10.

Verlag

SpielerInnenanzahl

Spieldauer

Alter

Amigo Spiele

2-4

ca. 20 Minuten

ab 8

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